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Sonntag, 18.11.2018

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    zum beispiel w.
    Tagung zum Werk von Michael Wildenhain
    Von Jörg Plath

    Vor 35 Jahren schrieb er über den Berliner Häuserkampf, heute über Väter, Terrorismus und Nationalsozialismus. Michael Wildenhain wird 60 Jahre alt.

    ‚zum beispiel k.‘ hieß 1983 die erste Veröffentlichung von Michael Wildenhain: Ein lustloser Student besetzt mit Freunden in Berlin ein Haus und wird enttäuscht. Ein Lebenssinn stellt sich wider Erwarten nicht ein, die Hausbesetzer finden nicht zueinander, und nach der Räumung durch die Polizei kehren Überdruss und Langeweile zurück. In seinen nächsten Büchern ‚Prinzenbad‘ und dem Gedichtband ‚Das Ticken der Steine‘ scheint Wildenhain ein Chronist des Häuserkampfes zu bleiben. Doch er ist in seiner von zahlreichen Zitaten durchsetzten und oft im Stakkato hetzenden, expressionistisch aufgeladenen Prosa dem Geschehen und seinen mit Sympathie betrachteten Helden nie so nahe, dass aus ihr Gesänge des Steinwurfs und der Rebellion werden. Die Subkultur ist heute als der historische Ort von Erfahrungen der Einsamkeit und Gewalt erkennbar, hier wird gegen die Hoffnungslosigkeit und für ein autonomes Lebensgefühl gekämpft. Diese Themen prägen auch 35 Jahre nach dem Debüt die Werke Wildenhains, der sich nach und nach anderen Themen zuwandte, den Vätern, dem Terrorismus und dem Nationalsozialismus etwa. Zu seinem 60. Geburtstag veranstaltete das Berliner Literaturforum im Brecht-Haus am 21. September ein Symposium.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jutta Petermann

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Oliver Schwesig

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Baptisten

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • Erinnerungsorte.
    Gedenken an das Ende des Ersten Weltkriegs
    Von Militärdekan Dirck Ackermann
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Ole und die heilige Susanna
    Eine Erzählung von Mara Schindler
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2011
    Moderation: Patricia Pantel

    Ole lernt im Park eine geheimnisvolle alte Frau kennen und versucht ihr zu helfen.

    Immer wenn Ole Probleme in der Schule oder mit seinem Papa hat, geht er in den Park. Dort begegnet er eines Tages einer merkwürdigen Frau. Sie sitzt in einer Höhle unter einer Eibe auf einer roten Tasche und nennt sich die heilige Susanna. Offenbar ist sie etwas verwirrt. Und obwohl er sich ein bisschen fürchtet, geht Ole wieder in den Park, zu Susa, die Nuss-Schokolade mag und ihm wenigstens zuhört, wenn er von seinen Plänen erzählt. Ihr erzählt er, dass er gern Fischer werden würde. Denn als Fischer muss man in Deutsch nicht so gut sein. Dann erfährt Ole, dass Susa kein Zuhause hat, dass der Park ihr Zuhause ist. Ole ist fest entschlossen, ihr zu helfen. Da er allein nicht weiß, wie, erzählt er seinem Vater von Susa.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Konrad oder Das Kind aus der Konservenbüchse
    Von Christine Nöstlinger
    Bearbeitung: Ulla Illerhaus
    Ab 7 Jahren
    Regie: Hans Helge Ott
    Musik: Bernd Keul
    Mit: Ilona Schulz, Sarah Tusk, Katja Brügger, Jürgen Uter, Peter Kaempfe
    Produktion: NDR, BR, Dlf Kultur, hr, RB, rbb, SWR, WDR 2018
    Länge: ca. 50'
    Moderation:Patricia Pantel

    Frau Bartolotti bekommt eine Riesenkonservenbüchse geliefert, aus der ein siebenjähriger Junge klettert und artig "Guten Tag, liebe Mutter" sagt.

    „Auch Instant-Kinder brauchen Zuneigung.“ So steht es auf dem Beipackzettel, den Frau Bartolotti mit einer Dose geliefert bekommt. Ein Irrtum: Die alte Dame hat kein Kind bestellt. Doch nun kann sie sich die „Ware“ ja wenigstens mal anschauen. Der siebenjährige Konrad erweist sich als liebenswertes, aber allzu perfektes Kind. Als die Fabrik seine Rückgabe verlangt, muss ein ausgebuffter Plan her. Im Rekordtempo lernt Konrad, sich daneben zu benehmen. Mit Recht gilt diese Geschichte als eines von Nöstlingers Meisterwerken. In die witzig-anarchistische Handlung packte sie beißende Kritik an einer Welt, in der alles zur Ware wird.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Olga Hochweis
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Olaf Kosert unterwegs mit dem Schauspieler und Musiker Gustav Peter Wöhler in Hamburg

    Er spielte Theater unter Peter Zadek und Claus Peymann, seine Stimme ist aus Hörspielen bekannt, sein Gesicht aus zahlreichen Kino- und Fernsehfilmen - doch sein Name will einem partout nicht einfallen. Auf der Bühne wird Gustav Peter Wöhler als Rampensau beschrieben. Da fühlt sich der sonst eher schüchterne Wahl-Hamburger wohl. Mit seiner Band hat er sich vom angesagten Geheimtipp zum Publikumsliebling entwickelt. ‚Klein, Dick und Sexy‘ steht auf seinem T-Shirt, das er bei Auftritten trägt. Er liebt Musik und singt gern.

    Aufgewachsen ist er in einem kleinen Ort in Ostwestfalen. Bei einer Klassenfahrt machte der Bus am Heiligengeistfeld in Hamburg halt, und Gustav Peter Wöhler nutzte das, um einen Spaziergang zu den Landungsbrücken an der Elbe zu machen. Damals beschloss er: Hier will ich leben! Heute wohnt er mit seinem Mann mitten im Stadtteil St. Georg, engagiert sich für die Rechte von Schwulen und Lesben, geht an der Elbe spazieren und ist bekennender Freund öffentlicher Verkehrsmittel. Ganz ungezwungen - das kann er auch, denn sein Gesicht kennt man zwar, aber sein Name will einem ja einfach nicht einfallen.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • Befreiende Reise
    Auf den Spuren des ermordeten Vaters
    Von Ludger Fittkau
    (Wdh. v. 22.01.2017)

    Der Niederländer Joost de Snoo ist 75 Jahre alt, als er sich auf den Weg ins ehemalige Konzentrationslager Neuengamme macht. Dort wurde sein Vater von den Nationalsozialisten ermordet, vermutlich weil er sich der Zwangsarbeit widersetzt hat. Joost de Snoo erinnert sich an den Vater nicht, er war erst 3 Jahre alt, als er verschwand. Die ganzen Jahre über verdrängt der Sohn die eigene, dramatische Geschichte und macht um Deutschland einen großen Bogen. Nun als alter Mann fasst er Mut und fährt an den Ort, an dem sein Vater gelitten hat und an dem er vernichtet wurde. Vom Internationalen Suchdienst in Bad Arolsen bekommt er eine Brieftasche ausgehändigt, die seinem Vater beim Eintritt ins KZ abgenommen wurde: Ausweispapiere, Familienfotos, Bescheinigungen. „Was mein Vater in der Hand gehabt hat, habe ich nun in meiner Hand. Es ist eine Befreiung“.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit
    Teil 2 - Gleichheit
    Streitgespräch mit dem Philosophen Peter Sloterdijk
    Moderation:
    Armen Avanessian, Berliner Volksbühne
    Simone Miller, Deutschlandfunk Kultur
    Aufzeichnung vom 06.11.2018 aus dem Roten Salon der Volksbühne in Berlin
    (Teil 3 - Brüderlichkeit am 25.11.2018)

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Moderation: Kirsten Dietrich

    Junger Blick aufs evangelische Kirchenparlament:
    Die fremde Kirche der Grauhaarigen?
    Gespräch mit Anna Heinrich, Jugenddelegierte bei der EKD-Synode

    Die ganze Fülle jungen Lebens:
    Das Don-Bosco-Zentrum in Berlin-Marzahn
    Von Josefine Janert

    Glauben mit Gefühl:
    Warum Schleiermacher auch nach 250 Jahren noch modern ist
    Gespräch mit Jörg Dierken, Professor für Systematische Theologie an der Universität Halle-Wittenberg

    Die Sufi-Connection - deutsche Sufis auf Spurensuche in Indien
    Von Antje Stiebitz

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Für San Marco und den Rest der Welt
    Der Komponist Andrea Gabrieli
    Gast: Manfred Cordes, Dirigent und Musikwissenschaftler
    Moderation: Bettina Schmidt

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Nicole Dittmer

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Wheeler

    Geschlechterkampf oder Lobbyismus?
    Kommentar von Günter Herkel

    Rummelplatz Zugspitze
    Der Weg auf Deutschlands höchsten Berg als Herausforderung
    Von Frank Ulbricht

    Über alle Berge
    70 Jahre Bergsteigerredaktion des Bayerischen Rundfunks
    Gespräch mit Ernst Vogt, Leiter der Redaktion

    Schach macht schlau - ein Schulprojekt in Bremen
    Von Felicitas Boeselager

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Muskeln für ein längeres Leben
    Kraft trainieren im Alter
    Von Elmar Krämer
    (Wdh. v. 22.05.2016)

    Die Zeiten, in denen älteren Menschen ausschließlich zu lockerer Ausdauerbelastung geraten wurde, sind vorbei. Längst ist auch für über 60-Jährige das Krafttraining ins medizinische und sportwissenschaftliche Interesse gerückt. Studien belegen, dass Muskeln, Sehnen und Bänder bis ins hohe Alter gut trainierbar sind. Wissenschaftler gehen davon aus, dass ohne Training die Muskulatur um ein Prozent pro Jahr abnimmt. Der Nutzen liegt auf der Hand, man spricht nicht umsonst vom Muskelkorsett. Kraft, Koordination und Gleichgewicht - all dies kann mit entsprechenden Übungen trainiert werden. Welche Übungen sind das? Was hat es mit roten- und weißen Muskelfasern auf sich und welche können z.B. bei der Sturzprophylaxe gute Dienste leisten?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Die Welpen (1/3)
    Nach dem Roman von Pawel Salzman
    Übersetzung aus dem Russischen: Christiane Körner
    Bearbeitung, Komposition, Regie: Klaus Buhlert
    Mit: Bibiana Beglau, Felix Goeser, Franz Pätzold (als Erzählerin/Erzähler) sowie in weiteren Rollen: Hendrik Arnst, Anton Andreew, Mareike Beykirch, Moritz Ceste, Martin Engler, Moritz Grove, Manuel Harder, Corinna Harfouch, Christopher Heisler, Josephine Hock, Tilda Jenkins, Roman Kanonik, Wolfram Koch, Cristin König, Astrid Meyerfeldt, Vidina Popov, Lars Rudolph, Thomas Thieme u.a.
    Ton: Alexander Brennecke
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018
    Länge: ca. 60'
    (Ursendung)

    Zwei Welpen, der eine wagemutig und aggressiv, der andere verträumt, nach Liebe suchend, streunen durch ein kriegsverrohtes Land.

    anschließend:
    "Ich kann mir nichts ausdenken, ich muss alles sehen"
    Pawel Salzmans Roman "Die Welpen"
    Die europäische Moderne in der russischen Literatur des 20. Jahrhunderts
    Von Christiane Körner
    Regie: Ulrike Brinkmann
    Mit: Barbara Schnitzler, Alexander Radszun und Joachim Schönfeld
    Ton: Alexander Brennecke
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2018 
    Länge: 39'30
    (Ursendung)

    Die Welpen durchstreifen ein kriegsverrohtes Russland. Sie kommen aus den ostsibirischen Wäldern und gelangen nach Leningrad. Die Menschen, denen sie begegnen und die teils Tiergestalt annehmen, leiden Hunger, Kälte, sind Gewalt ausgesetzt, üben Gewalt aus, versuchen wie sie zu überleben.

    Pawel Salzman, geboren 1912 in Kischinjow (Moldawien). Der Vater, ein Oberst, war deutscher, die Mutter jüdischer Herkunft. Die Eltern ziehen 1925 nach Leningrad. Nach dem Schulabschluss wird Salzman Illustrator, assistiert beim Film. Er lernt den Maler Pawel Filonow kennen, ist beeinflusst von der russischen Avantgarde, schreibt Lyrik und Erzählungen, malt, zeichnet und findet letztlich eine Anstellung als Szenenbildner beim Film. Mit Filmteams reist er quer durch die Sowjetunion: nach Karelien, Sibirien, Tadschikistan. 1941, während der Belagerung Leningrads, verhungern die Eltern. Salzman wird 1942, inzwischen mit Frau und Tochter, nach Kasachstan evakuiert. In Alma Ata arbeitet er bis zu seinem Tod 1985 als leitender Szenenbildner bei Kasachfilm. Der Roman "Die Welpen" entsteht mit Schreibpausen von 1932-1982 und erscheint 2012 erstmals auf Russisch.

    Christiane Körner, geb. 1962 in Recklinghausen, studierte Germanistik, Slawistik und Politikwissenschaften. Seit 1999 ist sie als freiberufliche, literarische Übersetzerin aus dem Russischen tätig. 2017 wurde Christiane Körner der Paul-Celan-Preis verliehen. Besondere Würdigung fand ihre Übersetzung von Pawel Salzmans Roman "Die Welpen". Sie lebt in Frankfurt am Main.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Unser Lieben Frauen Kirche, Bremen
    Aufzeichnung vom 15.11.2018

    Klangpracht an San Marco
    Werke von Andrea Gabrieli (1533-1585)

    Ensemble Weser-Renaissance Bremen
    Leitung: Manfred Cordes

  • Er hat sein Leben wirklich gelebt
    Ein Porträt des Pianisten Marian Migdal
    Von Isabel Herzfeld

    Auf den Konzertpodien der Welt kannte er sich aus, musizierte mit zahlreichen renommierten Orchestern und bedeutenden Dirigenten: von Claudio Abbado bis Carlo Zecchi. Kritiker rühmten die Klangschönheit, Intelligenz und Ausdruckstiefe seines Spiels. Dennoch ist der Pianist Marian Migdal, der am 11. November 70 Jahre alt geworden wäre, so etwas wie ein bekannter Unbekannter im Musikbusiness geblieben. Mit unbändiger Lebenslust, Witz und Humor, Güte und Großzügigkeit ausgestattet, war der über Schweden nach Deutschland gelangte polnische Jude ein Künstler der besonderen Art.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Vladimir Balzer

    Künstliche Intelligenz ausser Kontrolle:
    Jan Bosses "Frankenstein" im Thalia Theater Hamburg
    Gespräch mit Eberhard Spreng

    "Viele Talente"
    Deutschlands wichtigster junger Literaturwettbewerb Open Mike
    Gespräch mit der Schriftstellerin Katja Lange-Müller

    Lob des Individualismus:
    Italienische Museen wehren sich gegen Touristengruppen
    Gespräch mit Eike Schmidt, Direktor der Uffizien, Florenz

    Junge Regie-Generation:
    Fast-Forward-Festival in Dresden
    Gespräch mit Michael Laages

    Kulturpresseschau
    Von Tobias Wenzel