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Kulturnachrichten

Sonntag, 6. September 2015

Parzinger: Humboldtforum braucht internationalen Intendanten

Parzinger wünscht sich Intendanten aus Afrika, Asien oder Südamerika

Der Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Hermann Parzinger, wünscht sich für das Humboldtforum im Nachbau des Berliner Schlosses langfristig einen Intendanten von außerhalb Europas. Ein Intendant aus Afrika, Asien oder Südamerika wäre das sichtbarste Zeichen dafür, dass das geplante Forum dem entspreche, was Besuchern und Herkunftsgesellschaften der Sammlungen versprochen worden sei, sagte Parzinger der "Welt am Sonntag". Er selbst gehört zu den drei Gründungsintendanten. Man werde sehen, ob das Humboldt-Forum später von einer Gruppe oder nur einer Person geführt werden sollte, so Parzinger. Das Schloss soll von Ende 2019 an mit dem Namen Humboldtforum ein Kunst- und Kulturzentrum werden. Für 590 Millionen Euro entsteht ein neues Museum mit einer barocken Originalfassade an drei Seiten. In dem Forum sollen unter anderem die außereuropäischen Sammlungen der Berliner Museen unterkommen.

"Vagina"-Skulptur in Versailles beschmiert

Antisemitische Beschimpfungen auf Kapoor-Kunstwerk

Auf die als "Vagina der Königin" bekannt gewordene Skulptur des britischen Künstlers Anish Kapoor im Schlosspark von Versailles ist erneut eine Farbattacke verübt worden. Wie die Leiterin des Schlosses, Catherine Pégard, mitteilte, beschmierten Unbekannte heute Morgen das große Stahl-Kunstwerk "Dirty Corner", das eine eindeutige sexuelle Anspielung ist. Bereits im Juni hatte es eine Farbattacke auf das Kunstwerk gegeben. Mit weißer Farbe schmierten die Unbekannten heute mehrere Sprüche auf die Skulptur: "Die zweite Vergewaltigung der Nation durch den abnormalen jüdischen Aktivismus". Sie sei "entsetzt", dass jemand mit solchen Worten "einen internationalen Künstler und darüber hinaus das Schloss von Versailles und die Kunst angreift", sagte Pégard.

Autor Warren Murphy gestorben

Er wurde 81 Jahre alt

Eine Woche vor seinem 82. Geburtstag ist der amerikanische Autor Warren Murphy gestorben. Der frühere Journalist war von den 70er Jahren an mit der "The Destroyer"-Serie bekanntgeworden, aus der 1985 auch der mäßig erfolgreiche Film "Remo- unbewaffnet und gefährlich" entstand. Ein Kassenschlager war vier Jahre später "Lethal Weapon 2 - Brennpunkt L.A". Für den Film mit Mel Gibson und Danny Glover hatte Murphy das Drehbuch mitentwickelt. "Murphy starb am 4. September friedlich in seinem Haus in Virginia Beach", schrieb sein Sohn auf der Website des Autors. "Die literarische Welt, ja die ganze Welt, hat einen wahren Gewinner verloren."

Stephen King erhält National Medal of the Arts

18 Auszeichnungen werden verliehen

Erfolgsschriftsteller Stephen King erhält einen der bedeutendsten Kulturpreise der USA: Präsident Barack Obama wird ihm am Donnerstag im Weißen Haus die National Medal of Arts überreichen. Insgesamt werden 18 Künstler und herausragende Persönlichkeiten geehrt. Darunter ist auch die Schauspielerin Sally Field, die für ihre Darstellung von Würde, Mitgefühl und Furchtlosigkeit ausgezeichnet wird. Weitere Preisträger sind der Künstler John Baldessari, die Schauspielerin Miriam Colón und die Sängerin Meredith Monk. Der US-Kongress hatte 1965 die beiden Stiftungen National Endowment for the Arts und National Endowment for the Humanities gegründet. Sie unterstützen Künstler und Wissenschaftler.

357 000 Zuschauer bei Störtebeker-Festspielen

2000 mehr als im Vorjahr

Nach 67 Vorstellungen sind am Samstagabend die 23. Störtebeker-Festspiele auf der Insel Rügen zu Ende gegangen. Rund 357 000 Besucher - und damit 2000 mehr als im Vorjahr - sahen das Stück "Aller Welt Feind" auf der Naturbühne Ralswiek, wie die Festspielleitung mitteilte. Sprecherin und Geschäftsführerin Anna-Theresa Hick sprach von einem "sehr zufriedenstellenden Ergebnis". Der Besucherdurchschnitt lag bei 5300 Besuchern pro Vorstellung. Das Stück habe großen Zuspruch beim Publikum gefunden. Bereits jetzt laufen die Vorbereitungen für das Stück "Auf Leben und Tod", das im Jahr 2016 gezeigt werden soll. Seit Gründung der Festspiele vor 23 Jahren verfolgten mehr als sieben Millionen Zuschauer die Abenteuer um den Piraten Klaus Störtebeker auf der Naturbühne Ralswiek.

Aretha Franklin stoppt Dokumentarfilm

Film von Sydney Pollack zunächt abgesetzt

Kurz vor der Premiere einer Dokumentation über Aretha Franklin hat die Sängerin den Film per Gerichtsbeschluss gestoppt. Das Telluride Film Festival in Colorado teilte mit, der Film "Amazing Grace" könne wegen einer von Franklin erwirkten einstweiligen Verfügung nicht gezeigt werden. Franklins Anwälte hatten argumentiert, dass im Film zu viel Musik von Konzerten und Plattenaufnahmen vorkomme, was Rechte der Künstlerin verletze. "Amazing Grace" ist eine Dokumentation des 2008 verstorbenen Sydney Pollack. Der Regisseur hatte die Dokumentation schon 1972 gedreht, war mit der Qualität des Materials aber so unzufrieden, dass er das Projekt verwarf. Mit verbesserter Technik nahm sich jetzt der Produzent Alan Elliott des Materials an und stellte den Film fertig. Unklar ist noch, ob der Film übernächste Woche auf dem Toronto Film Festival gezeigt werden kann.

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