Donnerstag, 13.08.2020
 

Kompressor | Beitrag vom 15.03.2017

Orson Welles' letzter FilmWiederbelebung eines Unvollendeten

Bert Rebhandl im Gespräch mit Gesa Ufer

Podcast abonnieren
Orson Welles im Film "Citizen Kane".  (imago/EntertainmentPictures)
Orson Welles in "Citizen Kane" (imago/EntertainmentPictures)

Orson Welles ist seit über 30 Jahren tot, das Genie hat unfertige Filme hinterlassen. Einen davon will Netflix nun fertigstellen. Unser Filmkritiker Bert Rebhandl glaubt an ein Gelingen - aber auch daran, dass es in jedem Fall hinterher Streit gibt.

Orson Welles starb 1985. Über 30 Jahre später sorgt sein filmisches Erbe noch immer für jede Menge Gesprächsstoff. Denn Welles starb als Unvollendeter: Haufenweise Material konnte er nicht mehr zu Filmen zusammenfügen, zum Beispiel seinen "Don Quichotte". Ebenso seinen letzten Film: "The other side oft the wind", eine Satire über Hollywood, in der unter anderem Dennis Hopper und John Houston mitgespielt haben.

Das Material wird bereits digitalisiert

Nun kam die Nachricht: Netflix hat die Rechte an diesem letzten Film gekauft. Und will ihn fertigstellen. Der Filmkritiker und Welles-Biograph Bert Rebhandl berichtete im Deutschlandradio Kultur, dass das vom Regisseur hinterlassene Material bereits in den USA ist und derzeit digitalisiert wird.

"Gestritten wird ohnehin werden"

Netflix sei aufgrund seiner Größe in der Lage, alles zu bezahlen, was nun gebraucht werde, so Rebhandl. Auch Expertise werde das Unternehmen einkaufen. Er rechnet damit, dass ein Film entstehen wird, "der filmhistorischen Ansprüchen genügt". Was aber nicht heißt, dass danach alle zufrieden sind: "Gestritten wird darüber ohnehin werden." (ahe)

Mehr zum Thema

Die fünf besten Filmanfänge - Innen die Zivilisation, draußen die Wildnis
(Deutschlandradio Kultur, Vollbild, 11.02.2017)

Orson Welles - Ein Puzzle
(Deutschlandfunk, Das Feature, 29.07.2016)

75 Jahre Citizen Kane - "Hollywood auf dem Höhepunkt seiner Brillanz"
(Deutschlandradio Kultur, Vollbild, 30.04.2016)

Fazit

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur