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Fazit / Archiv | Beitrag vom 28.08.2019

Podiumsdiskussion zu KunstfreiheitDebatte zeigt überraschende Einigkeit

Nadja Bascheck im Gespräch mit Eckhard Roelcke

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Der Maler Axel Krause steht in seinem Atelier in Leipzig, aufgenommen im Juni 2019 (picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)
Die Nähe der Malers Axel Krause zur AfD und die dadurch angestoßene Diskussion über die Freiheit der Kunst waren Anlass der Podiumsdiskussion in Leipzig. (picture alliance/Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa)

Die 26. Leipziger Jahresausstellung hat für Schlagzeilen gesorgt, weil der eingeladene Künstler Axel Krause der AfD nahe steht. Mit ihm wurde auf einer Podiumsdiskussion über künstlerische Freiheit diskutiert - ruhiger als gedacht.

Eine sachliche Diskussion sei es gewesen, meint Journalistin Nadja Bascheck. Neben dem Künstler Axel Krause saßen Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD), der Leiter der Kunsthalle Rostock, Uwe Neumann, der künstlerische Leiter des Künstlerhauses Bethanien, Christoph Tannert, und der Maler Rüdiger Giebler aus Halle auf dem Podium.

Axel Krause bemängelt einseitige Förderung

In der Diskussion sei es mehr darum gegangen, wie Politik auf die Kunst überhaupt wirken kann und ob die Kunstfreiheit gefährdet sei. Hier herrschte Einigkeit, so Bascheck, dass in Deutschland die Lage entspannt und die Kunst frei sei - und auch von der Meinungsfreiheit gedeckt. Axel Krause habe kritisiert, dass in der Kunst "die Politik eine gewisse politisch Linie fördert". Man müsse zudem eine Debatte auch mit den 25 Prozent führen, die die AfD wählten.

Außerdem wurde die Frage der Trennung zwischen Kunst bzw. Werk und Künstler debattiert sowie auch Moralvorstellungen. Anders als erwartet, erklärt Bascheck, sei die Veranstaltung "sehr ruhig" und "gesetzt" gewesen. Der "Druck im Kessel" sei alles in allem gar nicht so groß wie gedacht gewesen. 

(kpa)

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