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Mittwoch, 05.04.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Feature

    Folterkammer Eritrea
    Ein Feature über die Finanzierung einer Diktatur
    Von Bettina Rühl
    Regie: Martin Zylka
    Mit: Alexandra Henkel, Jonas Baeck, Robert Dölle, Ralf Drexler, Peter Fricke, Rainer Homann, Tom Jacobs, Robert Levin, Markus Meyer
    Ton: Werner Jäger und Jens-Peter Hamacher
    Produktion: WDR 2016
    Länge: 52'56

    Brisant recherchiert, spannend erzählt. Ein Feature, das uns die Realitäten von Geflüchteten ganz nah bringt.

    Sie wollen von Afrika über das Mittelmeer nach Europa, zur Not mit Fischer- oder Schlauchboot. Oft endet ihre Flucht in einer Tragödie und die meisten Opfer stammen aus Eritrea. Das Land gilt als das "Nordkorea" Afrikas. Zehntausende fliehen jährlich aus ihrer Heimat, Tausende wollen nach Deutschland, wo inzwischen eine der größten eritreischen Gemeinden Europas lebt. Schlepper führen die Menschen den gefährlichen Weg über den Sudan, die Sahara, an die 2.000 km entfernte Mittelmeerküste nach Libyen. Und es werden immer mehr. Die EU will die Regierung mit Millionenbeträgen unterstützen, um den Exodus zu stoppen. Aber das Regime profitiert selbst von der Massenflucht und die eigenen Militärs betätigen sich angeblich als Schlepper und Schmuggler. Warum finanziert Europa eine Diktatur?

    Bettina Rühl, geboren 1965, ist seit 1988 freie Hörfunk- und Feature-Autorin mit dem Schwerpunkt Afrika. Zu ihren Themen gehören der Zerfall und Wiederaufbau von Staaten wie etwa in Somalia, der islamistische Terrorismus in Ost- und Westafrika, sowie Flucht- und Migrationsbewegungen auf dem Kontinent.
    Für ihre Arbeiten wurde sie mehrfach ausgezeichnet. Unter anderem mit dem Medienpreis der Kindernothilfe, 2012 mit dem "Medienpreis Entwicklungspolitik" und dem "Preis für die Freiheit und Zukunft der Medien" der Leipziger Medienstiftung, sowie 2013 mit dem "liberty award". 2015 erhielt sie für das ARD radiofeature "Wie Terror entsteht" den Prix Europa.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Americana
    Moderation: Uwe Golz

    Gast im Studio ist Axel Küstner: Fotograf, Schellacksammler und Feldforscher in Sachen Blues, Americana, Hillbilly, Country und Rockabilly.

    Die "CD des Monats" kommt von Eric Bibb und trägt den Titel "Migration Blues".

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Dieter Kassel

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pastoralreferent Martin Wolf
    Katholische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    "Welche Geschichte erzählt dieses Auto?" Authentizität bei Oldtimern
    Gespräch mit Gundula Tutt, Restauratorin

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:20 Uhr
    Frühkritik

    Der britische Blues- und Soul-Sänger Rag'n'Bone Man in Berlin
    Gespräch mit Oliver Schwesig

    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ex-Piratin will Schüler politisch bilden
    Susanne Führer im Gespräch mit der Autorin Marina Weisband

    Mit 13 Jahren bekam sie zum ersten Mal Zugang zum Internet und fand übers Chatten endlich Freunde in Deutschland. Marina Weisband, die als "Tschernobyl-Kind" in ihren ersten Lebensjahren sehr oft krank war, kam sieben Jahre zuvor, 1993, mit ihren Eltern aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew in die Bundesrepublik. Die jüdische Familie gehörte zu den sogenannten Kontingentflüchtlingen.

    Das Netz sollte für Marina Weisband immer prägend bleiben. Sie trat 2009 den "Piraten" bei und wurde 2011 als deren politische Geschäftsführerin zu dem Gesicht der Partei. Allgegenwärtig war ihr Gesicht auch auf dem Höhepunkt der Ukrainekrise. Sie galt als beliebter Gast in Talkshows zu dem Konflikt. Inzwischen ist es um die Ukraine stiller geworden und Weisband ist längst bei den Piraten ausgetreten.

    Doch auch nach ihrem Ausstieg aus der Tagespolitik engagiert sie sich für mehr direkte Demokratie: Seit 2014 leitet sie beim Verein "politik-digital" das Projekt "aula", das die politische Bildung und demokratische Beteiligung von SchülerInnen an ihren Schulen verbessern will - mit digitalen Mitteln. Seit einigen Monaten ist sie Mutter, ein Grund mehr, sich für Erziehungsfragen zu interessieren.

    "Wenn du dich nicht um die Politik kümmerst, dann kümmert sich die Politik irgendwann um dich", zitiert Marina Weisband in ihrem Buch "Wir nennen es Politik" ein russisches Sprichwort. Das scheint auch ihr persönliches Motto zu sein. "Im Gespräch" mit Susanne Führer erzählt sie von ihrem Werdegang, von ihren ukrainischen Wurzeln sowie von ihrer persönlichen "Politiker-Ausbildung".

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:07 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Joachim Scholl

    Nobelpreis für Kinderbücher
    Wolf Erlbruch bekommt den Astrid-Lindgren-Preis
    Gespräch mit Kim Kindermann

    Mein durchkuratiertes Leben - Lifestyle und Bücher
    Gespräch mit der Autorin Eva Hepper

    Restriktionen gegen ausländische Kinderbücher in China
    Von Axel Dorloff

    Straßenkritik: “Der Simulant” von Chuck Palahniuk
    Von Jule Hoffmann

    "Die Entführung des Optimisten Sydney Seapunk" von Andreas Stichmann
    Rezensiert von Frank Kaspar

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:07 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Matthias Wegner

    Sinnlichkeit und Intensität
    Gespräch mit der Sängerin Natalia Mateo

    11:30 Uhr
    Chor der Woche

    Der Essener Bachchor

    Auf eine über 120-jährige Tradition kann der Essener Bachchor zurückblicken. Der Chor ist damit nicht nur einer der ältesten Chöre Essens, sondern mit seinen über 100 aktiven Sängerinnen und Sängern auch einer der größten Oratorienchöre des Ruhrgebiets. Neben den Werken Bachs werden aber auch die Schönbergs, Orffs und zahlreicher anderer Komponisten aufgeführt. Als erster Chor in Deutschland trat der Essener Chor 2014 mit dem Requiem des Salzburger Hofkomponisten Luigi Gatti auf. Neben den orchestralen Werken liegt ein Schwerpunkt auf der Arbeit an A-capella-Stücken. Das, so betont Chorleiter Stephan Peller, bringt den Chor künstlerisch voran.

    11:35 Uhr
    Tonart

    "SciFi-Folk" für eine düstere Gegenwart: Timber Timbre werden politisch
    Von Mathias Mauersberger

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Mittag
    Moderation: Korbinian Frenzel

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Halle statt Porto - Portugiesische Azubis in Sachsen-Anhalt
    Von Christoph D. Richter

    Vom Azubi zur Busfahrerin: Die Iranerin Leila Khorsand erfüllt sich ihren Traum
    Von Astrid Wulf

    Letzte Hoffnung Merkel-Land
    Europas Jugend in München
    Von Tobias Krone

    Die prosperierende Großstadt München wird zunehmend ein Anziehungspunkt für junge Menschen aus Süd- und Osteuropa. Denn hier gibt es Arbeit. Manchmal sogar in höher qualifizierten Berufen, in denen sie in ihren Heimatländern keine Chance hätten. Oft aber nehmen sie auch einfache Jobs an, für die diese jungen Erwachsenen überqualifiziert sind. In Kursen mühen sie sich mit der deutschen Sprache ab, und der Mangel an bezahlbarem Wohnraum stellt eine zusätzliche Belastung dar.

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:07 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Max Oppel

    Rechnen sich Superheldinnen nicht?
    Marvel gibt Vielfalt Schuld an Umsatzeinbußen
    Gespräch mit Markus Dichmann

    Tate Britain: Was ist 'Queer Art'?
    Gespräch mit der Kuratorin Clare Barlow

    „Free! Music“ - Veranstaltung im Haus der Kulturen der Welt
    Gespräch mit Ronald und Robert Lippok von 'Ornament und Verbrechen'

    Vorgespult: 'Free Fire','Die Hütte','Es war einmal in Deutschland'
    Vorgestellt von Christian Berndt

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Musiktag

    u.a. Klangohr CD-Test
    Von Rüdiger Bischoff
    Moderation: Ulrike Jährling

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Dirk Schneider

    Jamaica Jamaica! Ausstellung in der Pariser Philharmonie
    Von Martina Zimmermann

    Thermoholz-Innovation ersetzt Tropenholz beim Gitarrenbau
    Gespräch mit Prof. Alexander Pfriem, Hochschule für nachhaltige Entwicklung Eberswalde

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Isabella Kolar

    Faire Löhne von der Farm bis zur Fabrik - Ein Pilotprojekt in Indien
    Von Caspar Dohmen

    Die Missstände in der globalen Textilindustrie sind offensichtlich, was diverse Skandale und Unglücke belegen, wie der Einsturz der Fabrik Rana Plaza in Bangladesch mit mehr als 1130 Toten. Aber geht es auch fair? Das versucht der faire Handel jetzt - in Indien soll eine faire Textilproduktion entlang der Zuliefererketten aufgebaut werden. Die Arbeiter sollen innerhalb von sechs Jahren einen Mindestlohn erhalten und sie sollen sich ungehindert organisieren dürfen. Wie funktioniert das praktisch? Warum lassen sich Fabrikanten darauf ein? Was halten die Arbeiter, Gewerkschaften und NGOs von dem Unterfangen? Ein Ortsbesuch in Gujarat und in Tamil Nadu.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:07 Uhr

    Zeitfragen

    Magazin

    100 Jahre Gründung der USPD - Spaltung der Arbeiterbewegung
    Von Andreas Baum

    Nachgefragt im Bundestag:
    Wer ist Schuld an der Spaltung der Arbeiterbewegung?
    Von Pia Rauschenberger

    19:30 Uhr
    Zeitfragen

    Lange Weile
    Geschichte des Wartesaals
    Von Ulrich Land

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    MaerzMusik. Festival für Zeitfragen
    Haus der Berliner Festspiele
    Aufzeichnung vom 23.03.2017

    Arthur Kampela
    "...tak-tak...tak..." für Ensemble und Plásticas Sonoras (2017)

    Liza Lim
    "Ronda - The Spinning World" für Ensemble und Plásticas Sonoras (2017)

    Daniel Moreira
    "Instrumentarium" für Ensemble und Video/Soundtrack (2017)

    Paulo Rios Filho
    "volvere" für Ensemble und Plásticas Sonoras (2017)

    Ensemble Modern
    Leitung: Vimbayi Kaziboni

  • 21:30 Uhr

    Hörspiel

    Choco Bé
    Von Laura Tirandaz
    Übersetzung: Frank Weigand
    Regie: Martin Zylka
    Mit: Hans Löw, Markus Meyer, Ulrike Krumbiegel, Anna Blomeier, Janina Stopper, Christian Redl, Louis Friedemann Thiele, Mareike Hein
    Komposition: Thom Kubli
    Ton: Benedikt Bitzenhofer
    Produktion: SR/Deutschlandradio Kultur 2015
    Länge: 58'30
    (Wdh. v. 14.10.2015)

    Choco Bé versucht seinen Platz zu finden als Vater, Ehemann und Geliebter, Sohn und Bruder.

    Saint-Laurent du Maroni, Französisch-Guyana. Choco Bé hat das Rotlichtviertel hinter sich gelassen, in dem er aufgewachsen ist. Er versucht, seinen Platz zu finden als Vater, Ehemann und Geliebter, Sohn und Bruder. Doch Choco fühlt sich zunehmend einsam, ruhelos, getrieben von all den familiären und gesellschaftlichen Ansprüchen.

    Laura Tirandaz, geboren 1982, stammt aus Französisch-Guyana. Nach ihrer Schauspielausbildung am Konservatorium von Grenoble gründete sie ihre eigene Theaterkompanie "Variations". An der traditionsreichen Schule ENSATT in Lyon studierte sie Szenisches Schreiben und entwickelt seither Stücke für Hörfunk und Bühne. Für "Choco Bé" erhielt sie 2011 ein Schreibstipendium des Centre national du théâtre, 2012 wurde "Choco Bé" von France Culture gesendet.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Thomas Jaedicke

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Gabi Wuttke

    'Alchemie - die Große Kunst' Ausstellung im Berliner Kulturforum
    Von Simone Reber

    Filme der Woche:
    'Es war einmal in Deutschland' und 'Free Fire'
    Vorgestellt von Hans-Ulrich Pönack

    Gasteig-Umbau
    Münchens (Luxus-)Konzertsaalprobleme werden gelöst
    Von Michael Watzke

    Das Folkwang Museum zeigt sämtliche Editionen von Gerhard Richter
    Gespräch mit dem Kunstsammler Thomas Olbricht

    Wegbereiter des deutschen Klassizismus
    Ausstellung über Johann JoachimWinckelmann in Weimar
    Von Henry Bernhard