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Sonntag, 11.10.2015

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    "Wie gefährlich sind Geschichten?"
    Indonesiens Literatur im Umbruch
    Von Margarete Blümel

    Mit dem Sturz General Suhartos im Jahre 1998 brach für Indonesiens Schriftsteller eine Art literarischer Frühling an. Zuvor waren Literaten ihrer kritischen Texte wegen wieder­holt festgenommen und inhaftiert worden. Inzwischen können sie sich in ihren Werken ungestraft mit düsteren Fakten wie Völkermord und politischer Verfolgung auseinandersetzen. Aber: Auch heute noch gibt es Tabuthemen, und es kommt es vor, dass Autoren davor gewarnt werden, gewisse Texte zu veröffentlichen. Alles in allem jedoch spiegelt sich Indonesiens gesellschaftlicher und politischer Wandel deutlich in den zeitgenössischen Publikationen wider. So werden zum Beispiel Sujets wie Sexualität und die zunehmende Bedrohung des bisher doch relativ toleranten Islams im Lande immer wieder behandelt.
    Im Ausland ist die indonesische Literatur bis dato nur selten in Erscheinung getreten. Das soll sich nun ändern - im Oktober 2015 erhält der indonesische Ehrengast der Frankfurter Buchmesse die Gelegenheit dazu, sich einem internationalen Publikum vorzustellen.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jürgen Liebing

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Unitarische Kirche in Berlin

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • Alt werden will jeder. Älter werden aber niemand.
    Von Pfarrer Michael Broch
    Katholische Kirche

    Mit 72 Jahren mache er sich über das Alter so seine Gedanken, sagt Pfarrer Michael Broch. Verjüngen kann er sich nicht, alle Versuche wären pure Selbsttäuschung. Er weiß, was unvermeidlich ist: dass die körperlichen und geistigen Kräfte abnehmen, dass er einmal sterben wird. Damit einverstanden zu sein, versucht er zu lernen. Also nicht nur um seine Vergangenheit zu kreisen, mit allem um ihn herum unzufrieden zu sein und darüber schrullig und verbittert zu werden - ein Greis, der den Jungen ihr Leben nicht gönnt. "Die alt an Jahren, sind nicht immer weise, nicht immer wissen Greise auch das Rechte." Michael Broch wünscht sich, dass dieser Satz aus der Bibel auf ihn nicht zutreffen möge.

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Roboter
    Von Rusalka Reh
    Ab 7 Jahren
    Moderation: Ulrike Jährling

    Opa erzählt gern von früher. Von der Zeit, als es die Roboter gab. Als noch niemand gechippt war und die Maschinen noch das taten, was die Menschen ihnen befahlen...

    Im Jahre 2217 beherrschen menschengleiche Maschinen, sogenannte Humanoide, vollständig die Welt. Doch Opa kann sich noch an die Zeit davor erinnern. An die Zeit, als die Menschen die ersten Roboter erschufen. An die Zeit, als das Internet Neuland war. Seine Enkel Leila und Bent gehen gern mit ihm offline, wenn er seinen Nanochip-Tee trinkt und von früher erzählt.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Das tanzende Häuschen
    Von Albert Wendt
    Ab 6 Jahren
    Regie: Wolfgang Rindfleisch
    Komposition: Frank Merfort
    Mit: Elsa Fluch, Shorty Scheumann, Andreas Schmidt, Chris Pichler, Horst Lebinsky,
    Barbara Philipp, Almut Zilcher, Boris Aljinovic
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2015
    Länge: 51'16
    (Ursendung)
    Moderation: Ulrike Jährling

    Im tanzenden Häuschen besteht das Mädchen Tine Pellerine schwierige Prüfungen.

    Tine Pelerine ist ein zartes Mädchen. Aber zimperlich ist sie nicht. Ihre Mutter nennt sie "tapferzart". Nur die Mutter ist weit weg und kommt erst in drei Wochen wieder. Allein steht Tine Pellerine auf dem Bahnhofsvorplatz, schaut sehnsüchtig auf die große Uhr und wünscht sich, dass die Zeiger sich schneller drehen als sonst. Dieser Wunsch kann sich erfüllen, wenn sie einige Tage im tanzenden Häuschen aushält, sagt der Regenkönig Tausendwasser zu ihr. Gut, sie wird es versuchen. Das tanzende Häuschen gehört einer prächtigen Kamelstute und heißt: Hotel zum dicken Fell. Und ein dickes Fell braucht man dort auch. Wenn der Südexpress vorbeifährt, dann dröhnt und wackelt das ganze Haus und alles was darin ist. Tine Pellerine will es aushalten. Aber es ist schwer, denn da sind noch die anderen Hotelbewohner: der gemeine Mops Dreibein und die schlimme Hedwig, eine rosa gefärbte Pudeldame, die Partygänse und die Tanzmäuse, und sie alle wollen ein wildes Fest mit Tine Pellerine feiern.

    Albert Wendt, geboren 1948 in Borsdorf bei Leipzig, studierte Kulturwissenschaften und arbeitete als Bühnenhandwerker am Leipziger Schauspielhaus. Seit 1975 freischaffender Autor, hat zahlreiche Hörspiele geschrieben, mehrere preisgekrönte Kinderhörspiele. Er lebt in Kleinpösna bei Leipzig.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Der lebendige Charme von Ewigkeit
    Der Stadtgottesacker von Halle an der Saale
    Von Margarete Wohlan

    Die 94 Schwibbögen fallen zuerst auf: sandsteinerne Grabbögen, mit Reliefs und Inschriften versehen und kunstvoll durch Eisen- oder Holzgitter abgegrenzt. Der Hallesche Stadtgottesacker gilt nicht nur als Meisterwerk der Renaissance nördlich der Alpen, sondern ist auch Stadtgeschichte aus Stein. Familien von Industriellen, Universitätsprofessoren, höheren Beamten und Offizieren aus Halle wurden hier bestattet - unter ihnen die Eltern des Komponisten Georg Friedrich Händel, der Pietist August Hermann Francke und Philipp Friedrich Theodor Meckel, Sohn des Begründers der Pathologie und selbst bedeutender Anatom. Den zu DDR-Zeiten verfallenen Friedhof haben nach der Wende engagierte Hallenser mithilfe vieler kleiner und großer Privatspender wiederhergerichtet. 2011 wurde der Stadtgottesacker mit dem 'Bestattungen.de-Award' ausgezeichnet und ist heute im kollektiven Bewusstsein von Halle wieder verankert. Die 'Deutschlandrundfahrt' schlägt einen Bogen zwischen der Stadt und ihrem berühmten Gottesacker, zwischen toten und lebenden Hallensern.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • Unerwünscht
    Flüchtlinge in Südafrika
    Von Leonie March

    Die meisten Afrikaner fliehen nicht über das Mittelmeer nach Europa, sondern suchen Schutz auf dem Kontinent - zum Beispiel in Südafrika. Reporterin Leonie March hat nach den letzten fremdenfeindlichen Übergriffen in Durban eine Flüchtlingsfamilie aus dem Kongo begleitet und erzählt stellvertretend für viele andere deren Geschichte: obwohl anerkannte Flüchtlinge, sind sie schutzlos und unerwünscht.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Thorsten Jantschek

    Kleine Leute, große Fragen: Macht Reisen schlau?
    Von Ilka Lorenzen

    Welcher Friedensbegriff steckt hinter dem Friedensnobelpreis?
    Von Katharina Döbler

    Die Möglichkeit der Normen
    Gespräch mit Prof. Dr. Christoph Möllers, Humboldt-Uni Berlin

    Warum Philosophie studieren?
    Von Gerd Brednel

    Neues Zuhause - Geschichten vom Ankommen:
    Portrait Ines Geipel
    Von Sabine Adler

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Glaube in der Staatsverfassung
    Wie Muslime, Christen, Buddhisten und Hindus in Indonesien miteinander auskommen
    Gespräch mit der Pfarrerin Aguswati Hildebrandt Rambe

    Flüchtling unerwünscht
    Ein 13 Jahre altes, hochaktuelles Bilderbuch wird wieder aufgelegt
    Von Maria Riederer

    Zwischen staatlichen Erwartungen und Ansprüchen der Verbände
    Das Studienfach Islamische Theologie muss sich seine Unabhängigkeit erkämpfen
    Von Kemal Hür

    Von der Altenpflege in die Wissenschaft
    An der Katholischen Hochschule für Sozialwesen Berlin kann man neuerdings berufsbegleitend Soziale Gerontologie studieren und erfahren, wie Praxis und Theorie einander befruchten
    Von Rocco Thiede

    Kann die katholische Kirche in Sachen Ehe Barmherzigkeit walten lassen?
    Das Kirchenrecht bietet einen gewissen Spielraum
    Von Burkhard Schäfers

    Moderation: Anne Françoise Weber

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • Fluch und Segen der Popularität -
    Carl Orffs „Carmina Burana“
    Gast: Jos van Immerseel
    Moderation: Gerald Felber

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    Seitenwechsel
    Frauen im Männersport
    Von Yannick Lowin

    Ein Mann, der ein Damenteam trainiert: Nichts Ungewöhnliches. Eine Frau, die einer Herrenmannschaft vorsteht: Eine Sensation. Vor allem im Leistungssport. Dementsprechend groß war das Medienecho, das die Verpflichtung von Tina Bachmann für den Cheftrainerposten beim Hockey-Club HTC Uhlenhorst ausgelöst hat. Mittlerweile geht Bachmann in ihre zweite Saison als Trainerin einer männlichen Erstliga-Mannschaft. Im Fußball immer noch undenkbar. Hier haben es aber zumindest zwei Schiedsrichterinnen weit gebracht: Bibiana Steinhaus leitet seit einigen Jahren Partien der 2. Bundesliga. Riem Hussein ist dieses Jahr in die 3. Liga aufgestiegen. Doch alle diese Frauen bleiben Ausnahmen. Warum eigentlich und wie könnten es in Zukunft mehr werden?

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Spielregeln
    Deutschlands Theater im Wiederaufbau (2/2)
    Eine Gesprächsrunde mit Doris Schade, Egon Monk, Henning Rischbieter, Albert Hetterle, Rudolf Wessely
    Gesprächsleitung: Michael Hase
    Regie: Ulrike Brinkmann
    Ton: Martin Eichberg
    Produktion: DeutschlandRadio Berlin 1999
    Länge: 52’31
    (Wdh. v. 19.09.1999)

    Die alliierten Kulturoffiziere fördern und fordern ausländische Dramatik auf deutschen Bühnen.

    Anschließend:
    „Die Bühne als moralische und politische Anstalt: Revolution an der Rampe“
    von Klaus Werner / RIAS Schulfunk 1966 /Länge:29'38

    Mit Beginn des Kalten Krieges und der Teilung in zwei deutsche Staaten polarisiert sich der Spielbetrieb. Gefördert von den westlichen Alliierten, kommen zeitgenössische Dramatiker wie Shaw, Wilder, Miller, Sartre, Giraudoux auf die Bühnen. Im Osten sucht man nach einem Wandel in der Ästhetik, ausgehend von einer einheitlichen Zielsetzung und Methodik, die dem kollektiven Anspruch des Sozialismus auch in der Kultur Rechnung tragen soll, ohne das 'bürgerliche Erbe' zu verleugnen. Man hofft besonders auf die aus Gefangenschaft und Emigration heimkehrenden Autoren, Schauspieler und Regisseure, denen die restaurativen Tendenzen im westlichen Teil Deutschlands missfallen. Die anfängliche Offenheit endete mit der Einflussnahme politischer Kräfte, die die künstlerische Aussage im Dienst der Politik vereinheitlichen wollten.

    Doris Schade (1924-2012), Egon Monk (1927-2007), Albert Hetterle (1918-2006), Henning Rischbieter (1927-2013), Michael Hase (1936-2009). Rudolf Wessely feierte am 19.01.2015 seinen 90. Geburtstag.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Live aus dem Konzerthaus Berlin

    Leonard Bernstein
    Ouvertüre zu "Candide"

    Kurt Weill
    Sinfonie Nr. 2

    George Gershwin
    "Rhapsody in blue" für Klavier und Orchester

    Leonard Bernstein
    Symphonic Dances aus "West Side Story"

    Lahav Shani, Klavier
    Rundfunk-Sinfonieorchester Berlin
    Leitung: Lahav Shani

    Amerika - ganz nah! Alle Komponisten des Konzertprogramms sind Amerikaner mit europäischen Wurzeln - wie alle nichtfarbigen Amerikaner. Ihre Musiksprache kommt aus der Alten Welt und bringt zugleich die Neue Welt zu Gehör.

  • Dem Zweifel abgerungen
    Die Musik des Paul Dukas
    Von Sabine Fringes

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Birgit Kolkmann

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Vladimir Balzer

    Wahlen in Weissrussland: Hoffnungen der Künstler
    Gespräch mit der Künstlerin und Aktivistin Marina Naprushkina

    Nordlichter: warum die skandinavische Kunstszene boomt
    Von Carsten Probst

    Kulturpresseschau
    Von Adelheid Wedel