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Samstag, 14.10.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Lange Nacht

    Round Midnight
    Eine Lange Nacht zum 100. Geburtstag des Jazzpianisten Thelonious Monk
    Von Karl Lippegaus
    Regie: der Autor

    Für den Jazzmusiker Thelonious Monk gab es keine Routine. Jedes Konzert und jede Studioaufnahme waren Reisen ins Unbekannte. Der Pianist aus Rocky Mount / North Carolina hatte seine ureigenen Vorstellungen von dem, was musikalisch richtig oder falsch war. Das Meiste hatte er selbst geschrieben, nur selten interpretierte er fremde Stücke, sein großes Idol hieß Duke Ellington.
    In den 1940er-Jahren war Monk an der Entwicklung eines neuen Jazzstils beteiligt, den man Bebop nannte. Seinem exzentrischen Verhalten und den vielen Geschichten, die über ihn kursierten, verdankte er den Ehrentitel „Hohepriester des Bop“. Er war der erste schwarze Jazzmusiker, der je eine Titelstory im Time-Magazin bekam. Sein Meisterschüler John Coltrane sagte, er habe von Monk „auf jede Weise viel gelernt - durch die Sinne, theoretisch, technisch“. Mit ständig wechselnden Kopfbedeckungen - von der Persianermütze bis zu Fez und Ghanaischem Strohhut, gut bestückt mit Sonnenbrillen und schweren Ringen an den Fingern - vollführte er Tänze vor dem Klavier. Die Art, wie er redete, korrespondierte mit seinen Melodien - alles machte ihm zum Inbegriff eines Hipsters. Seine große Hymne wurde 'Round Midnight'.
    Sein Image als Exzentriker verdeckte jedoch den Blick auf sein soziales Engagement und das Rätsel seines Leidens. Die letzten sechs Jahre seines Lebens verbrachte der an einer bipolaren Störung schwer erkrankte Pianist in fast völliger Abgeschiedenheit bei seiner Freundin und Mäzenin Pannonica de Koenigswarter, der berühmten „Jazz Baroness“, die mit seiner Frau Nellie für Halt in seinem Leben sorgte. Zwischen Exil und Konzession mussten viele afroamerikanische Jazzkünstler wählen. Monk gelang es, seinen Platz in einer radikal veränderten Musikwelt zu verteidigen.

    01:00 Uhr
    Nachrichten
    02:00 Uhr
    Nachrichten
  • 03:00 Uhr

    Nachrichten

  • 03:05 Uhr

    Tonart

    Filmmusik
    Moderation: Vincent Neumann

    "Blade Runner 2049" - das schwierige Erbe von Vangelis

    "We Are X" - die japanische Erfolgsband erobert die Kinowelt

    Das Klang-Chamäleon - zum 50. Geburtstag von Oscar-Preisträger Michael Giacchino

    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • Verfemt und Verbannt
    Bert Brecht im Exil
    Von Marianne Kesting
    Deutschlandfunk 1969

    Vorgestellt von Michael Groth

    Wien - Dänemark - Finnland - Los Angeles - Zürich: Orte, die das Exil des Schriftstellers Bertold Brecht beschreiben. In ihrem Feature beschreibt Marianne Kesting u.a. die Kontakte zu anderen Emigranten, Brechts Auseinandersetzung mit dem Stalinismus sowie seine Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Charles Laughton.

  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • 06:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Katrin Heise

    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrerin Christina-Maria Bammel
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Bildungsstudie: Trotz aller Reformen - wieder schlechtere Leistungen - warum?
    Gespräch mi Felicitas Thiel

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Bucherfolg gleich Kinohit? - Vom Wagnis, Literatur zu verfilmen
    Benjamin Benedict, Filmproduzent bei UFA Fiction
    Manuela Reichart, Autorin und Literaturkritikerin
    Moderation: Matthias Hanselmann

    Telefonnummer 008 00 22 54 22 54
    E-Mail unter gespraech@deutschlandfunkkultur.de
    sowie auf Facebook und Twitter

    Was haben "Der Pate", "Das Parfum", "Harry Potter" und "Tschick" gemeinsam? Sie alle sind Erfolgsromane, die zu Kassenschlagern im Kino wurden. Die Reihe an Literaturverfilmungen scheint endlos: Von Klassikern wie "Vom Winde verweht" oder "Jules und Jim" über Blockbuster wie "Das Boot" oder "Der Herr der Ringe" - bis hin zu Erfolgskomödien wie "Ziemlich beste Freunde". Aber ist ein Bucherfolg auch automatisch ein Kinohit? Viele Literaturliebhaber vermeiden es, ihren Lieblingstitel im Kino zu sehen; auch aus Angst, enttäuscht zu werden. Sie wollen keine Konkurrenz zu ihrem eigenen "Kino im Kopf", ihrer Phantasie, den Emotionen und Bildern. Oft sind aber auch Kinogänger enttäuscht, wenn sie nach dem Film die Buchvorlage lesen.

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Lesart

    Das politische Buch
    "Deutschlands alte Neue Rechte"
    Live von der Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Maike Albath
    Gäste:
    Andreas Speit: 'Reichsbürger - Die unterschätzte Gefahr'
    Daniel-Pascal Zorn: 'Mit Rechten reden'
    Abraham Melzer: 'Die Antisemitenmacher'

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages  
    Moderation: Moritz Behrendt

  • Der Wochenrückblick
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Lesart

    Von der Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Kolja Mensing, Jörg Plath und Barbara Wahlster

    „Die Stadt der weisen Musiker“ von Bachtyar Ali
    „Was man von hier aus sehen kann“ von Mariana Leky
    „Grimms Morde“ von Tanja Kinkel
    „Die grune Grenze“ von Isabel Fargo Cole
    „Peter Holtz“ von Ingo Schulze
    „Beton Rouge“ von Simone Buchholz
    „Mit Blick auf See“ von Odile Kennel
    „Das Singen der Sirenen“ von Michael Wildenhain
    „Der Schnitt durch die Sonne“ von Dietmar Dath

    Schriftstellerinnen und Schriftsteller lesen aus ihren neuen Büchern und sprechen darüber.

    14:00 Uhr
    Nachrichten
    15:00 Uhr
    Nachrichten
  • 16:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:05 Uhr

    Echtzeit

    Das Magazin für Lebensart
    Moderation: Susanne Balthasar

    Im Fast Fashion District - der Jobber Market in Los Angeles
    Gespräch mit Nicole Markwald

    Es macht high, schön, gesund und hält warm - Alleskönner Hanf
    Von Sonja Beeker

    Wenn Frauen Sex kaufen
    Gespräch mit Kristina Marlen

    Das Millionengeschäft mit den Hautaufhellern
    Von Linda Staude

  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Moritz Behrendt

  • 17:30 Uhr

    Tacheles

    Von der Frankfurter Buchmesse
    'Nur wenn du allein kommst. Eine Reporterin hinter den Fronten des Dschihad'
    Souad Mekhennet, Investigativ-Reporterin, stellt sich den Fragen von Christian Rabhansl

    Die Investigativ-Reporterin Souad Mekhennet wagt sich hinter die Fronten des Dschihad und führt rare Interviews mit den Chef-Strategen des IS. Die Reporterin ist überzeugt, dass den Terror nur besiegen kann, wer die Terroristen versteht. Der Deal: Sie kommt ohne Begleitung, ohne Handy, ohne Ausweispapiere, ohne Aufnahmegerät - und erhält im Gegenzug Antworten auf ihre Fragen. Welche langfristigen Strategien verfolgt der IS? Wie begründen die Terroristen den Tod unbeteiligter Bürger? Warum spielt Religion in den Köpfe des IS so eine geringe Rolle? Wie rekrutieren sie junge Muslime in Europa? Und kann der IS überhaupt militärisch besiegt werden?
    In „Tacheles“ berichtet Souad Mekhennet von den Antworten, für die sie ihr Leben riskiert hat.

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • 18:05 Uhr

    Feature

    Im Trump-Sumpf
    Radio-Swamp-Tour durch die amerikanischen Südstaaten
    Von Małgorzata Żerwe und David Zane Mairowitz
    Regie: die Autoren
    Mit: Leslie Malton
    Ton: Bernd Friebel
    Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2017
    Länge: 54'23
    (Ursendung)

    Roadtrip ins Land der Trump-Wähler ein Jahr nach seinem Wahlsieg.

    "Legen wir den Sumpf trocken" - das war Donald Trumps Wahlkampfslogan. Wir fahren mit dem Mikrofon durch Trumps Sumpf, die Südstaaten der USA, wo der jetzige Präsident massenweise gewählt wurde. Ist "Swamp Country" wirklich der Nährboden für Kreationisten, Rassisten und Feinde des Gesundheitssystems? In den Kleinstädten und ländlichen Enklaven von Alabama, Mississippi, Louisiana und Georgia treffen wir sie - die ganz normalen Trump-Wähler.

    David Zane Mairowitz, geboren 1943 in New York. Lebt in Avignon und Berlin. Schreibt Theaterstücke, Kurzgeschichten, Hörspiele und Features: "Das FBI und ich. Kommunistenjagd im amerikanischen Radio" (DeutschlandRadio Berlin 2004), "Geris radikale Abenteuer oder Eine Rote Mutter in New York" (Deutschlandradio Kultur 2009).

    Małgorzata Żerwe, geboren 1954 in Lublin. Kulturredakteurin für Radio Gdansk; vielfach ausgezeichnete Feature-Autorin in Polen.

    Beide produzieren auch gemeinsam Features: "Balkankriege in Queens" (DLF/SWR 2013), "Kafka Unchained" (DLF/ORF 2014, erhielt den Prix Marulić 2015). Zuletzt: "Kaczynskiland. Wie polnische Geschichte umgedeutet wird" (DLF/RB 2017).

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Konzert

    Schwetzinger SWR Festspiele
    Rokokotheater des Schwetzinger Schlosses
    Aufzeichnung vom 09.05.2017

    Claudio Monteverdi
    "Il ritorno d'Ulisse in patria“, Dramma per musica in einem Prolog und drei Akten
    Libretto: Giacomo Badoaro

    Riccardo Pisani, Tenor - Ulisse
    Giuseppina Bridelli, Sopran - Penelope
    Luca Dordolo, Tenor - Iro
    Emanuela Galli, Sopran - Minerva
    Vittoria Giacobazzi, Sopran - Fortuna
    Lucia Cortese, Sopran - Melanto
    Sophia Patsi, Alt - Ericlea
    Alessio Tosi, Tenor - Eurimaco, Telemaco
    Salvo Vitale, Bass - Nettuno, Antinoo
    Davide Benetti, Bass - Tempo, Feacio
    Alberto Allegrezza, Tenor - Feacio
    Silvia Rosato, Sopran - Giunone, Amore
    La Venexiana
    Davide Pozzi, Cembalo und Leitung

  • Johann Sebastian Bach
    "Italienisches Konzert" F-Dur BWV 971
    (Bearbeitung für Saxofonquartett)

    George Gershwin
    "Porgy and Bess"-Suite
    (Bearbeitung für Saxofonquartett)

    Franco Donatoni
    "Rasch II" für Saxofonquartett, Perkussion und Klavier

    Arcis Saxophon Quartett
    Erika Mikami, Klavier
    Patrick Stapleton, Perkussion

    Koproduktion: Deutschlandradio Kultur/Genuin 2017

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a. Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Anja Reinhardt

    "Es gibt zu wenig Helden"
    Gespräch mit Salman Rushdie über seinen neuen Roman Golden House

    Kann auch Leipzig Operette? - "Die große Sünderin" von Eduard Künneke in Leipzig
    Gespräch mit dem Kritiker Uwe Friedrich

    Bernadette Sonnenbichler inszeniert Kästners "Fabian oder ..." in Düsseldorf
    Gespräch mit Alexander Kohlmann

    Frankfurter Buchmesse
    Tagesbericht von Svenja Flaßpöhler

    Kulturpresseschau
    Wochenrückblick von Arno Orzessek