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Donnerstag, 13.12.2018
 
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Philosophische Orte

Orte des Denkens

(unsplash.com)

Wie wirken Orte auf das Denken? Und prägen umgekehrt Denker Orte? Kann man Spuren von Denkereignissen oder etwa eine bestimmte Aura auch heute noch an Orten fühlen, die für die Philosophie wichtig waren? Wir begeben uns auch dieses Jahr wieder auf ganz physisch auf die Spuren der Philosophie und lassen uns vor Ort die Geschichten erzählen, die die Philosophie geprägt haben: Auf die athenische "Pnyx", die Wiege der Demokratie, zu Spinozas Wohnhaus in Rijnsburg, auf die Petersinsel in der Schweiz, wo Rousseau als einsamer Spaziergänger seinen Träumereien nachschweifte, und zum kleinen Ort Amorbach, Adornos Kindheitsidyll.

Blick auf die Akropolis in Athen (Griechenland), aufgenommen am 17.10.2012. Im Vordergrund sind die Propyläen zu sehen, die den monumentalen und repräsentativen Torbau zum heiligen Bezirk der Akropolis bilden. (picture alliance / dpa / Sven Hoppe)

Philosophische OrteHort und Hoffnung der Demokratie

Der Hügel Pnyx gilt als Keimzelle demokratischer Macht. Wenige Schritte von hier, in der Agora, wurde das Prinzip der politischen Selbstbestimmung erfunden. Hans von Trotha fragt, wofür der Garten der Demokratie heute steht.

Spinozas Backsteinhaus in Rijnsburg: Vor den Fenstern seines Schreibzimmers erstreckt sich ein idyllischer Garten. (Robin Noort)

Philosophische OrteSpinozas Zuflucht in Rijnsburg

Baruch de Spinoza war nicht nur Philosoph, sondern auch Rabbiner. Seine kritische Bibelauslegung trieb ihn in jungen Jahren ins Exil - im holländischen Rijnsburg fand er Zuflucht: Hier sind die Spuren seines Denkens noch heute präsent.

Theodor W. Adorno-Briefmarke der Deutschen Bundespost aus dem Jahr 2007  (imago/Schöning)

Philosophische OrteAdornos Kindheit in Amorbach

In Amorbach, einem beschaulichen Städtchen im Odenwald, verbrachte Adorno die Sommer seiner Kindheit – und fühlte sich dem Ort zeitlebens besonders verbunden. Dabei scheint die hiesige Idylle mit seiner Gesellschaftskritik nur schwer vereinbar.

Schreibtisch von Martin Heidegger in der Berghütte des Philosophen in Todtnauberg im Schwarzwald (Baden-Württemberg). (dpa / picture alliance / Rolf Haid)

Philosophische OrteWas Heideggers Hütte über den Philosophen verrät

Die Berufung nach Berlin lehnte Martin Heidegger ab. Stattdessen blieb eine Hütte im Schwarzwald sein Denk- und Schreibort. Die Entscheidung begründete er 1934 - ganz im Sinne der NS-Blut-und-Boden-Ideologie - mit der "Bodenständigkeit" seines Denkens. Ein Besuch von Heideggers Hütte.

Die Burgruine Schwarzenberg in Plettenberg-Pasel. Aufnahme vom 17.04.2010. Foto: Horst Ossinger dpa (picture alliance / dpa / Horst Ossinger)

Philosophische OrteCarl Schmitt in Plettenberg

Der Staatsrechtler Carl Schmitt zählt zu den umstrittensten politischen Denkern des 20. Jahrhunderts. Durch sein Engagement für die Nationalsozialisten nach 1945 politisch kompromittiert, zog er sich in seinen Heimatort Plettenberg zurück.

Walter Benjamin (dpa / picture alliance / Heinzelmann)

Philosophische OrteWalter Benjamin in Paris

Der Philosoph Walter Benjamin lebte von 1933 bis 1940 als Exilant in Paris. Hier arbeitete er an seiner Geschichtsphilosophie des 19. Jahrhunderts - dem "Passagenwerk", das unvollendet blieb. Jürgen König hat in der französischen Hauptstadt Wohn- und Lebensorte des Denkers aufgespürt. Was ist von Benjamin geblieben?

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