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Freitag, 03.10.2014

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Klangkunst

    Approaching Nothing
    Von Lawrence English
    Produktion: Autorenproduktion 2014
    Länge: 30'31
    (Ursendung)

    „Approaching Nothing“ von Lawrence English ist das Remake von einem bahnbrechenden Werk der Klangkunst: 1967 stellte Luc Ferrari mit "Presque rien No. 1"geläufige Kompositionsstrategien radikal in Frage.

    Anschließend:
    Presque Rien No. 1 (Le Lever Du Jour Au Bord De La Mer)
    von Luc Ferrari
    Länge: 20‘54

    Luc Ferraris Stück "Presque rien No. 1, le lever du jour au bord de la mer" ("Fast nichts Nr. 1, Tagesanbruch an der Küste") aus dem Jahr 1967 ist ein Meilenstein der Klangkunst. Das Stück komprimiert Aufnahmen eines Tages am Strand von Vela Luka, einem Hafenstädtchen im heutigen Kroatien, auf 21 Minuten. Das streng dokumentarische Tonmaterial offenbart erst bei genauem Hinhören die Hand des Komponisten: ein Zusammenschnitt stark verdichteter und bewusst angeordneter Klangepisoden. Knapp ein halbes Jahrhundert später legt der australische Komponist Lawrence English eine Interpretation des Klassikers vor. Dazu reiste er mit neuester Aufnahmetechnik an den Ort der Originalaufnahmen. Englishs Stück "Almost Nothing" ist nicht nur eine Hommage an diesen Meister der Klangkunst, sondern macht die Veränderungen der Klangsignatur des Fischerdorfes seit den 60er-Jahren hörbar.

    Im Anschluss an dieses Stück sendet Deutschlandradio Kultur das Original.

    Lawrence English, geboren 1976, lebt als Komponist, Medienkünstler und Labelbetreiber in Brisbane/Australien.

    Luc Ferrari (1929-2005) war ein bedeutender Klangkünstler, Komponist und Hörspielmacher. Gründungsmitglied der Groupe de recherches musicales in Paris.

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    In Concert

    Jazzdor Strasbourg-Berlin 2014
    Kesselhaus Berlin
    Aufzeichnungen vom 03. bis 06.06.2014

    Vincent Peirani & Emile Parisien

    Papanosh

    Edward Perraud Synaesthétic Trip

    Théo Ceccaldi Trio

    Jozef Dumoulin / Ellery Eskelin / Dan Weiss

    Moderation: Matthias Wegner

    Fünf besonders bemerkenswerte Konzerte, darunter drei Deutschlandpremieren, vom diesjährigen Jazzdor-Festival in Berlin

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
    04:00 Uhr
    Nachrichten
    05:00 Uhr
    Nachrichten
  • 06:00 Uhr

    Nachrichten

  • Deutsche Lebensläufe
    Regina Menzel und Max Stäpel
    Von Birte Lock und Renate Schönfelder
    Deutschlandradio 1995 und 2010

    Nach dem Fall der Mauer haben sie sich kennen und lieben gelernt: Max Stäpel stammt aus der Nähe des Bodensees und Regina Menzel aus Ostberlin. Im Februar 1995 waren die beiden zu Gast im Deutschlandradio Kultur und erzählten, wie ungewöhnlich und zugleich romantisch ihr erster Kontakt war. Damals, gut fünf Jahre nach dem Fall der Mauer, ging es noch viel um Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen West- und Ostdeutschen. Beide entdeckten das jeweils andere Deutschland auf eigene Weise. Regina Menzel arbeitete zu dem Zeitpunkt in Westberlin und Max Stäpel zog vom West-Berliner Bezirk Schöneberg in den ehemaligen Ostteil der Stadt. Dort lebten sie als eine Art "Ost- West-Lebensgemeinschaft". In den 15 Jahren seit der ersten Sendung hat sich beider Leben grundlegend verändert - worüber sie ausführlich Auskunft geben.

  • Pfarrer Jörg Machel
    Evangelische Kirche

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • Ich bin 25
    Geboren, als die Mauer fiel
    Von Pfarrerin Gabriele Herbst
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Lotta hat einen Plan
    Von Daniel Napp
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Sauerländer Audio
    Moderation: Patricia Pantel

    Wenn Lotta es nicht schafft, das Kleid für Donna Anna pünktlich zum Theater in Wienburg zu bringen, fällt die Premiere ins Wasser.

    Lottas Mama ist Gewandmeisterin für das Stadttheater in Wienburg. Da Mama krank ist, kann sie das geänderte Kostüm von Donna Anna nicht selbst zum Theater bringen. Doch zum Glück hat ihre Tochter Lotta einen Plan, wie das Kostüm dennoch pünktlich zur Aufführung kommen kann.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Wolfsmutter
    Von Maraike Wittbrodt
    Ab 7 Jahren
    Regie: Wolfgang Rindfleisch
    Komposition: Frank Merfort
    Mit: Lyonel Holländer, Henriette Brunner, Nele Rosetz, Christian Gaul, Antonia Brunner, Winnie Böwe, Lenz Lengers, Steffi Kühnert, Fabian Hinrichs, Hartwig Tegeler
    Produktion: Deutschlandradio Kultur 2014
    Länge: 47'52
    (Ursendung)
    Moderation: Patricia Pantel

    Paul spioniert seiner Mutter nach, er entdeckt sie mitten unter Wölfen.

    Josis und Pauls Mutter ist Biologin. Sie liebt Experimente. Heute macht sie eins mit ihrer Familie. Sie beobachtet, wie lange es dauert, bis einer anfängt, das Abendbrot vorzubereiten. "Das machen wir doch nie", beschwert sich Paul. Was ist nur mit Mama los? Plötzlich hat sie eine neue Frisur, ist ständig in der Stadt unterwegs und als Vater am Wochenende zu einem Kongress fährt, da will sie auch verreisen - aber alleine, ohne die Kinder. Paul will wissen, was sie vorhat. Er fährt ihr nach und ist sehr überrascht, als er sie mitten unter Wölfen wiederfindet.

    Maraike Wittbrodt, geboren 1953 in Berlin, studierte Philosophie und Soziologie, arbeitet als Kinder- und Jugendtherapeutin. Schreibt Texte für Film und Hörfunk.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Immer noch ein bisschen Grenze
    Die Elbe zwischen Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern
    Von Ulrike Köppchen
    (Wdh. v. 01.10.2011)

    Eine weit verzweigte Flusslandschaft mit Mäandern, Dünen und Auen, ein Naturparadies und Biosphärenreservat, in dem seltene Vögel brüten - so sieht die knapp 100 Kilometer lange, ehemalige "blaue Grenze" zwischen DDR und alter Bundesrepublik heute aus. Früher säumten Wachtürme zwischen Schnackenburg und Lauenburg das Elbufer, patrouillierten Grenzboote auf dem Fluss. Einmal, in den 60er-Jahren, wäre hier fast ein Krieg ausgebrochen:
    Ein westliches Vermessungsschiff kam für den Geschmack der DDR-Grenzer ihrem Hoheitsgebiet zu nahe und es wurden auf der einen Elbseite sowjetische und auf der anderen Seite britische Panzer in Stellung gebracht. Mehr als zwei Jahrzehnte nach der deutschdeutschen Vereinigung ist dieser Elbstreifen immer noch ein bisschen Grenze: Es gibt kaum Brücken zwischen Ost und West. Und da, wo eine gebaut werden soll, zwischen Darchau und Neu-Darchau, tobt seit Jahren ein Verwaltungskrieg, weil die im Westen, so sagen sie im Osten, gar keine Brücke wollen.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Sonja Gerth

  • Gott sei Dank
    Das zweite Leben der Franziska Dinter
    Von Ellen Häring

    In Deutschland sorgen still und leise Hunderttausende von Ehrenamtlichen dafür, dass arme Menschen ein Leben in Würde führen können. Eine davon ist Franziska Dinter. Die Frisörmeisterin bietet in Berlin und Brandenburg ihre Dienste denjenigen an, die sich keinen Frisör leisten können - es sind Obdachlose und Bedürftige. Dabei lebt Franziska Dinter selbst von einer winzigen Rente in bescheidenen Verhältnissen.
    Seit sie - wie durch ein Wunder - einen Verkehrsunfall überlebt hat, ist sie schwerbeschädigt und erwerbsunfähig. Ihrem zweiten Leben will sie einen besonderen Sinn geben. Sie gibt das weiter, was sie gelernt hat: Haare schneiden. Und meint es wörtlich, wenn sie Gott sei Dank sagt.
    Ellen Häring war mit der Frisörin für Obdachlose unterwegs.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • 13:05 Uhr

    Werkstatt

    Reden wir vom Ich
    Sachbücher im "Literarischen Colloquium Berlin"
    Mit Heinz Bude und Sven Reichardt
    Moderation: Rene Aguigah und Jens Bisky
    Aufzeichnung der öffentlichen Veranstaltung vom 30.09.2014

    Auf der Suche nach der Mentalität der Bundesrepublik - mit dem Soziologen Heinz Bude ("Gesellschaft der Angst") und dem Historiker Sven Reichardt ("Authentizität und Gemeinschaft").

    "Was geht mich denn Vietnam an, ich habe Orgasmusschwierigkeiten": Mit diesem Spruch provozierte die hedonistische Linke sowohl Apparatschiks als auch Theoretiker. Die Revolution sollte beim Ich beginnen, über das authentisch zu reden gar nicht so einfach war. Gerade deshalb hat das linksalternative Milieu neue Formen der Gemeinschaft hervorgebracht und mit ihnen die alte Bundesrepublik verändert. Was ist davon in einer Gesellschaft geblieben, die sich gerne einredet, politische Entscheidungen seien "alternativlos"? Angst? Angst, sagt der Soziologe Heinz Bude, ist ein wichtiger Erfahrungsbegriff für das Empfinden und die Hoffnungen der Leute: "In Begriffen der Angst wird deutlich, wohin die Gesellschaft sich entwickelt." Der Historiker Sven Reichardt hat unter dem Titel "Authentizität und Gemeinschaft" eine Kulturgeschichte des linksalternativen Lebens in den Siebzigern und frühen Achtzigern verfasst. Heinz Bude nennt seine neue Gegenwartsdiagnose "Gesellschaft der Angst". Wie schreibt man über Milieus und Erwartungen, über das Ich der Einzelnen und Gemeinschaften? Was leistet die Zeitgeschichte zur Erhellung der Gegenwart und was die Soziologie zum Verständnis des Gewesenen?

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Literatur

    Getrennt vereint
    Das deutsch-deutsche Gespräch über russische Literatur
    Von Eveline Passet

    Wie Russischübersetzer den "eisernen Vorhang" durchlöcherten. Eine unbekannte Geschichte.

    Die Rezeption der russischen Literatur im deutschsprachigen Raum war von Anfang an mehr durch politische als durch ästhetische Erwägungen geprägt. Mit der Teilung Europas verschärfte sich dies noch einmal. Den Hardlinern in Ost wie West war sie Kampfinstrument in der Konkurrenz der Systeme, den Verfechtern der Entspannungspolitik Transportmittel von Wahrheit an Konvention und Zensur vorbei. Dies- wie jenseits der Mauer sahen die Anhänger eines demokratischen Sozialismus in ihr eine Plattform der gesellschaftlichen Selbstverständigung, an der sich Veränderungen in der UdSSR ablesen ließen. Und je weiter die innerdeutschen politischen Beziehungen voranschritten, desto zahlreicher wurden auch die Verlagskooperationen. Doch wenn die Programmlinien zunehmend übereinstimmten, so mögen die Motive der Herausgeber unterschiedliche gewesen sein, ebenso die zugrundeliegenden Interpretationen. Die Verfasserin, selbst Russischübersetzerin, erkundet im Gespräch mit Kollegen, Verlagslektoren und forschenden Slawisten von einst und heute den deutsch-deutschen Dialog über russische Literatur in Zeiten des Kalten Krieges und fragt, ob mit Perestrojka und Wiedervereinigung nun kunstimmanente Faktoren stärker in den Fokus der Rezipienten gerückt sind.

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • 16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Sonja Gerth

  • 17:30 Uhr

    Lesung

    Aus "Ein Tag im Jahr" von Christa Wolf
    Gelesen von der Autorin
    (Wdh. v. 21.03.2004)

  • 18:00 Uhr

    Nachrichten

  • Eine Schatzkammer - Das Yung Yidish Book Museum im Busbahnhof von Tel Aviv
    Von Stefanie Oswalt

    Das koschere Herzensrestaurant in Nizza - jüdische Armenspeisung mal ganz anders
    Von Robert Fishman

    Zum Schabbat bzw. zum höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur (Versöhnungstag): das Kol Nidrej Gebet, gesungen von Kantor Adolphe Attia aus Paris

    Moderation: Mirjam Reusch-Helfrich

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Krieg und Traumata
    Niemandsland (1/3)
    Sassoon
    Von Pat Barker
    Aus dem Englischen von Matthias Fienbork
    Bearbeitung und Regie: Leonhard Koppelmann
    Komposition: Veronica Kupzog
    Mit: Ernst Jacobi, Dieter Mann,Werner Wölbern u.v.a.
    Ton: Katja Zeidler
    Produktion: NDR 2003
    Länge: 84’23
    (Teil 2 am 05.10.2014)

    1914 hatte sich der britische Dichter Siegfried Sassoon freiwillig zum Kriegseinsatz gemeldet. 1917 veröffentlichte er ›Schluss mit dem Krieg‹. Es folgten Kriegsgericht und Psychiatrie.

    Der britische Dichter und Leutnant Siegfried Sassoon meldete sich 1914 freiwillig zum Kriegseinsatz, doch 1917 veröffentlichte er in einem Akt bewusster Missachtung der militärischen Autorität seine Stellungnahme ›Schluss mit dem Krieg‹. Sassoon landet nicht vor einem Kriegsgericht, sondern in einer Nervenheilanstalt. Sein Psychiater Dr. Rivers, ein humanistisch gesinnter Bürger, behandelt traumatisierte Soldaten für seine Zeit sehr fortschrittlich: Statt durch Elektroschocks, will er sie im Gespräch heilen. Allerdings nur, damit sie wieder fronttauglich werden - ein Zwiespalt, der Dr. Rivers schmerzlich bewusst ist.

    Pat Barker, geboren 1943 in Thornaby-on-Tees, wuchs als uneheliches Kind bei ihren Großeltern im Arbeitermilieu Nordenglands auf. Barker unterrichtete Geschichte und Politik, bevor 1982 ihr erster Roman veröffentlicht wurde. Internationale Aufmerksamkeit erhielt die Schriftstellerin für ›The Regeneration Trilogy‹ (1991-1995), die literarische Vorlage für ›Niemandsland‹.

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 28.09.2014

    Benjamin Britten
    Sinfonie für Violoncello und Orchester op. 68

    Anton Bruckner
    Sinfonie Nr. 4 Es-Dur "Romantische"

    Steven Isserlis, Violoncello
    Deutsches Symphonie-Orchester Berlin
    Leitung: Robin Ticciati

  • "Für Mahler hat er richtig draufgezahlt"
    Die Rückkehr des Verlages Edition Peters nach Leipzig
    Von Bettina Brand
     

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Ulrike Stengel und Robert Brammer

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Anke Schaefer

    u.a.
    Schwergewicht: Hermanis macht "Tosca" mit Barenboim an der Staatsoper Berlin
    Von Uwe Friedrich

    Robert Wilson inszeniert in Paris Genets "Les Nègres"
    Von Eberhard Spreng

    Cosima von Bonin. Hippies Use Side Door - Ausstellung in Wien
    Von Anna Soucek

    Kulturpresseschau
    von Arno Orzessek