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Samstag, 19.05.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Da gibt es nichts zu lachen
    Eine Lange Nacht der fröhlichen Pessimisten
    Von Rolf Cantzen
    Regie: Stefan Hilsbecher
    (Wdh. v. 12./13.09.2015)

    Jung, dynamisch, pragmatisch und vor allem optimistisch - diese Eigenschaften zeichnen erfolgreiche Menschen aus. So jedenfalls verheißt es die einschlägige Ratgeberliteratur. Die Unterhaltungsindustrie liefert dazu die Freizeitvariante: Alle sind gut gelaunt, cool natürlich. Sie tragen ein Lächeln im Gesicht und verschicken Smileys. Wer sich dem entzieht, trifft auf wenig Sympathien oder wird schnell als depressiv pathologisiert. Optimistisch stimmt nach wie vor auch die Fortschrittsgewissheit, die spätestens seit der Aufklärung die Geschichtsauffassungen prägte. Doch schon Sophokles weiß: „Nicht geboren zu werden, (ist) für die Erdbewohner am besten.” Die Gnostiker der Spätantike drängt ihre Weltwahrnehmung zu der Vermutung, dass nur ein böser Schöpfer diese Welt erschaffen haben kann. Philosophische Gegenstimmen werden auch in der Philosophie laut. Schopenhauer und seine Schüler sensibilisieren für menschliches Leid. In der Melancholie verbinden sich Freude und Leid zu einer Weltsicht, in der sich Schwere und Leichtigkeit, Sinnlosigkeitsgefühle und Humor verbinden. Fröhliche Pessimisten empfehlen zunächst einmal anzunehmen, dass alles schief gehen wird, um sich dann positiv überraschen zu lassen.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Alex North
    The Bad Seed

    Thomas Newman
    Less Than Zero

    Frank De Vol
    Hustle (Straßen der Nacht)

    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Pinsel und Schnorchel
    Kabarettistische Reihe mit Erich Kestin und Friedrich Steig
    RIAS Berlin 1954
    Vorgestellt von Michael Groth

    Im fiktiven Kneipengespräch der DDR-Funktionäre geht es u.a. um die Moral, die Konsumgüter-Produktion und einen Besuch am Wannsee.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Hochzeit in London: Ein gut geplantes Massenkultur-Event
    Gespräch mit Monika Wienfort, Neuzeithistorikerin

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Alltagsrassismus - Wie rassistisch bin ich selbst?
    Tupoka Ogette, Anti-Rassismus-Trainerin
    Kübra Gümüsay, Journalistin
    Moderation: Katrin Heise

    Live mit Hörern
    Tel: 0800 2254 2254
    E-Mail unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de
    sowie auf Facebook und Twitter

    Wenn hierzulande von Rassismus die Rede ist, denken die meisten an Neonazis, die AfD oder Stammtischrunden. Rassistisch sind die anderen - da kann man sich bequem distanzieren. Können wir das wirklich? Oder ist nicht jeder von uns rassistisch - ohne sich dessen bewusst zu sein?

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Café Central International, Grillo-Theater, Essen
    Aufzeichnung vom 15.05.2018

    Was wollen Reichsbürger und rechte Christen?
    Ein Blick hinter die Kulissen        

    Tobias Ginsburg, Theaterregisseur und Autor
    "Die Reise ins Reich. Unter Reichsbürgern"
    Eulenspiegel Verlagsgruppe, 2018

    Liane Bednarz, Publizistin und Juristin
    "Die Angstprediger. Wie rechte Christen Gesellschaft und Kirche unterwandern"
    Droemer, 2018

    Jens Dirksen, Kulturchef der Westdeutsche Allgemeine Zeitung

    Moderation: Christian Rabhansl

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Miriam Rossius

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Jenny Genzmer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Vera Linss und Martin Böttcher

    Wie in der Serie "Westworld" unsere Zukunft beschrieben wird
    Von Julian Ignatowitsch

    Welches Verhältnis von Mensch und seiner Schöpfung wird in "Westworld" beschrieben?
    Gespräch mit Prof. Thomas Metzinger, Universität Mainz

    Moralphilosophie als Computerspiel - "Frostpunk"
    Von Christian Schiffer

    Medien und Meinungen
    Von Azadê Peşmen

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

    Politisch? - Ein ausgeleierter Begriff
    Theater und Revolte heute - vier Positionen
    Gespräch mit
    Sasha Marianna Salzmann, Dramatikerin
    Susanne Kennedy, Regisseurin
    Ersan Mondtag, Regisseur
    Philipp Preuss, Regisseur

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Live von den 71. Internationalen Filmfestspielen von Cannes
    Moderation: Susanne Burg und Patrick Wellinski

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Kunst, künstlich oder Kitsch?
    Moderation: Marietta Schwarz

    "Wie knallbunte Kniestrümpfe" - Leben mit Prothesen
    Von Matthias Finger

    Kitschig statt kunstvoll - neue Akzente in der High-Fashion-Industrie
    Von Gesine Kühne

    Live on Tage:
    Ware Kunst - Hongkong will Kreativhauptstadt werden
    Von Oranus Mahmoodi

    Klassik Drastisch - Folge 7
    Camille Saint-Saëns, „Symphonie Nr. 3 in c-Moll, op. 78”
    Von Devid Striesow und Axel Ranisch

  • "Das Volk des Buches"
    Von Ayala Goldmann

    Das jüdische Wochenfest Schawuot dauert in der Diaspora zwei Tage - und fällt in diesem Jahr genau auf Pfingsten. Doch während Pfingsten - das Fest 50 Tage nach Ostern - als Geburtsstunde der christlichen Kirche gilt, erinnern sich Juden an Schawuot - 50 Tage nach Pessach - an die Übergabe der Tora am Sinai. Bis heute nennt man die Juden das „Volk des Buches“. Der Dichter Heinrich Heine sprach einst von der Tora, den fünf Büchern Mose, als seinem „portativen Vaterland“. Doch was bedeutet Schawuot für Juden heute, und wie wird das Fest in Israel und in der Diaspora gefeiert?

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Rassismus, Migration, Integration, Identität -
    Wie kommt Deutschland mit der Migration klar?
    Naika Foroutan, Sozialwissenschaftlerin stellt sich den Fragen von Marcus Pindur

    Deutschland braucht keinen Leitkulturkatalog, sondern das Grundgesetz ergänzt um ein "aspiratives politisches Leitbild", das nach vorne weist und nicht eine imaginierte Vergangenheit glorifiziert, sagt die Sozialwissenschaftlerin Naika Foroutan. Vieles ist in Deutschland bereits erreicht worden, so die Reform des Staatsbürgerschaftsrechtes. Manchmal stehe ein subtiler, ausgrenzender Alltagsrassimus der Integration im Wege.

    Ist das Bewußtsein, ein Einwanderungsland zu sein, bei vielen Deutschen angekommen? Ist Integration von Migranten in Deutschland vielleicht viel erfolgreicher, als es eine teils hysterische Mediendebatte suggeriert? Ist Migration und die Debatte darüber in Deutschland eher der historische Normalfall als die Ausnahme?

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Das ist Entwicklungshilfe, die Hunger macht
    Von Caroline Nokel
    Regie: Giuseppe Maio
    Mit: Idil Üner, Pascal Houdus, Hans Löw, Sebastian Zimmler, Michael Prelle und Mirco Kreibich
    Ton: Manuel Glowczewski und Gerd-Ulrich Poggensee
    Produktion: NDR 2017
    Länge: 54'26

    Welche Interessen gibt es, wenn Deutschland 13 Millionen Euro in einen sambischen Agrarkonzern steckt? Investigative Recherche über Investitionen in Afrika.

    „Die extreme Armut und der Hunger in der Welt könnten besser bekämpft werden, wenn die Wirtschaft das Problem in die Hand nimmt”, sagt die deutsche Bundesregierung. In Sambia finanziert die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft einen Agribusiness-Konzern mit 13 Millionen Euro, um durch unternehmerische Entwicklung Armut zu mindern. Die Menschenrechtsorganisation FIAN hält dies für eine Farce, und Hilfsorganisationen befürchten, dass Privatinvestitionen in die Landwirtschaft armer Länder negative Folgen für die Ernährungssicherheit haben.

    Caroline Nokel, geboren 1971, studierte Neuere Geschichte, Romanistik und Germanistik in Tübingen und Aix-en-Provence. Aufbaustudium an der Masterclass der deutsch-französischen Filmakademie Ludwigsburg und FEMIS, Paris. Seit 2002 Autorin und Rechercheurin für Hörfunk, Fernsehen und Kino. Ausgezeichnet mit dem Deutsch-Französischen Journalistenpreis/Nachwuchspreis (2003) und dem Journalistenpreis des Bunds der Steuerzahler NRW für "Es gibt keinen Skandal - die hessische Steuerfahnderaffäre" (2010). Zuletzt u.a. "Gender Jihad - Feminismus im Islam" (WDR 2013) und für Deutschlandradio Kultur Zeitfragen: "Das Flüchtlingsbusiness als Konjunkturspritze" (Deutschlandradio Kultur 2016), "Parteistiftungen. Die Betriebskosten der Demokratie" (Deutschlandradio Kultur Zeitfragen 2015), "Aufgesattelt und … ausgebremst - die Radlerrepublik" (Deutschlandradio Kultur Zeitfragen 2014).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Internationale Händelfestspiele
    Deutsches Theater Göttingen
    Aufzeichnung vom 12.05.2018

    Georg Friedrich Händel
    "Arminio", Dramma per musica in drei Akten
    Libretto: Antonio Salvi

    Christopher Lowrey, Countertenor - Arminio
    Anna Devin, Sopran - Tusnelda
    Sophie Junker, Sopran - Sigismondo
    Helena Rasker, Mezzosopran - Ramise
    Paul Hopwood, Tenor - Varo
    Owen Willetts, Countertenor - Tullio
    Cody Quattlebaum, Bariton - Segeste
    Festspielorchester Göttingen
    Leitung: Laurence Cummings

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    Internationales Filmfestival Cannes
    Vergabe der Palmen
    Gespräch mit Anke Leweke und Patrick Wellinski

    Comeback: Radioclub für Weltempfänger
    Uraufführung „Ballroom Schmitz" im Berliner Ensemble
    Von André Mumot

    Märchenhochzeit, die ein zerrissenes Land eint?
    Gespräch mit Friedbert Meurer

    Mao Tse-tung-Treffen:
    John Adams Minimal-Oper "Nixon in China" in Würzburg
    Von Jörn Florian Fuchs

    Denkende Tiere:
    Isabella Rossellinis neueste Arbeit "Link Link Circus" in New York
    Von Andreas

    2. Termin Kracht-Poetikvorlesung
    Von Ludger Fittkau

    Kulturpresseschau