Seit 01:05 Uhr Tonart

Dienstag, 11.12.2018
 
Seit 01:05 Uhr Tonart

Kompressor | Beitrag vom 23.01.2018

Podcast-Reihe "Mic Drop"Lahya Aukongo: "Wenn ich mich nicht mit meinem Schmerz zeige, dann hat keiner etwas davon"

Von Azadê Peşmen

Podcast abonnieren
(privat)
Lahya Aukongo bei einem ihrer Spoken Word-Auftritte (privat)

Auch wenn die Spoken-Word-Künstlerin Lahya Aukongo in ihren Texten den eigenen Schmerz ins Zentrum stellt, findet sie: Liebe ist die Lösung. Aber nicht die kitschige, romantische, normative Version. Liebe sei umfassender zu verstehen und solle auch dazu dienen Menschen zusammenzubringen. Was das für sie bedeutet, erklärt sie in der zehnten Folge von "Mic Drop".

"Ich schreibe, um aus meiner Haut in meine Haut zu fahren", sagt Lahya Aukongo und meint damit, dass sie ihre Texte nutzt, um unterschiedliche Emotionen nach außen zu tragen. Sich selbst sieht sie dabei als Spiegel von Wut, Freude, Angst und Trauer. Das alles zu zeigen bedeute für sie "aus ihrer Haut zu fahren". Wenn sie es nicht tue, dann seien diese ganzen Emotionen immer noch da.

Auch politische Ereignisse sind natürlich Thema – aber spoken word ist für Lahya Aukongo keine Kunstform, die nur als Reaktionskanal auf die politischen Umstände zu verstehen sei. Es sei zwar fast nicht möglich, die Ereignisse und den Zustand der Welt nicht zu reflektieren. Man käme nicht darum herum, das zu reflektieren, was gerade um einen herum auf der Welt und in der eigenen passiert. Das bedeute aber nicht, die Nachrichten zu kommentieren – sondern viel eher einen poetischen Ausdruck für die eigenen Gefühle dazu zu finden.

Hier können Sie den Podcast Mic Drop abonnieren.

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur