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Kulturnachrichten

Samstag, 21. April 2018

Portman rechtfertigt Verzicht auf Preisverleihung

Die Schauspielerin stehe kritisch zur Führung Israels

Hollywood-Star Natalie Portman hat ihren Verzicht auf eine prestigeträchtige Preisverleihung in Jerusalem mit Kritik an der Regierung Israels begründet. Sie habe den Eindruck vermeiden wollen, dass sie den als Redner geladenen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu unterstütze, erklärte Portman auf Instagram. In ihrer Mitteilung heißt es: "Wie viele Israelis und Juden in aller Welt kann ich kritisch zur Führung Israels stehen, ohne die gesamte Nation boykottieren zu wollen." Die in Israel geborene Schauspielerin sollte Ende Juni mit dem Genesis-Preis 2018 ausgezeichnet werden, der auch als "jüdischer Nobelpreis" bezeichnet wird. Sie hatte ihre Teilnahme an der Preisverleihung "aus politischen Gründen" abgesagt.

Denkmal soll an Rupert Neudeck erinnern

Festakt mit Schäuble am 12. Mai geplant

In Troisdorf bei Bonn erinnert künftig ein Denkmal an den vor zwei Jahren gestorbenen Cap-Anamur-Gründer Rupert Neudeck. Die Kosten für das Denkmal werden nach Angaben der Stadt von ehemaligen vietnamesischen Flüchtlingen in Deutschland getragen. Neudeck habe mit seiner Hilfsorganisation Cap Anamur mehr als 11.300 vietnamesische Bootsflüchtlinge «oft vor dem sicheren Tod» gerettet, hieß es zur Begründung. Enthüllt werden soll das Denkmal mit einem Festakt am 12. Mai, zu dem unter anderen Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble erwartet wird. Rupert Neudeck war am 31. Mai 2016 verstorben. Er hatte 1979 mit Unterstützung des Schriftstellers Heinrich Böll das Komitee "Ein Schiff für Vietnam" gegründet, das bis 1982 mehr als 11.000 "boat people" im Chinesischen Meer rettete. Daraus ging 1982 das Komitee Cap Anamur/Deutsche Notärzte hervor. 2002 rief der Journalist die interreligiöse Organisation «Grünhelme» ins Leben, in der sich junge Handwerker verpflichten, beim Aufbau von Häusern, Dörfern oder zerstörten Wasserleitungen in Krisengebieten zu helfen.

Belgien erklärt deutsches U-Boot zum Kulturerbe

U-Boot vom Typ UB29 wurde 2017 vor Ostende entdeckt

Belgien hat ein vor Ostende entdecktes deutsches U-Boot und zwei weitere Wracks aus dem Ersten Weltkrieg als Kulturerbe anerkannt. Das erklärte der zuständige Minister Philippe De Backer in Brügge bei der Eröffnung einer Ausstellung zum 100. Jahrestag des britischen Angriffs auf damals von Deutschland besetzte belgische Hafenstädte. An der Feier nahmen auch der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet und die britische Prinzessin Anne teil. Laschet war bei der Feier der offizielle Vertreter Deutschlands. Neben dem 2017 entdeckten U-Boot vom Typ UB29 gelten nun auch die Wracks eines britischen Kanonenboots und eines französischen Torpedoboots als Kulturerbe. Die drei Wracks erzählten ein düsteres Kapitel der europäischen Geschichte, die aber gleichwohl in Erinnerung behalten werden müsse. Das deutsche U-Boot war im vergangenem Sommer vor der belgischen Küste aufgespürt worden. Die belgischen Behörden vermuten, dass es im Ersten Weltkrieg mit 22 Besatzungsmitgliedern unterging.

Art Cologne Award for New Positions für Lito Kattou

Zypriotische Künstlerin überzeugte durch ihre eigene Bildsprache

Auf der internationalen Kunstmesse Art Cologne in Köln hat die zyprische Künstlerin Lito Kattou den diesjährigen Art Cologne Award for New Positions erhalten. Das Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro fließt in eine Einzelausstellung in der Kölner Artothek, die zur Art Cologne 2019 eröffnet wird. Lito Kattou habe die Jury durch ihre eigene Bildsprache überzeugt, eine Kombination aus mythologischen Referenzen und der digitalen Welt, erklärten die Veranstalter: "Mit ihrem Gefühl für Materialität verwandelt die Künstlerin gelaserte Metallplatten mit Schmuckelementen aus Edelsteinen in skurrile Ungeheuer." Seit 1980 unterstützt die Art Cologne und der Bundesverband deutscher Galerien und Kunsthändler (BVDG) unter dem Förderprogramm "New Positions" junge Kunstschaffende bei ihrem Einstieg in den Kunstmarkt. Seit 2008 wird zusätzlich der Art Cologne Award for New Positions an den vielversprechendsten Teilnehmer des Förderprogramms vergeben.

Datenschutz-Negativpreis "Big Brother Award" verliehen

Preise für Verstöße gegen den Datenschutz gehen an Microsoft und Amazon

Der "Big Brother Award", ein Negativpreis für Datensammlung und Verletzungen der Privatsphäre, geht in der Kategorie Technik an das Software-Unternehmen Microsoft. Verliehen wird der Preis von dem Bielefelder Datenschutz-Verein "Digitalcourage". Dieser wirft Microsoft vor, mit dem Betriebssystem Windows 10 über das Internet Diagnose-Daten zu sammeln. Microsoft hatte die Kritik im Vorfeld zurückgewiesen. Amazon bekam für sein "Lauschangriffdöschen "Alexa" ebenfalls einen Big Brother. "Digitalcourage" sieht bei "Alexa" die Möglichkeit, Familienmitglieder oder Gäste im Haushalt zu überwachen. Der "Big Brother Award" wurde zum 18. Mal an Politiker, Unternehmen oder Organisationen verliehen, die nach Ansicht der Datenschützer besonders unverantwortlich mit Daten anderer umgehen.

China plant strengere Internet-Kontrollen

Präsident Xi will "Verbreitung von schädlichen Informationen" verhindern

Der chinesische Präsident Xi Jinping plant offenbar, die Internetkontrollen zu verschärfen. "Wir können nicht zulassen, dass das Internet eine Plattform für die Verbreitung von schädlichen Informationen wird und mit Gerüchten Ärger geschürt wird", sagte Xi der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua zufolge auf einer Konferenz zur Cybersicherheit in Peking. Ohne Sicherheit im Netz gebe es etwa keine wirtschaftliche und soziale Sicherheit. China hat unter der Präsidentschaft von Xi den Einfluss der Regierung auf das Internet bereits ausgebaut. Um einen besseren Zugriff auf die Medien zu haben, hatte die Regierung die Aufsicht über Filme und Nachrichten in einer Behörde gebündelt. Bereits seit dem vergangenem Jahr greifen die Aufseher härter gegen Medieninhalte durch, die den Interessen der Führung zuwiderlaufen.

Popkonzert für Königin Elisabeth II.

Die Queen feiert ihren 92. Geburtstag mit prominenten Gästen

Die britische Königin Elisabeth II. feiert ihren 92. Geburtstag anders als sonst: Am Abend wird es zu ihren Ehren ein prominentbesetztes Konzert in der Royal Albert Hall in London geben. Erwartet werden bei der "Geburtstagsparty der Königin" unter anderen Sting, Tom Jones, Shaggy, Craig David und Kylie Minogue. Die Show wird live in die ganze Welt übertragen. Die Einnahmen aus dem Konzert sollen an eine neue Jugendstiftung gehen, den sogenannten Queen's Commonwealth Trust. Üblicherweise feiert die Queen ihren Geburtstag im Kreis ihrer Familie ohne große öffentliche Auftritte. Die offizielle Geburtstagsfeier der Queen findet traditionell erst im Juni statt, wenn in Großbritannien für gewöhnlich besseres Wetter ist als im April.

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