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Mittwoch, 11.10.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Feature

    Spaniens geraubte Kinder
    Von Margot Litten
    Regie: Thomas Werner
    Mit: Christian Baumann, Bettina Muckenhaupt, Simon Roden, Sigrid Burkholder, Wolf Aniol, Edda Fischer, Hans Gerd Kilbinger, Tanja Haller, Walter Gontermann, Manuela Alphons, Peter Weiß, Julia Fischer, Reinhard Glemnitz, Helene Grass
    Ton: Olaf Dettinger
    Produktion: WDR 2016
    Länge: 53'08

    Organisierter Babyraub über vier Jahrzehnte.

    In spanischen Geburtskliniken verschwanden nach heutigen Schätzungen seit den 1940er-Jahren 300.000 Neugeborene. Der organisierte Baby-Raub begann unter Diktator Franco - anfangs ideologisch motiviert - und dauerte als lukratives Geschäft bis in die 1980er-Jahre an. Die Eltern galten als Oppositionelle, Asoziale oder waren arm. Mit gefälschten Papieren wurden ihre Babys an kinderlose Paare verkauft. Daran verdienten Ärzte, Anwälte und katholische Ordensgemeinschaften. Aufklärung und Gerechtigkeit für die Opfer gibt es bis heute nicht. „Wir haben alle mitgemacht bei diesem Theater.” (Krankenschwester)

    Margot Litten, geboren 1950 in München, Autorin und Regisseurin. Studierte Pädagogik und Psychologie und arbeitete viele Jahre als Redakteurin und Regisseurin beim BR. Seit Jahren verfolgt sie das Thema der spanischen Kinder: Für ihr erstes Stück dazu, "Mauern des Schweigens" (BR 2012), erhielt sie den Premios Ondas von Radio Barcelona. Im Februar 2017 gab es eine Lange Nacht über "Spaniens geraubte Kinder" im Deutschlandfunk. Weitere Features: "Mallorca wie es sinkt und kracht" (BR 2013), "Deadline" (BR 2013), "Aus der Todeszelle in die Freiheit?" (BR 2013, mit Irmtraud Richardson) und "Rückkehr ins gelobte Land?" (BR 2008, mit Nirit Sommerfeld). Zuletzt: "Zwischen Königsberg und Kaliningrad" (BR 2015) und "Noch einmal das Leben - Debbie Milkes langer Weg in die Freiheit" (BR 2016).

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Americana
    Moderation: Christian Graf

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
  • 05:00 Uhr

    Nachrichten

  • 05:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Morgen
    Moderation: Dieter Kassel

    u.a. Kalenderblatt
    Vor 70 Jahren: Primo Levis autobiografischer Bericht 'Ist das ein Mensch?' erscheint

    05:30 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
    06:20 Uhr
    Wort zum Tage

    Pfarrerin Christina-Maria Bammel
    Evangelische Kirche

    06:30 Uhr
    Nachrichten
    07:00 Uhr
    Nachrichten
    07:30 Uhr
    Nachrichten
    07:40 Uhr
    Interview

    Die Forderung nach der 28-Stunden-Woche - Wenn Freizeit wertvoller ist als Geld
    Gespräch mit Jutta Rump, Professorin für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Internationales Personalmanagement und Organisationsentwicklung an der Hochschule Ludwigshafen

    08:00 Uhr
    Nachrichten
    08:30 Uhr
    Nachrichten
    08:50 Uhr
    Buchkritik

    "Die Argonauten" von Maggie Nelson
    Rezensiert von Julia Riedhammer

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Europas legendärster Grüner
    Klaus Pokatzky im Gespräch mit Daniel Cohn-Bendit

    Man hat ihn mal den "bekanntesten Studenten der Welt" genannt - Daniel Cohn-Bendit. Der Sohn deutsch-jüdischer Eltern, geboren in Südfrankreich, ist bis heute überaus beliebt bei den Franzosen. Er war Anführer der Pariser Mai-Revolte von 1968, schloss sich wenig später der Frankfurter Sponti-Szene um Joschka Fischer an, gründete das linke Magazin "Pflasterstrand" und arbeitete als Kinderladen-Erzieher. 1984 trat "Dany le Rouge" bei den Grünen ein und saß von 2002 bis 2014 für sie im Europaparlament - als wortgewaltiger Protagonist des europäischen Traums.

    Über sein Leben zwischen Frankreich und Deutschland, über die Pariser Studentenunruhen und die Ideale der 68er, über seine robusten Ansichten zu Europa und seine Arbeit als grüner Spitzenpolitiker spricht Klaus Pokatzky mit Daniel Cohn-Bendit.

  • 10:00 Uhr

    Nachrichten

  • 10:05 Uhr

    Lesart

    Das Literaturmagazin
    Live von der Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Joachim Scholl

    "Peter Holtz" von Ingo Schulze

    "Schlafende Sonne" von Thomas Lehr

    "Die Kieferninseln" von Marion Poschmann

    Kurioser Buchtitel: Übergabe des MOPS des Jahres
    Gespräch mit Hans von Trotha

    "Fahrradmod", Dt.-franz. Comic-Koproduktion von Tobi Dahmen

  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • 11:05 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Vormittag
    Moderation: Carsten Beyer

    Grenzgänge: deutsch-französisches Pop-Verhältnis
    Gespräch mit Francis Gay

    Das muss man gehört haben... Jazz
    Von Matthias Wegner

    11:30 Uhr
    Chor der Woche

    Uckermärkischer Konzertchor Prenzlau

    Die Uckermark gehört zu den am dünnsten besiedelten Landschaften Deutschlands. Hier, ganz im Nordosten Deutschlands in der Kreisstadt Prenzlau ist der Uckermärkische Konzertchor zu Hause. Der Chor versteht sich als eine Gemeinschaft, fast wie eine große Familie. So wird jedes neue Chorjahr auch mit einem Familientag gefeiert, der gemeinsam mit den Angehörigen gefeiert wird. Auftritte der Sängerinnen und Sänger, sowohl a-cappella als auch mit Orchester fanden bereits in Litauen der Schweiz und natürlich in der heimischen Uckermark statt.

    11:45 Uhr
    Rubrik: Folk

    Saze - der Soul Südalbaniens
    Gespräch mit Joe Boyd

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • Mathias Greffrath, Schriftsteller und Journalist
    Moderation: Anke Schaefer

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Moderation: Katja Bigalke

    „Wir hatten hier keine Juden”
    Zwei Hobby-Genealogen erforschen die jüdische Geschichte Mecklenburgs
    Von Alexa Hennings

    Lehrerfortbildung Antisemitismus
    Von Claudia van Laak

    "Endlich hat mir jemand mal zugehört" - Die Informationsstelle Antisemitismus
    Gespräch mit Benjamin Steinitz

    „Wir hatten hier keine Juden”
    Vor sieben Jahren erfuhr Jürgen Gramenz, dass sein Urgroßvater ein jüdischer Rechtsanwalt war. Wegen einer Adoption blieb die Geschichte bisher verborgen. Seitdem erforscht der Softwareentwickler nicht nur die Geschichte seiner jüdischen Vorfahren, sondern gemeinsam mit seiner Partnerin Sylvia Ulmer gleich die jüdische Geschichte der gesamten Region. Jeden Urlaub verbringen die beiden in Archiven und Bibliotheken des Landes. Ihr Ziel: Alle 66 Orte, an denen es jüdisches Leben gab, zu dokumentieren: die Bewohner, ihre Biografien und Spuren, die Gebäude, Synagogen und Friedhöfe. Einige Behörden in Mecklenburg machen es den Forschern allerdings nicht leicht: „Wir hatten hier keine Juden“, bekommen sie öfter zu hören. Oder: „Wir geben die Dokumente nicht heraus, denn hier leben noch Nachfahren der Täter und wir wollen keinen Unfrieden.“

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Kompressor

    Das Kulturmagazin
    Moderation: Gesa Ufer

    "Mittelreich" als Schwarzkopie
    Gespräch mit der Regisseurin Anta Helena Recke

    Das Lesen der Anderen:
    evau Magazin: Undercover im Rollenspielverein
    Gespräch mit Anton Tsuji

    Fundstück #97
    Von Paul Paulun

  • 15:00 Uhr

    Kakadu

    15:05 Uhr
    Musiktag

    Moderation: Patricia Pantel

    „Auf, in die Welt" - Der Philharmonischer Kinderchor Dresden
    Von Anne Müller

    So unterschiedlich klingt der Herbst bei Vivaldi
    Von Stephan Holzapfel-Sander

  • 15:30 Uhr

    Tonart

    Das Musikmagazin am Nachmittag
    Moderation: Andreas Müller

    Studiogäste: Die Band 'Gloria'
    Gespräch mit den Musikern Mark Tavassol und Klaas Heufer-Umlauf

    Studiogast: 'Kettcar' mit neuem Album 'Ich vs. Wir'
    Gespräch mit dem Sänger Marcus Wiebusch

    Newcomer der Woche:
    Aron Ottignon kann Pop und Avantgarde
    Von Christoph Möller

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Kultur und Politik am Abend
    Moderation: Nicole Dittmer und Julius Stucke

    18:00 Uhr
    Nachrichten
  • 18:30 Uhr

    Weltzeit

    Moderation: Isabella Kolar

    Das Erdbeben in Mexiko - Nach der Trauer kommt die Wut
    Von Anne Demmer

    Beben, Korruption und Spenden - Die Rolle von Mexikos Präsident Peña Nieto
    Gespräch mit Anne-Katrin Mellmann

    Innerhalb von 16 Tagen wurde Mexiko von drei Erdbeben erschüttert. Das Land liegt in einer der am stärksten gefährdeten Erdbebenregionen der Welt. Bei dem Beben am 19. September der Stärke 7,1 kamen mindestens 360 Menschen ums Leben. Nach der Trauer kommt nun die Wut, über Pfusch in der Baubranche und die weit verbreitete Korruption, die viele Häuser einstürzen ließ. Allein in Mexiko-Stadt sind von etwa 40 Gebäuden nur noch Trümmer übrig, mehr als 8000 wurden beschädigt - darunter hunderte Schulen. Während die Solidarität in der Bevölkerung groß ist und sich besonders junge Mexikaner engagieren - ob in Puebla, Mexiko-Stadt, Morelos oder Oaxaca - schaue die Regierung einfach nur zu, lautet die Kritik. Währenddessen fragen sich die Mexikaner, droht bereits das nächste schwere Beben?

  • 19:00 Uhr

    Nachrichten

  • 19:05 Uhr

    Zeitfragen

    Magazin

    Polnische Erinnerungskultur: eine Debatte
    Von Martin Sander

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Stadtpark Schützenhof, Herford
    Aufzeichnung vom 06.10.2017

    Frédéric Chopin
    Klavierkonzert Nr. 2 f-Moll op. 21

    Alexander Borodin
    Sinfonie Nr. 2 h-Moll

    Aleksandar Madzar, Klavier
    Nordwestdeutsche Philharmonie
    Johannes Klumpp, Leitung

  • 21:30 Uhr

    Hörspiel

    Nordwestpassage
    Von Guntram Vesper
    Regie: Heinz von Cramer
    Mit: Bernd Tauber, Eva Garg, Matthias Haase, Christiane Bachschmidt, Michael Tannenberger, Jutta Graeb, Norman Matt
    Komposition: Jürgen Dluzniewski
    Ton: Heinz Klein
    Produktion: WDR/BR/SWF 1987
    Länge: 45'15

    Die Flucht aus der DDR verschmilzt mit Geschichten von Expeditionen in die Eiswüste.

    Am 12. Oktober 1957 reist eine Familie aus der DDR aus. Für den Sohn verschmilzt die Flucht mit den abenteuerlichen Geschichten von Expeditionen in die Eiswüste, die er liest. Einen Tag nachdem die Familie die Grenze schon passiert hat, kommt es in der DDR zu einer überraschenden Währungsreform. Um das für den Start in Westdeutschland ersparte Geld nicht zu verlieren, kehrt die Familie nach Frohburg bei Leipzig zurück. Der Ausreiseversuch muss später wiederholt werden.

    Guntram Vesper, geboren 1941 in Frohburg/Sachsen, 1957 Flucht in die BRD. Schreibt Prosa, Gedichte, Essays und Hörspiele. Zahlreiche Preise und Stipendien, u.a. Prix Italia 1987 für "Nordwestpassage". Zuletzt Belletristik-Preis der Leipziger Buchmesse 2016 und Erich-Loest Preis 2017 für seinen Roman "Frohburg" (2016). Hörspiele u.a. "Der Tod der Gräfin" (BR/SDR 1977), "Unten im Schwarzwald" (SWF 1979) und "Lichtversuche in der Dunkelkammer" (SWF/MDR 1992). Lebt in Göttingen.

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Axel Flemming

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    u.a. Frankfurter Buchmesse
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Tagesbericht von der Frankfurter Buchmesse
    Von Dirk Fuhrig

    Filme der Woche: "Happy End" / "American Assassin"
    Rezensiert von Jörg Taszman

    'zurückGESCHAUT'
    Ein kritischer Blick auf die 'Erste Deutsche Kolonialausstellung' von 1896
    Von Christiane Habermalz

    Kulturpresseschau
    Von Arno Orzessek