Freistil, vom 18.05.2014, 20:05 Uhr

PopkulturDie Wiederholung in den Künsten

Von Andreas Main

"Falls Gott nicht die Wiederholung gewollt hätte, so wäre die Welt niemals entstanden", schrieb der Philosoph Sören Kierkegaard. Heute sagt der DJ, Musiker und Schriftsteller Thomas Meinecke: "Wiederholung ist das zentrale Phänomen der Popkultur."

Der Schallplattenspieler eines Diskjockeys (picture-alliance/dpa- ZB / Andreas Lander)
Wiederholung ist für viele Musikrichtungen das zentrale Prinzip. (picture-alliance/dpa- ZB / Andreas Lander)

Neben On Kawara oder Roman Opalka ist es vor allem Peter Dreher, der Kunst in Serie produziert. Er malt immer wieder im selben Format ein und dasselbe Glas. In den vergangenen 40 Jahren sind so mehr als 5.000 Bilder entstanden. Die Serie heißt "Tag um Tag guter Tag". Von Dreher bis Warhol, von Minimal Music bis Techno: Wiederholung ist überall. Auch im Film lassen Regisseure täglich das Murmeltier grüßen, und die US-Band The National spielte in einem New Yorker Museum mehr als sechs Stunden lang die immer gleiche Ballade: "Sorrow". 105 Mal.

Doch wozu? Warum überhaupt Kunst in Serie? Längst nicht alle können der Wiederholung in den Künsten etwas abgewinnen. Musikjournalisten machen sich lustig über die "Retromania" im Pop, doch gibt es überhaupt eine Variation ohne Wiederholung?

Produktion: DLF 2014

Tag für Tag guter Tag. Die Wiederholung in den Künsten (PDF) (271 kB)

Tag für Tag guter Tag. Die Wiederholung in den Künsten (Textversion) (47 kB)