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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 25.08.2017

Populismus als politische StrategieDas Spiel mit der Unsicherheit

Moderation: Alexandra Gerlach

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(L-R) The Federal Secretary of Northern League's party, Matteo Salvini, Far-right Freedom Party of Austria (FPOe) Harald Vilimsky, French far-right National Front party leader Marine Le Pen, Dutch right-wing 'Partij voor de Vrijheid' (PVV) leader Geert Wilders... (dpa/picture alliance/ Julian Warnand)
Punkten mit Populismus: Die Rechtspopulisten Matteo Salvini (Lega Nord), Harald Vilimsky (FPÖ) , Marine Le Pen (Front National), Geert Wilders (PVV), Gerolf Annemanns (Vlams Belang), von der ENF-Fraktion im Europaparlement. (dpa/picture alliance/ Julian Warnand)

Der Wahlkampf ist mitunter hart, aber teils auch populistisch. Gezielt wird mit den Ängsten der Menschen gespielt. Populismus als Strategie in der Politik scheint wieder salonfähig zu sein. Wir diskutieren über Populismus, seine Wirkung und seine Gefahren.

Am 24. September wählen die Deutschen einen neuen Bundestag. Der Wahlkampf ist laut, hart und teilweise auch populistisch. Gezielt wird mit den Unsicherheiten und Ängsten der Menschen gearbeitet, um politische Interessen durchzusetzen. Toleranz, Respekt und Anstand bleiben dabei bisweilen auf der Strecke. Populismus als Strategie zum Machterwerb ist, so scheint es, wieder salonfähig.

Was ist eigentlich Populismus? Wie benutzen Parteien diese Form der Kommunikation? Wie kann man populistischen Strategien erkennen? Und wie gehen die Medien mit Populismus um?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich das Forum Frauenkirche am 24.8.2017 ab 19 Uhr.

Adam Krzeminski, polnischer Publizist, Alexandra Gerlach, Moderatorin Deutschlandfunk Kultur, Prof. Frank Decker, Politologe, Prof. Borwin Bandelow, Angstforscher, Nina Horaczek, österreichische Journalistin (v.l.n.r.) (Deutschlandradio / Patrick Garber)Adam Krzeminski, polnischer Publizist, Alexandra Gerlach, Moderatorin Deutschlandfunk Kultur, Prof. Frank Decker, Politologe, Prof. Borwin Bandelow, Angstforscher, Nina Horaczek, österreichische Journalistin (v.l.n.r.) (Deutschlandradio / Patrick Garber)

Auf dem Podium:

Nina Horaczek wurde 1977 in Wien geboren.  Die studierte Politikwissenschaftlerin ist u.a. Chefreporterin bei der Wiener Zeitung "Falter" .  Nina Horaczek hat  in diesem Jahr, mit Walter Ötsch, das Buch:  Populismus für Anfänger. Anleitung zur Volksverführung im Westenverlag veröffentlicht.

Adam Krzeminski wurde 1945 in Radecznica in Polen geboren. Der Journalist und Publizist studierte Germanistik an den Universitäten Warschau und Leipzig. Er ist seit 1973 Redakteur des linksliberalen polnischen Wochenmagazins Polityka. In Polen gilt er als einer der profiliertesten Kenner Deutschlands.

Prof. Dr. Borwin Bandelow ist Professor für Psychiatrie und Psychotherapie an der Universität Göttingen. Er wurde 1951 in Göttingen geboren und ist Experte für Angsterkrankungen.

Prof. Dr. Frank Decker wurde 1964 in Montabaur geboren. Er studierte Politische Wissenschaft, Publizistik und Volkswirtschaft an Universitäten Hamburg und Mainz. Seit 2001 ist er Professor am Institut für Politischen Wissenschaft an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms Universität in Bonn. Einer seiner Schwerpunkte: Populismus.

Alexandra Gerlach ist Moderatorin, Journalistin und Publizistin. Sie studierte Politikwissenschaft, Öffentliches Recht und Kunstgeschichte an den Universitäten Bonn und München. Sie moderierte u.a. für den MDR und war Korrespondentin für das Deutschlandradio. Geboren wurde Alexandra Gerlach 1963 in Kassel.

Die Podiumsdiskussion wird am 24.8.2017 um 19.00 im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Forum Frauenkirche" in der Dresdner Frauenkirche in Kooperation mit Deutschlandfunk Kultur für die Sendung Wortwechsel am 25.8.2017 aufgezeichnet. "Die Veranstaltung wird aufgezeichnet und per Livestream auf den Social-Media-Kanälen von Deutschlandfunk Kultur und MDR übertragen".

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