Das Feature, vom 16.06.2009

Von Hannelore Hippe

Wenn es auch keine Bananen gab, keine Reisefreiheit und echte Levis nur durch Westkontakte zu ergattern waren, eins gab es zu DDR-Zeiten immer und nicht nur für Parteimitglieder: Liebe. Die tauchte in keinem Fünfjahresplan auf, war frei und umsonst, privat und nicht staatlich und nur dem Verfallsdatum des eigenen Herzens unterworfen. Die Heiratsquote war wie die Scheidungsrate enorm und noch wenige Monate nach der Maueröffnung gaben 83,6 Prozent der DDR-Bürger in einer Umfrage an, dass die Liebe das Wichtigste in ihrem Leben sei.

Winfried Glatzeder spielte mit im Film "Paul und Paula" (AP Archiv)
Winfried Glatzeder spielte mit im Film "Paul und Paula" (AP Archiv)

Zwanzig Jahre später heiratet Mann und Frau im Osten nun auch nicht mehr so heftig wie zu DDR-Zeiten und die Zahl der Singlehaushalte hat sich verdreifacht. Hat sich in den Jahren seit der Wende auch die ewig alte Liebe gewandelt? Wie war das damals, als die kleine Liebesfestung am heimischen Herd noch ein kuscheliges Bollwerk gegen den ärgerlichen Staat sein konnte?

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