Das Feature, vom 30.08.2011, 19:15 Uhr

Ortserkundungen: Ground Zero 9/11

Erinnerungspolitik und Wiederaufbau am Ort des Anschlags
Von Daniel Cil Brecher

Gigantische Kräne und Baulöcher bestimmen immer noch das Bild des sechs Hektar großen Gebietes, das 2001 zerstört wurde. Zum zehnten Jahrestag des Anschlags soll jetzt inmitten der Baustelle ein Monument für die 3000 Toten eingeweiht werden - zwei Wasserbecken, ein Ehrenhain und eine unterirdische Gedenkstätte.

Blick auf Ground Zero in New York, sechs Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. (AP)
Blick auf Ground Zero in New York, sechs Jahre nach den Terroranschlägen vom 11. September 2001. (AP)

Auch das symbolträchtige Design des Architekten Daniel Libeskind für das neue World Trade Center wird in Zukunft an den Anschlag erinnern.

Der Wiederaufbau und der Bau der Gedenkstätte wurden zehn Jahre lang von finanziellen und vor allem von politischen Kontroversen begleitet.

Mit den Kriegen in Afghanistan und Irak begann sich die Bedeutung von "Ground Zero" als Ort der Erinnerung zu verändern.

Weil die Regierung in Washington, der Staat und die Stadt New York und verschiedene politische Gruppierungen die Erinnerung an 9/11 für eigene Zwecke zu instrumentalisieren suchten, wurde die ohnehin heikle Aufgabe des Wiederaufbaus auf diesem "geweihten Boden" noch schwieriger.

Regie: Heide Schwochow
DLF 2011

Downloads:

Ground Zero 09/11 - Erinnerungspolitik und Wiederaufbau am Ort des Anschlags vom 11. September (Text)
Ground Zero 09/11 - Erinnerungspolitik und Wiederaufbau am Ort des Anschlags vom 11. September (PDF)

 

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