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Sonntag, 07.06.2020

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • Der Maler Felix Becker
    Porträt des Künstlers als junger Student
    Von Susanne Burg und Thorsten Jantschek
    (Wdh. v. 01.09.2019):

    Wir haben Felix Becker und seine Malerei in einem temporär leergeräumten Lagerraum eines Weinladens kennen gelernt, einem typischen Berliner Offspace. Und waren begeistert von diesen abstrakten, stets in einer Grundfarbe gehaltenen Bildern, die eine ganz eigentümliche Faszination auf uns ausübten. Ein Student - Jahrgang 1987 - also, der schon ausstellt, sogar eine Galerie in den USA hat, Maus Contemporary in Birmingham (Alabama). Schnell werden wir uns einig, ihn die nächsten Jahre zu begleiten, auch um die Mechanismen des Kunstmarktes zu verstehen und zu sehen, wie eine Karriere beginnen oder vielleicht sogar scheitern kann.
    Wir treffen ihn in seinem Atelier in der Universität der Künste in Berlin, lassen uns erklären, wie er arbeitet, wie seine Kunst entsteht, wie er die Atmosphäre wahrnimmt. „Jeder kommt hier hin“, sagt er über die Universität der Künste, „und möchte irgendetwas erreichen. Es ist ein riesiges Gebläse. Ein geschützter Raum sieht anders aus.“ So lernen wir einen ernsten, sehr reflektierten jungen Künstler kennen, der auf dem Sprungbrett von der Kunsthochschule ins Dasein als freier Künstler steht.
    Auch sein Galerist, Guido Maus, den wir auf der Messe „Paper Positions“ in Berlin getroffen haben, ist sich sicher, dass Felix Becker jenseits des Talents eine ganze Menge mitbringt, um im Kunstmarkt bestehen zu können. „Ich glaube“, so der Galerist, „das Wort Zuverlässigkeit trifft auf ihn in mehreren Tiefen zu.“? Es sei eben nicht nur die Zuverlässigkeit, pünktlich zu liefern, sondern eine „Atelierdisziplin“. Die Arbeiten, die Becker liefert, seien wirklich fertig, man müsse nicht noch einmal auswählen, sondern könne sich darauf verlassen, dass nichts das Atelier verlässt, dass nicht eine bestimmte hohe Qualität hat. Und Becker sei auch darin zuverlässig, sich ständig mit neuen Herausforderungen zu konfrontieren und die Betrachter seiner Werke zu überraschen, sogar mit dreidimensionaler Malerei, also Skulpturen aus Papier und Farbe. „Mir geht es sehr stark darum“, so Felix Becker selbstbewusst, „eine Welt zu erschaffen. Es geht also um Evolution und da braucht es eben mehr als nur ein Bild. Es muss ein ganzes Habitat entstehen.“
    Über ein halbes Jahr haben wir Felix Becker begleitet, bei Galerieausstellungen und Messen getroffen, mit ihm in seinem Atelier gesprochen. Und wir werden das weiter tun, solange die Erzählung einer Künstlerkarriere trägt. Fortsetzung folgt!

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Diskurs

    Digitale Teilhabe
    Wenn der Bildungserfolg am Laptop hängt

    Es diskutieren:
    Nadine Schön, stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion
    Dr. Heike Schaumburg, Bildungsforscherin an der Humboldt Universität Berlin
    Thomas C. Ferber, Schulleiter der Richtsberg-Gesamtschule in Marburg
    Miguel Góngora, Vorsitzender des Landesschüler*innenausschusses Berlin
    Moderation: Thorsten Jantschek
    (Wdh. v. 05.06.2020)

    Plötzlich digital: Wegen Corona findet Schule oft virtuell statt. Das Wohnzimmer wird zum Klassenraum, die Lehrmaterialien flimmern auf Bildschirmen. Falls die Lernenden welche haben. Denn nicht alle Familien verfügen über Computer oder Tablets.

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jürgen Liebing

    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Christoph Reimann

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • Abgesagt! Das Gelübde von Oberammergau in Zeiten von Corona
    Von Stefan Förner, Berlin
    Katholische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzählung
    Blumen für Paul
    Von Maraike Wittbrodt
    Gelesen von Ilka Teichmüller
    Produktion Deutschlandfunk Kultur 2020
    (Ursendung)
    Moderation: Ulrike Jährling


    Paul hat von einer Schulfreundin einen Blumenstrauß geschenkt bekommen. Wie peinlich ist das denn?

    Paul hat seiner Schulfreundin Aga in Mathe geholfen. Als Dankeschön schenkt sie ihm einen Blumenstrauß, denn „Blumensträuße kann ich besonders gut”.
    Paul muss zugeben, dass ihr Strauß wirklich sehr schön ist. Gelbe und rote Sommerblumen und kleine Glitzerfähnchen leuchteten darin und eine schöne große Pfauenfeder. Doch was, wenn Lars und Raupe ihn mit den Blumen sehen würden? Die würden sich ewig über ihn lustig machen. Dennoch muss er die Blumen irgendwie nach Hause bringen. Denn Paul will Aga nicht enttäuschen.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Kinderhörspiel
    Katharina mit dem Teufel
    Von Rolf Gozell
    Ab 7 Jahren
    Regie: Wolfgang Rindfleisch
    Komposition: Tobias Unterberg
    Darsteller: Hermann Lause, Astrid Meyerfeldt, Ursula Karusseit, Günter Zschäckel, Klaus Manchen, Axel Wandtke
    Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2001
    Moderation: Ulrike Jährling

    Die Suche nach einem geeigneten Bräutigam entwickelt sich komplizierter, als es Prinzessin Katharina gedacht hätte.

    Prinzessin Katharina hat Geburtstag. Sie wird 15 Jahre alt und soll nun einen Bräutigam auswählen. So bestimmt es Katharinas Großmutter. Aber all die Prinzen gefallen ihr nicht. Katharina beschließt trotzig, sich selber auf die Suche zu machen. Gemeinsam mit ihrem Schutzengel, der goldenen Schlange, schleicht sich Katharina aus dem Schloss. Die Füße läuft sie sich wund, ihr Kleid zerreißt, der Magen knurrt. Und plötzlich stellt sich ihr der Teufel in den Weg. Aber nichts und niemand kann sie aufhalten. Am Ende bekommt Katharina den, den sie gesucht hat: einen Traumprinzen.

    Rolf Gozell, geboren 1935, schreibt Hörspiele und Prosa. Für seine Kinderhörspiele wurde er mehrfach ausgezeichnet. „Prinzessin Maria vom Meere“ (DLR Berlin 1999) bekam den Deutschen Kinderhörspielpreis 2000.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:05 Uhr

    Kakadu

    Magazin
    Moderation: Ulrike Jährling
    08 00 22 54 22 54

  • Moderation: Ralf Bei der Kellen
    sonntagsraetsel@deutschlandfunkkultur.de

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Plus Eins

    11:00 Uhr
    Nachrichten
  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

  • Querschnittslähmung
    Der große Traum vom Laufen lernen
    Von Philipp Lemmerich

    Über 100.000 Menschen in Deutschland leiden unter einer Querschnittslähmung. Obwohl Ärzte und Therapeuten dazu raten, sich mit der neuen Lebenssituation zu arrangieren - die Hoffnung irgendwann wieder laufen zu können, vergeht für die meisten wohl nie. Die Forschung hat sich der Herausforderung Querschnittslähmung längst angenommen. Es gibt Exoskelette, mit Implantaten wird experimentiert. Ein Forschungsprojekt an der Technischen Universität Berlin hat sich der Elektrostimulation verschrieben, bei der mit elektrischen Impulsen Muskelaktivitäten ausgelöst werden sollen. Philipp Lemmerich hat zwei Forscher und ihre Probandin über mehrere Monate durch Höhen und Tiefen begleitet.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin

    Queertheoretiker Paul Preciado
    "Wir erleben gerade eine Revolution"
    Gespräch mit Paul Preciado

    Rassismus und Polizeigewalt
    Was tun, damit alle atmen können?
    Von Vanessa-Eileen Thompson

    Die philosophische Flaschenpost
    Foucault
    Von Constantin Hühn

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Christopher Ricke

    Gefährlicher Verschwörungsglaube
    Sinnsuche zwischen Gut und Böse
    Von Kirsten Dietrich

    In Trump we trust
    Evangelikale Radios machen Wahlkampf in den USA
    Von Arndt Peltner

    Wenn Gottes Hilfe kostet
    Wie evangelikale Sekten Kasse machen
    Von Lucia Heisterkamp

    Wenn nichts mehr hilft, hilft beten
    Die 14 Nothelfer
    Gespräch mit Markus Hofer

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Wege zu Beethoven
    "Was haben Sie denn da wieder gemacht?"
    Die Messe C-Dur op. 86
    Gast: Wolfgang Rathert, Musikwissenschaftler
    Moderation: Olaf Wilhelmer

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Thomas Wheeler

    Sport trotz Transplantation
    Portrait der Hockeyspielerin Chantal Bausch
    Von Fritz Schütte

    Gespräch mit Franziska Liebhardt
    Sportler für Organspende e.V.

    Gustav Schwenk, Armin Hary und der 100- Meter-Weltrekord
    Von Gerd Michalek

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Wenn Pferdefreunde fehlen
    Der Trabrennsport blickt in eine ungewisse Zukunft
    Von Heinz Schindler
    (Wdh. v. 15.12.2019)

    Die Altmeister des Trabrennsports wie Eckhardt Drees oder Heinz Wewering haben es noch erlebt: Fast an jedem Tag der Woche fand auf irgendeiner der großen Bahnen - ob in Recklinghausen, Dinslaken oder Gelsenkirchen - ein Renntag oder ein Rennabend statt.
    Die einst großen Besucherströme dokumentieren Bilder aus jener Zeit - Eindrücke aus der Gegenwart fallen eher trist aus: Zuschauer verlieren sich auf überdimensioniert erscheinenden Arealen. Und diejenigen, die Wetten platzieren wollen, sitzen vor dem Rechner und sorgen online für Umsätze. Die Abhängigkeit vom wechselhaften Wetter charakterisiert den deutschen Trabrennsport. Ausgerechnet kleine Bahnen wie die in Quakenbrück versuchen, hier gegenzusteuern. Initiativen wie TraberParti wollen durch Crowdfunding neue Freunde für Trabrennen gewinnen.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Im Bild versinken
    Giuseppe Zigaina und Pier Paolo Pasolini
    Von Klaudia Ruschkowski und Guiseppe Maio
    Übersetzung: Klaudia Ruschkowski, Karin Fleischanderl u.a.
    Regie: Giuseppe Maio
    Mit: Gudrun Gabriel, Felix von Manteuffel, Markus Meyer, Bettina Kurth, Thomas Schendel
    Ton: Alexander Brennecke
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
    Länge: 88'02

    Klaudia Ruschkowski und Giuseppe Maio haben den damals 84-jährigen Maler und Dichter Giuseppe Zigaina in seinem Haus in Cervignano im Friaul getroffen, um mit ihm über seine Freundschaft zu Pier Paolo Pasolini zu sprechen.

    Die beiden Autoren Klaudia Ruschkowski und Giuseppe Maio haben 2011 den damals 84-jährigen Maler und Dichter Giuseppe Zigaina in seinem Haus im Friaul, der nordöstlichsten Region Italiens, besucht, um mit ihm über seine Freundschaft zu Pier Paolo Pasolini zu sprechen. Sie begaben sich auf die Spurensuche einer Männer- und Künstlerfreundschaft. Beide, Zigaina und Pasolini, sind Grenzüberschreiter - jeder auf seine Art, verbunden in tiefer Freundschaft. Pasolinis gewaltsamer Tod trieb Zigaina, die Zeichen zu dechiffrieren, mit denen Pasolini sein Todesprojekt verschlüsselt hat. Um Pasolinis gewaltsamen Tod ranken sich Mythen. Zigaina hat für sich das alchimistische Rätsel gelöst. Hörspiel des Monats Mai 2011.

    Klaudia Ruschkowski, geboren 1959, Dramaturgin, Autorin, Übersetzerin und Kuratorin. Weitere Hörspiele für Deutschlandradio Kultur u.a. „Schiff im Sturm Berg Mond Meer ganz und gar schwerelos“ (Deutschlandradio Kultur 2008), Konzept und Textbearbeitung für „Arabische Apokalypse“ (Deutschlandradio Kultur/HR 2013) von Etel Adnan.

    Giuseppe Maio, geboren 1970 in Süd-Italien, lebt in Berlin. Autor und Regisseur zahlreicher Hörspiele und Features. „I Germanesi“ (DLR Berlin 2001, ausgezeichnet mit dem Civis Medienpreis), „XY - Die Wahrheit kommt ans Licht“ (Deutschlandradio Kultur 2009), „Der Drehung entgegen - Wie Franz Erhard Walther aus dem Bild ausstieg“ (Deutschlandfunk Kultur 2017), „Raumschiff Tonstudio“ (Deutschlandfunk Kultur 2018). Als Regisseur und Bearbeiter (mit Klaudia Ruschkowski) „Nacht“ von Etel Adnan (Deutschlandradio Kultur 2017, Hörspiel des Monats August 2017) und „Autos“ von Enis Maci (Deutschlandfunk Kultur 2019).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Live aus Schloss Ettersburg in Weimar

    Ludwig van Beethoven
    Klaviersonate op. 13 c-Moll "Pathetique"

    Daniel Heide, Klavier

    Markus Meyer liest aus Friedrich Hölderlins Roman ‘Der Eremit in Griechenland’

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • 22:03 Uhr

    Literatur

    Metrik und Raserey
    Friedrich Hölderlin und Paul Celan
    Von Helmut Böttiger

    150 Jahre liegen zwischen Hölderlin und Celan, aber beide entziehen sich mit einer radikalen Dichtung als Lebensform den Zwängen um sie herum.

    Die Gemeinsamkeiten zwischen Friedrich Hölderlin, geboren 1770, und Paul Celan, geboren 1920, sind verblüffend. 150 Jahre liegen zwischen ihnen, doch beide haben ihre dichterische Sprache in eine für die Zeitgenossen unvorstellbare Radikalität hineingetrieben. Die Gründe dafür liegen in politischen wie persönlichen Zerreißproben. Beide Dichter standen in einem grundsätzlichen Gegensatz zu den gesellschaftlichen Normen und Reglementierungsversuchen. Hölderlin begeisterte sich für die Französische Revolution und setzte der deutschen Kleinstaaterei ein ideales Bild der griechischen Antike entgegen. Celan begeisterte sich für einen bohemienhaften Sozialismus und suchte gegen seine nationalistische und fremdsprachige Umgebung Halt im hohen Sprachideal des alten Habsburgerreichs. Beide Dichter orientierten sich an der Dichtung als einer existenziell wichtigen Lebensform mit dem Versmaß als zentralem Maßstab. Und sie versuchten, ihre originäre Sprache immer konsequenter der äußeren Vereinnahmung zu entziehen: Hölderlin wandte sich gegen den pietistisch geprägten Ständestaat, Celan als verfolgter Jude gegen die Verdrängungsmechanismen der Bundesrepublik. Für beide gilt der verzweifelte Ausruf Hyperions: „So kam ich unter die Deutschen.“

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Villa Poelzig in Berlin vom Abriß bedroht
    Gespräch mit Kolja Missal

    Brasilien: Rassismus, Faschismus, Militarismus
    Wie reagieren Filmemacher?
    Von Wolfgang Martin Hamdorf

    Auftakt Poesiefestival
    Von Tobias Wenzel

    Kulturpresseschau
    Von Klaus Pokatzky