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Samstag, 28.06.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Eine Quelle nie versiegenden Staunens
    Jean-Henri Fabre und die Lange Nacht der Insekten
    Von Astrid Nettling
    Regie: Rita Höhne

    "Mir ist die Biologie des Insekts zugefallen, ich weiß nicht einmal, wie. Es endet nie, selbst ein Methusalem käme damit nie zu Ende." Schreibt Jean-Henri Fabre, der legendäre Insektenforscher aus Südfrankreich, der seine faszinierenden Einsichten in das Leben dieser Tiere in der ebenso faszinierenden Prosa seiner zehnbändigen "Souvenirs Entomologiques" der Nachwelt überliefert hat. Als den "Homer der Insekten" hat man ihn bezeichnet, ihn mit Balzac verglichen, dessen "Comédie humaine" seine "Comédie entomologique" zur Seite zu stellen wäre. Das 'Sittengemälde' der emsigen Völkerschar geflügelter Kleinstlebewesen, deren Instinkte und Gewohnheiten er 30 Jahre lang - zwischen 1879 bis 1907 - mit Akribie und Leidenschaft erforscht hat. Warum nicht auch als Außenstehender einmal einen Blick in die so staunens- wie bewundernswerte Welt dieser Lebewesen werfen? Die "Lange Nacht" möchte zusammen mit Fabre und anderen Insektenliebhabern einen Eindruck davon vermitteln und neben der Leidenschaft Fabres für seine Sache auch etwas von jenem Forscherethos spürbar machen, das der Wegbereiter der modernen Verhaltensforschung seinen damaligen Forscherkollegen ins Stammbuch geschrieben hat: "Ihr schlitzt das Tier auf, ich studiere es lebend; ihr macht aus ihm ein Objekt des Abscheus und des Mitleids, ich mache es liebenswert; ihr arbeitet in einer Werkstatt, wo gefoltert und zerstückelt wird, ich beobachte unter blauem Himmel beim Gesang der Zikaden; ihr erforscht den Tod, ich erforsche das Leben."

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Mychael Danna
    "Life of Pi“ (Schiffbruch mit Tiger)
    Leitung: Mike Nowak

    Jerry Goldsmith
    „A Gathering of Eagles“ (Der Kommodore)
    Leitung: Joseph Gershenson

    Mark Isham
    „Nowhere To Run“ (Ohne Ausweg)
    Leitung: Ken Kugler

    Maurice Jarre
    „Au nom de tous les miens“ (Der Schrei nach Leben)
    Leitung: Maurice Jarre

    Johnny Williams
    „Diamond Head“ (Der König von Hawaii)
    Leitung: Johnny Williams
    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Die Regenbogenkids
    Feature über Jugendkulturen von Barry Graves
    RIAS 1984
    Vorgestellt von Margarete Wohlan

    Die Jugendszene der 80er-Jahre hatte viele Farben von honigblond bei Poppers und olivgrün bei Skins über violettes Satinfutter und gelbe Ringelsöckchen bei den Teds bis hin zu goldgespraytem Metalliclook bei den Futuristen. Barry Graves kennt sie alle - wie sie sprechen, wie sie ticken, was sie wollen. Er lässt sie zu Wort kommen, jeden Farbton, den ganzen Regenbogen - von Plaste und Elaste bis Lurex und Silbervinyl, von Radio Gaga bis "Jenseits von Eden", von jetzt und hier bis immer und ewig.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen

    06:23 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrer Eberhard Hadem
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Russlands Reaktion auf das EU-Ukraine-Abkommen
    Pjotr Fedosov, Politologe

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Live mit Hörern
    0 08 00.22 54 22 54
    gespraech@deutschlandradiokultur.de

    Thema: Wie gerecht ist das neue Rentenpaket?
    Gespräch mit Prof. Dr. Reinhold Schnabel, Finanzwissenschaftler an der Universität Duisburg und Dr. Martin Rosemann (SPD/MdB),Berichterstatter der SPD-Fraktion für die Rentenpolitik

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Maike Albath

    John Elliott:
    Implosion - Indias Tryst with Reality
    Harper Collins

    Juan Pablo Cardenal, Heriberto Araújo:
    Der große Beutezug - Chinas stille Armee erobert den Westen
    Carl Hanser Verlag

    Frank Dikötter:
    Maos großer Hunger - Massenmord und Menschenexperiment in China
    Klett-Cotta

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  

  • Der Wochenrückblick
    Von Gregor Mayntz

    u.a.
    Haushaltswoche: Kleine Opposition versus große Koalition?

    Streit über Deutschlands Rolle in der Welt

    EU-Gipfel der (Un-)Entschlossenheit?

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    u.a.

    Abschied von Herrenhausen - Eine Bilanz der Festspiele unter Elisabeth Schweeger
    Gespräch mit Elisabeth Schweeger, Intendantin der Kunstfestspiele Herrenhausen

    Ein Nachruf auf das Festiaval „Neue Stücke aus Europa"
    Michael Laages, Theaterkritiker

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Live vom Filmfestival München
    u.a.

    "Film der Woche"
    Interview mit dem Regisseur Jean-PierreJeunet

    Der Eröffnungsfilm: "Die Karte meiner Träume" - Kurzkritik

    Das Filmfestival München - wo steht es?
    Adrian Prechtel, Stellvertr. Feuilletonchef bei der Münchener Abendzeitung

    Der deutsche Film beim Filmfest
    Christoph Gröner, Kurator Neues Deutsches Kino

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart

    In der Echtzeit schauen wir uns die Welt diesmal von oben aus an. Wir beschäftigen uns mit Hochhäusern aus Holz und fragen uns, warum dieser Baustoff gerade in Städten wieder in Mode kommt. Es geht außerdem um den sozialen Aufstieg der Abstiegsdroge Heroin in New York und wir lernen das ehrgeizige Geschäftsmodell eines Berliner Pfandsammlers kennen. Und weil jemand, der hoch hinaus, immer auch mit dem tiefen Fall rechnen muss, beobachten wir zwei Hobby-Springer bei ihrem Sturz von einer Eisenbahnbrücke in die Tiefe.

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Mechtild Rössler, Vizedirektorin des Welterbeprogramms der UNESCO, stellt sich den Fragen von Andre Zantow

    In Syrien und im Irak erkämpfen sich Islamisten immer mehr Gebiete, Hunderttausende müssen fliehen, und auch die Weltkulturerbestätten geraten unter Beschuss. Die Altstadt von Aleppo und Damaskus steht nun auf der Roten Liste der UNESCO für gefährdete Stätten des Welterbes.
    Wie kann die Kulturorganisation der Vereinten Nationen Einfluss in den Krisenregionen nehmen? Wie politisch darf die UNESCO handeln? Was verliert die Menschheit gerade in Syrien und dem Irak? Welche Rolle spielt der illegale Handel mit Kulturgütern bei der Zerstörung von Welterbestätten?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    20 Jahre Deutschlandradio
    Angelika
    Annäherung an ein Kinderleben
    Von Charly Kowalczyk
    Regie: Friederike Wigger
    Mit: Bernhard Schütz, Eva Meckbach
    Ton: Hermann Leppich
    Produktion: Deutschlandradio Kultur/NDR 2010
    Länge: 54’30
    (Wdh. v. 24.03.2010)

    Von frühester Kindheit an wurde Angelika missbraucht. Warum haben Nachbarschaft, Schule und Jugendamt so lange nichts von ihrem Leid bemerkt?

    Als 1999 das Jugendamt Angelika aus ihrer Familie nimmt, ist sie neun Jahre alt, kann nur schlecht sprechen, weiß nicht, wie man mit Messer und Gabel isst und hatte bisher kein eigenes Bett. Bei Pflegeeltern beginnt Angelika zu erzählen - wie sie zu Hause eingesperrt und geschlagen wurde, wie Vater, Onkel und Bruder sie jahrelang sexuell missbrauchten. Sie lebt jetzt in einer Wohnstätte für Menschen mit Behinderungen. Mit dem Autor begibt sie sich noch einmal in ihre Vergangenheit. Am Ende bleibt die Frage: Warum haben Nachbarschaft, Schule und Jugendamt so lange nichts von ihrem Leid bemerkt? Angelika lebt bis heute in der Werkstatt für Menschen mit Behinderungen, gemeinsam mit ihrem Freund.

    Charly Kowalczyk, geboren 1957 in Singen, war Bäcker und Lagerarbeiter. Seit 1996 Hörfunk- und Buchautor, Mitinitiator des bremer hörkinos. Zuletzt: ›Halts Maul, Du lügst. Verdingkinder in der Schweiz‹ (DLF/HR/WDR/SWR 2013).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Themenabend

    Die Schüsse von Sarajevo und die Folgen
    Ein Themenabend zum Ersten Weltkrieg

    Mit Annika Mombauer (Historikerin), Gregor Mayer (Balkankorrespondent), William Mulligan (Historiker)

    Moderation: Peter Lange

    19:05 Uhr: Das Attentat und die Hintergründe
    20 Uhr: Der Juli 1914 - Diplomatie, Militär und der Weg in den Krieg
    21 Uhr: Das "Augusterlebnis“

    Die internationale Lage hatte sich entspannt. Die Kriegsgefahr war nicht gebannt, aber weniger akut als in den Jahren zuvor. Wirtschaftlich und wissenschaftlich wuchs die Welt zusammen wie nie zuvor. Trotz aller Rivalitäten der Großmächte war friedlicher Interessenausgleich das politische Erfordernis der Zeit. In dieser Situation fielen am 28. Juni 1914 die Schüsse in Sarajevo, die die Kettenreaktion zur großen Katastrophe auslösten. Hundert Jahre später ist die Frage, wie es passieren kann, dass eine zusammen wachsende Welt plötzlich in ein beispielloses Kriegsinferno stürzt, aktueller denn je.

  • Studio Ernest Ansermet, Genf
    Aufzeichnung vom 12.01.2014

    Friedrich Goldmann
    De profundis (1975)
    Uraufführung posthum

    Collegium Novum Zürich
    Leitung: Johannes Kalitzke

  • 22:30 Uhr

    Lesung

    Internationaler Literaturpreis 2014
    Haus der Kulturen der Welt, Berlin
    Aus "Das Rätsel der Rückkehr" von Dany Laferriére
    Gelesen von Adam Nümm

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage u.a.

    Die große Tragödie. Das Amphitheater von Pompeji wird wiederöffnet

    Emir Kusturicas Museumsstadt Andricgrad wird eröffnet - am Tag des Attentats auf den öst.-ungar. Thronfolger

    Apfel mit Schuss: Erfolgsregisseur Antú Romero Nunes inszeniert an der Bayerischen Staatsoper Rossinis "Guilllaume Tell", ML: Dan Ettinger

    Singen auf DDR-Zuchthausgelände: In Cottbus singen Ex-Häftlinge im Gefangenenchor von "Fidelio"

    Museum Ludwig Köln: Unbeugsam und ungebändigt - Dokumentarische Fotografie um 1979 (28.06. bis 05.10.14)