Programm

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Sonntag, 08.10.2017

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Sachbücher im Gespräch
    Reden wir über Werte
    Mit Wolfgang Ullrich und Per Leo
    Moderation: René Aguigah und Jens Bisky

    Eine liberale Gesellschaft lebt vom ständigen Streit, aber gerade das Streiten fällt zunehmend schwer. Kontroversen und Debatten gelingen seltener. Stattdessen beherrschen Bekenntnisse, Selbstbestätigungsrituale und moralische Zensur die öffentliche Szene. Woran liegt das, und wie wäre dem zu begegnen? „Werte haben Streit bisher eher verhindert oder verlagert“, behauptet der Kunsthistoriker Wolfgang Ullrich in seinem neuen Buch-Essay ‚Wahre Meisterwerte‘; sie schmeicheln dem Selbstbewusstsein und erlauben es, sich moralisch gut und kreativ zu fühlen. ‚Mit Rechten reden‘ heißt ein Leitfaden, den Per Leo, Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn gemeinsam verfasst haben. In der Auseinandersetzung mit Rechtspopulisten gehe es um mehr als nur die Kraft des besseren Arguments; was zähle, sei die Kunst, weniger schlecht zu streiten. Wie man diese Kunst üben kann, wird der Historiker Per Leo erklären.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Ivano Fossati und die "goldenen 80er" der italienischen "Cant'autori" (1)
    Moderation: Holger Hettinger

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Martin Risel

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Neue Kirche - Swedenborg-Zentrum

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Pfarrers Kinder, Müllers Vieh
    Zur Geschichte des deutschen Pfarrhauses
    Von Pfarrerin Angelika Obert
    Evangelische Kirche

    Die Publizistin und Schriftstellerin Christine Eichel ist in den 1960er Jahren in einem Pfarrhaus in Niedersachsen aufgewachsen. Sie wollte dahinterkommen, was es mit dieser protestantischen Spezialität auf sich hat. So hat sie ein Buch über das deutsche Pfarrhaus geschrieben. Das Vorbild gaben tatsächlich Martin Luther und seine Frau Katharina von Bora.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Carlos der Pferdeflüsterer
    Von Rusalka Reh
    Gelesen von Lisa Hrdina
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2016
    (Wdh. v. 03.10.2016)
    Moderation: Ulrike Jährling

    Carlos ist ein ruhiger Junge, zu ruhig, wie seine Lehrerin bemängelt. Doch nur weil Carlos so ist, wie er ist, fallen ihm Dinge auf, die andere Menschen nicht bemerken.

    Carlos ist ein normaler Junge, sagen seine Eltern. Vielleicht etwas ruhig, aber manche Kinder sind nun einmal so. Carlos selbst würde von sich sagen, dass er lediglich ein Super-Beobachter ist. Und dass er sich glücklich fühlt in seiner eigenen ruhigen Welt. Seine Lehrerin und seine Eltern halten es jedoch für eine gute Idee, Carlos als Komparse für Dreharbeiten anzumelden. Erst fühlt sich Carlos am Filmset total fehl am Platz. Doch als es bei den Dreharbeiten zu Problemen kommt, fällt Carlos etwas auf, was niemand sonst bemerkt.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Die Reise nach Großkurzwitz
    Von Gabriele Bigott
    Ab 7 Jahren
    Regie: die Autorin
    Komposition: Lutz Glandien
    Mit: Ursula Werner, Camen-Maja Antoni, Barbara Philipp, Steffen Schortie Scheumann, Mira Partecke, Lenz Langers, Ronald Kukulies, Axel Wandtke, Max von Pufendorf
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2012
    Länge: 52'10
    Moderation: Ulrike Jährling

    Bärin, Katze, Krähe und Ratte sind unterwegs nach Großkurzwitz. Sie wollen die Welt kennenlernen.

    In der kleinen Stadt Bärenburg steht ein großes Schloss und daneben in einem Bärenzwinger lebt seit vielen Jahren die Bärin Maika. Ihr Bär Max ist längst tot. Maika langweilt sich. Seit Kurzem bekommt sie Besuch von Mauze, einer herrenlosen Katze. Der gefällt das ruhige Leben im Bärenzwinger gut. Gern lässt sie sich von den Besuchern mit der Bärin fotografieren. Am Bahnhof hängt schon ein großes Foto von den beiden. Aber Maika genügt das alles nicht. Sie will die Welt kennenlernen. Als Kranja, eine alte Krähe bei ihr landet und von der weiten Welt erzählt, da wächst ihre Sehnsucht immer mehr. Wenn sie nur wüsste, wie sie hier wegkommen könnte. Da taucht zur rechten Zeit Ritschi, die Ratte, auf. Nun ist es beschlossene Sache, gemeinsam ziehen die vier in die weite Welt.

    Gabriele Bigott, geboren 1944 in Bromberg, lebt als freie Autorin und Regisseurin in Berlin, schreibt Texte für Theater und Rundfunk.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Moderation: Olga Hochweis
    sonntagmorgen@deutschlandfunkkultur.de

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Spaziergänge mit Prominenten
    Renate Schönfelder unterwegs mit dem Kinderliedermacher Rolf Zuckowski in Hamburg

    Die Kinderlieder von Rolf Zuckowski begleiten Kinder seit Anfang der 80er-Jahre. Gemeinsam mit Kindern singt er für Kinder. Mit dem Lied „Du da im Radio“ wurde Zuckowski erstmals einem breiten Publikum bekannt. Das Lied „...und ganz doll mich“ schaffte es auf Platz 1 der deutschen Hitparade. Das Spektrum seiner Songs reicht von eingängigen Liedern mit Alltagsbotschaften (Schulweg-Hitparade) über die kindgerechte Interpretation von Volksliedern bis hin zu Gute-Laune-Songs mit Ohrwurmcharakter (Es schneit oder In der Weihnachtsbäckerei).
    Begonnen Musik zu machen, hat Zuckowski in seiner eigenen Schulzeit in Hamburg. Er wuchs in Winterhude als Sohn eines Seemanns und einer Friseurin auf. Von seinem Vater bekam er seine erste Gitarre geschenkt. Damit war der Grundstein für die Musikerkarriere gelegt, doch nach dem Abitur studierte Zuckowski zunächst Betriebswirtschaftslehre. Anschliessend arbeitete er als Assistent der Geschäftsführung in einem Hamburger Musikverlag. Parallel dazu entstand seine erste CD mit Kindermusik (Rolfs Vogelhochzeit), Zuckowski hatte sein Metier gefunden. Mit 13 Millionen verkaufter Tonträger ist Rolf Zuckowski, der selbst dreifacher Familienvater ist, einer der erfolgreichsten Musiker Deutschlands - noch vor Michael Jackson, Madonna oder Helene Fischer.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Vera Linß

  • Das Dorf ohne Krieg
    Besuch in Baljvine
    Von Diane Arapovic und Deana Mrkaja

    Vor 25 Jahren bricht mitten in Europa ein blutiger Bürgerkrieg aus - ein Krieg, dessen Verbrechen in die Geschichte eingehen werden als die schlimmsten seit dem Zweiten Weltkrieg. Im ehemaligen Vielvölkerstaat Jugoslawien stehen sich muslimische Bosniaken, orthodoxe Serben und katholische Kroaten feindlich gegenüber. Es geht um territoriale Ansprüche, Nationalismus und die Zerschlagung des Sozialismus. Knapp vier Jahre stehen Belagerungen, Granatenbeschuss und teils gewalttätige Vertreibungen der Bevölkerung an der Tagesordnung. Die grausame Folge: mehr als 100.000 Tote und rund zwei Millionen Vertriebene. Kaum zu glauben, dass es inmitten des Kriegsgebiets einen Ort gegeben haben soll, in dem es friedlich geblieben ist zwischen den verschiedenen Ethnien. Das kleine Dorf Baljvine, rund 50 Kilometer von Banja Luka entfernt. Hier leben Serben und Muslime, damals wie heute, nachbarschaftlich nebeneinander. Die Reporterinnen Diane Arapovic und Deana Mrkaja haben das Dorf ohne Krieg besucht und sich von den Bewohnern ihre Geschichte erzählen lassen.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Simone Rosa Miller

    Der philosophische Wochenkommentar:
    Las Vegas: Terror und Wahnsinn
    Von David Lauer

    Gestatten, Paul, der Einzigartige, meine Nummer ist die 0815
    Von Lene Morgenstern

    Sei besonders! Die Gesellschaft der Singularitäten
    Gespräch mit Andreas Reckwitz, Professor für Vergleichende Kultursoziologie

    Was tun? Die philosophische Politikberatung
    Samo Tomšič über Sigmund Freud
    Von Johanna Tirnthal

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Schwerpunkt: Zwischen Gebet und Gemeindemanagement - Nachwuchspfarrer und Nachwuchsimame gesucht
    Moderation: Anne Françoise Weber


    Arbeitsplatz garantiert, Wohnort verhandelbar
    Die evangelischen Landeskirchen suchen händeringend nach Nachwuchs. Dafür schaffen sie eigene Stellen, Veranstaltungen und Kampagnen. Entscheidend dürfte aber sein, welche Arbeitsbedingungen die Gemeinden bieten können.  
    Von Brigitte Lehnhoff

    Mehr Berufserfahrung, weniger Hebräischkenntnisse
    Die Marburger Universität bietet einen Masterstudiengang für Quereinsteiger ein. Hier werden aus Diplomaten, Managern oder
    Chemikern Theologen mit Pfarramtsperspektive. Nicht allen gefällt dieses „Schmalspurstudium“.
    Von Michael Hollenbach

    Der Pfarrer braucht eine Pause
    Im Haus Inspiratio bei Hannover können Pastoren ein Auszeit nehmen - denn das fällt im Arbeitsalltag schwer, besonders wenn die Tür des Pfarrhauses immer offen steht.
    Von Christian Röther

    Brauchen Imame ein Vikariat?
    Auch das Berufsbild des Imams wandelt sich - sie müssen nicht nur das Gebet leiten und den Koran kennen, sondern auch Seelsorgeaufgaben übernehmen und die Gemeinde verwalten.
    Harry Harun Behr, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Islamisch-Theologische Studien, erläutert im
    Gespräch, auf welche dieser Ausgaben die Zentren für islamische Theologie künftige Imame vorbereiten können.

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • "Das Vademekum des Fagotts"
    Antonio Vivaldis Konzerte für das Holzblasinstrument
    Gast: Sergio Azzolini, Fagottist
    Moderation: Jürgen Liebing

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Vera Linß

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin
    Moderation: Thomas Jaedicke

    Sportlich am östlichen Rand: Vereinsleben in Guben gesucht
    Von Sandra Voß

    Mein Verein: Thor Akureyri oder warum isländische Spieler nie aufgeben
    Von Michael Frantzen

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Seelengymnastik als Wohlfühlsport
    Bioenergetik, wenn Bewegung auf Emotionen trifft
    Von Silvia Plahl

    Eine Frau schickt ihr „inneres Lächeln“ vom Scheitel bis zur Sohle durch ihren Körper. Sie „geht“ auf einem Tennisball. Und in den Schlag auf den „bioenergetischen Würfel“ legt sie ihre ganze Körperkraft - und ihre Emotionen, sie „schlägt“ sie aus sich heraus. In sich hineinhören, sich lockern, entspannen und auspowern, solche Übungen aus der sogenannten bioenergetischen Analyse werden neuerdings breit aufgestellt: Sie sollen als körperliche Selbsterfahrung auch ganz allgemein an Körper und Seele interessierte Menschen ansprechen.
    Bioenergetik wird ursprünglich als körpertherapeutische Ergänzung zur Psychoanalyse eingesetzt. Ob mit ihr eine „muskuläre Panzerung“ tatsächlich aufgelöst und der „Fluss der Lebensenergie“ wirklich freigesetzt werden kann, sehen viele als nicht nachgewiesen an. Andere wiederum schwören auf die positive Wirkung dieser Art psychologisch fundierter Gymnastik für die Seele - solide von ausgebildeten Fachkräften vermittelt und nur für Menschen, die gesund und psychisch stabil sind.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Nicht mit mir
    Von Per Petterson
    Übersetzung aus dem Norwegischen: Ina Kronenberger
    Bearbeitung und Regie: Steffen Moratz
    Mit: Jörg Schüttauf, Mirco Kreibich, Axel Wandtke, Christopher Heisler, Judith Engel, Lucie Thiede, Hans-Michael Rehberg, Cristin König, Timo Dierkes, Deborah Kaufmann, Christoph Gawenda, Klaus Manchen, Thomas Neumann, Fritz Hammer, Mandy Rudski, Bernardo Arias Porras, Meike Droste
    Komposition: Andreas Bick
    Ton: Martin Eichberg, Susanne Beyer
    Produktion: Deutschlandradio Kultur/HR 2015
    Länge: 85'15
    (Wdh. v. 27.09.2015)

    Der schöne Jim und der starke Tommy waren als Kinder unzertrennlich. Nach 30 Jahren begegnen sie sich wieder.

    Eine Begegnung nach über 30 Jahren. Einst waren sie unzertrennlich: Der schöne Jim, der das Gymnasium besuchte, und der starke Tommy, der sich gegen einen prügelnden Vater durchsetzen und in der Sägerei arbeiten musste. Eine Jugend am Abgrund. „Nicht mit mir”, sagt Tommy, denn Stärke ist gefragt. Aber irgendwann brennt das Haus und die ungleiche Freundschaft ist brüchig wie Eis.

    "Nicht mit mir" war Hörspiel des Monats August 2015.

    Begründung der Jury zur Wahl von "Nicht mit mir" zum Hörspiel des Monats August 2015:
    "In der momentanen Fülle der Hörspiele, die auf Romanen oder Erzählungen basieren, besticht das Hörspiel "Nicht mit mir" nach dem gleichnamigen Roman des norwegischen Schriftstellers Per Petterson durch seine gelassen ruhige Erzählweise, in der nichts aufgepeppt wird. Mehr noch: In der Regie und Bearbeitung von Steffen Moratz und mit der ingeniösen, behutsam eingesetzten Musik von Andreas Bick wird "Nicht mit mir" zu einem genuinen Hörspiel, das sogar den Hörer dazu bringt, in sich selbst hineinzuhören, nämlich in seine eigene Lebensgeschichte. Die unverbrüchlich scheinende und doch abrupt beendete Freundschaft zweier Jungens, die sich nach dreißig Jahren unvermutet wieder begegnen, erweist sich als rätselhaft stark. Auch nach dreißig Jahren ist die Erinnerung voller Fragen. Die treffende Besetzung der jungen und alten Rollen, die genau ausbalancierten wechselnden Zeitperspektiven und die unaufgeregten Reflexionen verschaffen diesem Hörspiel eine große immanente Spannung, hinter der die Frage steht: Welchen Sinn hat Erinnerung? Per Petterson und das Hörspiel "Nicht mit mir" wahren die Geheimnisse des Lebens. Das gibt diesen 85 Minuten, trotz ihrer Hoffnungslosigkeit, einen melancholischen Reiz, ja sogar eine warmherzige Nähe."

    Per Petterson, geboren 1952 in Oslo, arbeitete als Buchhändler und Übersetzer, ehe er sich als Schriftsteller etablierte. 2003 erschien sein Roman "Pferde stehlen", der mehrfach prämiert wurde. "Ich verfluche den Fluss der Zeit" erhielt 2009 den norwegischen Brage-Preis und den Literaturpreis des Nordischen Rates; 2010 wurde es vom Hessischen Rundfunk und von Deutschlandradio Kultur als Hörspiel produziert. 2016 wurde Petterson von der Schwedischen Akademie der Dobloug-Preis verliehen. "Nicht mit mir" wurde von der Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats August 2015 gewählt.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Nachklang/Silbermann-Tage
    George-Bähr-Kirche Forchheim
    Aufzeichnung vom 16.09.2017

    Christoph Graupner
    "Wer weiß, wie nahe mir mein Ende" für vier Solisten, Streicher und Basso continuo GWV 1157/45

    Georg Philipp Telemann
    "Ich weiß, dass mein Erlöser lebet" für Tenor, Violine, Fagott und Basso continuo TWV 1:873

    Christoph Graupner
    Concerto B-Dur für Chalumeau, Viola d’amore, Oboe, Streicher und basso continuo GWV 343

    Johann Sebastian Bach
    "Wer weiß, wie nahe mir mein Ende" für Soli, Chor und Orchester BWV 27

    Hanna Zumsande, Sopran
    David Erler, Altus
    Clemens Löschmann, Tenor
    Wolf Matthias Friedrich, Bass
    Bell'Arte Salzburg
    Annegret Siedel, Barockvioline, Viola d‘amore und Leitung

    Das Motto der diesjährigen Silbermann-Tage lautet „Fantasien von allerley Gestalt“. So dürfen zum ersten Mal die Teilnehmer der Finalrunde des Orgelwettbewerbes ihre Stücke selbst, nach eigener Fantasie, auswählen. Doch darüber hinaus prägte dieses Motto auch das Konzertprogramm in der evangelischen Kirche in Forchheim. Die Ensembleleiterin Annegret Siedel möchte ‚Fantasie‘ nicht einseitig mit zumeist heiterem „Geplänkel“ (beispielsweise das Vertonen von Vogelgezwitscher) oder mit den diversen Varianten von „Schlachtenmusiken“ gleichsetzen. Mit der Konzeption des heutigen Konzertprogramms lenkt sie den
    ‚Fantasie‘ -Begriff auf die endliche Seite des Lebens; denn auch sie wurde von den Barockkomponisten mit viel Fantasie in Musik gesetzt. So haben Telemann, Bach und Graupner (u.a.) oft Kantatentexte vertont, die entweder identisch oder inhaltlich ähnlich zueinander standen. Das lag darin begründet, dass an festgelegten kalendarischen Punkten des Kirchenjahres eben bestimmte Themen im Gottesdienst musikalisch wie auch predigt-mäßig dargestellt werden mussten. Die Kantaten des Konzertes, das innerhalb der Silbermann-Tage und in Zusammenarbeit mit Deutschlandfunk Kultur in Forchheim am 16. September stattfand, sind großenteils von allen drei genannten Komponisten in Musik gesetzt worden. „Wer weiß, wie nahe mir mein Ende“ wird in der Version von Bach und von Graupner erklingen. „Ich weiß, dass mein Erlöser lebt“ kennt man als Bach-Kantate; hier aber wird die Vertonung von Telemann aufgeführt werden, um nur zwei Beispiele des Programms herauszugreifen. Bei diesem Konzert werden also alle diejenigen sich angesprochen fühlen, die auf das allseits bekannte in ungewohnter Komposition neugierig sind, dargeboten übrigens in exzellenter Besetzung.

  • Komponieren am Rande des Abendlandes
    Armenien als moderne Musiknation
    Von Matthias Nöther

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Geheimtipp "de Pont".
    Ein privates Museum in Tilburg für zeitgenössiche Kunst
    Von Kerstin Schweighöfer

    Kulturpresseschau
    Von Adelheid Wedel