Klangkunst, vom 23.09.2011, 00:05 Uhr

Osmose

(Ursendung)
Von Oliver Peters

Um seinen akustischen Lebensraum in einer hellhörigen Wohnung zurückzuerobern, entdeckte der Klangkünstler Oliver Peters den Gegenlärm als kompositorisches Prinzip. Er begann, mit eigenen Geräuschen auf das vorgegebene Umfeld zu reagieren.

Geräusche aus dem Treppenhaus, der Nachbarwohnung, der Straße werden mit Gegengeräuschen beantwortet: "Osmose". (Nicolas Wiese)
Geräusche aus dem Treppenhaus, der Nachbarwohnung, der Straße werden mit Gegengeräuschen beantwortet: "Osmose". (Nicolas Wiese)

Zwei Jahre lang lebte der Klangkünstler Oliver Peters in einer hellhörigen Wohnung. Durch Fenster, Türen, Lüftungen, Decken, Böden und Wände drangen Geräusche aus den Nachbarwohnungen, dem Treppenhaus oder von der Straße ein.

Um seinen akustischen Lebensraum zurückzuerobern, entdeckte Peters den Gegenlärm als kompositorisches Prinzip. Er begann, mit eigenen Geräuschen auf das vorgegebene Umfeld zu reagieren. Dabei kamen die verschiedensten alltäglichen Gebrauchsgegenstände zum Einsatz.

Diesen akustischen Osmoseprozess hat Oliver Peters mit seinen Mikrofonen festgehalten. Durch Schnitt und kompositorische Anordnung entstand eine Klangreflexion über die Chemie zwischen äußeren und inneren Schwingungen.

Autorenproduktion 2010
Länge: 40:19 Minuten

Oliver Peters (alias Evapori), geboren 1970 in Kellinghusen, lebt als Klangkünstler in Berlin. Gemeinsam mit Nicolas Wiese betreibt er das Label AIC.

Im Anschluss:
"Konservatorische Maßnahme" von Serge Baghdassarians und Boris Baltschun
Autorenproduktion 2011

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