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Sonntag, 10.01.2016

  • 00:00 Uhr

    Nachrichten

  • 00:05 Uhr

    Literatur

    Dichtung und Wahrheit
    Fiktion und Wirklichkeit im autobiografischen Roman
    Von Peter Urban-Halle
    (Wdh. v. 10.06.2012)

    "Autobiografischer Roman" oder "fiktionsfreie Fiktion" sind Phänomene, die in den letzten Jahren nicht nur in der deutschsprachigen Literatur gehäuft anzutreffen sind.

    Karl Ove Knausgård erweitert mit seinem sechsbändigen Lebensbericht 'Mein Kampf', deren fünfter Band 'Träumen' gerade für große Begeisterung und auch heftige Ablehnung sorgt, die Grenzen und Möglichkeiten der Literatur: Das Werk ist radikal autobiografisch, es verzeichnet manisch und detailverliebt noch das Banalste. Der Norweger breitet sein Leben aus und lässt, so scheint es, nichts aus. Knausgård steht damit nicht allein. Navid Kermani hat mit 'Dein Name' ein 1200 Seiten langes Buch "über alles" verfasst, Knud Romer provozierte die literarische Öffentlichkeit Dänemarks mit einem Roman, dessen Erzähler und Held denselben Namen tragen wie er, der Autor. In Frankreich führt man die sogenannte Autofiction bereits als eine eigene Gattung. Warum entstehen solche Bücher? Der nordamerikanische Literat David Shields spricht vom Wirklichkeitshunger des Publikums, der dänische Literaturwissenschaftler Poul Behrendt vom doppelten Anspruch des Autors, Wahres wie Erfundenes geschrieben zu haben. Ist das eine postmoderne Erscheinung? Oder ist die Vermischung von Dichtung und Wahrheit viel älter?

  • 01:00 Uhr

    Nachrichten

  • 01:05 Uhr

    Tonart

    Chansons und Balladen
    Moderation: Jürgen Liebing

    02:00 Uhr
    Nachrichten
    03:00 Uhr
    Nachrichten
  • 04:00 Uhr

    Nachrichten

  • 04:05 Uhr

    Tonart

    Clublounge
    Moderation: Mathias Mauersberger

    05:00 Uhr
    Nachrichten
    06:00 Uhr
    Nachrichten
  • Eckankar

  • 07:00 Uhr

    Nachrichten

  • 07:05 Uhr

    Feiertag

    Die verborgenen Jahre. Kindheit und Jugend Jesu
    Von Pastor Dietrich Heyde
    Evangelische Kirche

  • 07:30 Uhr

    Kakadu

    Erzähltag
    Lidia und das Drama mit Mister Blue
    Von Mara Schindler
    Ab 6 Jahren
    Produktion: Deuschlandradio Kultur 2015
    Moderation: Patricia Pantel

    Der neue Fisch für Papas Aquarium ist leider ein Raubfisch, wie Lidia entsetzt feststellt, als alle anderen Fische plötzlich verschwunden sind.

    Leider hat Lidia nicht aufgepasst, was für einen Fisch sie da für Papas Aquarium gekauft hat. Sie fand, der sah einfach toll aus. So blau und stattlich und rund, mit kleinen durchsichtigen Flossen und roten Punkten am Bauch. Der würde ein bisschen Schwung in Papas Aquarium bringen, hatte Lidia gedacht. Ihr Papa würde sich sicher darüber freuen, wenn er von seiner Dienstreise zurückkommen würde und sie endlich alle zusammen seinen Geburtstag nachfeiern könnten. Dass Mister Blue, wie Lidia den Fisch getauft hatte, alle anderen Fische in Papas Aquarium einfach auffressen würde, damit war doch wirklich nicht zu rechnen. Und als Lidia in den Zooladen rannte, um von der Verkäuferin Ersatzfische einzufordern, sagte die nur: "Tut mir leid, das war dein eigenes Risiko, für den Schaden kommen wir nicht auf!" und verweist auf das Schild: Gemeiner Linksflossenbläuling, Raubfisch, Einzelhaltung wird empfohlen. Zum Glück trifft Lidia Benjamin, der eine Idee hat.

  • 08:00 Uhr

    Nachrichten

  • 08:05 Uhr

    Kakadu

    Hörspieltag
    Herr Burczik hat sonst nie Besuch
    Von Franz Zauleck
    Ab 7 Jahren
    Regie: Barbara Plensat
    Komposition: Lutz Glandien
    Mit: Winnie Böwe, Jürgen Holtz, Ulrich Matthes, Gudrun Ritter
    Produktion: DeutschlandRadio Berlin 2002
    Länge: 44'55
    Moderation: Patricia Pantel

    Seit zwei Wochen wohnt ein kleiner Mann bei der Zeitungsfrau im Kiosk. Nun macht sie Urlaub und sucht ein neues Zuhause für ihn.

    Herr Burczik ist ein älterer Herr, der regelmäßig zum Zeitungskiosk am Bahnhof geht und dort die Fernsehzeitung kauft. Eines Tages sitzt im Zeitungskiosk ein kleiner Herr, ungefähr 80 Zentimeter groß, heißt Herr Ping und hat kein Zuhause. Seit zwei Wochen hat ihn die Zeitungsfrau im Kiosk untergebracht, doch morgen macht sie Urlaub. Da lässt sich Herr Burczik überreden, den kleinen Herrn Ping mit zu sich nach Hause zu nehmen. Schnell wird der kleine Herr unverschämt, er badet im Toilettenspülkasten, mäkelt am Essen herum und will im Kühlschrank wohnen. Doch als er eines Tages verschwunden ist, da fehlt er dem alten Herrn Burczik sehr.

    Franz Zauleck, geboren 1950 in Berlin. Lebt und arbeitet als Illustrator, Kinderbuchautor, Grafiker, Dozent und Bühnenbildner in Berlin.

  • 09:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Rätselmagazin
    Katzen
    Moderation: Matthias Hanselmann

    Musikalische Histörchen

    Brillant oder Bullshit

    10:00 Uhr
    Nachrichten
  • 11:00 Uhr

    Nachrichten

  • Tatorte in friedlicher Landschaft
    Der Niederrhein zwischen Holland und Westfalen
    Von Mandy Schielke
    (Wdh. v. 20.04.2013)

    "Wenn es einen landschaftlichen Ausdruck für Pazifismus gäbe hier ist er", meinte Joseph Roth 1925 über die niederrheinische Stadt Kleve. Diese flache Gegend mit ihren Flüssen, Mooren und Heideflächen hat so gar nichts Dramatisches. Vielleicht ist der Niederrhein ja gerade deshalb so inspirierend für das Verbrechen, das in Uedem, Goch, Emmerich und eben auch in Kleve seinen Lauf nimmt. Davon erzählen zumindest kriminalistische Heimatromane aus dieser Region. Doch was ist Fiktion, was Wirklichkeit? Was erzählen zum Beispiel die Kriminalgeschichten des Autorentrios Leenders/Bay/Leenders über die Menschen, die in dieser Gegend Deutschlands leben und denen nachgesagt wird, dass sie sich so ungern streiten? Und was über die Region, die meistens durch das definiert wird, was sie nicht ist: nicht die Niederlande, nicht Westfalen, nicht das Münsterland und erst recht nicht die Eifel.

  • 12:00 Uhr

    Nachrichten

  • 12:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages
    Moderation: Sonja Gerth

  • Tristan und Rike
    Leben mit einem sterbenskranken Kind
    Von Nathalie Nad-Abonji

    Kinder wie Tristan und Mütter wie Rike trifft man nicht auf dem Spielplatz, nicht im Spaßbad und auch nicht in der Eislaufhalle. Tristan, der Sohn, ist schwerst behindert - geistig und körperlich. Er hat einen seltenen Gendefekt, an dem deutschlandweit nur etwa 40 Kinder leiden. Der knapp zehnjährige Junge braucht für alles Hilfe. Für Rike, seine alleinstehende Mutter, ist die Pflege ihres Sohnes zur Lebensaufgabe geworden. Nathalie Nad-Abonji über das Laben mit einem sterbenskranken Kind.

  • 13:00 Uhr

    Nachrichten

  • Das Philosophiemagazin
    Moderation: Joachim Scholl

    Kleine Leute, große Fragen: Wozu brauchen wir Gefühle?

    Der philosophische Wochenkommentar: Wisch und weg
    Von Harald Stübing

    Das geniale Gedächtnis
    Gespräch mit der Hirnforscherin Hannah Monyer und dem Philosophen Martin Gessmann

    Partyspaß mit Kant
    Gespräch mit Nicolas Mahler, Comic-Zeichner

    3 Fragen an Margot Käßmann

  • 14:00 Uhr

    Nachrichten

  • 14:05 Uhr

    Religionen

    Wie ist Gott entstanden?
    Wissenschaftler rekonstruieren eine Evolution der Religionen
    Von Michael Hollenbach

    Verlässt die Seele den Körper oder spielt das Gehirn verrückt?
    Nahtod-Erfahrungen werden auch von Medizinern sehr unterschiedlich interpretiert
    Von Dieter Bub

    Macht Glauben gesund oder krank?
    Gespräch mit dem Religionspsychologen Michael Utsch

    Kann und darf Kunst Gott lästern?
    Ein neuer Sammelband stellt Glaubenskritik in Film, Kunst und Literatur zusammen, vernachlässigt aber den Islam
    Rezensiert von Bernd Sobolla

    Moderation: Anne Françoise Weber

  • 15:00 Uhr

    Nachrichten

  • „Wer kümmert sich um das Mögliche, wenn man das Unmögliche will?“
    Pierre Boulez als Dirigent
    Moderation: Olaf Wilhelmer

    16:00 Uhr
    Nachrichten
  • 17:00 Uhr

    Nachrichten

  • 17:05 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport
    Moderation: Sonja Gerth

  • 17:30 Uhr

    Nachspiel

    Das Sportmagazin

    18:00 Uhr
    Nachrichten
    18:05 Uhr
    Nachspiel

    St. Moritz in Brandenburg
    Skispringen im Oderbruch
    Von Alexa Hennings

    Brandenburgische Visionäre gründeten Anfang der 20er-Jahre einen Skiverein und bauten an einem Hügel von Bad Freienwalde eine Skisprungschanze. Später geriet die verrücke Idee, aus dem Kurort ein märkisches St. Moritz zu machen, etwas ins Hintertreffen. Bis sich im Jahr 2001 genügend Enthusiasten fanden, das Vorhaben neu anzukurbeln. Noch ist jedoch nichts zu sehen von einer Wintersportarena für 40000 Zuschauer oder einem Wintersportleistungszentrum für Skispringer. Die Pläne waren so hochfliegend, wie es eben zum Skispringen passt. Aber immerhin: Es gibt inzwischen drei Schanzen, auf denen trainiert wird und Wettkämpfe stattfinden. In Ermangelung von Schnee meist auf Matten.

  • 18:30 Uhr

    Hörspiel

    Auf dem Turm (3/6)
    Von Gert Hofmann
    Regie: Hans Ulrich Minke
    Mit: Heiner Schmidt
    Ton: Hansjörg Saladin
    Produktion: RIAS Berlin 1983
    Länge: 88’26
    (Wdh. v. 16.11.1983)
    (Teil 4 am 17.01.2016)

    Auf dem Weg zum Turm, der Touristenattraktion, erfährt das Paar verstörende Geschichten über den Ort und seine Einwohner.

    Auf dem Weg zum Turm, der gepriesenen Touristenattraktion, führt der Kustode das Paar in die Geschichte des sizilianischen Orts D. ein. Auf dem Marktplatz, wo weniger Handel getrieben, dafür umso mehr Revolutionäre exekutiert wurden, erzählt er vom spezifischen Beruf des Füßeziehers. Die schwangere Frau will jetzt zurück ins Hotel. Der zweifelhafte Rundgang strengt sie an. Ihr Mann dagegen will das Kind nicht und treibt sie weiter: Was, wenn sie auf den unbefestigten Straßen vielleicht stürzen würde? Nur ein kleiner Sturz, keine ernsthafte Verletzung, gerade ausreichend.

    Gert Hofmann (1931-1993), deutscher Schriftsteller, lehrte Germanistik an mehreren ausländischen Universitäten, u.a. Paris, Berkeley und Ljubljana. Schrieb zahlreiche Hörspiele. Auszeichnungen u.a.: Ingeborg-Bachmann-Preis 1979, Hörspielpreis der Kriegsblinden 1983 für 'Die Brautschau des Dichters Robert Walser' (NDR 1982).

  • 20:00 Uhr

    Nachrichten

  • 20:03 Uhr

    Konzert

    Philharmonie Berlin
    Aufzeichnung vom 10.01.2016

    Maurice Ravel
    "Ma mère l'oye" Suite für Orchester

    Henri Dutilleux
    "L'arbre des songes" Konzert für Violine und Orchester

    Modest Mussorgsky
    Bilder einer Ausstellung (Orchesterfassung von Maurice Ravel)

    Renaud Capucon, Violine
    Staatskapelle Berlin
    Leitung: Antonio Pappano

  • „Ein Rinnsal namens Tod“
    Rituale der Trauer im Werk von Pierre Boulez
    Von Olaf Wilhelmer
    (Wdh. v. 02.04.2010)

  • 22:30 Uhr

    Studio 9

    Themen des Tages mit Sport

  • 23:00 Uhr

    Nachrichten

  • 23:05 Uhr

    Fazit

    Kultur vom Tage
    Moderation: Eckhard Roelcke

    Rissiger Alltag:
    Franz Xaver Kroetz' "Mensch Meier" im Residenztheater München

    "Das utopische Versprechen des Internets"
    Podiumsdiskussion in Berlin, Akademie der Künste

    Es darf geraucht werden:
    Die neue ZDFneo-Talkshow "Schulz & Böhmermann"