Programm

Kalender
Mon
Tue
Wed
Thu
Fri
Sat
Sun

Samstag, 17.02.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Feuerfest und Donauwalzer
    Eine Lange Nacht in Alt-Wien
    Von Andreas Kloner
    Regie: Nikolaus Schloz
    (Wdh. v. 01./02.12.2012)

    Der Begriff ‚Alt-Wien’ ist ein ‚guter Schmäh’, würde man in Wien sagen. Mit dem Abbruch der Wiener Stadtmauern ab 1858, an deren Stelle in den Folgejahren die Wiener Ringstraße entstand, blickten die Bewohner recht bald auf ein Wien zurück, das es in dieser romantischen Gestalt und Unbeschwertheit nie gegeben hat. Im Mittelpunkt dieser Verklärung stand die unmittelbare Vergangenheit, in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hier begegneten sich Künstler wie Ludwig van Beethoven sowie die Altersgenossen Franz Schubert, Josef Lanner und Johann Strauß Vater und trugen mit ihrer Musik zur Romantisierung dieser Zeit bei. In Wirklichkeit war das Wien der Biedermeierzeit beherrscht vom Spitzelwesen unter der Ägide eines Fürsten Metternich, von tödlichen Krankheiten wie Cholera, Lungenschwindsucht und Syphilis, vom unsäglichen Gestank der offenen Fleischerläden und jener Exkremente, die Tausende von Pferden tagtäglich in den engen Gassen und Straßen innerhalb der Stadt zurückließen. Theaterleute wie Johann Nestroy oder Ferdinand Raimund haben - soweit es die Zensur zuließ - der Stadt und ihren Einwohnern einen Spiegel der herrschenden Zustände vorgehalten.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    John Williams
    "Lincoln"
    Chicago Symphony Chorus and Orchestra

    Gabriel Yared
    "Adam Resurrected" (Ein Leben für ein Leben)

    Rachel Portman
    "Dido Elizabeth Belle" (Belle, die Nichte des Lords)
    The City of Prague Philharmonic Orchestra
    Leitung: David Snell

    Moderation: Birgit Kahle

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Wollt Ihr den totalen Krieg?"
    Die Goebbels-Rede im Berliner Sportpalast am 18.02.1943
    RIAS Berlin 1989

    Protest und Widerstand
    Die Hinrichtung der Geschwister Scholl am 22.02.1943
    RIAS Berlin 1963

    Vorgestellt von Michael Groth

    Zweimal 75 Jahre Zeitgeschichte, aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Der Propagandaminister ruft auf zum "letzten Kampf", die Münchener Studenten verurteilen die NS-Diktatur und werden dafür ermordet.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Ute Welty

    u.a.
    Gespräche, Berichte und Kritik von den 68. Internationalen Filmfestspielen Berlin

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Vor 50 Jahren
    Das Vietnamtribunal in Berlin
    Gespräch mit John C. Kornblum, ehemaliger amerikanischer Botschafter in Berlin

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Von Vögeln und Menschen" von Magriet de Moor
    Rezensiert von Sigrid Löffler

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Chaostage in Berlin - Wird Politik wieder spannend?
    Prof. Manfred Güllner, Geschäftsführer des Forsa-Instituts
    Prof. Dr. Christine Landfried, Politikwissenschaftlerin, Senior Fellow an der Hertie School of Governance
    Moderation: Matthias Hanselmann

    Chaostage in Berlin: Die SPD befindet sich im freien Fall - derzeit liegt sie im ARD-Deutschlandtrend bei 16 Prozent, ein Prozentpunkt vor der AfD. CDU/CSU stagnieren bei ca. 33 Prozent.

    Was für ein Trauerspiel für die Parteien, die - eigentlich - die neue Große Koalition bilden sollen. Beides Volksparteien, denen offensichtlich das Volk wegläuft. Und was bieten diese Parteien - besonders die SPD - derzeit für ein Schauspiel um Macht und Postengerangel … Aber liegt in all dem nicht auch eine Chance? Die Jüngeren begehren auf gegen das Kungeln in den Hinterzimmern; in der als „Kanzlerwahlverein“ gescholtenen CDU wird offen über die Nachfolge Angela Merkels diskutiert, der Mitgliederentscheid hat der der SPD neuen Schwung an der Basis verliehen.

    Hörerinnen und Hörer können sich beteiligen unter:
    Telefonnummer: 0800 2254 2254
    E-Mail unter: gespraech@deutschlandfunkkultur.de
    Facebook und Twitter

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch

    "Das Ende der Banken. Warum wir sie nicht brauchen" von Jonathan McMillan
    Rezensiert von Ursula Weidenfeld

    "Chinas Bosse. Unsere unbekannten Konkurrenten"
    Gespräch mit dem Autor Wolfgang Hirn

    "Liebe in Zeiten des Kapitalismus"
    Gespräch mit dem Autor Robert Misk

    "Trump - und was tun wir?" von Erhard Eppler
    Rezensiert von Sieglinde Geisel

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    u.a. XXIII. Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
    Moderation: Oliver Thoma

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Vera Linß

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Breitband

    Medien und digitale Kultur

    Ist das Bereitstellen privater Daten Arbeit?
    Gespräch mit Adrian Lobe, Politik- und Rechtswissenschaftler, Publizist

    Der Sinn von Remakes bei Computerspielen
    Von Christian Huberts, Kulturwissenschaftler

    Podcastkritik
    "Endless Thread" - Der Reddit Podcast
    Von Teresa Sickert

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Rang 1

    Das Theatermagazin
    Moderation: Susanne Burkhardt

    Die Schauspielerin Barbara Nüsse wird 75
    Von Michael Laages

    Die geniale Stelle
    Henry Hübchen über Castorfs "Räuber" an der Berliner Volksbühne

  • 14:30 Uhr

    Vollbild

    Das Filmmagazin
    Live von den 68. Internationalen Filmfestspielen Berlin
    Moderation: Susanne Burg und Patrick Wellinski

    #metoo@ Berlinale
    Gespräch mit Anna Wollner

    Immer noch unabhängig: "Rückenwind von vorn"
    Gespräch mit dem Regisseur Philip Eichholtz

    Draufhalten? Wie findet man Bilder für die Gefahr von rechts
    Gespräch mit Dominik Kamalzadeh

    People and Numbers
    Gibt es überhaupt ein Kinopublikum?
    Gespräch mit Maja Ellmenreich

    Sein Casablanca
    Christian Petzold verfilmt Anna Seghers‘ „Transit“
    Gespräch mit dem Regisseur Christian Petzold

    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Katja Bigalke

    Home Sweet Home
    Kolumne von David Tschöpe

    Hausstaub in der Kunst
    Die "Dust Sculptures" von Paul Hazelton
    Von Ruth Rach

    Begehrte Ruinen
    Die "Klushuizen" in Holland
    Von Kerstin Schweighöfer

    Vergesst Hygge!
    Warum dänische Einrichtung so langweilig ist
    Gespräch mit Clemens Bomsdorf

    Das "Zuhause" in bewegten Zeiten
    Von Magdalena Bienert

    Zeit für den Nachbarn
    Folge 1: Nett bleiben!
    Von Kerstin Kuhnekath

    Draussen ist es noch kalt. Drinnen sieht man plötzlich jedes Staubkorn. Das muss der beginnende Frühling sein! Wir empfehlen: Wollmäuse horten statt Frühjahrsputz. Ein britischer Künstler führt vor, wie man daraus wunderschöne Skulpturen macht. Außerdem berichten wir über ein holländisches Programm gegen die Wohnungsnot, das wir sofort importieren möchten. Fragen uns wie viele "Zuhause" man eigentlich haben kann, in Zeiten "flexiber Lebensläufe". Und wettern mal so richtig gegen "Hygge". Denn unserem dänischen Architekturexperten zufolge, verbergen sich hinter dem gefeierten "nordischen Einrichtungsprinzip" in Wirklichkeit die langweiligsten Interieurs der Welt.

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    u.a. XXIII. Olympische Winterspiele Pyeongchang 2018
    Moderation: Oliver Thoma

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    "Es geht um das Überleben der freiheitlich-demokratischen Grundordnung"
    Der Harvard-Politikwissenschaftler Yascha Mounk im Gespräch mit Christian Rabhansl über den Aufstieg der AfD, über das Demokratie-Defizit des Bundestags und über einen neuen "inklusiven Patriotismus".

    "In den kommenden Jahren geht es um nichts weniger als um das Überleben der freiheitlich-demokratischen Grundordnung“ , sagt Yascha Mounk. Er lehrt an der Harvard University politische Theorie und bezeichnet den Zustand der liberalen Demokratie sowohl in den USA als auch in Westeuropa als "sehr besorgniserregend“.

    Dazu trage in Deutschland auch die Zersplitterung des Bundestages bei. Wir hätten noch gar nicht verstanden, wie sehr das Eintreten der AfD in das Parlament die grundsätzlichen Koordinaten verschoben habe, da "keine ideologisch kohärenten Koalitionen“ mehr möglich seien. "In einem funktionierenden System wäre es so: Wir hätten ein paar Jahre Rot-Grün, dann würden die unbeliebt. Dann hätten wir ein paar Jahre so etwas wie Schwarz-Gelb, und dann wird irgendwann wieder gewechselt. Mittlerweile ist das nicht mehr möglich.“

    Die Folge laut Mounk: "Die alten Sprüche der Populisten werden langsam wahr: dass es keine großen Unterschiede zwischen den etablierten Parteien gibt. Denn wenn man immer miteinander regieren muss, dann ist es sehr schwer, Unterschiede zu bewahren.“ Trotzdem will er der SPD nicht raten, sich einer Koalition mit der Union zu verweigern: "Dann haben wir wahrscheinlich neue Wahlen, bei denen die AfD noch stärker wird - und dann fängt das ganze Problem von vorne an.“

    Mounk beobachtet weltweit in vielen Demokratien, dass immer mehr Bürger die Demokratie nicht mehr als beste Regierungsform wahrnehmen und zunehmend offen für die Idee einer Autokratie oder (Militär-)Diktatur sind. Die Zahl der Deutschen, die sich einen starken Anführer wünschen, der sich nicht mit Wahlen und Parlamenten herumschlagen müsse, habe sich in den vergangenen 20 Jahren verdoppelt. Die größte Gefahr für die liberale Demokratie liege aber darin, sagt der Politologe, dass zunehmend Populisten in die Parlamente und Regierungen drängten, die die demokratischen Spielregeln missachteten. Mounk sagt: "Wir sehen auch in europäischen Ländern, dass populistische Politiker, die ihre politischen Kontrahenten für nicht legitim halten, sagen: Ich alleine stehe für das Volk und alle anderen sind Verräter - dass solche Politiker immer mehr Macht haben.“

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Neun Stockwerke neues Deutschland
    Ein Hochhaus in Gladbeck
    Von Reinhard Schneider
    Mit: Moritz Heidelbach, Daniel Berger, Martin Bross, Edda Fischer, Louis Friedemann Thiele
    Erzähler: Ulrich Noethen
    Im Originalton: Chris, Elvis, Franka, Frank, Harry, Hassan, Heinz, Matthes, Norbert, Odie, Tobi, Venja u. a.
    Ton: Jürgen Glosemeyer
    Produktion: WDR 2017
    Länge: 52'44

    Konfliktreiches Nebeneinander von Deutschen und Migranten aus zehn Nationen.

    Als der Autor das Haus vor sieben Jahren in einem Feature zum ersten Mal porträtierte, gab es Spannungen, aber auch Freiräume: ‚Leben und leben lassen’. Nun sind mit neuen Kulturen neue Herausforderungen gekommen. Die Frage nach wechselseitiger Empathie oder auch nur Toleranz stellt sich schärfer. Der sprachliche Austausch in Übersetzungsketten ist schwierig. Hinter allem steckt die Frage nach den sozialen Strukturen: hier Clanstrukturen wie auf dem Balkan, da verunsicherte Syrer und Iraker und dort um Selbstbehauptung kämpfende Alteingesessene.

    Reinhard Schneider, geboren 1952 in Gelsenkirchen. Autor und Regisseur von Dokumentarfilmen und Hörfunkfeatures. Das Feature "Mein Sohn, der Nazi" (SFB/WDR) wurde mit dem Prix Italia ausgezeichnet. Weitere Hörfunkfeatures: "Die Zeit, die noch bleibt - Auf einer Palliativstation in Heidelberg" (SWR/WDR-Hörfunk 2015), "Wettstreit in Stein und Beton" (rbb 2015), "Draußen im Abseits" (rbb 2013), "Alleinsein" (rbb/NDR/WDR 2013), "Neun Stockwerke Deutschland" (WDR/rbb 2010), "Manchmal könnte ich schreien" (DKultur/rbb 2012), "Die Roboter kommen und der Mensch steht Modell" (rbb/SR/WDR 2010), "Der Abstieg" (rbb/Deutschlandradio Kultur/WDR 2007), "Einsteins Kopf" (rbb/NDR/SR 2005), "Countdown für die Ewigkeit" (rbb/NDR/Dlf/WDR/SR 2003).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Wiener Staatsoper
    Aufzeichnung vom 26./29.01.2018

    Georges Bizet
    “Carmen”, Oper in vier Akten
    Libretto: Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée

    Margarita Gritskova, Mezzosopran - Carmen, eine Zigeunerin
    Piotr Beczala, Tenor - Don José, Sergeant der Dragoner
    Carlos Álvarez, Bariton - Escamillo, Stierkämpfer
    Olga Bezsmertna, Sopran - Micaëla, ein Bauernmädchen
    Wiener Staatsopernchor
    Wiener Staatsopernorchester
    Leitung: Jean-Christophe Spinosi

  • Boris Blacher
    "Concertante Musik " für Orchester
    Orchestersuiten aus den Balletten "Demeter", "Fest im Süden", "Hamlet" und "Lysistrata"
    "Poème" für Orchester

    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Johannes Kalitzke

    Produktion Deutschlandfunk Kultur 2017

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Sigrid Brinkmann

    Berlinale
    Kritik Wettbewerb
    "Transit" / "Dovlatov" / "Eva"
    Gespräch mit Jörg Taszman

    Eine Ärztin segelt in die Realität
    'Styx' eröffnet das Panorama bei der Berlinale
    Gespräch mit dem Regisseur Wolfgang Fischer

    Drogenroman
    Oliver Reese inszeniert "Panikherz" von Benjamin von Stuckrad-Barre
    Uraufführung im Berliner Ensemble (BE)
    Gespräch mit André Mumot

    Pizza is God
    Eine Ausstellung im NRW Forum in Düsseldorf feiert die Pizza als Pop und Kult
    16. Februar - 20. Mai 2018
    Von Kolja Unger

    "Der haarige Affe" von Eugene O'Neill
    Frank Castorf inszeniert im Hamburger Schauspielhaus
    Gespräch mit Michael Laages

    Kulturpresseschau - Wochenrückblick
    Von Klaus Pokatzky