Programm

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Dienstag, 10.12.2013

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Neue Musik

    Ich bin viele
    Der norwegische Komponist Lars Petter Hagen
    Von Martina Seeber

    Heimat, Identität und Authentizität? - Hagen thematisiert in seinen Arbeiten den Künstler und seine mögliche(n) Bestimmung(en)

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    2254

    Nachtgespräche am Telefon
    0 08 00.22 54 22 54
    Bundespräsident reist nicht nach Sotschi - Was halten Sie von Gaucks Olympia-„Boykott“?
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 02:00 Uhr

    Nachrichten

  • 02:05 Uhr

    Tonart

    Jazz
    Moderation: Lothar Jänichen

    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

    05:50 Uhr
    Presseschau
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:50 Uhr
    Interview

    Anläßlich der Trauerfeier v. Nelson Mandela
    Ist der letzte ''Welt-Held'' gegangen? Wer ist heute solch eine Leitfigur? Wo sind sie? Brauchen die heutigen Gesellschaften keine mehr?
    Prof. Dr. Paul Nolte, Historiker, Publizist und Professor am Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:10 Uhr
    Mediengespräch
    08:20 Uhr
    Reportage

    Sanierungsfall Hitlertribüne
    Besuch auf dem ehem. Reichsparteitagsgelände
    Von Kristina Küfner

    Wie die Nationalsozialisten die Massen manipulierten, was für einen Propaganda-Aufwand sie dafür betrieben - das ist in vielen Büchern und Filmen dokumentiert. Es gibt allerdings nur noch wenige Orte, die das bis heute erlebbar machen. Das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg ist so ein Ort: ein Aufmarschplatz größer als 12 Fußballfelder - als einzelner fühlt man sich darauf wie eine Ameise. Das Problem: das Gelände verfällt, besonders die riesige Zeppelintribüne auf der Hitler seine Reden hielt. Nürnberg hofft bei der Instandsetzung auf Gelder von Bund und Land, doch die wollen erst mal mehr über die Schäden wissen. Das geht die Stadt jetzt an.

    08:50 Uhr
    Kulturtipp

    ''Alois Nebel''
    Kinostart des Animationsfilms von Tomas Lunak

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • 09:20 Uhr
    Radiofeuilleton

    CD The Boss Hoss: Album Live over Berlin "Flames of Fame"

    09:55 Uhr
    Kalenderblatt

    Vor 100 Jahren: Die britische Jazzmäzenin Pannonica de Koenigswarter geboren

    10:00 Uhr
    Nachrichten
    10:07 Uhr
    Feuilletonpressegespräch

    Daniel Puntas Bernet, Chefredakteur des Magazins Reportagen

    11:00 Uhr
    Nachrichten
    11:07 Uhr

    "Die Frau, die sich traut" ... den Ärmelkanal zu bezwingen
    Steffi Kühnert, Hauptdarstellerin

    11:33 Uhr
    Buchkritik

    Sachbuch: Michael Maar, Heute bedeckt und kühl. Große Tagebücher von Samuel Pepys bis Virginia Woolf, C.H. Beck Verlag, München 2013

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:07 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

    12:50 Uhr
    Internationales Pressegespräch
  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Der Canaletto der Wanderkarten
    Herr Böhm geht seinen eigenen Weg
    Von Leonore Lötsch

    Wanderkarten wie gemalt - "...von wegen: Das Wie können Sie getrost weglassen!" sagt Rolf Böhm, schiebt die Brille auf die Stirn und beugt sich weit über seine Karte des Tharandter Waldes, um mit Tinte "Alte Klobude" oder "Schöner Strommast" einzuzeichnen.
    Böhm vermisst seit fast 40 Jahren die Gegend um Dresden beruflich. Kartographen, sagt er, sind Wundertäter mit Tusche, Feder und Zeichenkarton. "Erst drücken sie unsere gute Mutter Erde platt, so dass sie auf ein Blatt Papier passt, und dann versuchen sie Berge und Täler, Felswände und Gebirgsketten wieder dreidimensional erstehen zu lassen." Wenn andere durch den Wald wandern, ist Böhm auf "Aktualisisierungsbegehung". Zuerst wird im Gelände kartiert, dann wird am heimischen Kartentisch getuscht, gezeichnet und schraffiert. 1000 Arbeitsstunden dauert es, um eine echte "Rolf-Böhm Wanderkarte" herzustellen.

  • 13:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag für Kinder
    Bahn frei, Kartoffelbrei!
    Von Hartmut El Kurdi
    Gelesen vom Autor
    Ab 7 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011

    Da es immer noch nicht geschneit hat, bauen Lilly und Kamin ihren Schlitten in einen Trockenrennrodel um. Anschließend weiß Lilly, warum ihr Freund Kamikaze-Karim genannt wird.

    Adventskalender
    "Der Vortragskünstler"
    Von Lydia Heller

    Moderation: Patricia Pantel

    Es ist Nikolaustag und es hat immer noch nicht geschneit. Stattdessen: Regen, Regen, Regen. Lilly ist sauer. Sie will endlich Schneemänner bauen, Schlitten fahren und ihren Freund Karim einseifen. Karim, auch Kamikaze-Karim genannt, wohnt nebenan, ist so alt wie Lilly und behauptet, er sei ein Stuntman. Und benimmt sich auch so. Wenn es irgendwo eine Situation gibt, die auch nur entfernt danach aussieht, dass sie mit einem Gipsarm oder einem großen Pflaster enden könnte, dann ist Karim mittendrin. Als Lilly ihm sagt, dass sie endlich Schlitten fahren will, sagt er: "Na dann fahren wir eben Schlitten!". Mithilfe von alten Inliner-Rollen bauen sie Lillys Holzschlitten zu einem pfeilschnellen Trockenrennrodel um. Als sie ihn schließlich an der Bergnersteigung hinter der Schule ausprobieren, steht plötzlich Herr Schütte, der Schulhausmeister im Weg, offensichtlich wild entschlossen, zu einem lebendigen Airbag zu werden …

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 15:00 Uhr
    Nachrichten
    16:00 Uhr
    Nachrichten
    16:07 Uhr

    Jung, stolz, kämpferisch: der Fotograf Jim Rakete hat am Vorabend der Proteste im Gezi-Park Jugendliche aus Istanbul portraitiert

    16:33 Uhr
    Buchkritik

    Adventskalender
    Lorenz Pauli / Kathrin Schärer (Illustrator), Das Beste überhaupt: Meerschwein sein, atlantis Verlag, Zürich 2013

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:07 Uhr

    Ortszeit

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:07 Uhr

    Weltzeit

    Die Jagd auf die Blogger - Die Schwächung des Internets in China
    Von Ruth Kirchner

    Software aus dem Überwachungsstaat - IT-Export aus Weißrussland
    Von Ute Zauft
    Moderation: Isabella Kolar

    Software aus dem Überwachungsstaat - IT-Export aus Weißrussland
    Das von Alexander Lukaschenko autoritär regierte Weißrussland galt schon zu Sowjetzeiten als Zentrum der Elektrotechnik. Und auch heute boomt in der Ex-Sowjetrepublik der Export von IT-Expertise: „Belarus“ ist erfolgreicher Anbieter von Offshore-Softwareentwicklung mit einem geschätzten Wachstum von 50 bis 55 Prozent. Das heißt: Immer mehr junge Weißrussen programmieren Apps, Software-Anwendungen oder Websites für ausländische Unternehmen. Für viele
    von ihnen bedeutet das IT-Business vor allem auch die Möglichkeit, ins Ausland zu gehen.

  • 18:30 Uhr

    Da Capo

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:07 Uhr

    Fazit

    Autoren-Protest aus 82 Ländern: 500 Schriftsteller aus aller Welt veröffentlichen einen Aufruf gegen Massenüberwachung
    Gespräch mit Eva Menasse, Schriftstellerin und Mit-Initiatorin

    "Ich lese ihre Geschichten niemals vor dem Übersetzen" Heidi Zerning, die Übersetzerin der neuen Nobelpreisträgerin Alice Munro im Gespräch

    Kulturtipp

  • 19:30 Uhr

    Literatur

    Sie wollen, was wir haben
    Erzählte Finanzen
    Von Paul Stänner

    Die miese Krise - Bücher für Geprellte, Romane über Banker und andere schräge Typen, die unser Geld verzocken.

    Eigentlich scheint alles klar: Gier, Dummheit und überkomplexe Finanzprodukte haben uns in die Krise geritten. Da ist nicht mehr viel zu erklären. Seit Richard Nixon Anfang der 1970er Jahre den Dollar vom Goldstandard löste, ist das Kapital zunehmend fiktiv geworden. Banker, Spekulant und Finanzminister reden über Gelder, für die kein realer Gegenwert mehr existiert. So entstehen ungebundene Geschichten von Untergang und Rettung. Wenn schon US-Notenbankchef Ben Bernanke einräumen muss, selbst er verstehe die Deals der Finanzwelt nicht, dann sollten wir Geprellten uns nichts mehr erklären, sondern etwas erzählen lassen über die Typen, die uns in den Schlamassel hineingeritten haben. Die Literatur begibt sich hinein in Milieus und Mentalitäten, seziert Wirklichkeitskonstruktionen und Lügen und erzählt uns vom Sog der ganz speziellen Fiktion der großen Zahl.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Gewandhaus Leipzig, Mendelssohn-Saal
    Aufzeichnung vom 20.11.2013

    Neue Musik aus Lettland

    Pēteris Vasks
    „Musik für fliegende Vögel” für Bläserquintett

    Anitra Tumševica
    „L’air et la lumière“ für Flöte und Klavier

    Gundega Šmite
    „Out of the Haze of Silence“ für Flöte und Klavier

    Janis Petraskevics
    „Et la nuit illumina la nuit“ für Viola, Klarinette und Klavier

    ca. 20.50 Konzertpause mit Nachrichten

    Andris Dzenītis
    „Kali Yantra“ für Flöte und Klavier

    Santa Ratniece
    „Libellules“ für Klarinette und Violoncello

    Santa Bušs
    „INTIM“ für Bläserquintett

    Leipziger Bläserquintett
    Ralf Mielke, Flöte
    Tahlia Petrosian, Viola
    Matthias Schreiber, Violoncello
    Leitung, Klavier und Moderation: Steffen Schleiermacher

    Lettisches Legato - Aktuelle Musik aus Riga im Leipziger Gewandhaus
    Lettland ist das Land der Chöre. Singen gehört zum Alltag in diesem baltischen Land, aber auch zur politischen Identität. Die lettischen Sängerfeste waren immer ein Zeichen der Sehnsucht nach Unabhängigkeit, von russischer Besatzung wie von Bevormundung durch andere Völker. Da kann es nicht verwundern, dass die lettischen Lieder stark auf den Output der Komponistinnen und Komponisten dieses Landes im Bereich der Instrumentalmusik abfärben. Musica Nova - die vom Komponisten und Pianisten Steffen Schleiermacher verantwortete Reihe im Mendelssohn-Saal des Leipziger Gewandhauses macht diesmal im Nordosten Europas Station. Schleiermacher hat vor einigen Jahren bei einem Besuch eines Chorfestivals in Riga interessante Künstler kennengelernt. Einige von ihnen kommen nun mit ihrer Kammermusik in diesem Konzert zum Zuge. Wobei auffällig ist, dass es kaum lettische Musik für Streichquartett gibt, die meisten Komponierenden schreiben für Bläserensembles. Schleiermacher hat dafür eine einfache Erklärung: Der Atem für die Tonerzeugung eines Blasinstruments ähnelt sehr stark jenem Luftstrom, der die menschlichen Stimmbänder zum Schwingen bringt.
    Am Beginn steht ein Bläserquintett des bekanntesten lettischen Gegenwartskomponisten, von Peteris Vasks. Er schrieb es in einer Zeit, als das Komponieren in Lettland wie im Rest der Sowjetunion noch dem Moskauer Diktat der Kulturbürokraten unterlag. Der Titel dieses Quintetts "Musik für fliegende Vögel" ist für alle Menschen, die im realen Sozialismus aufgewachsen sind, eine leicht verständliche Chiffre. Für die anderen Künstler, die in Schleiermachers Programm vertreten sind, klingen solche Titel und die damit verbundenen Erfahrungen wie elterliche Erzählungen aus grauer Vorzeit. Vier weibliche und zwei männliche jüngere Musikschaffende, die die graue Zeit Sowjetlettlands nur als Kinder erlebt haben, steuern die anderen Werke bei. Sehr empfindsame und klangstarke Stücke für Flöte und Klavier, für Klarinette und Streicher und ein weiteres Bläserquintett - fast immer stellt in diesen Kompositionen das legato-reiche Spiel der Instrumente einen deutlichen Bezug zur einzigartigen Gesangskultur Lettlands her.

  • 22:00 Uhr

    Alte Musik

    „Hier hört man nicht das unangenehme Didli didli…“
    Die Karriere des Flötisten Jean Gaspard Weiss
    Von Ilona Hanning

    Der Flötist Jean Gaspard Weiss stammt aus Mulhouse im Elsass und wird in Basel und Bern zum Musiker ausgebildet. Auf seinen Reisen lernt er den in Mannheim lebenden Flötisten Johann Baptist Wendling kennen, verliebt sich in Italien in die Malerin Angelika Kauffmann und macht unter den Fittichen seines Schülers und Mäzens Lord Abingdon in London Karriere. Zurück in Mulhouse, verprasst er nicht sein Geld, sondern steigt in die Textilbranche ein.

  • 22:30 Uhr

    Ortszeit

    Themen des Tages

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage

    "Alois Nebel" - Tschechiens Kulturfigur kommt als verfilmte Graphic Novel in Deutschland ins Kino

    "Face & Future" - Jim Rakete und Moritz Rinke porträtieren die Generation Gezi-Park

    "Writers Against Mass Surveillance" - 530 Autoren protestieren gegen NSA-Überwachung

    Adventskalender: Lorenz Pauli/ Kathrin Schärer (Illustrator), Das Beste überhaupt: Meerschwein sein, atlantis, Zürich 2013

    Neue Regierung im Iran - Hoffnung für die Pressefreiheit?

    Nobelpreis für Literatur - Verleihung in Stockholm

    Abschied von Mandela - die südafrikanische Autorin Antjie Krog
    Antjie Krog, Schriftstellerin, im Gespräch