Seit 05:05 Uhr Studio 9
Dienstag, 01.12.2020
 
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Politisches Feuilleton

Sendung am 01.12.2020 um 07:20 Uhr

PhilosemitismusEine Liebe, die blind macht

Historischer Stadtplan an der Kölner Synagoge.  (dpa / Jörg Carstensen)

"Schalömchen Köln": Mit einer speziell gestalteten Straßenbahn will die Stadt Köln ein Zeichen gegen Antisemitismus setzen. Der israelisch-britisch-deutsche Autor David Ranan hat jedoch Zweifel, ob ein solcher Akt von "Philosemitismus" ein gutes Signal ist.

Sendung vom 30.11.2020Sendung vom 27.11.2020Sendung vom 26.11.2020
"Gott segne Bolsonaro und Trump! Befreit uns vom Kommunismus uns deren Sklaverei", steht auf dem Plakat einer Anhängerin des rechten brasilianischen Präsidenten am brasilianischen Unabhängigkeitstag. (picture alliance/Myke Sena/dpa)

Trump, Bolsonaro und GottComeback des Gottesstaates

Ob in den USA, Brasilien oder Italien: Politiker erklären Gott persönlich zu ihrem Verbündeten. Hinter der Vermischung von Politik und Religion verberge sich ein anti-demokratisches Politikverständnis, meint unser Autor, der Journalist Uwe Bork.

Sendung vom 25.11.2020
Dortmund, 14.11.2020: Das wegen der Coronakrise geschlossene Theater Dortmund erleuchtet in roten Farben. Damit schließt es sich dem Aktionsbündnis alarmstuferot an, das auf die Not der Spielstäten hinweist. (imago images / Friedrich Stark)

Ein "New Deal" für die KulturWeg von der Bettleroper

Durch die Pandemie wurde 2020 für Kulturschaffende zum bittersten Jahr der Nachkriegsgeschichte. Kulturmanager Folkert Uhde meint, es sei höchste Zeit, selbstkritisch über völlig neue Wege der Existenzsicherung für Kulturschaffende zu diskutieren.

Sendung vom 24.11.2020Sendung vom 23.11.2020Sendung vom 20.11.2020
Eine Illustration zeigt Eltern mit zwei Kindern, die sich beim Gehen an den Händen halten.  (imago images / fStop Images / Malte Müller)

Zum Tag der KinderrechteKinder brauchen Urvertrauen

Brauchen Kinder eigene und besondere Rechte? Vielleicht, sagt der Publizist und frühere Lehrer Michael Felten. Er nimmt den Tag der Kinderrechte zum Anlass, daran zur erinnern, dass sie aber vor allem eines benötigen: sichere Bindung.

Sendung vom 19.11.2020Sendung vom 18.11.2020
Eine Illustration zeigt zwei Männer, die durch eine rote Linie getrennt sind.  (imago images / Ikon Images / Gary Waters)

Corona-PandemieMacht das Virus uns zu Menschenfeinden?

Menschenfeindlichkeit - so kann man Misanthropie übersetzen: Sie beschäftigt Philosophie und Literatur seit der Antike. Ob Corona die Kulturgeschichte der Misanthropie um ein großes Kapitel ergänzt, fragt sich die Schauspielerin Nicola Schubert.

Sendung vom 17.11.2020
Das Wort "Danke" in verschiedenen Sprachen. (Symbolfoto) (Unsplash / Wilhelm Gunkel)

DankbarkeitWenn geben und nehmen zum Machtspiel wird

Danke sagen, ist oft selbstverständlich. Aber müssen Menschen, die einfach nur ihre Rechte wahrnehmen, sich dafür als Gegenleistung dankbar zeigen? Nein, meint die Publizistin Sheila Mysorekar, denn Dankbarkeit sei eine heikle Angelegenheit.

Sendung vom 16.11.2020Sendung vom 13.11.2020
Professor Ugur Sahin und die Medizinerin Özlem Türeci. Das Forscherehepaar hat einen Coronaimpfstoff entwickelt. (imago images / Sämmer)

ImpfstoffforscherEine migrantische Erfolgsgeschichte

Özlem Türeci und Uğur Şahin heißen die Forscher, die einen Coronaimpfstoff entwickelt haben. Sie haben türkische Wurzeln. Ist das erwähnenswert? Oder ist die Erwähnung eine Form von Diskriminierung? Darüber macht sich Publizist Hasnain Kazim Gedanken.

Sendung vom 12.11.2020Sendung vom 11.11.2020Sendung vom 10.11.2020
In einem Wohnzimmer sitzt ein Mädchen mit Headset und Laptop am Tisch, im Hintergrund ist ein weiteres Kind auf einem Sofa zu sehen. Neben beiden liegen aufgeschlagene Schulbücher. (dpa / Jochen Tack)

SchülerdatenDas gläserne Klassenzimmer

Lernsoftware soll demnächst jedem Schüler und jeder Schülerin maßgeschneidert fördern. Dazu werden allerhand Daten gesammelt. Höchste Zeit, über Chancen und Risiken der Technologie zu reden, findet der Publizist Christian Füller.

Sendung vom 09.11.2020
Der CDU Politiker Friedrich Merz richtet seine Coronamaske, 2020. (Getty / Lukas Schulze)

CDUMit Friedrich Merz kehrt das Drama in die Politik zurück

Wohltemperiert und kompromissorientiert: In der deutschen Politik ist die Mitte zum mythischen Ort geworden, perfekt verkörpert durch die Kanzlerin. Mit der Rückkehr von Friedrich Merz ist das vorbei. Das hat auch sein Gutes, meint Stefan Reinecke.

Sendung vom 06.11.2020Sendung vom 05.11.2020
Viele erhobene Hände. (Eyeem / feelartfeelant)

BürgerräteEin Weg aus der Krise der Demokratie

Immer mehr Bürger fühlen sich von ihren Repräsentanten politisch nicht mehr richtig vertreten. Damit die Demokratie dieser Herausforderung standhält, müsse sie sich modernisieren, meint Charlotte von Bernstorff. Ein Weg könnten Bürgerräte sein.

Sendung vom 04.11.2020
Verschiedene Smartphones mit zersprungenen Bildschirmen liegen auf einer weißen Fläche. (Getty Images / Smith Collection / Gado)

InternetdiskussionenHier spricht nicht das Volk!

Soziale Medien - ein guter Raum für rationale, egalitäre Kommunikation. So weit die Theorie. In der Praxis dagegen kommen dort keineswegs alle Meinungen zu Wort, sondern vor allem die mittelalter, durchschnittlich gebildeter Männer, so Wolfgang Schweiger.

Sendung vom 03.11.2020
Illustration mit Prozentzahlen, Telefonsymbolen und Silhouetten von Köpfen. (Imago / Ikon Images / Stuart Kinlough)

MeinungsumfragenWenn Demoskopie nur Unsinn produziert

Suggestive Fragen, die auf Stimmungsmache abzielen - dazu häufig Befragte, die zwar eine Meinung, aber keine Ahnung haben: Für den Autor Martin Tschechne gibt es geradezu eine Pandemie der Umfragen. Bei denen selten etwas Belastbares herauskommt.

Sendung vom 02.11.2020
Joe Biden hält eine Rede im strömenden Regen. (AFP / Jim Watson)

US-WahlEin Präsident Joe Biden wäre nur das kleinere Übel

Mehr Wallstreet als Mainstreet: Wer sich von Joe Biden als Präsident einen wirklichen politischen Wandel erwartet, wird wohl enttäuscht werden, meint die Publizistin Tanja Dückers. Auch werde die Spaltung der Gesellschaft unter Biden bleiben.

Sendung vom 30.10.2020
Luftaufnahme landwirtschaftlicher Flächen mit flickenteppichartigen Feldern. (Picture Alliance / JOKER / Hady Khandani)

Föderalismus131 Ministerien sind zu viel

Fast 1900 Abgeordnete und 131 Ministerien: Föderalismus verursacht hohe Kosten, viel Koordinierungsbedarf und Widersprüche, die Deutschland lähmen, findet der Wirtschaftshistoriker Hartmut Berghoff. Zeit, den Föderalismus zu reformieren.

Sendung vom 29.10.2020
Eine Frau schaut durch ein Prisma, in dem sich ihre Augen spiegeln. (Eyeem / Jonas Hafner)

Gesellschaft im TherapiemodusWir psychologisieren uns zu Tode

Mit Freuds Psychoanalyse im Gepäck traten die 68er an, um das Individuum von gesellschaftlichen Zwängen zu befreien. Doch das hat einen Hyperindividualismus befördert, der gesellschaftliche Probleme zu persönlichen verklärt, meint Ann-Kristin Tlusty.

Sendung vom 28.10.2020
Ein Auto passiert eine Wellblechwand mit einem Graffiti, das in großer blauer Schrift verkündet: "All We Need Is More Likes". (Unsplash / Daria Nepriakhina)

Soziale NetzwerkeDie Sucht nach den Likes

Ein Like, ein Love, ein Care: Schnell sind in den Sozialen Medien Zustimmung und Anerkennung verteilt. Mit echter Anerkennung hat das nichts zu tun – und dennoch machen Likes süchtig, hat der Philosoph Krisha Kops am eigenen Leib festgestellt.

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Kölns „Schalömchen“-Straßenbahn
Von David Ranan

Kommentar

Corona-RegelnWeihnachten bewegt alle
Bunte Weihnachtskugeln am Weihnachtsbaum (picture-alliance/Russian Look/Global Look Press/Victor Lisitsyn)

Die politische Debatte über die erleichterten Coronaregeln an den Feiertagen zeigt, dass Weihnachten die Seelen bewegt. Die Kirchen hätten dieses Jahr eine besondere Chance, ihre Mitglieder und alle anderen zu erreichen, meint unser Autor. Mehr

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