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Elektronische Welten / Archiv | Beitrag vom 29.11.2012

Orientierung im App-Dschungel

Surftipps im November

Von Jörg Schieb

Fast 80 Prozent aller Apps sind Spiele und Unterhaltungstitel. Appgamers.de untersucht deshalb verstärkt Spiele – aber nicht nur.  (picture alliance / dpa / Oliver Berg)
Fast 80 Prozent aller Apps sind Spiele und Unterhaltungstitel. Appgamers.de untersucht deshalb verstärkt Spiele – aber nicht nur. (picture alliance / dpa / Oliver Berg)

Jeden Tag kommen Tausende neue Apps auf den Markt. Welche etwas taugen und welche nicht, darüber informiert ein spezielles Internetportal. Weitere Surf-Empfehlungen: eine Seite mit den aufregendsten Orten der Erde in 3D-Ansichten und eine über Anne Frank in der Welt der Mangas.

Die Geschichte von Anna Frank als interaktiver Comic

"Das Tagebuch der Anne Frank" kennt wohl fast jeder. Die Geschichte des jüdischen Mädchens in den Jahren der Verfolgung durch die Nazis ist ein Klassiker. Interessanterweise nicht nur bei uns in Europa, sondern auch in Japan. Dort ist Anne Franks Tagebuch sogar das meistgelesene und meiststudierte fremdsprachige Buch – und inzwischen als Manga-Ausgabe erhältlich.

In der Manga-Version wird Anne Frank allerdings auf eine tragische Heldin reduziert, die ein grausames Ende erleidet. Japans zerrissenes Verhältnis zum Zweiten Weltkrieg und seiner eigenen Vergangenheit ist das Thema einer ungewöhnlichen Web-Dokumentation von Arte: "Anne Frank im Land der Mangas".

Auf dem Bildschirm erscheint ein Manga-Comic in Schwarz-Weiß. Die Bilder bauen sich nacheinander auf, Sprechblasen erscheinen – und man hat einiges zu lesen und nachzudenken. "Im Land der aufgehenden Sonne weiß man nicht viel über den Holocaust", heißt es in der Beschreibung zu "Anne Frank im Land der Mangas". Zwar wird Anne Frank in Japan als Heldin gefeiert, doch das Thema Judenverfolgung rückt dabei häufig in den Hintergrund.

Besucher des interaktiven Comics bekommen einen Eindruck davon, wie man in Japan über das dunkle Kapitel denkt, aber auch über die eigene Geschichte, etwa über Hiroshima. Das ist alles andere als dröger Geschichtsunterricht. Das ist ein sehr spannender Ausflug in eine andere Kultur. Sehenswert.


Übersicht über aktuelle Apps und mehr

Die Welt der Smartphones boomt derzeit. Jeder zweite Deutsche hat mittlerweile ein Smartphone in der Tasche, ob von Apple, mit Android, Blackberry oder Windows Betriebssystem. Ein riesiger Markt. Es gibt immer mehr dieser kleinen Programme fürs Smartphone, eine Million allein im App-Store von Apple, über 750.000 im Google Play Store für Android-Geräte. Und jeden Tag kommen Tausende neue auf den Markt.

Aber welche Apps taugen etwas, von welchen lässt man besser die Finger? Diese Frage beantwortet das neue Onlinemagazin Appgamers. Ein Team von Redakteuren und Autoren durchforstet die App-Stores und stellt jede Woche mindestens zehn neue Apps vor.

Fast 80 Prozent aller Apps sind Spiele und Unterhaltungstitel. Die Menschen daddeln gerne, wenn sie unterwegs sind. Appgamers.de untersucht deshalb verstärkt Spiele – aber nicht nur.

Außerdem überwacht das Portal die 50.000 besten Apps im Preis: Fällt der Preis oder wird eine App sogar zeitweise kostenlos angeboten, was viele Anbieter machen, um Werbung für ihre Produkte zu machen, erfahren das die Leser von Appgamers.de und können sie sofort laden. Eine gute Idee.

Jede Woche bis zu zehn Testberichte und aktuelle News rund ums Smartphone machen Appgamers.de zu einem interessanten Portal für alle, die mit ihrem Smartphone mehr machen als nur telefonieren. Wer allerdings kein Interesse an Spielen und Unterhaltungstiteln fürs Smartphone hat, wird mit Appgamers weniger anfangen können.
OTON Atmo


Die schönsten Flecken der Welt virtuell besuchen

Im Januar 1912 hat Robert Falcon Scott als einer der ersten Menschen den Südpol erreicht. Das Basislager, einige Jahre zuvor von Sir Ernest Shackleton errichtet, steht noch immer in der Antarktis – und sieht aus, als wäre es gerade erst verlassen worden. Doch nicht jeder kann oder will mal eben in der Antarktis vorbeischauen, um die Hütte zu inspizieren.

Macht nichts, denn im Internet kann man die berühmte Basisstation virtuell besuchen. Das "Google World Wonder Project" präsentiert aufregende Ort der Erde in beeindruckenden 3D-Ansichten, in bewährter Google-Streetview-Manier. Und das bedeutet: Man kann sich in aller Ruhe umsehen, 360-Grad-Ansichten genießen und alles aus der Nähe betrachten.

In Robert Falcons Hütte zum Beispiel hängen Skier an der Wand, der Schlafplatz ist in der Ecke, zahlreiche Bücher in den Regalen, überall liegen Decken herum. Alles perfekt zu erkennen. Fantastische Aufnahmen, die zum neugierigen Herumstöbern einladen.
Doch es gibt noch viel mehr Orte zu erkunden: Das Great Barrier Rief in Australien, das historische Stadtzentrum von Prag, die Altstadt von Salamanca, Tempelanlagen in Japan – die Auswahl an virtuellen Reisezielen ist riesig.

Neben den Rundumansichten gibt es zu jedem Ort auch jede Menge Hintergrundinfos, Fotos, Videos und 3D-Modelle. Es macht Spaß, die ausgewählten und sorgfältig fotografierten Orte zu erforschen – und man lernt und erfährt eine Menge. Auch virtuelles Reisen bildet also.

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