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Samstag, 13.03.2021

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Über alle Grenzen hinaus
    Die Lange Nacht über die drei Leben der Ärztin Ingeborg Rapoport
    Von Jochanan Shelliem
    Regie: der Autor
    (Wdh. v. 02./03.09.2017)

    2015 legt die älteste Doktorandin der Welt am Universitätsklinikum Eppendorf ihre mündliche Prüfung zur Promotion noch einmal ab und erhält mit fast 80 Jahren Verzögerung ihren zweiten Doktortitel, der eigentlich ihr erster gewesen war. Geboren wurde die Hamburgerin Ingeborg Syllm im November 1912 in Kamerun. Sie studierte Medizin und schloss 1938 ihre Doktorarbeit an der Universitätsklinik von Hamburg-Eppendorf über die damalige Arme-Leute-Seuche Diphtherie ab. Als ihr die Nazis untersagten, die mündliche Prüfung abzulegen, reiste sie mit 38 Reichsmark in der Tasche allein in die USA. In New York und Cincinnati studiert sie noch einmal, lernt in der Ambulanz von Brooklyn das Elend von Familien kennen und wird an die beste Kinderklinik der USA berufen. Dort begegnet sie dem jüdischen Biochemiker Mitja Rapoport, dem sie ihr Leben lang die Treue halten wird. Für die KP besuchen beide Slums und diskutieren sonntags in Arbeiterschlafzimmern über eine bessere Welt. Vier Kinder gehen aus dieser Ehe hervor. Als beide 1950 den Stockholmer Appell zur Ächtung von Atomwaffen unterzeichnen, droht ihnen die Vorladung vor das McCarthy-Komitee. Bei Nacht und Nebel verlässt die Familie New York. Schließlich geht sie nach Ost-Berlin, wo Mitja Rapoport die Naturwissenschaften der DDR maßgeblich prägt und Ingeborg Syllm-Rapoport die Kinderheilkunde der Charité revolutioniert. In der „Langen Nacht“ über die Ärztin Ingeborg Syllm-Rapoport, die 2017 im Alter von 104 Jahren verstorben ist, reflektiert die sich differenziert erinnernde feine alte Dame ihren lebenslangen Kampf für eine humane und gerechte Welt.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Die Welt verändert sich (1962-1970)
    Eine historische Radiorevue(10/12)
    Von Lionel van der Meulen
    Deutschlandfunk 1989
    Vorgestellt von Michael Groth
    (Teil 11 am 10.04.2021)

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Axel Rahmlow

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Sehnsuchtsort Wald - geliebt und bedroht

    Gäste: Dr. Nicole Wellbrock, Leiterin des Arbeitsbereichs Bodenschutz und Waldzustand am Thünen-Institut für Waldökosysteme - und Achim Laber, Naturschutzwart am Feldberg im Schwarzwald
    Moderation: Gisela Steinhauer

    Live mit Hörern
    08 00 22 54 22 54
    gespraech@deutschlandfunkkultur.de

    Der Wald: Er liefert nicht nur Holz, er ist Lebensraum, Sauerstoffspender, Klimaregulator - und Erholungsort. Ein Waldspaziergang entspannt, egal zu welcher Jahreszeit. Doch unser Wald ist bedroht; Klimawandel und Schädlinge setzen ihm zu.
    Welche Beobachtungen machen Sie? Diskutieren Sie mit!

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    Moderation: Christian Rabhansl

    Oliver Meiler über die "Agromafia"
    Wie viel Mafia steckt in unserem Essen?
    Gespräch mit Oliver Meiler

    "Pillen vor die Säue"
    Wie gefährlich sind Antibiotika in der Massentierhaltung?
    Gespräch mit Rupert Ebner und Eva Rosenkranz

    Buchkritik:
    "Die Schlachthaus-Tagebücher" von Lina Gustafsson
    Rezensiert von Carolin Born

    Buchkritik:
    "Alle satt?" Wie ernährt man 10 Milliarden Menschen?" von Urs Niggli
    Rezensiert von Tom Funke

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Prof. Wolfgang Kaschuba, Geschäftsführender Direktor des Instituts für Europäische Ethnologie der Humboldt-Universität zu Berlin
    Moderation: Julius Stucke

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur
    Moderation: Dennis Kogel

    Weniger ist mehr
    "Negative Space" in Videospielen
    Von Marcus Richter

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Moderation: Susanne Burg

    Ein erster Blick ins Academy Museum in Los Angeles
    Gespräch mit Katharina Wilhelm

    Reformierte Césars
    Die französischen Filmpreise sind verliehen worden
    Von Christiane Kaess

    Corona-Ticker:
    Hoffnung auf Kinoöffnung
    Von Christian Berndt

    Westliche Orientbegeisterung
    Was Deutsch in Ägyptens Filmindustrie machten
    Gespräch mit Henriette Bornkamm

    "Vorbehaltsfilme"
    Warum NS-Propaganda-Filme nicht in den Giftschrank gehören
    Gespräch mit Andreas Kötzing

    Liebe, Schmerz und Tanz
    Der indische Animationsfilm "Bombay Rose"
    Gespräch mit Anke Leweke

    Top Five:
    Der große Filmerzähler - Wolfgang Kohlhaase wird 90
    Von Hartwig Tegeler

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation Mandy Schielke

    Marie Kondo zum Trotz
    Krimskrams überall!
    Von Matthias Finger

    Leerlauf lernen!
    Über den Wert der Unentschlossenheit
    Gespräch mit Nils Markwardt

    Live on Tape:
    Keine Zeit für Unentschlossenheit - Beobachtungen in New York
    Gespräch mit Antje Passenheim

    Perfekt verweilen!
    Kleine Kulturgeschichte der Parkbank in Barcelona
    Von Julia Macher

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Grundrechte in der Pandemie

    Heribert Prantl, Jurist und Autor, stellt sich den Fragen von Annette Riedel

    Es herrsche eine Stimmung, "die Grundrechte in Krisenzeiten als Ballast und Gefahr betrachtet", kritisiert der Autor und Jurist Heribert Prantl. Die Frage nach der Verhältnismäßigkeit von freiheitsbeschränkenden Maßnahmen stelle sich immer drängender.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Anthropogen Schwarz
    Von Christian Lerch
    Regie: Hannah Georgi
    Mit: Larissa Breidbach, Rabea Wyrwich, Justine Hauer, Katharina Schmalenberg, Judith Jakob, Michael Che Koch, Esther Hausmann
    Ton: Gerd Nesgen
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019
    Länge: 54'30

    Wie kann man als Weißer über Rassismus sprechen? Der Autor Christian Lerch hat sich diese Frage gestellt. Er begibt sich auf eine Reise: in die Südstaaten der USA und auch zu seinem eigenen weißen Selbstverständnis.

    Der letzte Lynchmord des Ku-Klux-Klan ist über 35 Jahre her, der letzte Fall von Polizeigewalt gegen einen afroamerikanischen Mann oder Jugendlichen vielleicht nur wenige Tage. Die Rassentrennung wurde aufgehoben, Schulen und Universitäten sind frei zugänglich - de facto besteht aber ein unterfinanziertes, öffentliches Schulsystem für Afroamerikaner und weiße Kinder gehen auf private, von den Bundesstaaten subventionierte Ausbildungsstätten. Den dramatischen Folgen der Konstruktion von Rassen sind Afroamerikaner täglich ausgeliefert. Gesetze werden nicht ausreichen, das zu verändern.

    Christian Lerch, geboren 1978 am Bodensee, ist Journalist, Feature-Autor und Hörspielregisseur. Für seine Arbeiten erhielt er zahlreiche internationale Auszeichnungen, u.a. den silbernen Award des New York Radio Festivals für „Illegale Drogen töten“ (Deutschlandradio Kultur/ORF 2016) und den Prix Europa für die beste europäische Radiodokumentation sowie den dokKa-Preis für „Papa, wir sind in Syrien“ (RBB/WDR 2016). Lerch lebt und arbeitet abwechselnd in Berlin und Wien. Zuletzt produzierte er den Podcast „six seasons: Von Bilden im Kunsthistorischen Museum Wien“ (ORF 2019).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Staatstheater Mainz
    Aufzeichnung vom 03.06.2018

    Rued Langgaard
    "Antikrist", Kirchenoper in zwei Akten und sechs Bildern
    Libretto vom Komponisten

    Luzifer / Eine Stimme - Peter Felix Bauer, Bariton
    Gottes Stimme - Ivica Novakovic, Sprechstimme
    Das Echo der Rätselstimmung - Marie-Christine Haase, Sopran
    Der Mund, der große Worte spricht - Nadja Stefanoff, Sopran
    Der Missmut - Geneviève King, Mezzosopran
    Die große Hure - Vida Miknevičiūtė, Sopran
    Das Tier in Scharlach - Lars-Oliver Rühl, Tenor
    Die Lüge - Alexander Spemann, Tenor
    Der Hass - Michael Mrosek, Bariton

    Chor des Staatstheaters Mainz
    Philharmonisches Staatsorchester Mainz
    Leitung: Hermann Bäumer

    Der Anti- oder Widerchrist ist eine Figur aus der Apokalypse - Gegenspieler und Gegenmacht Jesu. Vor seiner Wiederkunft wird er erwartet. Ein Geist der stets verneint, auch wenn er Gutes meint: "Ich erschaffe das Licht und mache das Dunkel, ich bewirke das Heil und erschaffe das Unheil. Ich bin der Herr, der das alles vollbringt!", heißt es bei Jesaja. Der dänische Komponist Rued Langgaard (1893-1952) hat diesen "Antikrist" in den 1920er Jahren zum Opernhelden gemacht und ihn in seine Zeit gestellt: als einen Gegenspieler alles Wahren, Guten und Schönen, als einen Höllenhelden mit tausend Gesichtern. Die Zeit, die Langgaard zeichnet, ist im Untergang begriffen, seine Figuren sind singende Allegorien. Angesichts dieses großen spätromantischen Werks kann man an Wagner und Strauss denken, aber auch Hindemith und Schönberg erahnen.

  • Sergej Rachmaninow
    Sinfonie Nr. 2 e-Moll op. 27

    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Robin Ticciati

    Koproduktion Deutschlandfunk Kultur und Linn Records 2020

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Britta Bürger

    "Innen. Nacht - Geschichten aus der Höhle" am Theater Oberhausen
    Gespräch mit Stefan Keim

    Mannheims Reaktion auf den Lockdown
    Von Marie-Dominique Wetzel

    Online-Ende
    Museum Barberini eröffnet mit Rembrandt Ausstellung
    Gespräch mit Carsten Probst

    Droht Griechenlands archäologischen Museen die Privatisierung?
    Gespräch mit Angelos Chaniotis

    Haus der Kunst in München
    Was Andrea Lissoni plant
    Von Tobias Krone