Das Feature, vom 13.03.2020, 20:05 Uhr

Orte des Alltags Das Theaterkollektiv Futur3

Die Bühnen sind: ein Militärzelt. Ein Bestattungshaus. Oder einfach die Straße. Die Themen entstammen dem Alltag. Die Kunst entsteht aus Fakten. Das Publikum ist zum Mitwirken aufgefordert. Das Kölner Theaterkollektiv Futur3 macht Theater unmittelbar aus der Gegenwart - als Versprechen an die Zukunft.

Ein Hase in der Welt der Schildkröten. Das Theaterprojekt: Die Stadt der Schildkröten (©MEYER ORIGINALS)
Die Stadt der Schildkröten: Ein Abenteuerspiel nach den Regeln der Straße. (©MEYER ORIGINALS)

Was fühlen deutsche Soldaten, die in Afghanistan für den Kampf trainieren? Erschöpfung? Angst? Heimweh? Wer gedenkt des einsam gestorbenen Nachbarn? Was ist eigentlich mit den Obdachlosen, warum leben sie auf der Straße?

Damit aus Fakten Kunst entsteht, recherchieren die Theatermacher monatelang, führen Interviews, betreiben Studien. Die Hierarchie ist flach. 2004 von André Erlen, Stefan H. Kraft und Klaus Maria Zehe gegründet, spielt Futur3 mit Elementen von Happening, Videokunst, Living Theater, Performance, Installation, Hörspiel, Dokumentation, unterstützt von Musik. Humor ist wichtig. Ironie, blitzartige Pointen.

Futur3? "Wir machen Theater als Versprechen an die Zukunft!" erklärt André Erlen den Namen des Kollektivs, und ein Besucher findet es "zukunftsträchtig".

Orte des Alltags
Das Theaterkollektiv Futur3
Von Marietta Morawska-Büngeler

Regie: Fabian von Freier
Ton und Technik: Hendrik Manook und Oliver Dannert
Redaktion: Ulrike Bajohr
Produktion: Dlf 2020

Orte des Alltags. Das Theaterkollektiv Futur3 (PDF)

Orte des Alltags. Das Theaterkollektiv Futur3 (Textversion)

Abonnieren Sie unseren Newsletter!