Hörspielmagazin, vom 27.11.2018

otic - das Studentenradio Wo Radio-Essay auf Live-Elektronik trifft

Live-Lesungen, Hörspiele und Klangkunst: Das otic. radio an der Kölner Kunsthochschule für Medien (KHM) bewegt sich zwischen aufwendigen Produktionen und amateurhaften Versuchsanordnungen. Ein Angebot nicht nur für die Studierenden, sondern für alle, die sich für radiophone Experimente begeistern.

Sybella Perry von otic. radio (Sybella Perry)
Eine der beiden Gründerinnen von otic. radio - die KHM-Studentin Sybella Perry (Sybella Perry)

Einmal in der Woche, jeden Mittwoch von 19 bis 21 Uhr, geht das otic. radio im Internet auf Sendung. Das Programm umfasst englische und deutsche Beiträge. Die beiden Gründerinnen, Sybella Perry und Agustina Andreoletti, sehen otic. radio als einen Raum des Austauschs, als Gemeinschaftsradio.

Der Begriff Experimentierfläche beschreibt die kuratorische Philosophie des otic. radios am besten. Jeder, der an der KHM studiert, darf sich an dem Projekt beteiligen. Ob bereits Erfahrungen mit dem Medium Radio gesammelt werden konnten, spielt dabei keine Rolle. Es zählen der Spaß an der Sache, der Wunsch, neue Ideen zu entwickeln und Wege zu gehen, die möglicherweise auch außerhalb der eigentlichen künstlerischen Betätigungsfelder der Teilnehmer und Teilnehmerinnen liegen.

Radio-Essay trifft auf Live-Elektronik. Klangkunst trifft auf spontane Improvisationen mit selbstgebauten Instrumenten und literarischen Lesungen. Auch Hörspiele wurden bereits für otic. radio produziert.

Das Programm des Radios ist allerdings nicht nur an die Studierenden der KHM gerichtet. Ebenfalls soll es nicht ausschließlich eine Werbefläche für die Universität sein. Sondern die Plattform möchte auch ein Publikum jenseits der Kunsthochschule erreichen. Gemeint sind interessierte Hörerinnen und Hörer, die sich für radiophone Gegenwartsexperimente begeistern können.