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Sonntag, 20.05.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Der Deutsche Simplicissimus
    Ein Nachtstück zu Grimmelshausens 'Simplicissimus Teutsch'
    Von Holger Teschke

    Der erste Abenteuerroman erzählt vom grausamen 30-jährigen Krieg, und sein Verfasser Grimmelshausen erhält späten, beunruhigenden Besuch. Ein Nachtstück.

    Nach der Zerstörung des elterlichen Hofs verschleppten Söldner den Knaben. Bis zum Ende des 30-jährigen Krieges musste er durch viele deutsche Lande marschieren. Im Jahr 1667 ist Johann Jacob Christoph von Grimmelshausen, zuletzt Regimentsschreiber, endlich als Gastwirt im Württembergischen sesshaft geworden. Gerade hat er seinen Roman ‚Der abenteuerliche Simplicissimus‘ beendet, da betritt ein Student seine Gaststube und bittet um ein Nachtquartier. Der unerwartete Gast scheint Grimmelshausen der ideale erste Zuhörer für sein Buch zu sein. Aber am Ende der langen Nacht wird sich herausstellen, dass der junge Mann alles andere als ein Student ist … Ein Nachtgespräch über Krieg und Frieden, Glauben und Geschäfte, Heimat und Fremde und über Liebe und Tod - zur 400. Wiederkehr des Jahres, in dem der 30-jährige Krieg begann.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jörg Adamczak

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Carsten Rochow

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Baptisten

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Vom Geist, der leise wirkt. Meditation in der Kirche
    Von Pfarrerin Angelika Obert
    Evangelische Kirche

    Da wird mal nichts gesucht und gewollt, sondern das Dasein jenseits von Suchen und Wollen geübt. Und dann kann etwas Anderes wirksam werden als der eigene Geist. Vielleicht kann man religiöse Mehrsprachigkeit pfingstlich betrachten als eine neue Weite im gegenseitigen Verstehen. Und im Andern dann Eigenes auf neue Weise wiederentdecken.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Angeben mit Volldampf
    Von Anna-Luise Böhm
    Gelesen von Adam Nümm
    Ab 7 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
    Moderation: Patricia Pantel

    In der Schule gibt es so viele Angeber, die so viele tolle Sachen haben. Tetje gehört nicht zu ihnen. Doch wenn er erst einmal Opas alte Dampfmaschine verkauft hat, wird sich das ändern.

    Eigentlich findet Tetje Angeben ja blöd. Aber andererseits ist es natürlich auch cool, wenn einen alle in der Klasse wegen einer neuen Spielkonsole beneiden. Nur sind diese Dinge ja so teuer. Opa hat diese alte Dampfmaschine im Schrank stehen. Mit der spielt er nie und er hat gesagt, dass Tetje die erben soll. Kalle, der Besitzer des Trödelladens würde dafür richtig viel Geld zahlen. Opa wird doch garantiert nicht merken, wenn Tetje sich sein Erbe jetzt schon nimmt.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Steppenwind und Adlerflügel
    Von Mario Göpfert
    Nach dem Kinderbuch von Xavier-Laurent Petit
    Ab 7 Jahren
    Übersetzung aus dem Französischen: Anja Malich
    Regie: Christine Nagel
    Komposition: Gerd Bessler
    Mit: Tina Engel, Frieda Ruth Bechlem, Peter Fitz, Matthias Walter, Tonio Arango, Martin Seifert
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2008
    Länge: 52'52
    Moderation: Patricia Pantel

    Galshan fährt für einige Wochen zu ihrem kauzigen Großvater in die mongolische Steppe.

    Galshan muss für Monate zu ihrem Großvater in die Steppe ziehen. Denn in der winzigen Wohnung in der Stadt ist es für die Familie zu eng geworden. Dabei kennt Galshan ihren Großvater kaum, diesen mürrischen, wortkargen Kauz. Nun muss sie mit ihm in einer Jurte hausen und sich um seine Schafe kümmern. Nur selten bekommt sie ein Lob von ihm zu hören. Eines Tages fängt der Großvater einen Adler. Galshan soll ihn zähmen. Schon erscheint ihr das Leben in der Steppe nicht mehr ganz so öde. Da bricht ein ungewöhnlich strenger Winter herein.

    Xavier-Laurent Petit, 1956 in Frankreich geboren, erfolgreicher Jugendbuchautor‚ 'Steppenwind und Adlerflügel' wurde mit dem Prix Saint-Exupéry 2003 ausgezeichnet.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Matthias Hanselmann
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Olaf Kosert unterwegs mit der Schauspielerin Katrin Sass in Berlin

    „Berlin ist die einzige Stadt in der ich leben möchte.“ Und doch hat Katrin Sass Sehnsucht nach Mecklenburg, sie wurde in Schwerin geboren. Also zog die Schauspielerin vor Jahren nach Berlin-Köpenick, denn hier hat sie beides: Wälder und Wasser, das Zentrum erreicht Katrin Sass in 30 Minuten. Berlin entdeckte sie Ende der 70er-Jahre, hier drehte Sass ihren ersten DEFA-Film. Dabei liebt die heute 61-Jährige seit Kindheitstagen das Theater, viele Jahre spielt sie in Halle und Leipzig. Schon 1982 folgt der ganz große Erfolg, der Silberne Bär auf der Berlinale für ihre Darstellung in: ‚Bürgschaft für ein Jahr‘. Doch anschließend stockt die Karriere, Katrin Sass vermutet die Stasi dahinter.
    Ab 1993 ermittelt die Mecklenburgerin im ‚Polizeiruf 110‘. Als ihre Alkoholsucht bekannt wird, folgt die Entlassung und die große Leere, beruflich wie privat. Mit ‚Good bye, Lenin‘ feiert Katrin Sass ihr großes Comeback. Der Kinofilm mit Daniel Brühl wird auch international gefeiert. Die Kulisse für den Film bildet Berlin. Und wenn Katrin Sass mit Deutschlandfunk Kultur durch ihre Wahlheimat spaziert, dann wird ‚Good bye, Lenin‘ ganz sicher ein Thema sein. Denn sie möchte unbedingt ans Brandenburger Tor und zum Tränenpalast, dem ehemaligen Grenzübergang an der Friedrichstraße.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Miriam Rossius

  • Das bange Warten
    Alltag auf der Station für Organtransplantationen  
    Von Michael Hollenbach

    Sie warten auf ein neues Herz, eine Leber, Lunge oder Niere. Und leben ständig mit der Angst, das Sterben könnte schneller kommen als das Organ. Patienten in der Medizinischen Hochschule Hannover. Ob und wann dort der vielleicht lebensrettende Eingriff vorgenommen wird, ist abhängig von Kriterien wie der Dringlichkeit, der Blutgruppe, dem Gewebe, der individuellen Wartezeit. Die Reportage berichtet über das Schicksal wartender und geretteter Patienten und die ethischen Fragen, mit denen Ärzte und Patienten dort jeden Tag aufs Neue konfrontiert werden.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Christian Möller

    Philosophischer Wochenkommentar:
    Vom Umgang mit dem Weltspektakel
    Von Florian Goldberg

    Ich gehe, also denk‘ ich? Der Mensch als Spaziergänger
    Gespräch mit Kurt Bayertz, Universität Münster

    Die philosophische Flaschenpost: Nietzsche in Bewegung
    Constantin Hühn im Gespräch mit dem Historiker Philipp Flesch

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Schwerpunkt: Pfingstlicher Glaube
    Moderation:  Kirsten Dietrich

    Warum die charismatischen Kirchen boomen
    Gespräch mit dem Theologen Peter Zimmerling

    Eine kleine Geschichte des Pfingstochsen
    Von Klaus Deuse

    Mehr als Tweed und Tradition:
    Die schottische Episkopalkirche
    Von Étienne Röder

    Wie das religiöse Europa geformt wurde:
    Zum Beginn des 30-jährigen Krieges
    Von Kirsten Serup-Bilfeld

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Aus der neuen Welt, für eine neue Zeit
    Das Konzert für Orchester von Béla Bartók
    Gast: Iván Fischer, Dirigent
    Moderation: Mascha Drost

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Miriam Rossius

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Argentiniens Triumph und Trauer
    Die Fußball-WM 1978 im Schatten der Diktatur
    Von Ronny Blaschke

    Argentinien vor 40 Jahren: Im Gastgeberland der 11. Fußball-Weltmeisterschaft herrscht eine Militärjunta. 30.000 Argentinier sollen ihr zum Opfer gefallen sein, heißt es nach deren Ende 1983. In Frankreich und den Niederlanden war ernsthaft erwogen worden, das Turnier zu boykottieren. Während Argentinien unter Trainer César Luis Menotti, einem erklärten Gegner des Militärregimes, den Titel gewann und Millionen Menschen auf den Straßen feierten, wurde in versteckten Lagern gefoltert und gemordet. Welche Lehren hat die argentinische Gesellschaft aus diesem düsteren Kapitel gezogen? Welche Rolle spielt die WM 40 Jahre später in der Erinnerungskultur für das fußballverrückte Land?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Weisman und Rotgesicht
    Von George Tabori
    Übersetzung: Ursula Grützmacher-Tabori
    Regie: Jörg Jannnings
    Komposition: Birger Heymann
    Mit: George Tabori, Leopold Hainisch, Heinz Hoenig, Michael Achilles (Flöte)
    Ton: Wolfgang Henrich
    Produktion: NDR 1978
    Länge: 61'15

    Der Jude Weisman auf dem Weg nach New York hat sich im Gebirge verirrt. Er begegnet einem Einheimischen: Rotgesicht, ein Indianer. Ein ritueller Kampf beginnt.

    Anschließend:
    Hommage an George Tabori - Jörg Jannings liest "Der alte Mann und was mehr" von George Tabori
    Produktion: RIAS Berlin 1984
    Länge: 20'47
    (Wdh. v. 01.06.1984)

    Der Jude Arnold Weisman ist auf dem Weg nach New York, um in dem Park Ecke Riverside/99. Straße die Asche seiner an einem verspäteten Weisheitszahn gestorbenen Frau Bella auszustreuen; Nachdem er sich im Gebirge verirrt und ein weißer Jäger ihm sein Auto abgenommen hat, trifft er auf einen jungen Einheimischen, einen Indianer, also ebenfalls einen Außenseiter. Zwischen beiden entwickelt sich ein ritualhafter Kampf.

    George Tabori (1914-2007), in Ungarn geborener Jude, vielfach ausgezeichneter Dramatiker, Übersetzer, Journalist, Drehbuchautor, Theaterintendant, Schauspieler und Spielmacher - die Bezeichnung Regisseur lehnte er als zu autoritär ab. Seine engste Familie wurde von den Nazis ermordet. Tabori emigrierte 1935 nach England und ging 1947 in die USA. Ende der 1960er-Jahre kehrte er nach Europa zurück, gründete das Bremer Theaterlabor und hatte mit "Die Kannibalen" 1969 die erste Uraufführung in Berlin. Die meisten seiner Prosatexte wurden als Hörspiele adaptiert und von Jörg Jannings inszeniert. Tabori erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Georg-Büchner-Preis 1992, den Nestroy-Theaterpreis für sein Lebenswerk 2001 und den FAUST-Theaterpreis 2006. Das Stück "Weisman und Rotgesicht" wurde 1978 mit dem internationalen PRIX ITALIA ausgezeichnet.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Alte Feuerwache und Congresshalle Saarbrücken
    Aufzeichnungen vom 18.03./13.05.2018

    Ludwig van Beethoven
    Egmont-Ouvertüre f-Moll op. 84

    Fazil Say
    "Gezi Park I", Konzert für zwei Klaviere und Orchester op. 48
    "Gezi Park III", Ballade für Mezzosopran, Klavier und Streichorchester op. 54
    Chamber Symphony für Streichorchester op. 62

    Judith Braun, Mezzosopran
    Ferhan und Ferzan Önder, Klavierduo
    Saarländisches Staatsorchester
    Leitung: Constantin Trinks, Fazil Say

  • "Wer eine Stoppuhr braucht, hat die Zeit nicht im Griff"
    Die Musikmäzenin und -managerin Ursula Jones
    Von Sabine Fringes

    Ursula Jones, geboren 1932 in Luzern, ist eine außergewöhnliche Musikförderin. Ihre Eltern waren die Luzerner Kulturmäzene Maria und Walter Strebi. In ihrem Haus trafen sich Künstler wie Furtwängler, Karajan, Rubinstein, Hindemith und Strauss. Als junge Frau geht Ursula Jones Mitte der 50er-Jahre auf Einladung des Musikproduzenten Walter Legge als Sekretärin des Philharmonia Orchestra nach London. Sie bleibt - und gründet das English Chamber Orchestra. Auch mit 86 Jahren fördert sie mit ungebrochenem Engagement den musikalischen Nachwuchs. Sol Gabetta, Alison Balsom, Ksenija Siderova oder der Gitarrist Miloš Karadaglic waren einst ihre Schützlinge.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Freiheit des Denkens - Zum Tod des Komponisten Dieter Schnebel
    Gespräch mit Rainer Pöllmann

    Erinnerungen an Dieter Schnebel
    Gespräch mit dem Regisseur Achim Freyer

    Monster-Oper:
    Uraufführung von Jan Dvoraks "Frankenstein“ in Hamburg
    Von Dieter David Scholz

    Ende der Vorherrschaft:
    Uraufführung „Der Westen“ von Konstantin Küspert, Recklinghausen
    Von Stefan Keim

    Schwerpunkt Geschichte - Die Warschauer Buchmesse 2018
    Von Martin Sander

    Lokalposse?
    Porto Ercole schafft ein Caravaggio-Museum ohne einen Caravaggio
    Von Thomas Migge