Sonntag, 19.09.2021
 

Kulturnachrichten

Donnerstag, 11. Februar 2021

Oscar-Verleihung wird auf mehrere Standorte aufgeteilt

Die Oscar-Verleihung soll in diesem Jahr an mehreren Orten gleichzeitig stattfinden. Das Dolby Theatre in Los Angeles, wo seit 2001 die begehrten Filmpreise vergeben werden, sei nur einer der Veranstaltungsorte, von denen aus die Zeremonie am 25. April live ausgestrahlt werde. Das sagte ein Sprecher der Academy of Motion Picture Arts and Sciences. Konkrete Pläne für den Ablauf der Show sind bisher nicht bekannt. Aber die Oscar-Akademie sei entschlossen, eine Preisverleihung zu organisieren, wie sie es noch nie gegeben habe und dabei gleichzeitig die Gesundheit und Sicherheit aller Beteiligten zu wahren, sagte der Sprecher. Erfolgsregisseur Steven Soderbergh, "Erin Brokovich"-Produzentin Stacey Sher und der erfahrene Fernsehshow-Macher Jesse Collins planen das Event. Wegen der Corona-Pandemie wurde die Oscar-Verleihung um zwei Monate verschoben.

Bündnis erwägt Klage wegen Corona-Schließungen

Das Aktionsbündnis #AlarmstufeRot sieht die Veranstaltungswirtschaft im Corona-Lockdown im Stich gelassen und schließt rechtliche Schritte nicht aus. Eine Prozesswelle sei der einzige verbliebene Schritt, um 100 000 Betriebe und ihre Beschäftigten zu retten. Die Beschlüsse von Bund und Ländern hätten klargemacht, dass es viele weitere Monate kein Veranstaltungsleben in Deutschland geben werde. Die Branche sei ins künstliche Koma versetzt worden, und "die Ausrottung unserer Existenzen" werde in Kauf genommen. So würden die seit Monaten versprochenen Kompensationsprogramme nicht ankommen, sofern sie überhaupt schon beantragt werden könnten. #AlarmstufeRot vertritt die Kultur- und Eventbranche mit mehr als 3 Millionen Erwerbstätigen.

Vier deutsche Filme im Berlinale-Wettbewerb

Vier deutsche Filme laufen im diesjährigen Wettbewerb der Berlinale: Die Literaturverfilmung "Fabian" von Dominik Graf, das Regiedebüt von Schauspieler Daniel Brühl "Nebenan", "Ich bin dein Mensch" von Regisseurin Maria Schrader und die Dokumentation "Herr Bachmann und seine Klasse" von Maria Speth. Insgesamt 15 Titel sind im Rennen um den Goldenen Bären, wie der künstlerische Leiter Carlo Chatrian in einem Video bekanntgab. Dazu gehören auch die Werke der Französin Céline Sciamma, des Südkoreaners Hong Sangsoo, des Franzosen Xavier Beauvois, des Rumänen Radu Jude und des Japaners Ryusuke Hamaguchi. Das Festival wird wegen der Corona-Pandemie auf zwei Termine geteilt. Im März ist ein Online-Branchentreff geplant, im Juni soll es ein öffentliches Festival mit Publikum geben.

Nötigungsvorwürfe gegen französischen CNC-Chef

Der Vorsitzende des französischen Filmförderfonds Centre national du cinéma français (CNC), Dominique Boutonnat, steht unter dem Verdacht der sexuellen Nötigung. Die Polizei nahm den 51-Jährigen in Gewahrsam, wie die Staatsanwaltschaft des Pariser Vororts Nanterre bestätigte. Sein 22-jähriges Patenkind hat gegen ihn Anzeige wegen versuchter Vergewaltigung erstattet.
Nach Angaben des Fernsehsenders BFM-TV bestreitet Boutonnat die Vorwürfe. Der Film- und Fernsehproduzent steht seit Juli 2019 an der Spitze des Förderfonds.
In Frankreich sind seit Jahresbeginn eine Reihe ähnlicher Vorwürfe gegen männliche Vertreter aus Filmbranche und Wissenschaft laut geworden.

Gericht: Denkmalschutz für Villa von NS-Architekten

Eine Villa des in die NS-Diktatur verstrickten Architekten Emil Fahrenkamp darf nach einem Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts als Denkmal geschützt werden. Das Denkmalrecht sehe keinen Ausschluss aus politisch-moralischen Gründen vor, hieß es zur Begründung. Fahrenkamp hatte die 1957 erbaute Villa im nordrhein-westfälischen Ratingen-Hösel für einen Industrie-Manager entworfen. Der Eigentümer der Villa hatte gegen die Aufnahme des Hauses in die Denkmalliste geklagt. Fahrenkamp sei denkmalunwürdig. Er konnte einen kleinen Teilerfolg erzielen: Im Gegensatz zu Villa und Garten seien der Swimmingpool und das Gartenhaus nicht schützenswert, befand das Gericht.

Online-Veranstaltungen zum Karnevalsbeginn

Um 11.11 Uhr hat der Karneval begonnen. Coronabedingt haben Karnevalshochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz den Straßenkarneval jedoch abgesagt. In den Behörden Nordrhein-Westfalens sind Weiberfastnacht und Rosenmontag diesmal gewöhnliche Arbeitstage. In Köln gilt im ganzen Stadtgebiet ein strenges Alkoholverbot bis einschließlich Aschermittwoch. Stattdessen werden Onlineveranstaltungen angeboten: Die Mainzer Prinzengarde streamt eine digitale Weiberfastnachtsfeier. Aus der Kölner Lanxess-Arena werden ganztägig Konzerte und Tanzauftritte für eine Spendenaktion übertragen.

Disney kündigt "Mandalorian"-Star nach Nazi-Vergleich

Disneys Produktionsfirma Lucasfilm kündigt dem "Mandalorian"-Star Gina Carano nach Nazi-Vergleichen die Zusammenarbeit. Carano spielt eine Hauptrolle in Disneys Streaming-Hit "The Mandalorian", einer in der "Star Wars"-Welt angesiedelten Weltall-Western-Serie. Auf Instagram hatte die US-Schauspielerin einen Beitrag geteilt, in dem der Umgang mit den gegenwärtigen politischen Differenzen im Land mit der Behandlung von Juden im nationalsozialistischen Deutschland verglichen wird. Zuvor hatte sie bereits das Tragen von Masken in der Pandemie verhöhnt und behauptet, dass es bei den US-Präsidentschaftswahlen zu Wahlbetrug kam. Ursprünglich plante Lucasfilm eine eigene Disney-Serie mit ihr, gab dieses Vorhaben aber bereits nach den Äußerungen Ende vergangenen Jahres wieder auf.

Facebook will offenbar eigenes Audio-Netzwerk

Der Erfolg der Smartphone-App Clubhouse ruft den US-Onlineriesen Facebook auf den Plan: Wie die "New York Times" berichtete, wies der Konzern Mitarbeiter an, eine eigenen Version der Audioplattform zu entwickeln, die bislang nur für Apple-Nutzer und auf Einladung verfügbar ist. Die Zeitung berief sich dabei auf mit der Sache vertraute Quellen. Clubhouse hatte in der Corona-Pandemie enorm an Popularität gewonnen und dabei auch eine Reihe Prominenter angezogen - darunter Facebook-Chef Mark Zuckerberg selbst. Die Nutzer der im vergangenen Frühjahr in den USA von der Firma Alpha Explorations entwickelten App können per Audio verschiedene "Räume" besuchen, in denen Menschen miteinander reden oder einfach zuhören können. Stiftung Warentest beklagte, dass Clubhouse in mehreren Punkten gegen die Datenschutz-Grundverordnung verstoße.

Kulturrat betont Bedeutung von Kulturorten für Bildung

Nach den Beschlüssen von Bund und Ländern zur Fortsetzung der Corona-Maßnahmen hat der Deutsche Kulturrat erneut auf die Bedeutung von Kultureinrichtungen für die Bildung hingewiesen. Dort gebe es alternative Lernorte, wenn Wechselunterricht an Schulen umgesetzt werde, heißt es in einer Mitteilung des Lobbyverbandes der deutschen Kulturorganisationen. Der Kulturrat forderte die Länder auf, bei ihren Konzepten zur Öffnung der Schulen und Kindertagesstätten die Kulturorte einzubeziehen und die Kompetenzen und bestehenden Kapazitäten zu nutzen: "Warum nicht eine Schulklasse im Museum, im Theater, im Kino, in der Jugendkunstschule, in der Musikschule, in der Bibliothek, im soziokulturellen Zentrum oder an einem anderen Kulturort unterrichten?", heißt es.

Schneckenhaus ältestes Blasinstrument seiner Art

Wissenschaftler betrachten es als das älteste Blasinstrument seiner Art: Das in einer Pyrenäenhöhle entdeckte Gehäuse einer Meeresschnecke ist etwa 18 000 Jahre alt und wurde speziell zum Erzeugen von Klängen bearbeitet, wie französische Forscher im Fachblatt "Science Advances" schreiben. Das Gehäuse der Knotentragenden Tritonschnecke wurde bereits 1931 gefunden, geriet dann aber jahrzehntelang in Vergessenheit. Neue Untersuchungen zeigen nun, dass das Gehäuse zum Erzeugen von Tönen verwendet wurde.

Gründer des Erotik-Magazins "Hustler" gestorben

Der Verleger Larry Flynt ist im Alter von 78 Jahren in Los Angeles gestorben. Das berichten US-Medien unter Berufung auf die Familie. Flynt hatte das Porno-Magazin "Hustler" gegründet. 1978 war er von einem Rechtsextremisten niedergeschossen worden, nachdem er Bilder eines Paares mit unterschiedlicher Hautfarbe veröffentlicht hatte. Seitdem saß Flynt, dessen Leben von Milos Forman verfilmt wurde, im Rollstuhl. Als Gegner der Politik des früheren US-Präsidenten Trump hatte er 2017 eine Belohnung von zehn Millionen Dollar für kompromittierende Informationen über den Republikaner ausgerufen.

Karnevalshochburgen bieten Online-Veranstaltungen

An Weiberfastnacht würde heute normalerweise pünktlich um 11.11 Uhr der Straßenkarneval beginnen. Coronabedingt haben Karnevalshochburgen wie Köln, Düsseldorf und Mainz das bunte Treiben auf den Straßen jedoch abgesagt. In den Behörden Nordrhein-Westfalens sind Weiberfastnacht und Rosenmontag diesmal gewöhnliche Arbeitstage. In Köln gilt im ganzen Stadtgebiet ein strenges Alkoholverbot bis einschließlich Aschermittwoch. Stattdessen gibt es Onlineveranstaltungen: Die Mainzer Prinzengarde streamt eine digitale Weiberfastnachtsfeier. Aus der Kölner Lanxess-Arena werden ganztägig Konzerte und Tanzauftritte für eine Spendenaktion übertragen.

Kulturnachrichten hören

Februar 2021
MO DI MI DO FR SA SO
1 2 3 4 5 6 7
8 9 10 11 12 13 14
15 16 17 18 19 20 21
22 23 24 25 26 27 28

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Fazit

weitere Beiträge

Kompressor

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur