Seit 17:05 Uhr Studio 9

Mittwoch, 18.07.2018
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9

Aktuell / Archiv | Beitrag vom 11.10.2016

#pink4genderEqualityWarum am Weltmädchentag alles pink wird

Das Karlstor in München ist anlässlich des Welt-Mädchentages pink beleuchtet. (dpa / picture alliance / Marc Müller)
Das Karlstor in München ist anlässlich des Welt-Mädchentages pink beleuchtet. (dpa / picture alliance / Marc Müller)

Nicht nur in der Twitter-Timeline dominiert heute die Farbe Pink - auch der Berliner Fernsehturm wird pink beleuchtet. Anlass ist der Welt-Mädchentag. Doch haben die Initiatoren wirklich die beste Farbe ausgewählt? Die Kritik im Netz ist groß.

Anlässlich des Welt-Mädchentages werden heute in rund 20 Städten mehr als 35 Gebäude mit pinkem Licht angestrahlt. Ausgerechnet pink, bemängeln Kritiker. Mit der Aktion soll auf die Rechte von Mädchen hingewiesen werden. Doch Pink stehe für das Gegenteil: für eine Zuschreibung, für eine Manifestierung auf das weibliche Geschlecht.

Intiiert wurde der Tag vom Kinderhilfswerk Plan International:

Und so sieht die Kampagne im "Real Life":

Diese Userin drückt ihren Unmut noch vergleichsweise diplomatisch aus:

Eindeutiger wird @pageissler:

Auch diese Userin sucht sich ihre Farbe lieber selber aus:

Ebenfalls in der Kritik: der Hashtag #pink4genderEquality.

Und hier ein paar Impressionen...

Übrigens - selbst der Berliner Fernsehturm soll heute noch pink werden.

Nicht überraschend, dass die Kritik von @pinkstinksde am Pointiertesten ist: "Mädchen sind #morethanpink!" 

Dass man den wichtigen Tag auch ohne Pink bewerben kann, zeigt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

Denn schließlich sollte bei der Debatte um die Farbe nicht vergessen werden, dass es eigentlich um wichtige Themen geht:

Und weil es so gut passt, kann an dieser noch das Video einer Achtjährigen gezeigt werden, das vor einigen Wochen durch's Internet ging:

(mcz)

Mehr zum Thema

Gendermarketing - Die hellblaue und rosa Falle
(Deutschlandradio Kultur, Zeitfragen, 08.03.2016)

Die Rosa-Hellblau-Falle
(Deutschlandradio Kultur, Lange Nacht, 06.12.2014)

Studio 9

IranSolidarität mit Social-Media-Tänzerinnen
Still aus einem Tanzvideo von Meadeh Hojabri (Youtube / Screenshot)

Tanzen ist im Iran verboten. Einige junge Frauen posteten trotzdem Tanz-Videos von sich in den Sozialen Netzwerken – und wurden festgenommen. Die Solidarität im Netz ist groß und auch der Frauenausschuss im Parlament meldete sich zu Wort.Mehr

weitere Beiträge

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur