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Sonntag, 09.04.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Der sarmatische Traum
    Über den Schriftsteller Johannes Bobrowski
    Von Helmut Böttiger
    (Wdh. v. 02.09.2005)

    Sarmatien, den Sehnsuchtsraum von Johannes Bobrowski, gibt es wirklich, im heutigen Litauen. Die Memel fließt hier, die Wolken treiben hoch dahin.

    Für Johannes Bobrowski, der vor 100 Jahren in Tilsit geboren wurde, waren die weiten östlichen Landschaften seiner Heimat, vom früheren Ostpreußen über das Memelland bis zu den baltischen Regionen, ein Sehnsuchtsraum. Bobrowski, der bis zu seinem frühen Tod im Jahr 1965 eine solitäre Existenz in der DDR führte, benutzte dafür das alte Wort Sarmatien. Dieses Vielvölkergebiet - "und mitten unter allen die Judenheit" - war gleichzeitig erfüllt von den historischen Verbrechen der Deutschen und den Erinnerungen an die eigene Kindheit und Jugend. Und obwohl Bobrowski im Ostberliner Stadtteil Friedrichshagen, im Windschatten des Müggelsees, von den zeitgenössischen literarischen Strömungen fast abgeschottet schien, wirken seine Gedichte und Erzählungen auch heute noch zeitlos und kühn mit ihrer verblüffenden Mischung aus wuchtiger Archaik und einer bis ins Äußerste getriebenen Moderne. Bobrowski gab Klopstock als seinen Lehrmeister an, und er selbst spielte auf der Orgel am liebsten Pachelbel, Buxtehude und Bach - doch die jungen Wilden aus der Gruppe 47 pilgerten Anfang der 60er-Jahre zu ihm und wollten etwas von seiner spröden, dunklen, zwischen Hermetik und suggestivem Traum schwingenden Lyrik lernen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jutta Petermann

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Apostelamt Jesu Christi

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Aufstieg und Fall
    Die Lehre des Palmsonntags
    Von Hildegard Stumm
    Katholische Kirche

    Himmelhochjauchzend - zu Tode betrübt. So könnte man die Stimmung des Palmsonntags bezeichnen. Dem glanzvollen Einzug Jesu in die Hauptstadt Jerusalem, dessen die Kirche heute gedenkt, folgen wenige Tage später Leiden und Tod des Gottessohnes. Auf das „Hosanna“ des Palmsonntags folgen die Rufe „Ans Kreuz mit ihm“. Hildegard Stumm skizziert das Geheimnis von Aufstieg und Fall des Jesus von Nazareth.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Osternacht
    Von Sigrid Zeevaert
    Gelesen von Lena Vogt
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
    Moderation: Ulrike Jährling

    Mama ist hochschwanger. Wann endlich kommt das Baby, fragt sich die Familie. Doch wohl nicht ausgerechnet zu Ostern.

    Der Osterurlaub fällt dieses Jahr aus, da Mama schwanger ist. Mit einem Neugeborenen kann man schlecht auf einen Campingplatz zum Zelten fahren. Die ganze Familie freut sich auch auf das Baby, nur will das einfach nicht kommen. Dabei war der Termin für die Geburt über zwei Wochen vor Ostern berechnet. Nun ist in wenigen Tagen bereits Ostern und Mama sieht aus, als wenn sie bald platzen würde. Nicht nur sie fragt sich inzwischen, ob das Baby überhaupt noch einmal zur Welt kommen will. Nun ist jedoch erst einmal das große Feuer in der Osternacht wichtig. Freunde von Papa haben sie alle in ihren Garten eingeladen. In dieser Nacht wird das Baby ja wohl kaum kommen. Oder etwa doch?

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Krähe & Bär oder Die Sonne scheint für uns alle!
    Ab 8 Jahren
    Von Martin Baltscheit
    Regie: der Autor
    Komposition: Sandra Weckert
    Mit: Charly Hübner, Lina Beckmann, Robert Missler, Wolf Frass und Martin Baltscheit
    Produktion: Oetinger Media 2016
    Länge: 52'
    Moderation: Ulrike Jährling

    Ein Bär im Käfig möchte frei sein, eine Krähe möchte jeden Tag das Futter vorgesetzt bekommen. Da tauschen die beiden einfach.

    Der Bär lebt in einem Zoo, bekommt drei Mahlzeiten am Tag, aber er kann sich nicht frei bewegen. Die Krähe kann fliegen wohin sie will, aber sie hat ständig Hunger und sehnt sich nach Geborgenheit. Beide sind unzufrieden mit dem, was sie haben und würden gern so leben wie der andere. Da besorgt eines Tages die Krähe einen Zaubertrank, und kaum haben sie ihn getrunken, da haben sie auch schon getauscht. Zuerst sind beide sehr vergnügt. Der Bär als Krähe kann sich endlich frei bewegen und die Krähe als Bär kann essen so viel sie will. Aber irgendwann hat auch der Bär in der Freiheit Hunger und die Krähe im Zoo wird zu dick. Was nun? In letzter Minute fällt den beiden eine wunderbare Lösung ein.

    Martin Baltscheit, geboren 1965, studierte Kommunikationsdesign an der Folkwangschule Essen. Im Anschluss tätig als Illustrator, Sprecher, Bilderbuch-, Prosa-, Hörspiel- und Theaterautor. Martin Baltscheit lebt in Düsseldorf. Fur seine Arbeiten erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, u.a. den Deutschen Hörbuchpreis und den Deutschen Jugendbuchpreis.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Sport
    Moderation: Matthias Hanselmann
    sonntagmorgen@deutschlandradiokultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Olaf Kosert unterwegs mit dem Journalisten und Autor Ulrich Wickert in Hamburg

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Axel Flemming

  • Prinzip Hoffnung
    Spielsucht unter jungen Migranten
    Von Imke Hansen und Can Tobias Mansuroglu

    Tunay hat es geschafft. Seit 3 Jahren spielt er nicht mehr, geht nicht mehr in Automatencasinos und Sportwettbüros. Aber ohne eine stationäre Therapie und sehr viel Selbstdisziplin wäre ihm das nicht gelungen. Sein Glück war, dass es in der Nähe den türkischsprachigen Suchtberater Abuzer Cevik und die Selbsthilfegruppe gab. Denn zu der Überwindung sich helfen zu lassen, kam das Verständigungsproblem. Sowohl sprachlich als auch kulturell. Angebote speziell für türkischsprachige Migranten gibt es noch wenig, auch wenn auffällig viele Spielsüchtige Migranten sind. Psychologen und Suchtberater wie Abuzer Cevik von der KODROBS Hamburg-Wilhelmsburg vermuten eine Gemengelage aus sozialen Problemen, schlechter Ausbildung und wenig Perspektive auf dem Arbeitsmarkt als Grund. Ex-Spieler Tunay hingegen meint Sportwettbüros und Spielotheken seien mittlerweile einfach ein etablierter Treffpunkt für junge türkische Migranten geworden. Auch kämen neuerdings immer mehr Jugendliche aus Nordafrika und dem Nahen Osten dazu. Imke Hansen und Can Tobias Mansuroglu werfen einen Blick in die schummerige Welt voller blinkender Automaten, Gratis-Kaffee und Hoffnung auf Gewinn.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Schwerpunkt: Eintreten in die Kirche
    Moderation: Philipp Gessler

    Der erste moderne Mensch
    Gespräch mit der Philosophin Tatjana Noemi Tömmel über Augustinus und seinen Liebesbegriff, der auch Hannah Arendt und Martin Heidegger beschäftigt hat

    Nicht nur Würmerfutter
    Prominente Christen schildern, wie sie die Auferstehung Jesu und das Ewige Leben verstehen
    Von Michael Hollenbach

    Eine neue Glaubwürdigkeit?
    Gegen den Trend: Warum Tausende Menschen jedes Jahr auch in die katholische Kirche eintreten
    Von Burkhard Schäfers

    Verfolgungsgrund: Übertritt zum Christentum
    Die Kirchen tun sich nicht ganz leicht mit Flüchtlingen aus muslimischen Ländern, die zu Christen werden wollen
    Von Matthias Bertsch

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Richard Wagners "Lohengrin"
    Gast: Marek Janowski, Dirigent
    Moderation: Uwe Friedrich

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Axel Flemming

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Schlagen, rennen, stemmen
    Die Mühen eines Profiboxers
    Von Dieter Jandt

    Çagri Ermis prügelt auf einen Sandsack ein. Seit Stunden trainiert er im Ring eines Boxgyms, stemmt Hanteln, tänzelt zum Schattenboxen um seinen Trainer herum. Wenn nicht, joggt er durch die hügeligen Wälder Wuppertals. Çagri Ermis hat vor knapp einem Jahr einen Kampf gegen Luan Krasniqi verloren - ein Fehlurteil, wie er meint. Dennoch ist Ermis Europameister im Supermittelgewicht. Vor Monaten brach er sich seine Schlaghand, nun ist er wieder im Aufbautraining. Er steht unter Druck, weil er seinen Titel verteidigen muss, zwei Kandidaten sind kurz vor dem Kampf wegen Verletzung ausgefallen. Besonders intensiv ist das Training in den letzten zwei Monaten vor einem Fight. Dann trainiert Ermis zwei Mal täglich und muss zusehen, dass er Gewicht verliert, oft sind das in den letzten Tagen noch einmal drei Kilo, die er irgendwie runterbringen muss.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    vielstimmig
    Die Rede an die Tiere
    Teil 1: Das Tier der Zeit
    Von Valère Novarina
    Übersetzung, Funkeinrichtung und Regie: Leopold von Verschuer
    Mit: Jens Harzer, Valère Novarina
    Ton: Thomas Monnerjahn
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    Länge: 83'18
    (Wdh. v. 29.05.2016)
    (Teil 2 am 14.04.2017)

    Ein Mann auf einem Friedhof für Menschen und Tiere. Seine Rede geht an die Tiere.

    Ein Mann spricht zu Tieren. Er spricht zu 300 stummen Augen. Seine Rede ist ein Navigieren durch sein Inneres, durch seine Sprache und in seinen Wörtern. Ein Mensch spricht zu Tieren von Dingen, über die man nicht redet: was wir zum Beispiel erleben, wenn wir an Grenzen geraten, zerrissen in der größten Dunkelheit und nicht weit vom Licht, wortlos und kurz vor einer Lösung.
    Das Buch "Le discours aux animaux" erschien 1987 und enthält zwei Teile: "Das Tier der Zeit" und "Die Unruhe".

    Siehe auch Veranstaltungstipp zu Valère Novarina unter www.deutschlandradio.de!

    Valère Novarina, 1947 geboren bei Genf, ist Schriftsteller, Dramatiker, Regisseur, Maler und Zeichner. 2011 erschien bei Matthes & Seitz sein Text "Lichter des Körpers" in der Übersetzung Leopold von Verschuers, ebenso wie "311 Gottesdefinitionen" und zuletzt "Der Monolog des Adramelech". Novarina lebt in Paris und im Savoie.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Merseburger Orgeltage
    Merseburger Dom
    Aufzeichnung vom 11.09.2016

    Steffen Schleiermacher
    "Nach Markus.Passion“

    Gesine Adler, Sopran
    Britta Schwarz, Alt
    Eric Stoklossa, Tenor
    Dirk Schmidt, Bass
    Merseburger Hofmusik
    Leitung: Michael Schönheit

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Vera Linß

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Ronja von Rönnes Buch "Wir kommen" als Theaterversion in Dresden
    Von Michael Laages

    Musiktheater-Meilenstein: Sciarrinos Kammeroper "Lohengrin" in Salzburg
    Gespräch mit dem Schriftsteller Dr. Reinhard Karger

    Pionier der plastischen Abstraktion. Rudolf Belling im Hamburger Bahnhof
    Gespräch mit Christina Thomson, Co-Kuratorin

    Kulturpresssesschau
    Von Paul Stänner