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Interview / Archiv | Beitrag vom 30.01.2019

Politische Kommunikation im NetzAuf die Botschaft kommt es an

Jeanette Gusko im Gespräch mit Nicole Dittmer

Der Aktivist Raul Krauthausen bei einer Protestaktion gegen das Bundesteilhabegesetz: Er sitzt in einem Rollstuhl, hält einen Zettel mit der Aufschrift "Teilhabegesetz jetzt" in der einen Hand, eine Kette in der anderen. (imago stock&people)
Der Aktivist Raul Krauthausen bei einer Protestaktion gegen das Bundesteilhabegesetz. (imago stock&people)

Politische Kampagnen müssen heute immer auch digital gedacht werden. Die Botschaften müssten daher sehr klar sein, sagt die Kampagnen-Expertin Jeanette Gusko. Denn die Menschen wollten schnell verstehen, was Personen in ihren Haltungen unterscheide.

Im Netz könne man "eins zu eins mit Menschen in Kontakt kommen", sagt die Kampagnen-Expertin Jeannette Gusko. Die politische Kommunikation im Digitalen schone Ressourcen und sei günstiger. Die Botschaften müssten allerdings sehr zielgerichtet formuliert und adressiert sein. 

Positiv hob Gusko die Kampagnen von Menschen mit Behinderung hervor. Diese hätten es geschafft – auf der Straße und im Netz – Menschen zu erreichen, die sich mit ihnen als Minderheit verbündet fühlen, um so politischen Druck auszuüben.

Klare Botschaften, die sich remixen lassen

Im Internet müssten die Botschaften sehr klar sein. Denn die Menschen wollten schnell verstehen, was Personen in ihren Haltungen und Programmen voneinander unterscheide, sagt Gusko.

Hilfreich sei ein "Play Book", wie die Botschaften am besten platziert werden können. Gusko sagt: Ein Politiker, eine Politikerin müsse "eine Rede so formulieren, dass ganz klar Tonschnipsel übrig bleiben, die eben auch weiterentwickelt werden können, dass ich Möglichkeiten gebe, dass meine Unterstützer selbst etwas draus machen, also remixen, etwas hinzufügen."

(huc)

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