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Kulturnachrichten

Mittwoch, 21. Mai 2014

Freihandelsabkommen: Kulturrat verlangt Neustart der Verhandlungen

Die Verhandlungen über das Freihandelsabkommen zwischen der EU und den USA müssen noch einmal ganz von vorne anfangen.

Dieser Ansicht ist der Deutsche Kulturrat, der dies mit einer europaweiten Bürgerinitiative erreichen will. Verbandspräsident Christian Höppner sagte, das Abkommen gefährde nicht nur die Kulturvielfalt in Europa, sondern auch Sozial- und Umweltstandards. Deshalb strebt der Kulturrat ein Bündnis mit Sozial- und Umweltverbänden an, um der Bürgerinitiative zum Erfolg zu verhelfen. Nötig wären dafür eine Million Unterschriften aus sieben EU-Ländern.

In Berlin hat der Kulturrat heute seine Wahlprüfsteine vorgestellt, für die der Verband führende Parteien zu zentralen Punkten der Europapolitik befragt hat.

Bildungsbericht: Forschung hat großen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands

"Deutschland ist zu einem der attraktivsten Standorte für Forschung und Innovation geworden."

Mit diesen Worten hat Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU) den Bildungsbericht kommentiert, den das Kabinett beschlossen hat. Der Bericht kommt zu dem Schluss: Deutschland hat als Standort für Forschung und Entwicklung in den vergangenen Jahren an Anziehungskraft gewonnen.

Diese Entwicklung habe auch großen Anteil am wirtschaftlichen Erfolg Deutschlands, heißt weiter. Beispielsweise würden viele Güter exportiert, deren Entwicklung besonders forschungsintensiv ist - der Anteil dieser Exporte am Welthandelsvolumen beträgt 12 Prozent. Nur China exportiert mehr.

Auch unter ausländischen Wissenschaftlern hat sich Deutschlands Ruf verbessert: etwa 35.000 von ihnen arbeiten hier, das sind 60 Prozent mehr als noch vor acht Jahren. Insgesamt sind knapp 600.000 Menschen in den Bereichen Forschung und Entwicklung beschäftigt. Damit ist auch die Zahl der Arbeitsplätze in dem Bereich gestiegen.

Reaktionen der TV-Sender auf "Netflix"-Ambitionen in Deutschland

Ist der amerikanische Streaming-Dienst Netflix eine Bedrohung für die deutsche TV-Landschaft?

Da sind sich die Fernsehschaffenden nicht ganz einig: Michael Loeb, Geschäftsführer der WDR Mediagroup, sagte beim Medienforum NRW in Köln, der Markteintritt der Online-Videothek mache eine senderübergreifende Plattform der deutschen Sender unmöglich. Loeb forderte die Politik auf, Kooperationen zwischen einheimischen Sendern zu erleichtern. Robert Amlung, beim ZDF für Digitales zuständig, betonte, es könne nicht im Interesse des Medienstandortes Deutschland sein, wenn ein Teil des Kuchens über den großen Teich wandere. Der Geschäftsführer von RTL Interactive, Marc Schröder, plädierte hingegen für einen unaufgeregten Umgang mit Netflix. Man sei auf den angekündigten Markteintritt des US-Unternehmens vorbereitet.

Comiczeichner Quino bekommt spanischen Prinz-von-Asturien-Preis

Der Prinz-von-Asturien-Preis gilt als spanische Version des Nobelpreises.

In der Kategorie "Kommunikation und Humanwissenschaften" geht er in diesem Jahr an einen Cartoonisten, nämlich an Joaquín Salvador Lavado, besser bekannt unter seinem Künstlernamen Quino. Quinos bekannteste Comicfigur ist Mafalda, ein gewitztes argentinisches Mädchen, das für nichts weniger als Weltfrieden, Gerechtigkeit und Demokratie eintritt.

Die Geschichten um Mafalda wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Der letzte der insgesamt elf Comicbände kam Mitte der 70er heraus. Der heute 81-jährige Quino zeichnete danach noch jahrelang erfolgreich weiter, hat inzwischen aber mitgeteilt, dass er das Zeichnen aus gesundheitlichen Gründen aufgegeben hat.

Ägyptische Staatsanwaltschaft lässt Klage gegen Archäologen Hawass fallen

Zahi Hawass war lange Jahre so etwas wie die Gallionsfigur der ägyptischen Archäologie.

Dann wurde es stiller um den prominenten Ex-Chef der Altertümer-Verwaltung; ihm wurden Untreue und Bereicherung vorgeworfen. Jetzt hat die Staatsanwaltschaft die Klage gegen Hawass fallen lassen. Die Vorwürfe gegen den Wissenschaftler seien entkräftet worden, berichtet die ägyptische Zeitung "Ahram Online".

Hawass ist unter anderem durch effektreiche Fernsehdokumentationen bekannt - und betreibt ein eigenes Mode-Label. Unter dem 2011 gestürzten Präsidenten Hosni Mubarak war er als Minister für die ägyptischen Altertümer zuständig. Die Korruptionsvorwürfe wurden unter dem inzwischen ebenfalls abgesetzten Präsidenten Mohammed Mursi gegen ihn erhoben.

Wegen Diskriminierung: Chinesische Psychologen fordern neuen Namen für Demenz

Chinesische Bezeichnungen für Krankheiten verweisen traditionell häufig auf deren Ursachen.

So wird Diabetes wörtlich übersetzt als "Zucker-Urin-Krankheit" bezeichnet - und der Begriff für Demenz bedeutet so viel wie "verrückt" oder "idiotisch". Aber diese Bezeichnung ist nicht mehr zeitgemäß, findet eine Gruppe chinesischer Psychologen. In einem offenen Brief in der Fachzeitschrift "International Psychogeriatics" fordern sie einen neuen Namen für Demenz. Denn der bisherige sei abschätzig und stigmatisiere die Betroffenen. Ähnliche Diskussionen gibt es auch in Japan und Korea - beides Länder, deren Sprache auf chinesischen Schriftzeichen beruht.

Krim Protestantische Gemeinden haben die Wahl zwischen ukrainischer und russischer Kirche

Die Protestanten auf der Krim sollen selbst entscheiden, ob sie künftig der russischen oder der ukrainischen Kirche angehören wollen.

Das betonen die Evangelisch-Lutherischen Kirchen Russlands und der Ukraine in einer gemeinsamen Erklärung, die in Leipzig veröffentlicht wurde. Darin heißt es, man achte die eigene Entscheidung jeder Gemeinde. Zunächst würden die Gemeinden auf der jetzt zu Russland gehörenden Halbinsel von der ukrainischen Kirche geistlich betreut.

Polnischer Maler Tadeusz Dominik gestorben

Er zählte zu den wichtigsten Künstlern der polnischen Nachkriegsmoderne.

Laut Medienberichten aus Warschau ist der Maler Tadeusz Dominik gestern im Alter von 86 Jahren gestorben. Dominik war nicht nur Maler, sondern auch Graphiker, schuf Gobelins und Keramiken und unterrichtete später an der Warschauer Kunsthochschule. Bekann
t wurde er mit seinen "Landschaftsbildern" genannten Werken, in denen er sich für seine abstrakte Darstellungen von der Natur inspirieren ließ. Seine Bilder hängen unter anderem in der Wiener Albertina und dem Museum of Modern Art in New York.

Lettland: Nationalbibliothek wird nicht fertig

Was für die Deutschen der Berliner Flughafen, das könnte für die Letten wohl bald ihre Nationalbibliothek werden.

Lokalen Medienberichten zufolge verzögert sich die Einweihung des Prestigebaus immer weiter. Aktuell verhindere der Einspruch der Brandschutzbehörde die Eröffnung. Laut Kulturministerium hat man alle nötigen Unterlagen für eine erneute Prüfung an die Behörde geschickt, rechne aber frühestens im Juni mit einer Antwort. Bereits 2008 wurde mit dem größten Bauprojekt seit der Unabhängigkeit des Landes begonnen. Wegen der Finanzkrise pausierten die Arbeiten. Vergangenen Winter erklärte das Kulturministerium die Bibliothek mit ihrer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern offiziell für fertig.

Oper in San Diego führt Betrieb weiter

Die Angestellten der Oper in San Diego können erst einmal wieder aufatmen.

Der Betrieb werde fortgeführt, heißt es auf der Webseite des Hauses. Man habe mehr als zwei Millionen Dollar Spenden erhalten. Im März hatte dem Haus noch die Schließung gedroht. Inzwischen sucht die Oper auch einen neuen Direktor, wie die "Los Angeles Times" berichtet.

"Welt": Großbritannien diskutiert über "dicke" Sängerin

"Es scheint, das Talent allein nicht reicht - jedenfalls nicht, wenn man eine Frau ist."

So zitiert die Tageszeitung "Die Welt" die britische Bloggerin Katie Lowe. Anlass ist die harsche Medienritik am Körperumfang der Opernsängerin Tara Erraught. Der "Guardian" und der "Telegraph" hatten über Erraught geschrieben, sie sei zwar talentiert, aufgrund ihrer Figur nehme man ihr die Rolle des Liebhabers im "Rosenkavalier" aber nicht ab. Dem Angriff setzt Bloggerin Lowe entgegen: Mehrheitlich männliche Kritiker hätten sich entschieden, aus einem weiblichen Körper ein Problem zu machen. Dabei sei dieser nicht außergewöhnlich, sondern einfach nur nicht dünn und statuenhaft.

Al-Dschasira sieht Leben eines Reporters in Gefahr

Al-Dschasira sieht das Leben eines seiner Journalisten in akuter Gefahr.

Wie der Sender schreibt, ist der Gesundheitszustand Abdullah Elshamys besorgniserregend. Laut Nachrichtenagentur Reuters sitzt der Reporter seit mehreren Monaten in Ägypten in Haft. Anfang Januar sei er in den Hungerstreik getreten. Nun hat Al-Dschasira internationale Stellen aufgefordert, sich für Elshamys Freilassung einzusetzen. Das Schreiben ging demnach unter anderem an die Außenministerien der USA und mehrerer EU-Länder sowie die UNO und die EU.

Die ägyptischen Behörden werfen Al-Dschasira vor, eine Plattform für die Muslimbruderschaft zu sein. Mehrere Mitarbeiter des Senders wurden in den vergangenen Monaten festgenommen.

Autor Kurkow zur Ukraine-Krise: Europa hat zu langsam reagiert

"Putin hat Russland in eine psychiatrische Anstalt verwandelt."

Dieser Meinung ist der ukrainische Schriftsteller Andrej Kurkow laut dem "Tagesspiegel". Nach Ansicht des Schriftstellers ist die separatistische Bewegung im Osten der Ukraine von Russland gesteuert. Ideologisierte Gruppen habe es in der Region vorher nie gegeben. Der EU wirft Kurkow vor, nicht schnell genug auf die Besetzung der Krim reagiert zu haben. Letztlich habe nur die USA dafür gesorgt, dass die EU Sanktionen gegen Russland beschlossen habe.

Sechs Iraner wegen "Happy"-Video mit unverschleierten Frauen festgenommen

Sie haben nur ihre Version von Pharrell Williams' Hit-Video "Happy" ins Netz gestellt.

Im Iran sind sechs junge Männer deshalb festgenommen worden. Ihr Video zeigt nicht nur drei Männer, die zu dem Lied tanzen und singen, sondern auch drei unverschleierte Frauen. Die Nachrichtenagentur Isna teilte unter Berufung auf die Teheraner Polizei mit, dass die Beschuldigten mit diesem "vulgären Clip" gegen die "öffentliche Sittsamkeit" verstoßen hätten.

Nach dem seit 1979 im Iran geltenden islamischen Recht müssen sich Frauen in der Öffentlichkeit von Kopf bis Fuß verschleiern.

Nominierungen für Grimme-Online-Award bekanntgegeben

23 Angebote im Netz können sich Hoffnungen auf den Grimme-Online-Award machen.

In Köln wurden die diesjährigen Nominierten bekanntgegeben. Unter ihnen sind mehrere Projekte öffentlich-rechtlicher Sender und von Zeitungsverlagen, aber auch - wie es die Jury formuliert - "erfolgreiche Meinungsmacher ohne großen Verlag im Rücken": zum Beispiel die Youtube-Kanäle "LeFloid" und "Jung & Naiv", die politische und gesellschaftliche Themen besonders jüngeren Internetnutzer nahebringen wollen.

Nominiert wurden außerdem Multimedia-Reportagen von "Bild", der Rhein-Zeitung, des WDR und der Journalistenschule ifp. Chancen auf die renommierte Auszeichnungen haben auch das Web-Special "Make Love" des MDR und SWR, das Doku-Game "Fort McMoney" von Arte sowie die Internetseiten "Pressekompass", "Spleen24" und zwei Blogs über den Umgang mit Demenz. Verliehen werden die Preise Ende Juni.

Hier der Link zur Liste aller Nominierten.

Börsenverein kritisiert Amazon

Nach Ansicht des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels erpresst Amazon die Verlage.

Hauptgeschäftsführer Alexander Skipis sagte gestern in Frankfurt am Main, der Online-Händler wolle so den weltweiten Markt beherrschen. Skipis forderte deshalb von der Politik, das Kartellrecht auch im digitalen Markt durchzusetzen. Nach Medienberichten verkauft Amazon in den USA und in Deutschland Bücher teilweise nur mit langen Lieferfristen, obwohl die Titel vorrätig sind. Dadurch wolle das Unternehmen geringere Preise bei den Verlagen durchdrücken.

EU-Kommission: Google-Vorschläge können Wettbewerbsprobleme lösen

Der EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia tritt der Kritik am laufenden Verfahren gegen Google entgegen.

Seiner Ansicht nach seien die aktuell geplanten Auflagen, die Googles Marktmacht beschränken sollen, ausreichend. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel und sein französischer Kollege Arnaud Montebourg hatten zuvor gefordert, die Auflagen zu verschärfen. So müsse Google etwa bei der Anzeige von Suchergebnissen von Konkurrenten diesen noch mehr Platz einräumen. Almunía fügte seiner Stellungnahme hinzu, er stimme mit den Politikern aber prinzipiell darin überein, dass Google sehr viele bedeutende Aktivitäten verfolge, die aus der Nähe betrachtet werden müssten.

Stierkampf in Madrid abgebrochen - alle drei Matadore verletzt

Das hat es seit 1979 nicht mehr gegeben:

In der Arena von Madrid ist ein Stierkampf abgebrochen worden, weil alle drei Matadoren verwundet waren. Wie spanische Medien berichten, wurde einer der Stierkämpfer sogar schwer verletzt. Vier der sechs Stiere blieben damit unverhofft am Leben - zumindest vorübergehend.

Tierschützer halten den traditionellen Stierkampf für Tierquälerei. Das spanische Parlament sieht das anders: Es erklärte die Tradition im vergangenen Jahr zum immateriellen Kulturgut.

Verbraucherzentrale kritisiert Werbung für ungesunde Lebensmittel zur WM

Für die Spieler gilt zur Fußball-WM: Je fitter, desto besser.

Für die Fans trifft eher das Gegenteil zu, denn zur Weltmeisterschaft intensivieren die Hersteller die Werbung für Bier, Chips, Bratgut oder Süßigkeiten - oft mit Erfolg. Die Verbraucherzentrale hat diese Werbekampagnen jetzt kritisiert, weil sie besonders junge Menschen dazu animierten, zum Beispiel deutlich mehr Zucker zu sich zu nehmen. Durch viele der beworbenen Produkte werde der von der Weltgesundheitsorganisation empfohlene Zuckerkonsum rasch um ein Vielfaches überschritten - und das, obwohl die Zahl der Übergewichtigen mit Gesundheitsproblemen seit Jahren steige. Dabei habe der Koch der Deutschen Nationalmannschaft eigentlich eine ganz vernünftige Losung ausgegeben, heißt es weiter. Sie lautet: Du bist, was Du isst.

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