Programm

Kalender
Mon
Tue
Wed
Thu
Fri
Sat
Sun

Freitag, 18.12.2020

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    Schwerpunkt: 100 Jahre Radio
    One to Many
    Aktueller Standort: 51° 20' 22.904" N 12° 22' 23.069"
    Von Dieter Daniels, Frederike Moormann und Angelika Waniek
    Regie: Frederike Moormann und Angelika Waniek
    Mit: Meriam Abbas, Tonio Arango und Sabine Falkenberg
    Im O-Ton: Karin Althaus, Anna Bromley, Dieter Daniels, Dieter Kranzlmüller, Nathalie Singer und Rainer Suckow
    Chor: Henriette Aichinger, Joé Bertili, Ulrike Feibig, Enrico Hiersemann-Petters, Anna Keil, Gwen Kyrg und Florian Steffens
    Komposition und Choraufnahmen: Paul Hauptmeier und Martin Recker
    Wortaufnahmen: Sonja Rebel
    Ton: Max Schneider
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur / Kunstraum D21 2020
    Länge: 51'36
    (Ursendung)

    „Hallo hallo, hier Königs Wusterhausen auf Welle 2700“. Vier Radio-Enthusiastinnen spielen die erste deutsche Radiosendung nach. Hundert Jahre nach ihrer Ausstrahlung imaginieren sie Sendende und Hörende. Dabei fragen sie nach Gemeinschaften vor und im Apparat.

    Am 22. Dezember 1920 sendete die Hauptfunkstelle der Deutschen Post mithilfe eines Lichtbogensenders ein Weihnachtskonzert. Das Radio war geboren. Diese erste deutsche, aus technischen Gründen nicht aufgezeichnete Sendung hörte im Land vermutlich niemand. Rundfunkhören war bei Strafe verboten. Das Senden von einem Punkt an Alle (one-to-many) war ein wichtiger Schritt in der Medienentwicklung. Nach dem one-to-one des Telefons und vor dem heutigen many-to-many des Internets. Der Dramaturgie der ersten deutschen Testsendung folgend imaginieren und verschalten vier leidenschaftlich Radio-Begeisterte Perspektiven von Sendenden und Hörenden. Dabei erzählen sie von Gemeinschaft(en) vor und im Apparat.

    Angelika Waniek, geboren 1975, ist Bildende Künstlerin und Performerin. Sie lebt und arbeitet in Leipzig. Thematische Schwerpunkte ihrer Arbeit sind kulturelle und historische Narrative und ihre Formen der Darstellung/Inszenierung. Künstlerische Mitarbeiterin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Klasse Expanded Cinema.

    Dr. Dieter Daniels ist Professor für Kunstgeschichte und Medientheorie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. In seiner langjährigen Tätigkeit hat er zahlreiche Publikationen, Multimediaprojekte und Ausstellungen im Bereich Medienkunst realisiert.

    Frederike Moormann hat Physik, Philosophie und Medienkunst studiert. Sie ist freischaffende Radiomacherin u.a. bei Radio Mephisto und Radio Blau. Seit Oktober 2020 ist sie künstlerische Mitarbeiterin am Lehrstuhl Experimentelles Radio an der Bauhaus Universität Weimar.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Weltmusik
    Moderation: Thorsten Bednarz

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Liane von Billerbeck

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrerin Julia Rittner-Kopp, Nürnberg
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:50 Uhr
    Interview

    Der neue Wert des Verzichts - zu exklusiv?
    Gespräch mit Anna Mayr

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Rapper und Sozialarbeiter Fidi Baum im Gespräch mit Marco Schreyl

    Vielfalt nicht nur fordern, sondern sie vorleben - das ist das Motto des Berliner Rappers und Sozialarbeiters Fidi Baum, der selbst mit einer Gehbehinderung und nur sechs Fingern geboren wurde. Die größte Barriere, sagt er, ist die in unserem Kopf.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Moderation: Andrea Gerk

    Weihnachtsbuch der Woche:
    "Die Kunst der Großzügigkeit" von Susanne Kippenberger

    Adventskalender 2020:
    "Serpentinen" von Bov Bjerg
    Von Lucy Fricke

    Buchkritik:
    "Nennt mich Esteban" von Lejla Kalamujić
    Rezensiert von Lara Sielmann

    "CoDEx 1962" - Zu Besuch bei Sjón in Reykjavik
    Von Marten Hahn

    Buchhandlung Schatulle aus Bremen empfiehlt...
    Gespräch mit Ute Gartmann

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Mathias Mauersberger

    Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Pop
    Von Carsten Rochow

    Weihnachtsoratorium am Fenster - und im Deutschlandfunk Kultur
    Gespräch mit Martin Kranz

    Zurückgespult - Die Woche in der Musik
    Von Ina Plodroch

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Nana Brink

    Vierter Jahrestag des Attentats auf den Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz
    Gespräch mit Claudia van Laak

    Volksbegehren zum Tempelhofer Feld
    Doch Wohnbebauung auf ehem. Flughafen?
    Von Daniela Siebert

    Geplatzte Träume
    Piloten nicht mehr gefragt - Schulzukunft unsicher
    Von Felicitas Boeselager

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Popkulturmagazin
    Moderation: Gesa Ufer

    Paff! Peng! Autsch!
    Der Streit in der Architekturszene eskaliert
    Gespräch mit Nikolaus Bernau

    Lin Dan, Proust und Youtube
    Badminton in der Populärkultur
    Gespräch mit Dr. Wolfgamg Hottner, Freie Universität Berlin

    Kein X-Mas ohne Chicken Wings
    Wie eine Werbekampagne Japan verändert hat
    Von Felix Lill

    Das Lesen der Anderen: Cargo
    Gespräch mit Ekkehard Knörer

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Vivian Perkovic

    Over The Edge Club - am Sonntag ist die Premiere
    Gespräch mit Marion Wörle und Maciej Sledziecki

    Paul McCartneys neues Solo-Album
    Gespräch mit Maik Brüggemeyer

    Das muss man gehört haben ... oder auch nicht: Pop
    Von Carsten Rochow

    Zurückgespult - Die Woche in der Musik
    Von Ina Plodroch

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Wortwechsel

    Mission: postkolonial - Debatte über eine verdrängte, dringende Aufgabe

    Es diskutieren:
    - Prof. Dr. Johann Hinrich Claussen, Kulturbeauftragter der EKD
    - Prof. Dr. Maureen Maisha Auma, Hochschule Magdeburg-Stendal
    - Ravinder Salooja, Direktor Leipziger Missionswerk
    - Mark Terkessidis, Sachbuchautor und Journalist
    Moderation: Hans Dieter Heimendahl, Deutschlandfunk Kultur

    Die Deutsche Kolonialgeschichte steht endlich im Fokus. Dabei geht es nicht bloß um historische Aufarbeitung - zum Beispiel der kirchlichen Mission oder der Herkunft von Kunstwerken in deutschen Museen - sondern um eine heutige Herausforderung: Wie können wir postkolonial denken, fühlen, kommunizieren, handeln? Das ist eine Frage auch an deutsche Kultureinrichtungen und die Kirchen.

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ohne Gott geht's auch
    Säkular-humanistische Synagoge in New York
    Von Heike Braun

    Im Schatten des Kalten Krieges
    Antisemitismus in Westdeutschland
    Von Jens Rosbach

    Zum Schabbat: "Lecha dodi" (Geh, mein Freund) aus Israel. Gebetshaus Tel Aviv

  • 19:30 Uhr

    Zeitfragen

    Die Kunst des Endens
    Letzte Sätze in der Literatur
    Von Marc Bädorf und Konstantin Schönfelder

    Über erste Sätze von Romanen wird häufiger gesprochen. Doch wie kommen Schriftstellerinnen und Schriftsteller zum Schluss?

    Nichts, sagt der Literaturkritiker Ulrich Raulff, sei so schwer wie das Schreiben letzter Sätze. Doch die Aufmerksamkeit, die den letzten Sätzen zuteil wird, ist klein im Vergleich zu der, über die sich der erste Satz freuen darf. Für den ersten Satz gibt es Preise, an ihm feilen Autorinnen und Autoren Monate, erste Sätze werden zitiert und gehen ins kollektive Gedächtnis ein. „Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde“, das ist der erste Satz der Bibel - aber wer kennt den letzten? Doch auch der letzte Satz hat eine Sonderstellung: E r muss nicht überzeugen, nicht locken, schon gar nicht zum Weiterlesen verführen. Deswegen ist der letzte Satz oft der schönste und manchmal der ehrlichste. In „Das Urteil“ von Frank Kafka beispielsweise: „In diesem Augenblick ging über die Brücke ein geradezu unendlicher Verkehr.“ Letzte Sätze können Welten schließen und neue öffnen.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Internationale Liedkonzerte Berlin
    Kühlhaus Berlin
    Aufzeichnung 02.12.2020

    Robert Schumann
    „Kommen und Scheiden“ aus Sechs Gedichte von Nikolaus Lenau
    „Im wunderschönen Monat Mai“ aus Dichterliebe op. 48 (Text: Heinrich Heine)
    „Sitz ich allein“ aus: Myrthen op. 25 (Text: J. W. von Goethe)

    Robert Schumann
    Sechs Gesänge für Singstimme und Klavier op. 107,
    in einer Bearbeitung für Sopran und Streichquartett von Aribert Reimann

    Alexander von Zemlinsky
    „Im Lenz“ aus: Lieder op. 2 (Text: Paul Heyse)
    „Jetzt ist die Zeit“ aus: Zwölf Lieder op. 27 „(Text: Hans Bethge nach Kalidasa)
    „Schlummerlied“ (Text: Richard Beer-Hofmann)
    „Schlaf nur ein“ aus: Gesänge op. 5 (Text: Paul Heyse)

    Franz Schreker
    „Traum“ aus: Acht Lieder op. 7 (Text: Dora Leen)
    „Sie sind so schön, die milden, sonnenreichen …“ aus: Fünf Gesänge (Text: Edith Ronsperger)

    Jules Massenet
    Élégie (Text: Louis Gallet)
    Madrigal (Text: Armand Silvestre)
    Sonnet matinal aus: Poème d’avril op. 14 (Text: Armand Silvestre)

    Jakob Schönberg
    „Ve’ ulai“ aus: Sechs Hebräische Lieder (Text: Rachel Bluwstein-Sela)

    Kurt Weill
    Two Folksongs of the New Palestine

    Alexander (Sasha) Argov
    „Shir Mishmar“ (Text: Nathan Alterman)
    „Ha’ Simla Ha’ Sgula“ (Text. Haim Hefer)

    Dana Marbach, Sopran
    Iddo Bar-Shai, Klavier
    Mandelring Quartett

  • 22:00 Uhr

    Nachrichten

  • Töne vom Funkerberg
    100 Jahre Radioversuchsstelle in Königs Wusterhausen
    Von Julia Kaiser

    Rundfunkgeschichte wurde am 22. Dezember 1920 in Königs Wusterhausen bei Berlin geschrieben, auf dem Funkerberg. Techniker der Deutschen Reichspost sendeten zum ersten Mal ein Programm mit Sprache und Musik, an eine Handvoll Menschen, die es nur mit Kopfhörern hören konnten. Die Geburtsstunde des Radios hatte geschlagen. Julia Kaiser ist in das Museum für Sende- und Funktechnik in Königs Wusterhausen gereist, wo diese Geschichte lebendig gehalten wird.

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    "Geben Sie Gedankenfreiheit"
    Jürgen Flimm Don Karlos im Schauspielhaus Köln
    Gespräch mit André Mumot

    "Works on silence"
    Das Ensemble "Dance on" tanzt auf den Sound der Schritte
    Gespräch mit Elisabeth Nehring

    Was mir heilig ist
    Filmregisseurin Doris Dörrie zu "Meinungsfreiheit"
    Von Georg Gruber

    Nach 3 Jahren U-Haft
    Zweiter Prozeß gegen Kulturmäzen Osman Kavala beginnt
    Gespräch mit Susanne Güsten

    Heiße Hütte
    Die finnische Sauna ist Weltkulturerbe
    Von Nikolaus Bernau

    Delivery Theater vom Ballhaus Ost
    Performance am Berliner Küchentisch
    Von Gerd Brendel