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Kulturnachrichten

Sonntag, 5. April 2020

Papst Franziskus ruft zu Mut in Corona-Krise auf

Papst Franziskus hat in seiner Predigt zum Palmsonntag zu Mut in der Corona-Krise aufgerufen. "Heute, in dieser dramatischen Situation der Pandemie, angesichts so vieler zerbröckelnder Gewissheiten, angesichts so vieler enttäuschter Erwartungen, in diesem Gefühl bedrückender Verlassenheit, sagt Jesus zu einem jeden: 'Nur Mut! Öffne dein Herz meiner Liebe'", sagte Franziskus. Der Pontifex sprach nicht wie üblich auf dem Petersplatz zu den Gläubigen, sondern wandte sich per Livestream an sie. Damit brach der Vatikan angesichts der Pandemie mit einer jahrhundertealten Tradition zum Auftakt der Karwoche. Der Palmsonntag erinnert an den Einzug Jesu in Jerusalem vor seiner Kreuzigung.

Die Sängerin Helin Bölek ist beigesetzt worden

In Istanbul ist die Musikerin Helin Bölek beigesetzt worden. Die 28-Jährige war Mitglied der populären türkischen Folkrock-Band "Grup Yorum", die auch in Deutschland viele Anhänger hat. Bölek war am Freitag nach 288 Tagen Hungerstreik gestorben. Mit ihrem Fasten wollte die Musikerin gegen die Regierung des türkischen Präsidenten Erdogan protestieren. Trotz Beschränkungen wegen Corona kamen zur Beerdigung mehrere Hundert Menschen. Dabei kam es auch zu gewaltsamen Auseinandersetzungen mit der Polizei, die laut Augenzeugenberichten Tränengas auf die Demonstrierenden schoss.

Bonner Kirschblüte zieht viele Besucher an

Der Beginn der Kirschblüten-Saison in der Bonner Altstadt hat trotz Corona-Krise viele Besucher angezogen. In den vergangenen Jahren sahen zehntausende Zuschauer die pinkfarbene Blütenpracht. In diesem Jahr hatten die Behörden wegen der Ansteckungsgefahr durch das Corona-Virus die Bürger aufgerufen, zu Hause zu bleiben. Trotzdem kamen die Besucher zu Hunderten, traten aber laut Medienberichten meist in Zweiergruppen auf, so dass die anwesende Polizei nicht einschreiten musste.

Virtuelles Gedenken an KZ-Befreiung

Das Gedenken an den 75. Jahrestag der Befreiung der Konzentrationslager Buchenwald und Mittelbau-Dora in Thüringen soll in diesem Jahr virtuell stattfinden. Der Sprecher der Stiftung der Gedenkstätten, Lüttgenau, sagte, am 11. April - dem historischen Tag der Befreiung - werde eine entsprechende Webseite freigeschaltet. Dort seien dann Statements von Überlebenden und Personen des öffentlichen Lebens zu finden. Auch eine Thüringer Erklärung solle es geben. Ursprünglich war die zentrale Gedenkfeier an diesem Sonntag geplant. Am 11. April würden dann zum Gedenken auch Kränze abgelegt - allerdings ohne Publikum.

Regisseur: Bayreuth-Absage eine Art "Berufsverbot"

Der Regisseur Valentin Schwarz, der in diesem Jahr den "Ring des Nibelungen" bei den Bayreuther Festspielen inszenieren sollte, empfindet die Absage in Corona-Zeiten als eine Art "Berufsverbot". Schwarz sagte der Deutschen Presse-Agentur: "Ich fürchte da einen gewissen ideellen und gesellschaftlichen Kollateralschaden, hoffe aber einfach für uns alle, dass wir die Krise gut überstehen. Es ist künstlerisch ein Jahr, wie es das in der Geschichte nur in Kriegszeiten oder nach Vulkanausbrüchen gegeben hat - ein Jahr ohne Sommer". Dennoch zeigte Schwarz Verständnis für die Absage: "Natürlich hatten wir alle bis zum Schluss gehofft, aber ich finde es richtig, dass die Gesundheit der Mitarbeiter und des Publikums nicht riskiert wird."

US-Autorin Patricia Bosworth stirbt an Covid-19

Die US-Schauspielerin und Autorin Patricia Bosworth ist an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Wie ihre Stieftochter der New York Times sagte, starb Bosworth schon am Donnerstag im Alter von 86 Jahren. Als Darstellerin war sie unter anderem mit Audrey Hepburn in dem Film "Geschichte einer Nonne" zu sehen. Bekannt wurde sie vor allem auch als Biografin zahlreicher Stars wie Marlon Brando, Montgomery Clift oder Jane Fonda. Ihr Buch über die Fotografin Diane Arbus wurde zur Grundlage des Films "Fell - Eine Liebesgeschichte" mit Nicole Kidman in der Hauptrolle.

Dubai will Expo auf nächtes Jahr verschieben

Die diesjährige Weltausstellung in Dubai soll nach dem Willen der Veranstalter wegen der Corona-Pandemie um ein Jahr verschoben werden. Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate habe einen formalen Antrag auf Verschiebung eingereicht, teilte das zuständige Internationale Büro der Weltausstellung mit. Bereits am Montag hatte das Leitungsgremium in Dubai intern getagt. Die Expo soll demnach von Oktober 2021 bis März 2022 dauern, seinen Namen "Expo 2020" aber beibehalten. Die Weltausstellung in Dubai soll die erste in einem arabischen Land sein.

Constantin-Chef ist gegen generellen Dreh-Stopp

Der Chef der Constantin Filmproduktion, Martin Moszkowicz, hat sich gegen ein generelles Verbot von Dreharbeiten in der Corona-Krise ausgesprochen. Man wisse nicht, welche Auswirkungen dies auf die jeweiligen Produktionen habe, sagte Moszkowicz im Deutschlandfunk Kultur. Jeder Produzent habe eine Fürsorgepflicht gegenüber seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und müsse entscheiden, ob es noch möglich sei, sicher zu arbeiten. Dazu komme, dass die Unternehmen auf den Folgekosten abgebrochner Drehs sitzen blieben. "Ein allgemeiner Drehstopp hätte ja nicht zur Folge, dass derjenige, der den Drehstopp verhängt, dann für die Folgekosten verantwortlich ist. Sonst könnten ja alle Restaurants, die im Moment geschlossen sind, ihre Rechnungen an die zuständigen Gesundheitsämter schicken. Das geht eben auch nicht", so der Filmproduzent.

Schwedische Akademie unterstützt Kulturschaffende

Die Schwedische Akademie stellt die von ihr vergebenen Finanzmittel als Reaktion auf die Corona-Krise zum Teil neu auf. Das teilte die Vergabe-Institution des Literaturnobelpreises der Deutschen Presse-Agentur mit. Demnach werden umgerechnet rund 455.000 Euro umverteilt - unter anderem als Finanzhilfen für Autoren, Übersetzerinnen und andere Kulturschaffende. Größenteils fließe das Geld in Arbeitsstipendien, aber auch einigen Organisationen werde geholfen, hieß es. Das Geld stammt aus eigenen Mitteln sowie aus Stiftungen, die die Akademie verwaltet.

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