Seit 20:03 Uhr Konzert

Freitag, 20.07.2018
 
Seit 20:03 Uhr Konzert

Tonart | Beitrag vom 11.07.2018

"Praemium Imperiale" für Riccardo MutiEin herausragender Dirigent

Von Rainer Pöllmann

Beitrag hören
Der italienische Dirigent Riccardo Muti während des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker. (AFP / APA / HANS PUNZ )
Der italienische Dirigent Riccardo Muti während des Neujahrskonzerts der Wiener Philharmoniker. (AFP / APA / HANS PUNZ )

Einmal jährlich verleiht das japanische Kaiserhaus den renommierten "Praemium Imperiale"-Preis. In diesem Jahr geht er an den italienischen Dirigenten Riccardo Muti.

Der "Praemium Imperiale" wird seit 1989 einmal im Jahr vom japanischen Kaiserhaus verliehen und gilt als "Nobelpreis der Künste". Der Preis wird in fünf Sparten vergaben: Malerei, Bildhauerei, Architektur, Darstellende Künste und Musik.

"Keine besonders exzentrische Wahl"

In diesem Jahr geht der Musikpreis an den 76-jährigen Italiener Riccardo Muti. Er war Chefdirigent an der Mailänder Scala, lange Zeit Chef des Philadelphia Orchestra und derzeit Leiter des Chicago Symphony Orchestra.

"Es ist keine besonders exzentrische Wahl, aber natürlich hat Riccardo Muti diesen Preis absolut verdient", meint Rainer Pöllmann, Musikredakteur im Deutschlandfunk Kultur.

Muti sei ein herausragender Dirigent, mit einem starken Akzent auf dem italienischen Repertoire, aber auch zum Beispiel auf Mozart. Muti ist ein weltweit bei Opernhäusern und Orchestern gern gesehener Gast und seit 1971 bei den Salzburger Festspielen.

Prominenz erhöht die Chancen

Mit dem Praemium Imperiale wird nicht ein bestimmtes Werk ausgezeichnet, sondern das Lebenswerk eines Künstlers. Zu den Preisträgern zählen unter anderem Pierre Boulez, Arvo Pärt oder Daniel Barenboim.

"Ein gewisser Grad an Prominenz ist wohl schon Voraussetzung, um diesen Preis zu bekommen", sagt Pöllmann. Zwar bilde die klassische Hochkultur das Fundament des Preises. Doch zuletzt erhielten auch Musiker aus Jazz und Pop den Preis.

Mehr zum Thema

Riccardo Muti dirigiert in Teheran - "Unglaublicher Durst nach Konzerten"
(Deutschlandfunk Kultur, Tonart, 06.07.2017)

Sternstunden - Muti dirigiert Schumann
(Deutschlandfunk, Historische Aufnahmen, 08.12.2016)

Tonart

Arte-Doku Prince - "Sexy Mother F*****""Prince ging immer"
Prince Rogers Nelson auf der "Purple Rain"-Tour. (Imago/Cinema Publishers Collection)

Als Prince im April 2016 überraschend und unerwartet starb, herrschte bei seinen Fans tiefe Trauer. Für Arte hat Regisseur Oliver Schwabe nun eine Doku produziert und dafür viele Weggefährten des Künstlers interviewt. Und er zeigt: Prince war ein Workaholic.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur