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Fazit / Archiv | Beitrag vom 15.07.2018

Paul Simon: Abschiedskonzert in London"Die Emotion war mit Händen zu greifen"

Harald Mönkedieck im Gespräch mit Eckhard Roelcke

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Paul Simon gibt ein Konzert im Sportpalast in Madrid, aufgenommen am 18. November 2016. (picture alliance / dpa)
2016 gab er ein Konzert in Madrid, nun ist Schluss: Paul Simon nahm Abschied von Europas Bühnen. (picture alliance / dpa)

Der legendäre US-Musiker Paul Simon - die eine Hälfte von Simon & Garfunkel - gab sein Abschiedskonzert in London und 60.000 Besucher waren gekommen. Doch er verabschiedete sich nur vom Touren, nicht aber von der Musik - und kündigte ein neues Album an.

Es sei ein entspannter sommerlicher Abend gewesen, berichtet Harald Mönkedieck vom Konzert im Londoner Hyde-Park. Simon habe aus seinem weitreichenden Repertoire schöpfen können, zudem habe er ein kleines Kammerorchester mit auf der Bühne gehabt - bestehend aus drei Holzbläsern und drei Streichern.

Damit habe er gezeigt, dass er nicht "der ist, der die Hits hatte, sondern immer noch ein Musiker, der viel unterwegs ist", meint Mönkedieck. Auch habe er ein neues Album für September angekündigt, welches er unter anderem mit Jazzmusikern bearbeitet habe.

"Ein sehr lebendiger Musiker, kein 'Has-been'"

Simon habe aufgeräumt gewirkt, Geschichten und Hintergründe zu seinen Songs erzählt, Bezüge hergestellt und den Eindruck vermittelt, dass er sich nicht in eine Schublade stecken lasse als "Has-been". Insgesamt habe man einen lebendigen Musiker erleben dürfen, der nur Abschied vom Touren, nicht von der Musik genommen habe. "Die Emotion war mit Händen zu greifen. Ein wirklich gelungenes Finale für Paul Simon in Europa!"

Die Tour endet in New York, wo alles vor 60 Jahren begann.

Hier ein Mitschnitt von letztem Jahr:

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