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Feiertag - Kirchensendung / Archiv | Beitrag vom 14.08.2016

Palästinenser Daoud Nassar"Wir weigern uns, Feinde zu sein"

Von Pfarrer Rainer Stuhlmann aus Nes Ammim, Israel

Daoud Nassar (Foto: Rainer Stuhlmann)
Daoud Nassar (Foto: Rainer Stuhlmann)

Das "Tent of Nations" ist ein Begegnungsort in der Nähe von Bethlehem. Gäste aus der ganzen Welt sollen sehen, was es heißt, gewaltfrei für Gerechtigkeit kämpfen. Das tut der Palästinenser Daoud Nassar, der von israelischen Siedlern bedrängt wird − und trotzdem ein guter Nachbar sein will.

Nach fünf Jahren in Israel und Palästina werde ich hier in Deutschland oft konfrontiert mit Vorurteilen, die in krassem Widerspruch zu meinen Erfahrungen dort stehen. Das Wort "Gewalt", das vielen als erstes einfällt, wenn sie an Israel und Palästina denken, legt einfach die falsche Spur. Deshalb meiden ja viele das Land – aber ganz zu Unrecht. Gewalt bestimmt das Leben im Nahen Osten jenseits der Grenzen Israels, zum Beispiel in Syrien. Aber innerhalb der Grenzen Israels und Palästinas gibt es nicht mehr Gewalt als in Europa.

Von diesem "anderen Gesicht" Palästinas und Israels will ich heute erzählen. Ungerechtigkeit gehört durchaus dazu und darum Konflikte und Streit, aber auch Menschen, die sich anders verhalten als üblich, die keine Gewalt ausüben. Palästinenserinnen und Palästinenser, die gewaltfrei für Gerechtigkeit kämpfen, und jüdische Israeli, die sie darin unterstützen, statt sie zu bekämpfen. Ihr Motto heißt: "Wir weigern uns, Feinde zu sein".

Palästinenser dürfen hier nichts bauen

Ich fahre zwar mit dem Bus, der Jerusalem mit den vielen israelischen Siedlungen im Süden Palästinas verbindet. Aber die Siedlungen sind nicht mein Ziel, sondern die Farm der palästinensischen christlichen Familie Nassar. 20 Minuten zu Fuß sind es von der Bushaltestelle bis zum "Zelt der Nationen", Tent of Nations, wie sie ihre Farm nennen, einem internationalen und interreligiösen Begegnungsort. Es ist eine Farm ohne Gebäude. Denn Palästinenser dürfen hier auf ihrem eigenen Grund und Boden nicht mal ein Toilettenhäuschen bauen, während um die palästinensische Farm herum im sogenannten Gush Etzion über 50.000 jüdische Israeli kleine und große Städte aus dem Erdboden stampfen.

Ich treffe mich mit Daoud, der in Österreich studiert hat. Für das Interview suchen wir Schutz am Eingang einer Höhle vor dem scharf pfeifenden Wind, der auch an heißen Tagen frisch vom Mittelmeer herauf weht. An klaren Tagen sieht man es aus der Ferne blinken.

"Wir sind hier auf einem Gebiet, sieben Kilometer entfernt von Bethlehem, heißt Daher's Weinberg. Das Land gehört meiner Familie seit 1916. Meine Familie hat in einer Höhle gewohnt hier auf dem Gelände. So ist hier mein Vater und Onkel mit dem Land groß geworden. Das Land wurde registriert und wir haben Dokumente von den Osmanen, von den Engländern, von den Jordaniern und von den Israelis. Wir sind jetzt umgeben von fünf israelischen Siedlungen, und das ist der einzige Hügel, der unter palästinensischer Kontrolle ist. Seit 1991 versuchen die Israelis, unser Land zu enteignen, um eine neue Siedlung zu gründen. Wir haben Angriffe von israelischen Siedlern, die uns attackiert haben, ganz besonders zwischen 1991 und 2002. Sie waren hier und haben Bäume bei uns zerstört, uns mit Maschinengewehren bedroht, sie haben versucht, drei Mal eine Straße durch das Gelände zu bauen. Wir waren vorm Gericht und wir sind immer noch vor Gericht seit 1991. Wir haben nicht aufgegeben. Wir sind immer noch hier."

Haben die israelischen Siedler denn inzwischen aufgegeben? frage ich meinen palästinensischen Gesprächspartner.

"Sie haben uns angeboten, das Land zu verkaufen. Und das letzte Angebot war ein Blanko-Scheck. Wir haben geantwortet: "Unser Land ist wie unsere Mutter, und klar man darf die Mutter nicht verkaufen." Jetzt versuchen sie, uns zu isolieren. Die Straße ist gesperrt seit 2001. Wir dürfen kein Leitungswasser hier haben, keinen Strom und keine Baugenehmigung."

Eine Farm ohne Zufahrt, ohne Wasser, Strom und Gebäude? Wo bleibt da Raum für eine Zukunftsperspektive?

"Wenn man keine Hoffnung, keine Zukunftsperspektive hat, wenn man das Gefühl hat, ist man zur Ecke geschoben, dann reagiert man entweder mit Gewalt oder Resignation oder Wegrennen, Emigration. Wir haben gesagt von Anfang an: Wir sind gegen Gewalt, weil Gewalt erzeugt Gegengewalt, und man kann nie einen Konflikt mit Gewalt lösen. Die zweite Option ist Resignation. Man gibt auf und man stellt sich als Opfer. Und das ist gefährlich, in diese Opferrolle zu kommen. Und dann bliebe uns auszuwandern, wegzurennen. Das ist nicht in Ordnung. Wir wollen nicht von dem Ort weggehen. Was sollen wir tun? Wir haben gedacht, es muss auch einen anderen Weg geben."

Sie sehen sich nicht als Opfer

Gewalt – Resignation – Auswanderung. Das sind die üblichen Reaktionen auf Entrechtung und Unterdrückung… überall auf der Welt, nicht nur im palästinensisch-israelischen Konflikt. Wie kann man dazu Alternativen finden?

"Dann haben wir vier Sachen gesagt, die unsere Prinzipien geworden sind. Erst mal, wir sind keine Opfer. Es war uns sehr wichtig, aus dieser Opfer-Mentalität rauszukommen, damit man agieren statt reagieren und zwar anders agieren. Zweitens, wir weigern uns zu hassen. Leicht gesagt, schwer, es zu praktizieren. Wir respektieren die Menschen als Menschen, aber wir dürfen nicht ihre negativen Taten akzeptieren. Drittens, unser christlicher Glaube ist der Weg, unser Widerstand hier. Viertens, wir sind Menschen, die an Gerechtigkeit glauben. Und wir glauben ganz fest, dass eines Tages die Sonne der Gerechtigkeit wird aufgehen. Wir haben einen vierten Weg gewählt, einen gewaltlosen Widerstand geleistet, das Böse mit dem Guten zu überwinden. Unter dem Motto "Wir weigern uns, Feinde zu sein". Das ist unser aktiver positiver kreativer Widerstand."

Die Siedler, unterstützt von der israelischen Armee, wollen die palästinensische Farm mitten zwischen den Siedlungen weg haben. "Sie sind ein Sicherheitsrisiko", sagen sie, "denn die Palästinenser sind unsere Feinde". Aber die Palästinenser unterlaufen dieses Feindbild. Sie leisten Widerstand, gewaltfrei. Sie setzen beherzt ihr Motto dagegen: "Wir weigern uns, Feinde zu sein."

"Unter diesem Motto haben wir das Projekt "Tent of Nations" gegründet mit der Idee, unsere Frustration positiv zu kanalisieren. Unsere Farm öffnen für Menschen aus verschiedene Ländern, Kulturen und Religionen – so unser Motto: "Kommen und sehen – und nach Hause gehen und weiter erzählen" – und dann eine Verbindung schaffen zwischen Mensch und Mensch, aber auch zwischen Mensch und Land. Dann haben wir begonnen, aus dieser Opferrolle rauszukommen. Wir können was tun auch in einer schwierigen Situation. Und dann haben wir begonnen, unsere Probleme positiv zu lösen."

Das klingt gut. Was sie im Einzelnen gemacht haben, möchte ich von Daud wissen.

"Wir haben eine Solaranlage installiert im Jahre 2009. Seitdem sind wir vom Strom total unabhängig. Für Wasser wir sind total vom Regenwasser abhängig. Wir sammeln Regenwasser in Zisternen. Wir dürfen nicht auf der Erde bauen. Dann haben wir begonnen, unsere Höhlen zu renovieren. Jetzt haben wir sieben Orte, wo Leute schlafen können, aber auch Begegnungsorte. Wir arbeiten, um das Abwasser noch mal für die Bewässerung zu verwenden, also Recycling, Kompost-Toiletten. Aus der Not sind wir kreativ geworden. All diese negative Energie, die man hat, wurde positiv umgesetzt. Das ist unsere Therapie."

In einem Zelt des "Tent of Nations" in Nes Ammim, Israel, wird musiziert. (Foto: Rainer Stuhlmann)In einem Zelt des "Tent of Nations" in Nes Ammim, Israel, wird musiziert. (Foto: Rainer Stuhlmann)

Und natürlich ist es nicht nur Therapie für sie selbst. Es ist viel mehr. Sie versammeln hier auf der Farm viele Menschen aus unterschiedlichen Nationen, Kulturen und Religionen. Deshalb nennen sie den Ort ja "Zelt der Nationen".

"Für uns war wichtig, das Positive auch weiterzugeben. Wir haben gedacht an verschiedene Programme, um Menschen miteinander zu verbinden. Dass sie kommen und nach Hause gehen positiv, also mit Hoffnung, mit viel Hoffnung in einer hoffnungslosen Situation. Wir machen eine Baumpflanz-Aktion jedes Jahr. Wir laden Leute ein, Bäume zu pflanzen, Bäume zu sponsern. Wenn man einen Baum pflanzt, glaubt man an eine bessere Zukunft und lernt man auch: dass der Friede soll von unten wachsen wie ein Olivenbaum. Wir haben auch Ernte-Camps. Wir haben Volontäre, die längere Zeit zu uns kommen. Volontariats-Hilfe ist sehr gut für uns und sehr wichtig. Wenn die Leute sehen, unter welchen Umständen wir leben müssen, dann wird man einfach sagen: "Unsere Probleme zu Hause sind nichts gegenüber euren Problemen." Die Leute sind auch motiviert, alles, was sie hier gelernt haben, dort in ihrer Heimat umsetzen können."

Willkür an Menschen, die nur Frieden wollen

Rebecca aus Stuttgart, die für ein Jahr in dem christlichen Dorf Nes Ammim in Israel arbeitet, war für einige Tage im "Zelt der Nationen".

"Wir haben in so Höhlen geschlafen, wir haben da eben mitgeholfen und haben dort mitgegessen. Wir haben uns dort mit einem Volontär unterhalten, der ein Jahr vorher dort war. Der hat erzählt, wie die immer aufpassen müssen, dass das israelische Militär nicht kommt und eben einfach was abreißt. Man kann's sich immer nicht vorstellen, diese Willkür einfach an Menschen, die einem nur was Gutes tun wollen und Frieden haben wollen. Es ist nicht schön anzuschauen und grad deswegen hat sich's wirklich gut angefühlt, dorthin zu gehen und mitzuarbeiten für drei Tage."

"Erreicht ihr auch andere Palästinenser?", habe ich Daoud gefragt. In der Region und der direkten Nachbarschaft? Auch Palästinenserinnen?

"Frauenprojekte sind auch wichtig hier. Normalerweise ist es schwierig, Palästinenser zu motivieren. Deswegen ist es wichtig, dass sie kommen und sehen. Am Anfang war es schwierig, dass die Leute an so einen Weg geglaubt haben. Man hat die Ergebnisse nicht direkt gesehen. Von Anfang an wurde gesagt: "Sowieso könnt ihr nichts schaffen. Die Israelis werden kommen und das Land wegnehmen." Aber jetzt viele von unseren Nachbarn glauben an das, was wir hier tun. Die sind durch uns motiviert worden. Am Anfang war das ganze Gebiet unbebaut, jetzt sind viele aktiv geworden und bauen ihre Felder. Wir haben auch Kinder-Sommercamp-Aktivitäten. Wir laden palästinensische Kinder ein aus der Umgebung von Bethlehem, beides Christen und Muslims. Wir machen kreative Workshops mit den Kindern wie Malen, Musik, Mosaik. Dabei wollen wir, dass die Kinder ihre Talente entdecken, an sich selbst glauben: Ich bin fähig, meine eigene Zukunft selber zu gestalten."

Was tragen die Kirchen in Deutschland zum Frieden in Nahost bei? Nehmen sie dieses andere Gesicht Palästinas wahr? Das habe ich den evangelischen Bischof von Berlin, Dr. Markus Dröge gefragt, als er vor kurzem zu einem Besuch vor Ort war.

"Wir als Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-Schlesische Oberlausitz haben eine lange Partnerschaft mit der Evangelisch-lutherischen Kirche in Jordanien und im Heiligen Land. Insofern liegt uns das Schicksal der palästinensischen Christen, aber natürlich auch Palästinas insgesamt, sehr am Herzen. Wir unterstützen eine Schule, Talitha Kumi, wo wir junge Palästinenserinnen und Palästinenser ausbilden. Sie können dort ein deutsches Abitur machen. Insofern tragen wir auch etwas zur Zukunft Palästinas bei und bekommen natürlich dann ganz unmittelbar auch die Situation der Familien mit, die sehr leiden unter der Besatzung. Und unser Beitrag ist der, dass wir auch diese Themen bekannt machen."

Frage der Anerkennung Palästinas spaltet

"Sollten die Kirchen nicht die Bundesregierung drängen, die Staatlichkeit Palästinas endlich anzuerkennen?", frage ich mich oft. Das wäre ja kein Angriff auf Israel, sondern eine Aktion, die diesen Staat dann als Verhandlungspartner in Friedensverhandlungen einerseits stärken und andererseits in Verantwortung nehmen würde.

Bischof Dröge: "Die Rheinische Kirche hat ja gerade eine Synodalerklärung abgegeben, wo sie sich noch einmal stark macht für die Anerkennung Palästinas als eines unabhängigen Staates. Wir sehen in Berlin unsere Aufgabe darin, dies zum Gespräch zu machen. Gerade in Berlin muss man diese Themen öffentlich diskutieren. Wir selber sind dann natürlich gespalten. Wir haben auch Kontakte zur jüdischen Gemeinde, sehr intensiv sogar. Wir sind sehr stark im christlich-jüdischen Dialog engagiert, auch seit vielen Jahren und Jahrzehnten. Insofern erleben wir auch in Deutschland die Spannung zwischen den Interessen Israels und den Interessen Palästinas. Wir sehen uns nach beiden Seiten hin solidarisch."

Ob es denn auch einen Dialog mit Juden und Israelis im "Zelt der Nationen" gebe, frage ich Daoud Nassar.

"Wer kommt durch die Tür und möchte von unseren Visionen wissen, ist willkommen hier. Dann haben wir auch Juden aus verschiedenen Ländern, auch manchmal Israelis kommen zu uns. Am Anfang sind sie vielleicht ein bisschen skeptisch. Aber wenn sie zu uns kommen, hören was anderes, etwas, das ist unerwartet von denen und das ist für sie eine Augenöffnungs-Erfahrung. Wir möchten, dass die Leute versuchen, einen Einfluss in ihrer Umgebung zu gewinnen, Familien, Schulen und so weiter."

Von einer solchen "Augenöffnungs-Erfahrung" können viele Juden und jüdische Israeli erzählen. Wie sie plötzlich aufgewacht sind. Vielleicht zum ersten Mal die Situation in den Besetzten Gebieten wahrgenommen haben. Meist engagieren sie sich dann in Organisationen, um ihre Landsleute zu informieren und aufzuwecken. In privaten Gesprächen und öffentlichen Aktionen. Sie repräsentieren für mich das andere Gesicht Israels, das demokratische Israel, das den Menschenrechten verpflichtet ist. Von der gegenwärtigen Regierung werden sie skeptisch beäugt, manchmal auch diffamiert. Für mich sind sie die wahren Patrioten, die der jüdischen Tradition des Tiqun Olam folgen, nach Maßgabe ihrer Kräfte "die Welt zu verbessern".

Unterscheiden zwischen Politik und Menschen

Wie schön wäre es zu hören, dass es auch freundliche Kontakte zu den jüdischen Siedlern als Nachbarn gibt.

"Wir müssen auch unterscheiden zwischen Politik und Menschen. Es gibt israelische Siedler, die überhaupt nicht wissen, wie lebt man als Palästinenser. Man wohnt in einer Siedlung, ist umzingelt von einem Zaun, alles andere ist jetzt Feind."

Wie wenig selbst wohlgesonnene Siedler ihre palästinensischen Nachbarn wahrnehmen, ist auch Rebecca aufgefallen, der Volontärin aus Stuttgart:

"Als wir angekommen sind, sind wir von Jerusalem mit so nem Siedlerbus in so ne Siedlung gefahren. Neben mir saß so en Mädchen, die hat mich gefragt. Was machst du hier?" "Ja, ich bin aus Deutschland und ich geh bei so ner arabischen Familie arbeiten." Sie war beeindruckt, weil ich hier in die Westbank nach Palästina alleine gekommen bin. "Und deine Eltern finden das in Ordnung, dass du bei Arabern bist?" "Ja, die unterstützen das auch voll." Sie hat das "Tent of Nations" nicht gekannt... es war direkt neben ihrer Siedlung, aber es war ihr nicht bewusst, dass es existiert und was es ist und wofür es steht. Da merkt man mal, wie sehr man in seiner eigenen Welt leben kann und wie krass diese Grenzen sind... zwischen den Kulturen, wo man doch eigentlich... Nachbar ist."

Angesichts dieser Lage wage ich kaum danach zu fragen, ob eine Kooperation zwischen jüdischen Siedlern und Palästinensern überhaupt denkbar ist.

"Die einzige Möglichkeit für Menschen hier ist, zusammen zu leben mit Gerechtigkeit. Eine Gruppe kann nicht alles kontrollieren und die andere Gruppe gar nichts haben. Da ist eine Möglichkeit, miteinander zu leben. Egal ob in einem Staat oder nebeneinander in zwei Staaten, aber mit Gleichberechtigung. Wir müssen lernen, einander zu respektieren. Aber im Moment ist es sehr schwierig, die ganze Situation ist ungerecht. Wir leben unter Besatzung. In dem Moment, wo die Besetzung kommt zu Ende, dann Israelis und Palästinenser können miteinander leben. Kooperieren und unter Besatzung sein, es geht nicht; Besatzung muss zu Ende kommen."

Gibt es eine Botschaft dieses beeindruckenden palästinensischen Christen Daoud Nassar an die Menschen in Deutschland? Die möchte ich gerne mitnehmen und überall hin weiter geben:

"Es gibt Menschen, egal auf der israelischen oder der palästinensischen Seite, die anders denken, anders wollen. Und diese positive Stimme muss auch im Ausland gehört werden. Und wir glauben ganz fest, dass eines Tages die Sonne der Gerechtigkeit wird aufgehen."


Die redaktionelle und inhaltliche Verantwortung für diesen Beitrag liegt bei Pfarrer Reinhold Truß-Trautwein, Senderbeauftragter für Deutschlandradio, Rundfunkarbeit im Gemeinschaftswerk der Evangelischen Publizistik (GEP), für den Medienbeauftragten des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland.

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