Seit 17:05 Uhr Studio 9

Mittwoch, 20.02.2019
 
Seit 17:05 Uhr Studio 9

Fazit / Archiv | Beitrag vom 08.10.2016

"Otto Dix - der Isenheimer Altar" in Colmar Ein neuer Blick auf Otto Dix

Vladimir Balzer im Gespräch mit Marietta Schwarz

Podcast abonnieren
Ausschnitt aus "Verkündigung" (1950) von Otto Dix, Privatsammlung, Christie’s Images Limited 2005 (Cosimo Filippini, Adagp, Paris 2016)
Ausschnitt aus "Verkündigung" (1950) von Otto Dix, Privatsammlung, Christie’s Images Limited 2005 (Cosimo Filippini, Adagp, Paris 2016)

"Otto Dix - ein neuer Blick" ist die erste Ausstellung im spektakulären Museumsbau von Herzog de Meuron in Colmar im Elsass. Ob der Künstler an Gott glaubte, hat er nie beantwortet. Die Inspiration durch religiöse Bilder wie Grünewalds Isenheimer Altar wird hier aber mehr als deutlich.

Anfang des Jahres wurde im Elsässer Städtchen Colmar ein spektakulärer Museumsbau von Herzog de Meuron eröffnet – und nun fand die erste Premiere im neuen Bau statt. Eine große Sonderausstellung mit vielen noch nie gesehenen Werken von Otto Dix.

Sie zeigen einen Künstler der stark von dem Isenheimer Altar des Matthias Grünewald aus dem 16. Jahrhundert inspiriert war – eines der Hauptwerke der deutschen Kunst des Mittelalters, dauerhaft zu sehen in Colmar.

Otto Dix - ein überaus religiöser Künstler

In der Ausstellung wird deutlich: Die Kunst von Dix ist ohne diesen Altar kaum denkbar, er hat ihn massiv beeinflusst. Und nicht nur das. Dix war Kriegsgefangener in Colmar, mit 54 war er in den "Volkssturm" eingezogen worden und geriet in französische Gefangenschaft. Der Kommandant des Lagers Colmar erkannte ihn aber und stellte ihm ein Atelier zur Verfügung. Dix war ein privilegierter Gefangener.

Die Ausstellung zeigt einen überaus religiösen Künstler, der allerdings nie die Frage öffentlich beantwortet hat, ob er an Gott glaubt. Was wir nun aber sicher wissen ist, dass er an die Kraft religiöser Bilder glaubt.

Mehr zum Thema

Neues Unterlindenmuseum in Colmar - Dialog zwischen den Epochen
(Deutschlandradio Kultur, Fazit, 09.12.2015)

Musée Unterlinden in Colmar - Hin zur Gegenwart
(Deutschlandfunk, Kultur heute, 11.12.2015)

Rudolf Schlichter - Liebhaber des Exzentrischen
(Deutschlandfunk, Kalenderblatt, 06.12.2015)

Kulturpresseschau

weitere Beiträge

Der Theaterpodcast

Folge 11Von Vielfalt und Verstärkung
Ein Darsteller des Musicals "Miss Saigon" mit einem angeklebten kleinen Stirnmikrofon steht am 25.01.2019 in Köln bei einem Fototermin auf der Bühne. (imago / Horst Galuschka)

Wer spricht wie auf deutschen Bühnen? Es gibt zwar immer mehr Schauspieler*innen mit angeklebten Mikrofonen, aber noch zu wenige aus benachteiligten Gruppen. Um Diversity und Mikroports geht es in Folge #11 des Theaterpodcasts.Mehr

Folge 10Wachgerüttelt, durchgeschüttelt
Eine Frau hat sich einen #MeToo-Schriftzug auf den Unterarm geschrieben. (imago stock&people)

Was bleibt im Rückblick auf die Debatten dieses Theaterjahres? #MeToo, ganz klar. Über Gleichstellung sprechen Susanne Burkhardt und Elena Philipp mit France-Elena Damian vom Verein Pro Quote Bühne und diskutieren darüber, ob Theatermacher mit rechten Ideologen reden sollten.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur