Das Feature, vom 23.08.2011

Von Oliver Ramme

Der Glanz ist weg, die reichen Touristen und die fünf Sterne auch. Das Grande Hotel in Beira war nicht nur der Stolz Mosambiks, es war das größte Hotel des südlichen Afrikas. Das ist heute anders.

Armut in Südafrika (AP Archiv)
Armut in Südafrika (AP Archiv)

Heute, nach Ende des Kolonialismus, nach überstandenem mosambikanischem Sozialismus und Jahrzehnten des Bürgerkriegs, gleicht das Gebäude inmitten der Hafenstadt einer Bauruine.

Das Betonskelett erfüllt heute einen anderen Zweck.

Tausende von ehemaligen Bürgerkriegsflüchtlingen behausen die Keller und die ehemaligen Suiten des Grande Hotels. Ohne fließend Wasser, Strom und Kanalisation.

Trotz des Elends hat sich im Haus ein Gemeinschaftswesen entwickelt.
Das Grande Hotel hat sich über die Jahre neu erfunden.
Es ist ein eigener Staat in der Stadt Beira.

Regie: Anna Panknin