Seit 05:05 Uhr Studio 9
Dienstag, 28.09.2021
 
Seit 05:05 Uhr Studio 9

Kulturnachrichten

Freitag, 29. Januar 2021

Polens Museen öffnen ab Sonntag wieder

In Polen dürfen Museen und Kunstgalerien ab Sonntag wieder öffnen, müssen aber die Corona-Hygieneregeln beachten. Das hat Gesundheitsminister Adam Niedzielski bekannt gegeben. Auch die Gedenkstätte im ehemaligen deutschen Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau kann dann erstmals seit November wieder besucht werden. Auch Führungen für Gruppen von bis zu 15 Personen seien wieder möglich. Unter Hygieneauflagen dürfen auch die Einkaufszentren in Polen wieder öffnen. Für die Schulen bleibt es aber bis mindestens Mitte Februar weiter beim Fernunterricht. Nur die Grundschüler der ersten drei Klassen dürfen ins Schulgebäude.

Bester Bau des Jahres steht in München

Das Gebäude "Werk 12" im Münchner Werksviertel ist in Frankfurt am Main mit dem DAM Preis 2021 als bestes Bauwerk des Jahres ausgezeichnet worden. Es stammt von MVRDV und N-V-O Nuyken von Oefele Architekten. Der Preis wird jährlich seit 2007 für herausragende Bauten in Deutschland vergeben. "Werk 12" steht auf dem ehemaligen Pfanni-Gelände in der Nähe des Münchner Ostbahnhofs. Seine Glasfassade zieren riesige Buchstaben. Umlaufende breite Balkonstege und Kaskadentreppen charakterisieren das Gebäude. Perfekt für den Aufenthalt draußen in der Corona-Pandemie, wie die Jury anmerkte.

US-Wörterbuch nimmt "Second Gentleman" auf

Der Begriff "Second Gentleman" ist in das bekannte US-Wörterbuch Merriam Webster aufgenommen worden. Zu verdanken sei dies Doug Emhoff, dem Ehemann der neuen Vizepräsidentin Kamala Harris, teilte der Verlag mit. Angelehnt an den Begriff 'First Lady' wird die Rolle in dem Wörterbuch als "Ehemann oder männlicher Partner einer Vizepräsidentin oder eines Vizepräsidenten" definiert. Harris wurde am 20. Januar als erste Frau Stellvertreterin eines US-Präsidenten und ihr Ehemann Emhoff damit der erste "Second Gentleman" des Landes auf Bundesebene.

Dokumentarhörspiel über NSU-Prozess in ARD und DLF

Der Prozess gegen den rechtsterroristischen "NSU" von 2013 bis 2018 ist als Dokumentarhörspiel aufbereitet worden. Unter dem Titel "Saal 101" entstand eine 12-stündige Produktion, wie der Bayerische Rundfunk in München mitteilte. Ab 19. Februar werden die 24 Teile in den Kultur- und Informationsradios der ARD und im Deutschlandfunk bundesweit zeitgleich ausgestrahlt. Alle Folgen sind dann auch in der ARD-Audiothek abrufbar. Benannt ist die Produktion nach dem Gerichtssaal des Oberlandesgerichts München, in dem das Verfahren gegen den Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) von Mai 2013 bis Juli 2018 stattfand. Präsentiert werden der Podcast sowie die Radioausstrahlung von dem Musiker, Moderator, DJ und Autor David Mayonga.

Heinrich-Mann-Preis geht an Kathrin Passig

Die Sachbuchautorin, Essayistin, Journalistin und Übersetzerin Kathrin Passig erhält den diesjährigen Heinrich-Mann-Preis der Berliner Akademie der Künste. Die in Berlin lebende Niederbayerin sei "eine der wichtigsten und treffsichersten Diagnostikerinnen der Gegenwart", heißt es in der Begründung der Jury. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis für Essayistik soll am 27. März, dem 150. Geburtstag Heinrich Manns, verliehen werden. Mit ihrem literarischen Debüt, einer Erzählung, gewann Passig 2006 den Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt. Außerdem wurde sie mit dem Johann-Heinrich-Merck-Preis für literarische Kritik und Essay und dem Grimme Online Award ausgezeichnet.

Leipziger Buchmesse erneut abgesagt

Die Leipziger Buchmesse wird wegen der Corona-Pandemie erneut abgesagt. Nach dpa-Informationen wird eine digitale Variante für ein Lesefest vorbereitet. Darüber hatte bereits der MDR berichtet. Zuvor war der Termin für die Frühjahrsschau der Buchbranche von März auf Ende Mai verschoben worden. Deutschlands größte Buchmesse in Frankfurt am Main fand im Herbst 2020 ebenfalls nur digital statt. Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels bedauert die erneute Absage der Leipziger Buchmesse. Wegen der unklaren Corona-Perspektiven sei die Entscheidung der Leipziger Messe jedoch verständlich, erklärte die Vorsteherin des Börsenvereins, Karin Schmidt-Friderichs. Die Absage treffe die ohne angeschlagene Buchbranche hart. Es fehle erneut eine wichtige Plattform für die Sichtbarkeit von Büchern.

Sundance-Festival in Utah virtuell eröffnet

Das Sundance Film Festival im US-Staat Utah ist am Donnerstagabend im virtuellen Format eröffnet worden. Online können mehr als 70 Spielfilme aus 29 Ländern gesehen werden. Zur Eröffnung feierte unter anderem die Dokumentation "In the Same Breath" ihre Weltpremiere. Regisseurin Nanfu Wang zeigt darin, wie die Behörden in China und in den USA auf den Ausbruch der Corona-Pandemie reagiert haben. Im internationalen Wettbewerbsprogramm hat unter anderem die deutsch-italienisch-dänische Koproduktion "Der menschliche Faktor" Weltpremiere. In dem Familiendrama des italienischen Drehbuchautoren Ronny Trocker spielen Mark Waschke und Sabine Timoteo mit.

US-Fotojournalist Corky Lee gestorben

Der US-amerikanische Fotojournalist Corky Lee ist im Alter von 73 Jahren gestorben. Als Todesursache gab seine Familie eine Covid-19-Erkrankung an. Lee war durch seine Fotos von US-Bürgern asiatischer und pazifischer Herkunft bekannt geworden. Unter anderem arbeitete er für die "New York Times", das "Time Magazine", die "New York Post" und die Nachrichtenagentur AP. Der in New York geborene Lee war mit seiner Kamera bei Schlüsselmomenten der asiatischen Gemeinde in den USA dabei - von Protesten gegen den Vietnamkrieg bis zu brutalen Polizeieinsätzen in der jüngeren Vergangenheit.

Ernst-Lubitsch-Preis für Regisseur Simon Verhoeven

Der Regisseur, Produzent und Drehbuchautor Simon Verhoeven wird in diesem Jahr mit dem Ernst-Lubitsch-Preis ausgezeichnet. Der 48-Jährige werde für seine Komödie "Nightlife" geehrt, teilte der Club der Filmjournalisten Berlin mit. Darin rutschen die beiden Hauptdarsteller Elyas M'Barek und Frederick Lau von einem Missgeschick ins nächste, lassen sich aber nicht unterkriegen. Die Auszeichnung wird jedes Jahr am 29. Januar - Lubitschs Geburtstag - übergeben und würdigt die beste Leistung in einer deutschsprachigen Filmkomödie. Dieses Jahr wird die Preisverleihung coronabedingt später stattfinden.

Chemie-Nobelpreisträger Crutzen gestorben

Der niederländische Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen ist im Alter von 87 Jahren gestorben. Das berichtete der niederländische Sender NOS unter Berufung auf Crutzens Familie, sowie das Max-Planck-Institut für Chemie in Mainz. Für seine Forschungen zum Abbau der Ozonschicht durch Fluor-Chlor-Kohlenwasserstoffe - FCKW - war Crutzen 1995 mit dem Nobelpreis für Chemie ausgezeichnet worden.
Der Präsident der Max-Planck-Gesellschaft, Stratmann, würdigte Crutzen als Pionier. Er habe als Erster gezeigt, wie menschliche Aktivitäten die Ozonschicht schädigten. Dieses Wissen sei die Grundlage für das weltweite Verbot von ozonabbauenden Substanzen gewesen - ein bislang einmaliges Beispiel, wie nobelpreisgekrönte Grundlagenforschung unmittelbar in eine weltpolitische Entscheidung münden könne.

Professor für stärkere Beachtung von Kinderrechten

Die in der Pandemie stark eingeschränkten Belange und Rechte von Kindern müssen aus Sicht des Professors für Kinderpolitik, Michael Klundt, dringend wieder stärker beachtet werden. Der Deutschen Presseagentur sagte Klundt, Kontaktbeschränkungen, geschlossene Schulen und Begegnungsstätten, weggefallene Sportangebote und im Frühjahr gesperrte Spielplätze - durch viele Maßnahmen seien die Kinderrechte massiv beschnitten worden. Man brauche ein Maßnahmenpaket für die Wiederherstellung von Kinderrechten und gegen Kinderarmut, so Klundt, der an der Hochschule Magdeburg-Stendal lehrt und forscht. Kinder und Jugendliche müssten in irgendeiner Weise mitreden können - wenn es nur digital gehe, dann eben digital. Der Experte verwies auf die UN-Kinderrechtskonvention, die seit 1992 geltendes Bundesgesetz sei - und "keine symbolische Schönwetter-Angelegenheit".

US-Schauspielerin Cicely Tyson gestorben

Die US-amerikanische Schauspielerin Cicely Tyson, die in Filmen wie "Grüne Tomaten", "The Help" und in der TV-Serie "Roots" über das Schicksal von Sklaven mitspielte, ist tot. Das teilte Tysons langjähriger Manager der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Todesursache wurde zunächst nicht genannt. Tyson wurde 96 Jahre alt. Die gebürtige New Yorkerin, die zunächst als Model gearbeitet hatte, gehörte Anfang der 1960er Jahre zu den ersten Afroamerikanerinnen mit einer Hauptrolle in einer TV-Serie. In der Drama-Serie "East Side/West Side" spielte sie eine Sekretärin. 2018 wurde Tyson von der Film-Akademie mit einem Ehren-Oscar für ihr Lebenswerk ausgezeichnet.

Botticelli-Gemälde für 92 Millionen Dollar versteigert

Ein Gemälde des italienischen Renaissance-Meisters Sandro Botticelli ist für den Rekordpreis von 80 Millionen Dollar versteigert worden. Mit Gebühren und Kommissionen liegt der Preis sogar bei 92 Millionen. Das ist der höchste jemals für ein Werk des Malers gezahlte Preis, wie das Auktionshaus Sotheby's in New York mitteilte. Das Porträt "Junger Mann mit Medaillon" entstand rund um das Jahr 1480, das genaue Datum ist unbekannt. Das Werk befand sich lange Zeit im Besitz einer walisischen Aristokratenfamilie. Sein letzter Besitzer erwarb es 1982 für nur 810.000 Pfund. Das Gemälde wurde in der Folge in einer Reihe von Museen ausgestellt, unter anderem im Metropolitan Museum of Art in New York und in der National Gallery in London.

Erfurt beantragt Welterbe-Status für jüdische Relikte

Bei der Unesco ist ein Antrag Thüringens zur Welterbe-Aufnahme der mittelalterlichen jüdischen Relikte in Erfurt eingegangen. Die Landesregierung reichte ihn über das Auswärtige Amt bei der Weltkulturorganisation in Paris ein, bestätigte die Unesco-Stabstelle in Erfurt. Dort werde der Antrag voraussichtlich bis Ende März geprüft. Danach würden Gutachter des Internationalen Rats für Denkmalpflege (Icomos) die Relikte besichtigen und bewerten. Eine Entscheidung der Unesco werde 2022 erwartet. Die mittelalterliche Geschichte der jüdischen Gemeinde in Erfurt sei die "Kernbotschaft" des Antrags, so eine Unesco-Sprecherin. Die Städte Mainz, Speyer und Worms haben im vergangenen Jahr für ihre jüdischen Stätten die Aufnahme ins Weltkulturerbe beantragt. Darüber soll noch in diesem Jahr entschieden werden.

Neuer Geschäftsführer für Bayreuther Festspiele

Die Bayreuther Festspiele bekommen einen neuen Geschäftsführer: Der Verwaltungsdirektor der Oper Leipzig, Ulrich Jagels, soll auf den Grünen Hügel wechseln, teilten die Festspiele mit. Vor Leipzig war Jagels in gleicher Tätigkeit am Städtischen Theater in Chemnitz. An der Leipziger Oper war er für mehrere Bauvorhaben mit einem geschätzten Gesamtvolumen von 30 Millionen Euro verantwortlich. Diese Erfahrung könnte ihm auch in Bayreuth bei der Sanierung des Festspielhauses zu Gute kommen. Dort tritt er die Nachfolge von Holger von Berg an, dessen Vertrag nach fünf Jahren nicht verlängert wurde. Er wechselt nach München an das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst.

Kunstmessen in Köln und Maastricht erneut verschoben

Die größte deutsche Kunstmesse Art Cologne und die weltweit größte Messe für alte Kunst in Maastricht werden wegen der Corona-Pandemie erneut verschoben. Die Art Cologne solle nun vom 17. bis zum 21. November 2021 stattfinden, teilte die Koelnmesse mit und bestätigte eine Meldung der "Süddeutschen Zeitung". Die TEFAF in Maastricht wird bereits zum zweiten Mal verschoben und soll nun vom 11. bis 19. September stattfinden. TEFAF-Chef Hidde van Seggelen begründete dies mit der Unvorhersehbarkeit und Dauer der Pandemie. Art Cologne-Direktor Daniel Hug sagte, er gehe davon aus, dass im November ein gewisses Maß an Berechenbarkeit und Optimismus möglich sein werde. Die Art Cologne hat zuletzt im April 2019 stattgefunden.

Tamara Bach bekommt James-Krüss-Preis

Der James-Krüss-Preis für internationale Kinder- und Jugendliteratur geht in diesem Jahr an die deutsche Autorin Tamara Bach. Sie werde die mit 8.000 Euro dotierte Auszeichnung am 10. Juni in München entgegennehmen, teilte die Internationale Jugendbibliothek in München mit. Der Preis wird seit 2013 alle zwei Jahre im Gedenken an den Dichter und Schriftsteller James Krüss (1926-1997) vergeben. Bachs Romane zeichneten sich durch sprachliche Kreativität, formale Experimente, einen unverwechselbaren Ton und das raffinierte Spiel mit den Erwartungen der Leserinnen und Leser aus, heißt es in der Begründung der Jury. Zuletzt erschien ihr Roman "Sankt Irgendwas". Zu den vielen Auszeichnungen der Limburger Autorin gehört auch der Katholische Kinder- und Jugendbuchpreis 2013.

Kulturnachrichten hören

Januar 2021
MO DI MI DO FR SA SO
28 29 30 31 1 2 3
4 5 6 7 8 9 10
11 12 13 14 15 16 17
18 19 20 21 22 23 24
25 26 27 28 29 30 31

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur