Programm

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Sonntag, 22.12.2013

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Reden wir über Gewalt
    Sachbücher im "lcb": Herfried Münkler ("Der Große Krieg") und Carolin Emcke ("Weil es sagbar ist") im Gespräch
    Moderation: René Aguigah und Jens Bisky
    Aufzeichnung vom 04.12.2013

    Herfried Münkler mit seiner Gesamtdarstellung des Ersten Weltkriegs, Carolin Emcke mit ihrem Essay über Zeugenschaft und Gerechtigkeit: Im "literarischen colloquium berlin" sprechen sie über Opfer und Täter, über Quellen und Schreiben.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    2254

    Nachtgespräche am Telefon
    0 08 00.22 54 22 54
    Selbstsicherer Putin - Wohin steuert Russland? 
    Moderation: Monika van Bebber

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Lounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Tonart

    Lounge
    Moderation: Vincent Neumann

    05:55 Uhr
    Kalenderblatt

    Vor 25 Jahren: Der brasilianische Gewerkschaftsführer und Umweltschützer Chico Mendes wird ermordet

    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Sufi-Bewegung

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ehrfurcht vor den Schafen
    Weihnachtliche Reflexionen über Albert Schweitzer
    Von Pfarrerin i.R. Gabriele Herbst
    Evangelische Kirche

    Der Theologe, Musiker und Mediziner Dr. Albert Schweitzer als anregender Gesprächspartner im Gespräch um Weihnachten und die Bedeutung der christlichen Weihnachtsgeschichte. Plötzlich fällt es auf, dass die Tiere im Stall nicht nur Dekoration, sondern eigenständige Akteure im Geschehen sind. Die "Ehrfurcht vor dem Leben", die Schweitzer immer durchdrang, führt alles Lebendige in der Schöpfung zusammen. Sie macht aus dem Zusammentreffen Musik, Lobpreis, Protestlieder, Friedensmusik. Der Theologe und Publizist Friedrich Schorlemmer schrieb ein Buch über Albert Schweitzer. Was ihn dazu brachte, berichtet die Autorin im Gespräch mit ihm.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Wochenrückblick
    u.a. Adventskalender
    "Das seltsame Weihnachtsgedicht"
    Von Lydia Heller
    Moderation: Ulrike Jährling

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • Der fliegende Holländer
    Geschichte eines Phantoms
    Von Friedhelm Jeismann. RIAS 1982

    Lässt sich ein schlimmerer Fluch denken, als zur ewigen Reise verdammt zu sein? Diese Frage ist Ausgangspunkt für die Sendung von Friedhelm Jeismann, um dem Mythos des Fliegenden Holländers auf die Spur zu kommen. Wer in früheren Zeiten das Meer befuhr, tat es nicht aus sportlichem Ehrgeiz oder Abenteuerlust. Er fürchtete das Meer. Ihn lockte ein Ziel, niemals die Reise. Deshalb war die Geschichte von dem verwünschten Schiff, das nie in den Hafen gelangt und jetzt schon seit undenklicher Zeit auf dem Meere herumfährt, ein Thema, dem sich im 19. Jahrhundert viele Künstler widmeten. Einer der bekanntesten war Richard Wagner, den die Sage sogar zu einer Oper inspirierte, welche in dieser Sendung natürlich nicht fehlen darf.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Den Kommunismus neu denken?
    Alain Badiou, Philosoph

    09:20 Uhr
    Album der Woche

    Highlights 2013
    "Inside Llewyn Davis" - der großartige Soundtrack zum neuen Film der Coen-Brüder

    09:33 Uhr
    Buchkritik

    Adventskalender
    Wolfgang Herrndorf: Arbeit und Struktur, Rowohlt Taschenbuch Verlag / Reinbeck bei Hamburg 2013

    09:55 Uhr
    Kalenderblatt

    Vor 25 Jahren: Der brasilianische Gewerkschaftsführer und Umweltschützer Chico Mendes wird ermordet

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Bühne: "Wir brauchen mehr als nur EIN Opernpublikum"- Der Intendant der Komischen Oper Barry Kosky über die Pflichten eines guten Intendanten und seine Liebe zum Haus

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Der melancholische Vampirfilm "Only Lovers Left Alive"
    Vorgestellt von Anke Leweke

    Jim Jarmuschs bildungsbürgerlicher Ausflug ins Vampirgenre: "Only Lovers Left Alive"
    Jim Jarmusch, Regisseur

    11:20 Uhr
    Tonart

    "Machete Kills"

    11:40 Uhr
    Tonart

    "Der Medicus"

    11:53 Uhr
    Buchkritik

    Der "Medicus" auf der Leinwand

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

  • 12:30 Uhr

    Lesart

    Das politische Buchmagazin
    Vorgestellt werden u. a.
    Shlomo Sand: "Warum ich aufhöre, Jude zu sein - Ein israelischer Standpunkt"
    Aus dem Hebräischen von Gundula Schiffer, Propyläen Verlag, 25.10.2013, rezensiert von Klaus Hödl                                                                                                         

    Imad Mustafa: „Der politische Islam. Zwischen Muslimbrüdern, Hamas und Hizbollah“
    Promedia Verlag Wien, Herbst 2013, rezensiert von Jan Schleusener
    Moderation: Christian Rabhansl

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:30 Uhr

    Neonlicht

    Das Großstadtmagazin
    Mit Tieren haben wir es nicht so
    Früher als Körnerfresser belächelt, reitet der Veganer heute ganz oben auf der Lifestyle-Welle. Kein Wunder, verlangte das Leben den Verschmähern von Tierproduktion einst Verzicht und Kreativität ab, eröffnet sich der Besseresser-Avantgarde in Berlin heute ein Gourmet-Tempel nach dem anderen. Gut für Mensch und Tier. Noch eine Tierart wächst und gedeiht in der Hauptstadt prächtig: die Club-Schlange. Vor dem Tanzen anstehen gehört mittlerweile zum Ausgeh-Erlebnis dazu wie das mürrische Gesicht zum Türsteher. Aber was erweicht das Herz des Gebieters über drinnen oder draußen? Und wie schaut man cool wenn einem total kalt ist? Außerdem besucht das Neonlicht das erste Nagelstudio für Männer in L.A. - die Farben der Saison sind übrigens ein sattes Grau und Jeans-Blau - und schaut sich Buenos Aires mal im Detail an: durch den Sucher einer Kamera.

    Hauptstadt der Besseresser - Berlin ist ein Mekka für Veganer
    Berlin rühmt sich ja gerne, in allen Lebensbereichen vorne weg zu gehen. Seit einer Weile macht es sich auch die Avantgarde der Ernährungsumsteller in der Hauptstadt gemütlich. Für Veganer gibt es selbstverständlich eigene Restaurants, aber auch Kaufhäuser und Concept Stores. Und der Soja-Latte gilt längst als Standard. Auf tierische Produkte zu verzichten wird in Berlin nicht nur leicht gemacht, es gehört zum guten Ton. Adé Blutwurst, Lifestyle-Veganer haben die Stadt übernommen.
    Von Susanne Balthasar


    Der Teufel steckt im Detail - Stadterkundung vi a Fotomarathon
    Zwölf Stunden, zwanzig Fotos - und tausend Eindrücke. Um seine Stadt einmal mit völlig neuen Augen zu sehen, empfiehlt das Neonlicht einen Foto-Marathon. Die Arbeitsaufträge lauten „Superheld“, „Je nachdem“ oder „Alles hat seine Schönheit, aber nicht jeder kann sie sehen“. Die Motive lauern in der ganzen Stadt. Nach zwölf Stunden müssen die Teilnehmer zwanzig Bilder zusammen haben. Keines mehr, aber auch keines weniger. Unsere Autorin lebt seit mehr als zehn Jahren in Buenos Aires. Und sieht die Stadt seit ihrer Teilnahme am Fotomarathon mit anderen Augen.
    Von Karen Naundorf


    „Hammer and Nails“ - in L.A. eröffnet erstes Nagelstudio für Männer
    Man sieht sie hie und da, Männer, die zur Maniküre in ein Nagelstudio gehen. Ein wahres Wohlfühl-Erlebnis dürfte der Termin zwischen Glitterlack und Klatschzeitschriften für echte Kerle aber selten sein. Das fand auch Michael Elliot. Der Drehbuchautor hat jetzt in Los Angeles seinen eigenen Nagelsalon aufgemacht - und statt pretty in pink gibt es Bier und Sandsack. „Hammer and Nails“, der Salon für den ‚Mann’ in Man iküre.
    Von Kerstin Zilm

    Neues aus dem Tierreich - Das Phänomen Club-Schlange
    Drei-, vierhundert Meter lange Schlangen sind in Berlin keine Seltenheit. Allerdings nicht im Zoo, sondern vor den Clubs der Hauptstadt. Das Anstehen gehört zum guten Ton, je hipper der Laden, desto härter die Tür. Je härter die Tür, desto euphorischer diejenigen, die rein gelassen werden. Seit unser Reporter einmal in New York nach ewiger Warterei abgewiesen wurde, weil er auf die Frage „Germany? From East or West?“ die wahre, aber falsche Antwort gab, hat er Angst vor Schlangen. Beobachten tut er sie trotzdem gern.
    Von Andreas Becker

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag für Kinder
    Der Jesus von Kreuzberg
    Von Herbert Beckmann
    Ab 7 Jahren
    Regie: Sven Stricker
    Komposition: Jan-Peter Pflug
    Mit: David Weyl, Ulrike C. Tscharre, Laura Maire, Carmen-Maja Antoni, Lena Dörrie, Jennipher Antoni, Finja Ufer, Kornelia Boje, Reinaldo Desai Almeida, Darinka Ezeta, Amor Schumacher, Nikolas Bayer, Lucas Bayer, Victor Rühl, Andi Wittmann, Anatol Aljinovic, Michel Stieblich
    Produktion: rbb 2012
    Länge: 47'44
    Moderation: Tim Wiese

    Ein Engel aus der 2. Engel-Klasse sucht dringend den "Jesus von Kreuzberg", er will ihm helfen und so endlich in die 3.Klasse versetzt werden.

    Der erste Schnee ist gefallen. Endlich kann Kris wieder am verschneiten Kreuzberg rodeln. Und gleich saust er direkt in Malachy hinein, einen Jungen mit knallroten, wuscheligen Haaren! Malachy ist ein Engel, geht in die 2. Engelklasse und sucht den "Jesus von Kreuzberg", der dringend seine Hilfe braucht. Zuerst denkt Kris, das soll ein Witz sein. Aber dann kreuzen zwei weitere Engel auf, Uri und Ari, die ebenfalls den Jesus von Kreuzberg finden wollen. Denn wer in die 3. Engelklasse kommen will, muss einem Kind namens Jesus helfen oder ein weiteres, langweiliges Jahr als Krippenengel verbringen. Werden Kris und Malachy es schaffen, ihn zu finden? Vor Uri und Ari, die ihnen immer dicht auf den Fersen sind? Eine verrückte, aufregende Suche nach dem wahren Jesus von Kreuzberg beginnt. Kreuz und quer durch das nächtliche Berlin.

    Herbert Beckmann, geboren 1960 in Ahaus, lebt mit seiner Familie in Berlin. Er schreibt Erzählungen, Romane und Hörspiele für Kinder und Erwachsene.

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Seid ihr nicht der Schwanendreher?"
    Paul Hindemith und die Bratsche
    Gast: Tabea Zimmermann
    Moderation: Jürgen Liebing

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Jonglierball und Trapez
    Die Kunst der Akrobaten
    Von Max Böhnel

    Vom leicht anmutenden Tellerjonglieren bis zur lebensgefährlichen Trapeznummer - hinter der Kleinkunst der Clowns und der Kunst der Zirkusakrobaten verbirgt sich knochenharte Arbeit. Das Publikum freut sich über spektakuläre Vorführungen, die lächelnd und mit Leichtigkeit daherkommen. Aber wie sieht es dahinter aus? Wie es zugeht abseits der glitzernden Manegen, enthüllen Blicke hinter die Kulissen - vom größten Zirkus der Welt, den Cirque du Soleil und seinen Trainingshallen über ein Narrenfest im Freien bis hin zu einer Show-Vorführung auf einem uralten Holzboot.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Fundstücke

    Get it southern style!
    Sehnsucht nach dem Süden
    Moderation: DJ Swingin' Swanee

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Der geheimnisvolle Fremde
    Von Mark Twain
    Aus dem Amerikanischen von Ana Maria Brock
    Bearbeitung und Regie: Kai Grehn
    Komposition: Tarwater
    Mit: Jannik Schümann, Alexander Fehling, Robert Gwisdek, Sebastian Urzendowsky, Paula Beer, Bärbel Bolle, Jule Böwe, Jürgen Holtz, Christian Grashoff, Felix von Manteuffel, Christoph Letkowski, Andreas Schmidt, Uli Plessmann, Claudia Graue, Christopher Nell, Marcus Melzwig
    Ton: Alexander Brennecke/Jean Szymczak
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2013
    Länge:88’19
    (Ursendung)

    Im österreichischen Eselsdorf begegnen drei Jugendliche dem sympathischen Neffen des Teufels. Satan lehrt sie, den Menschen zu misstrauen.

    Im Winter des Jahres 1590 kommt ein junger, sympathischer Fremder in das österreichische Eseldorf. Es handelt sich um Satan, genauer: den Neffen des alten Teufels, der sich um die Freundschaft von drei 16-jährigen Jungen aus dem Dorf bemüht. Ich-Erzähler Theodor Fischer und seine beiden Freunde Nikolaus Baumann und Seppi Wohlmeyer sind begeistert von den interessanten Gesprächen und fasziniert von den magischen Kräften des geheimnisvollen Fremden. Sie erfahren viel über die Verderbtheit, Missgunst, Rohheit und Überheblichkeit der Menschen und nicht zuletzt darüber, wie viele Grausamkeiten im Namen Gottes geschehen.

    Mark Twain, eigentlich Samuel Langhorne Clemens (1835-1910), amerikanischer Schriftsteller, wurde mit Tom Sawyer (1876) und Huckleberry Finn (1884) weltberühmt. Die Erzählung "The Mysterious Stranger", an der er zwölf Jahre gearbeitet haben soll, erschien postum 1916.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Estonia-Konzerthalle Tallinn
    Aufzeichnung vom 20.12.2013

    Wilhelm Stenhammar
    Klavierkonzert Nr. 1 in b-Moll op. 1

    ca. 21.00 Konzertpause mit Nachrichten

    Richard Strauss
    Suite aus dem Ballett “Schlagobers” op. 70

    Peter Tschaikowsky
    Nussknacker-Suite op. 71a

    Per Tengstrand, Klavier
    Estnisches Nationales Sinfonieorchester
    Leitung: Mikko Franck

    Nüsse mit Sahne - das Estnische Nationalorchester feiert Weihnachten mit Mikko Franck
    Höchst originell ist das Programm des vorweihnachtlichen Konzerts, das der Dirigent Mikko Franck beim Estnischen Nationalen Sinfonieorchester leitet. Ein festliches "Muss" ist natürlich Peter Tschaikowskys "Nussknacker-Suite", die den Abend in der Estonia-Konzerthalle in Tallinn beschließt. Doch das übrige Programm ist dann doch erstaunlich ungewöhnlich. Auf das überbordend schwelgerische erste Klavierkonzert des schwedischen Komponisten Wilhelm Stenhammar folgt ein selten zu hörendes Stück von Richard Strauss - eine Suite aus seinem Ballett "Schlagobers". Richard Strauss hat nicht nur Opern und Sinfonische Dichtungen geschrieben, sondern auch Ballettmusik. Und in diesem Werk vom Beginn der 20er-Jahre des letzten Jahrhunderts geht es dann - passend zum Datum dieses Talliner Konzerts - ebenso märchenhaft kulinarisch zu wie in Tschaikowskys Nussknacker-Tanztheater. Der Inhalt dieses Balletts: Ein Jugendlicher feiert seine Firmung in einer Wiener Konditorei - mit Freunden selbstverständlich. Er nimmt so viel von den Torten, Pralinen und Mehlspeisen, dass er, völlig übersättigt, Alpträume bekommt. Darin erwachen die leckeren Konditorwaren zum Leben: Prinzessin Praliné, Prinzessin Teeblüte, Prinz Kaffee, Don Zuckero, Mademoiselle Marianne Chartreuse, Ladislaw Slivowitz, Boris Wutki und so weiter heißen die Protagonisten. Ein umstrittenes riesiges Ausstattungsballett inmitten von Nachkriegshunger und Aufbauschwierigkeiten in Österreich und dem Rest Europas hatte Strauss da komponiert. Ganz bewusst wohl, denn er wollte nach eigenen Worten freudvolle Musik und kostümreichen Pomp gegen die Tragik der damaligen Zeit setzen. Heute läuft uns vielleicht einfach nur noch das Wasser im Munde zusammen bei dieser Musik, zumal wir die politischen Anspielungen nicht mehr verstehen, wenn es in dem Ballett darum geht, wer nun die schöne Mademoiselle Chartreuse zur Gattin bekommt, Ladislaw Slivowitz oder Boris Wutki. Ursprünglich sollte es nach Richard Strauss' Planung eigentlich Michael Schnaps sein, der deutsche Michel, der die hochprozentige Französin erobert. Dass es dann doch zwei slawische Spirituosen wurden, lag wohl daran, dass der Komponist, der auch für das Libretto, mithin also für die gesamte Geschichte verantwortlich zeichnete, so kurz nach dem unbeliebten Versailler Vertrag seinem Wiener Publikum keine allzu völkerfreundschaftlichen Signale zumuten wollte. Im Tallinner Konzertsaal gibt es eine sichere historische und räumliche Entfernung - so lässt sich im hohen europäischen Nordosten die schwedische, russische und österreichische Musik in diesem Konzert mit dem finnischen Dirigenten Mikko Franck und dem Spitzenorchester des baltischen Landes einfach nur genießen.

  • Gebogene Seele
    Die Kunst des Geigenbogenbaus
    Von Eva Blaskewitz
    (Wdh. v. 06.11.2011)

  • 22:30 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages mit Sport

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Adventskalender: "Arbeit und Struktur" von Wolfgang Herrndorf, Rowohlt-Verlag

    Interview mit einem Cello - kulturpolitischer Rückblick 2013

    Reihe: Schöne Bescherung: Mehr als Rüben und Reben: Eine zaghafte positive Bilanz des neuen Arp Museum in Remagen

    Reihe: Was mir heilig ist: Lars Eidinger, Schauspieler

    Voyeure im Privatraum: Eine Wohnung in Pforzheim wird zum Theater-Spielort für einen Streit "Fremdraumpflege", Tugsal Mogul inszeniert

    Wechsel an die Oper: Der Intendant des Münchner Staatsschauspiels, Martin Kusej inszeniert Verdis "Die Macht des Schicksals", ML Asher Fisch

    Aus den Feuilletons