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Kulturnachrichten

Samstag, 21. März 2015

Papst verurteilt Todesstrafe

Papst Franziskus lehnt Hinrichtungen als grausam und unmenschlich ab

"Heutzutage ist die Todesstrafe nicht zulässig, egal wie schwer das Verbrechen", schrieb Pabst Franziskus in einem Brief an die Internationale Kommission gegen die Todesstrafe, deren Vertreter am Freitag bei ihm zur Audienz waren. Franziskus legte mit seinem Schreiben die offizielle Position der Katholischen Kirche zur Todesstrafe dar. Exekutionen würden den Opfern keine Gerechtigkeit widerfahren lassen, sondern lediglich eine Kultur der Rachsucht fördern, schrieb der Papst. Franziskus sprach offenbar mit Blick auf die USA auch darüber, dass in manchen Ländern über humanere Exekutionsmethoden diskutiert wird. "Es gibt keine menschenwürdige Art, jemanden anderen zu töten", schrieb er dazu. Auch lebenslange Haft hatte der Papst bereits früher als nicht rechtfertigbare Bestrafung verurteilt. "Sie nimmt den Häftlingen nicht nur ihre Freiheit, sondern auch die Hoffnung."

Museum in Barcelona lenkt ein

Abgesagte Ausstellung wird doch gezeigt

Das Museum für zeitgenössische Kunst (Macba) in Barcelona revidierte die Entscheidung, auf eine geplante Gruppenausstellung unter dem Titel "Die Bestie und der Souverän" zu verzichten. Das Museum hatte die Schau, die zusammen mit dem Württembergischen Kunstverein Stuttgart produziert worden war, kurzfristig abgesagt und damit eine Welle von Protesten in der Kunstszene ausgelöst. Der Streit hatte sich daran entzündet, dass der Macba-Direktor Bartomeu Marí verlangt hatte, dass die Doujak-Skulptur aus der Schau entfernt werde. Die Kuratoren der Ausstellung wiesen die Forderung jedoch zurück. Daraufhin sagte Marí die gesamte Schau ab. Das umstrittene Werk zeigt einen am Boden hockenden Mann, der an den spanischen Ex-König Juan Carlos erinnert, in einem sexuellen Akt mit einer bolivianischen Aktivistin und einem Schäferhund. Der Macba-Direktor gab bekannt, dass die Ausstellung einschließlich der Doujak-Skulptur nun doch gezeigt werde. Er habe mit der Absage das Museum vor Vorwürfen schützen wollen. Die fast einhelligen Proteste hätten jedoch bewiesen, dass er damit das Gegenteil erreicht habe. Er bat um Entschuldigung und bot der Trägergesellschaft seinen Rücktritt an.

Katharine Viner neue Chefredakteurin beim "Guardian"

Erste Frau an der Spitze der britischen Tageszeitung

Die Journalistin Katharine Viner wird neue Chefredakteurin der britischen Zeitung "The Guardian". Die Oxford-Absolventin folgt damit im Sommer auf Alan Rusbridger, der das Amt nach 20 Jahren abgibt und an die Spitze der Eigner-Gesellschaft Scott Trust wechselt.
Katharine Viner (43), die derzeit den Online-Auftritt des «Guardian» in den USA verantwortet und Rusbridgers Stellvertreterin ist, hatte in einem Votum der Belegschaft die klare Mehrheit in den Redaktionen hinter sich gebracht und sich dabei auch gegen den deutschen Journalisten Wolfgang Blau durchgesetzt. Der "Guardian" ist nach dem Wirtschaftsmagazin "The Economist" die zweite große Publikation in Großbritannien, die eine Frau auf den Chefredakteursposten platziert. Zanny Minton Beddoes ist dort seit Anfang Februar am Ruder.

Drummer der Hard-Rock-Band Twisted Sister gestorben

A.J. Pero ist tot

Der langjährige Drummer der amerikanischen Hard-Rock-Band Twisted Sister, A.J. Pero, ist tot. Der Schlagzeuger sei im Alter von 55 Jahren gestorben, teilten seine Bandkollegen mit. Auf der Facebook-Seite der Gruppe drückten die Bandmitglieder ihre Trauer aus. "AJ Pero hatte eine extreme Kraft. Ich werde wahrscheinlich nie wieder die Möglichkeit haben, mit so jemandem in einer Band zu spielen", schrieb Gitarrist Jay Jay French. Peros Agent sagte dem TV-Sender CNN, dass der Schlagzeuger vermutlich einen Herzschlag erlitten habe. Pero sei am Vormittag in einem Tourbus gefunden wurde. Er sei ins Krankenhaus gebracht worden und dort gestorben. Anfang der 1980er Jahre trat A.J. Pero der Hard-Rock-Band Twisted Sister bei, die mit Hits wie "We're Not Gonna Take It" und "I Wanna Rock" bekannt wurde.

Auszeichnung für Samuel Finzi und Wolfram Koch

Gertrud-Eysoldt-Ring 2014 für ihre Hauptrollen in "Warten auf Godot"

Für ihre Hauptrollen in Samuel Becketts Drama "Warten auf Godot" erhalten die Schauspieler Samuel Finzi und Wolfram Koch den Gertrud-Eysoldt-Ring 2014. Die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung wird heute Abend im Parktheater Bensheim (Hessen) verliehen. Die Schauspieler teilen sich das Geld. "Warten auf Godot" hatte im vergangenen Herbst als Koproduktion mit den Ruhrfestspielen Recklinghausen Premiere am Deutschen Theater Berlin. Der Eysoldt-Ring ist einer der bedeutendsten Theaterpreise im deutschsprachigen Raum. Vergeben wird er auf Vorschlag der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste im hessischen Bensheim. Zu den Preisträgern seit 1986 zählen Corinna Harfouch, Nina Hoss, Ulrich Mühe, Tobias Moretti sowie Klaus Maria Brandauer und Steven Scharf.

Rückgabe von Bild aus Gurlitt-Sammlung in Sicht

Max-Liebermann-Gemälde wird zurückgegeben

Die Rückgabe des ersten Bildes aus der Sammlung Gurlitt an die rechtmäßigen Besitzer steht nach "Spiegel"-Informationen kurz bevor. Kulturstaatsministerin Monika Grütters hat eine entsprechende Restitutionsvereinbarung unterschrieben, wie ihr Sprecher bestätigte. Damit steht der Rückgabe des Max-Liebermann-Gemäldes "Zwei Reiter am Strand" aus dem Nachlass des umstrittenen Kunstsammlers Cornelius Gurlitt an die rechtmäßigen Eigentümer wohl nichts mehr im Weg. Anspruchsberechtigt ist ein New Yorker Anwalt. Er ist ein Großneffe des früheren Eigentümers und hat den Holocaust überlebt.
Nach "Spiegel"-Informationen zeichnet sich inzwischen auch die Rückgabe des Gemäldes "Sitzende Frau" von Henri Matisse an die Erben des jüdischen Kunsthändlers Paul Rosenberg ab.

Deutsche Oper Berlin plant neuen Ring des Nibelungen

Götz Friedrichs legendäre «Ring»-Inszenierung wird ersetzt

Die Deutsche Oper Berlin ersetzt Götz Friedrichs legendäre "Ring"-Inszenierung durch eine Neuproduktion von Regiestar Stefan Herheim. Im April 2017 soll Friedrichs in den 80er Jahren geschaffener Zyklus von Richard Wagners "Ring des Nibelungen" zum letzten Mal aufgeführt werden. 2020 startet dann die Tetralogie unter Herheims Federführung. Mit dem Norweger sei ein Regisseur gefunden worden, der den neuen "Ring" auf Augenhöhe mit Friedrichs immer wieder gefeierter "Tunnel"-Darstellung schaffen könne, teilte die Deutsche Oper mit. Seit der Premiere 1984 hat die Deutsche Oper Friedrichs "Ring"-Fassung immer wieder mit großem Publikumserfolg auf den Spielplan gesetzt. Herheim wurde mehrfach von der Zeitschrift "Opernwelt" zum Regisseur des Jahres gewählt, unter anderem für seine "Parsifal"-Regie bei den Bayreuther Festspielen 2008.

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