Seit 10:05 Uhr Im Gespräch
Donnerstag, 13.05.2021
 
Seit 10:05 Uhr Im Gespräch

Kulturnachrichten

Dienstag, 4. Mai 2021

Orban plant chinesische Uni in Budapest

Ungarn und China haben ein strategisches Abkommen über den Bau einer Zweigstelle der Fudan-Universität in Budapest bis 2024 abgeschlossen. Es handelt sich um den einzigen Außenposten der in Shanghai ansässigen Universität und es wäre der erste chinesische Hochschulcampus in einem EU-Mitgliedsstaat.
Die Orban-Regierung argumentiert, dass die Fudan-Universität als eine der hundert besten Universitäten weltweit dazu beitragen wird, das Niveau der Hochschulbildung in Ungarn zu verbessern. Außerdem würden chinesische Investitionen und Forschung ins Land gebracht. Kritiker beunruhigt die wachsende Nähe zwischen Orban und autokratisch regierten Staaten wie China und Russland.  Orbans Regierung verfolgt seit einiger Zeit eine wirtschaftliche Öffnung in Richtung Osten. Diese Strategie habe Ungarn zu einer "Bastion der östlichen Großmächte in der Europäischen Union" gemacht, sagt Gergely Karacsony, der Bürgermeister von Budapest, der den geplanten Campus-Bau ablehnt.

Christie's versteigert Spitzenwein von Raumstation ISS

Das New Yorker Auktionshaus Christie's versteigert eine Flasche Rotwein, die auf der Internationalen Raumstation ISS einer besonderen Reifezeit ausgesetzt war. Der Schätzpreis liegt bei umgerechnet 830.000 Euro. Sollte er tatsächlich erzielt werden, wäre es die teuerste Weinflasche der Welt. Der Wein des Jahrgangs 2000 stammt von dem angesehenen Weingut Château Petrus bei Bordeaux und gehört zu insgesamt zwölf Grand Crus, die im Januar nach 14 Monaten von der ISS auf die Erde zurückgekehrt waren. Tests am Institut für Weinwissenschaften der Universität Bordeaux ergaben, dass sie auch im All Spitzenweine blieben, wenngleich sich ihre Farbe und einige Duft- oder Geschmacksnoten verändert hatten. Der galaktische Wein ist nicht Teil einer öffentlichen Auktion. Vielmehr handelt es sich um eine private Versteigerung, bei der Käufer und Preis - falls erwünscht - unter Verschluss bleiben. Der Erlös soll in die Finanzierung zukünftiger Weltraummissionen fließen, die sich mit Agrar-Forschung befassen.

Bayern: Kulturveranstaltungen ab 10. Mai möglich

In Bayern könnte es bald wieder Theater-, Konzert- und Opernvorstellungen vor Publikum geben. Bei einer stabilen 7-Tage-Inzidenz unter 100 sollen ab dem 10. Mai kulturelle Veranstaltungen erlaubt werden. Das entschied das Kabinett in München. Wie viele Zuschauer dann erlaubt sind, richte sich nach den örtlichen Gegebenheiten, dem Mindestabstand und den gängigen Hygienemaßgaben, ergänzte Kunstminister Bernd Sibler.

Red Hot Chili Peppers: Songkatalog für 140 Mio verkauft

Die Red Hot Chili Peppers haben die Rechte an ihren Songs verkauft: Wie das Branchenmagazin "Billboard" unter Berufung auf anonyme Quellen berichtet, übernimmt das britische Musik-Investmentunternehmen Hipgnosis für mindestens 140 Millionen Dollar (116 Millionen Euro) den gesamten Song-Katalog der US-Alternativrockband. Dazu gehören Hits wie "Under The Bridge", "Californication" und "Snow (Hey Oh)". Auf Anfragen für eine Stellungnahme reagierten beide Seiten zunächst nicht. Seit seiner Gründung und der Notierung an der Londoner Börse im Jahr 2018 hat Hipgnosis bereits hunderte Millionen Dollar in Musikrechte investiert. In seinem Besitz sind unter anderem Kataloge von Neil Young, Blondie und Shakira sowie die Rechte an Dutzenden aktuellen Hits.

Verhaftung nach versuchtem Goldraub in Trier

Gut eineinhalb Jahre nach dem versuchten Raub eines riesigen Goldschatzes aus dem Rheinischen Landesmuseum Trier ist ein mutmaßlicher Täter verhaftet worden. Der 28-jährige Niederländer sei anhand einer DNA-Spur, die an einer am Tatort zurückgelassenen Sporttasche gesichert wurde, überführt worden, teilte die Staatsanwaltschaft Trier mit. Man gehe davon aus, dass er einer von mindestens drei Tätern war, die die mehr als 2600 Münzen aus purem Gold stehlen wollten. Der weltweit größte Goldschatz der römischen Kaiserzeit ist das Aushängeschild des Museums in Trier. Die Täter waren am 8. Oktober 2019 in das Museum eingedrungen. Trotz brachialer Gewalt gelang es ihnen aber nicht, den Kubus aus Panzerglas über den Goldmünzen zu öffnen. Sie flüchteten daher ohne Beute.

Dresdner Kunstsammlungen geben Zeichnung zurück

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) restituieren eine Federzeichnung von Moritz von Schwind aus dem Bestand des Kupferstich-Kabinetts. Es handele sich um das Werk "Lachners Liebesleben", teilten die SKD mit. Die Zeichnung werde im Rahmen der Regelungen zu NS-Raubkunst an die Nachfahren des Leipziger Verlegers Henri Hinrichsen zurückgegeben. Das Kunstwerk sei unter verfolgungsbedingtem Druck veräußert worden, hieß es. Hinrichsen wollte mit dem Verkauf die Emigration seiner Familie finanzieren. Nach dem Zwangsverkauf seines Verlages 1938/39 wurde er inhaftiert und Kunstwerke aus seiner Sammlung wurden beschlagnahmt. Die Zeichnung gelangte in den Besitz des Kunsthändlers Gurlitt. Hinrichsen wurde 1942 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Gurlitt verkaufte das Werk 1944 an das NS-Projekt "Sonderauftrag Linz", dessen erster Leiter der langjährige Direktor der Dresdner Gemäldegalerie, Hans Posse, war.

Schüler haben Probleme bei Fakten und Meinungen

Weniger als die Hälfte der 15-Jährigen in Deutschland ist laut einer Studie in der Lage, in Texten Fakten von Meinungen zu unterscheiden. Das geht aus einer in Berlin vorgelegten Sonderauswertung des Pisa-Tests 2018 der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) hervor. Deutlich abgenommen hat zudem die Lesefreude. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek sagte, Lesen sei die Basiskompetenz, auf der alles Weitere aufbaue: "Gerade in einer Demokratie sollten wir uns das Ziel setzen, dass wir die junge Generation in Gänze in die Lage versetzen, Texte kritisch zu lesen und Fakten von Meinungen unterscheiden zu können." Der pädagogisch sinnvolle Einsatz digitaler Medien müsse in allen Schulen zum Standard werden. Lehrergewerkschaften wiesen darauf hin, dass die Schulen auch entsprechend ausgestattet werden müssten. Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung, Udo Beckmann, sagte, ohne ausreichend digitale Endgeräte könne "unmöglich Medienkompetenz vermittelt werden".

Riesen-Tisch zum Ökumenischen Kirchentag

Zum Ökumenischen Kirchentag vom 13. bis 16. Mai bauen die gastgebenden Kirchen einen riesigen Tisch in Frankfurt am Main auf. Die 28 mal acht Meter große Tafel auf dem zentralen Platz an der Hauptwache solle Passanten ab diesem Donnerstag an das weitgehend digital ablaufende Christentreffen erinnern, teilten die Evangelische Kirche in Hessen und Nassau und das katholische Bistum Limburg mit. Die blaue Installation spiele auf die Dimensionen des Himmels an, in dem nach christlichem Verständnis Größenverhältnisse und Hierarchien keine Rolle mehr spielten. Vom 8. bis 16. Mai werden nach Angaben der Kirchen unterschiedliche Kooperationspartner den Tisch gestalten, darunter der Hotel- und Gastronomieverband Hessen und die katholische Basisinitiative Maria 2.0. Wegen der Pandemie wird der Ökumenische Kirchentag vor allem an Bildschirmen zu erleben sein.

Coronakrise trifft Musikurheber hart

Komponisten, Textautoren und Musikverleger haben 2020 mit den Urheberrechten an ihren Werken deutlich weniger Geld verdient als in den Jahren zuvor. Die Coronakrise habe tiefe Spuren hinterlassen, teilte die Verwertungsgesellschaft GEMA mit, die Urheberrechte von mehr als 2 Millionen Mitgliedern in Deutschland und weltweit vertritt. Allein die Einnahmen für das öffentliche Abspielen oder Aufführen von Musik seien um 43 Prozent eingebrochen - von 407,4 Millionen Euro 2019 auf 230,1 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Einen Teil der Einbußen konnte die GEMA nach eigenen Angaben abfedern. Zudem habe es millionenschwere Hilfsprogramme für besonderes betroffene Mitglieder gegeben. 2020 schüttete die Gesellschaft 806,5 Millionen Euro an ihre Mitglieder aus, rund 100 Millionen Euro weniger als im Jahr zuvor.

Museum ruft zum Einsenden alter Handys auf

Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Smartphones im Sommer hat das Museum für Kommunikation (MFK) Frankfurt zur Einsendung alter Handys aufgerufen. Im Rahmen des Projekts "Smartphone.25 - Erzähl mal!" sollten die Einsender zudem von ihren Erlebnissen berichten, teilte das MFK mit. Die Telefone erhalten einen Platz in der Sammlung der Museumsstiftung Post und Telekommunikation, zu der auch das Museum für Kommunikation Berlin gehört. Am 15. August 1996 war der Öffentlichkeit mit dem "Nokia 9000 Communicator" das erste Smartphone vorgestellt worden.

Studie zu Antisemitismus durch Gangsta-Rap-Konsum

Laut einer Untersuchung der Universität Bielefeld gibt es einen direkten Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gangsta-Rap und der Neigung, antisemitische und frauenfeindliche Aussagen zu teilen. Dagegen lässt sich kein messbarer Zusammenhang zwischen dem Konsum von Gangsta-Rap und rassistischen Einstellungen feststellen, wie die vorgestellte Studie ergab. Die Untersuchung wurde von der NRW-Antisemitismusbeauftragten Sabine Leutheusser-Schnarrenberger in Auftrag gegeben. Im Zuge der Jugendbefragung erforschte ein Wissenschaftsteam der Bielefelder Universität, welche antisemitischen Motive und diskriminierenden Äußerungen von Jugendlichen aufgenommen werden und welche Spuren dies in den Einstellungen der Hörerinnen und Hörer hinterlässt. "Wir dürfen nicht zusehen, wie Musiker Antisemitismus propagieren und mit gewaltverherrlichenden und frauenfeindlichen Texten Jugendliche indoktrinieren", mahnte die NRW-Antisemitismusbeauftragte. "Deswegen müssen wir in der Präventionsarbeit zielgruppen- und altersgerecht Angebote entwickeln."

Festival "Goldener Spatz" nur im Netz

Das Deutsche Kinder Medien Festival "Goldener Spatz" weicht mit seiner 29. Auflage coronabedingt ins Internet aus. Dazu werde zum Start am 6. Juni eine eigene Erlebnis-Welt online gehen, kündigte Festivalchefin Nikola Jones in Erfurt an. Beginnend mit dem Eröffnungsfilm "Peterchens Mondfahrt" soll der virtuelle Raum zum Ausprobieren, Testen und Schauen einladen. Die beiden Kinderjurys können in Präsenz tagen. Ihnen gehören in den Wettbewerben Kino-TV sowie Digital insgesamt 33 Mädchen und Jungen aus allen Bundesländern sowie den deutschsprachigen Regionen der europäischen Nachbarländer an. Erstmals ist auch Dänemark vertreten. In der interaktiven Erlebniswelt "Spatztopia" sollen dann bis zum 20. Juni neben den Wettbewerbsbeiträgen unter anderem Videoclips, Apps und Games zum Anschauen und Testen bereitstehen. Das seit 1979 jährlich von der Deutschen Kindermedienstiftung "Goldener Spatz" veranstaltete Festival gilt als größtes Kinderfilmfestival in Deutschland.

Ausstellung zeigt Nachlass von Wolfgang Borchert

Zum 100. Geburtstag des Schriftstellers Wolfgang Borchert richtet die Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg eine neue Dauerausstellung ein. Die Schau "Dissonanzen. Wolfgang Borchert (1921-1947)" findet in einem Glaskasten Platz und zeigt Gegenstände aus dem Nachlass Borcherts, wie die Bibliothek ankündigte. Die "Borchert-Box" wird am 11. Mai eröffnet. Borcherts Mutter Hertha hat 1976 den Nachlass ihres Sohnes der Bibliothek vermacht. Dazu zählen seine Möbel, seine Bücher, eine Tabakspfeife, die berühmte Küchenuhr und viele weitere Objekte. Zudem stehe mit dem "Borchert-Bot" ein Gedichtautomat zur Verfügung, dessen "dichtende" künstliche Intelligenz mit den Texten des Jubilars trainiert worden sei. Ein Großteil der Ausstellung sei über die Website borchert.sub.uni-hamburg.de zugänglich. Dort soll auch am 11. Mai um 17.00 Uhr ein Eröffnungsvideo eingestellt werden.

Roskilde Festival abgesagt

Auch in diesem Jahr wird Dänemarks größtes Musikfest, das Roskilde Festival, ausfallen. Nachdem die dänische Regierung bekanntgab, dass nicht mehr als 2000 Zuschauer an Festivals teilnehmen dürfen, entschieden sich die Veranstalter, die Konzertreihe abzusagen. In der Regel besuchen 130 000 Musikfans das Roskilde Festival Ende Juni. "Wir sind am Boden zerstört von der Tatsache, dass wir nicht zu unserem Festival zusammenkommen und dazu beitragen können, die Gemeinschaften wiederherzustellen, die die Coronakrise für so viele zerstört hat", hieß es auf der Webseite. Man hoffe auf ein großes Fest 2022. Tickets für 2021 könnten 2022 genutzt oder erstattet werden. Auch andere dänische Festivals wie das Copenhell in Kopenhagen, das Northside in Aarhus und das Tinderbox in Odense wurden abgesagt.

Wieder Einzelunterricht an Berliner Musikschulen

Tausende Kinder und Jugendliche können in die Berliner Musikschulen zurückkehren und ihren Einzelunterricht wieder aufnehmen. Der Berliner Senat habe dies unter Auflagen wieder genehmigt, teilte der Landesmusikrat mit. "Nun hoffen wir, dass unter dem sich anscheinend bessernden Infektionsgeschehen bald auch die Ensemblearbeit wieder aufgenommen werden kann, die für Motivation und Entwicklung junger Musikerinnen und Musiker so wichtig ist", sagte die Präsidentin des Musikrates, Hella Dunger-Löper. Der Wiederbeginn des Einzelunterrichts an den Musikschulen sei ein Hoffnungszeichen. Der Einzelunterricht in Präsenz war wegen der Corona-Pandemie seit Dezember 2020 ausgesetzt.

Prozess zwischen Epic und Apple beginnt mit Vorwürfen

Das Gerichtsverfahren zwischen dem Videospiel-Entwickler Epic Games und Apple hat am Montag mit gegenseitigen Vorwürfen begonnen. Vor einem Bundesgericht in Oakland erklärte Epic-Anwältin Katherine Forrest zum Auftakt, der Computerkonzern habe mit seinem App Store ein abgeschlossenes System geschaffen, um die eine Milliarde iPhone-Nutzer sowie Entwickler einzuschließen. Apples Anwältin Karen Dunn sagte dagegen, Epic wolle, dass die Regierung die Wahlfreiheit der Nutzer einschränke. In dem Prozess geht es um die Apples Marktmacht. Das Unternehmen lässt auf seinen Mobilgeräten Downloads von Programmen und die Bezahlung nur aus seinem App-Store zu und erhebt eine Gebühr von bis zu 30 Prozent. "Epic Games" hatte versucht, diesen Zahlungsweg zu umgehen. Daraufhin entfernte Apple das Spiel "Fortnite" aus seinem App-Store.

Mexiko bittet Maya um Entschuldigung

Mexikos Präsident López Obrador hat die Maya-Ureinwohner offiziell um Entschuldigung für die an ihnen verübten Verbrechen gebeten. "Wir bitten das Volk der Maya um Verzeihung für die schrecklichen Misshandlungen durch Einzelpersonen und nationale wie ausländische Behörden während der Eroberung, während der drei Jahrhunderte kolonialer Herrschaft und während der zwei Jahrhunderte seit der Unabhängigkeit Mexikos", sagte der Staatschef bei einer Rede im Bundesstaat Quintana Roo im Süden des Landes. Anlass waren Gedenkveranstaltungen anlässlich des 500. Jahrestages der spanischen Invasion und des 200. Jahrestages der Unabhängigkeit des Landes. Innenministerin Olga Sánchez betonte, die Entschuldigung gelte auch für den heutigen Rassismus und die Vernachlässigung, unter der die Maya-Bevölkerung in Mexiko noch immer leide.

Met-Gala mit Armanda Gorman und Billie Eilish geplant

Die für ihre Extravaganz bekannte Jahresgala des New Yorker Metropolitan Museum of Art (Met) setzt in diesem Jahr auf Jugendlichkeit und Vielfalt: Die diesjährigen Mit-Ausrichter sind der Schauspieler Timothée Chalamet, die Dichterin Armanda Gorman, die Sängerin Billie Eilish und die Tennisspielerin Naomi Osaka - alle vier sind nicht älter als 25 Jahre. Die Spendenveranstaltung für das Kostüm-Institut des Metropolitan Museums of Art war im vergangenen Jahr ausgefallen und ist jetzt für den 13. September geplant. Hauptgastgeberin ist die Chefredakteurin der US-amerikanischen Ausgabe der Modezeitschrift "Vogue", Anna Wintour. Neben ihr leiten der Designer Tom Ford und Instagram-Chef Adam Mosseri die Veranstaltung.

Abu Dhabi bedauert Habermas' Ablehnung

Die Initiatoren des hoch dotierten Buchpreises "Sheihk Zayed Book Award" haben die Entscheidung des deutschen Philosophen Jürgen Habermas bedauert, den Preis nicht anzunehmen. Aus Abu Dhabi hieß es am Montag, der Award verkörpere "die Werte der Toleranz, des Wissens und der Kreativität", baue "Brücken zwischen den Kulturen" und werde diese Aufgabe auch weiterhin erfüllen. Der 91-jährige Habermas hatte die mit 225.000 Euro dotierte Auszeichnung zunächst akzeptiert, dies aber am Sonntag rückgängig gemacht, wie der "Spiegel" berichtete. In einer Erklärung schrieb Habermas demnach, er habe sich die sehr enge Verbindung der Institution, die den Preis in Abu Dhabi vergibt, mit dem dort bestehenden politischen System nicht hinreichend klargemacht.

Schausteller: Wiesn-Absage darf nicht Aus für Feste sein

Die coronabedingte Absage des Oktoberfests darf nach Ansicht des Deutschen Schaustellerbundes (DSB) nicht automatisch das Aus aller deutschen Volksfeste bedeuten. Die Wiesn sei weltweit das Aushängeschild und Flaggschiff und ein Magnet für Millionen Touristen aus ganz Europa, Südostasien und den USA. Damit ist es nach den Worten von DSB-Präsident Albert Ritter aber nicht repräsentativ für die 9750 anderen Volksfeste und Kirmessen. Die familienorientierten Volksfeste wendeten sich mit einem vielfältigen Angebot an die Einheimischen und die Gäste aus dem nahen Umland. Veranstalter sollten diese Unterschiede berücksichtigen.

Kulturnachrichten hören

April 2021
MO DI MI DO FR SA SO
29 30 31 1 2 3 4
5 6 7 8 9 10 11
12 13 14 15 16 17 18
19 20 21 22 23 24 25
26 27 28 29 30 1 2

App: Dlf Audiothek

Die neue Dlf Audiothek App ist ab sofort in den Appstores von Apple und Google zum kostenlosen Download erhältlich (Deutschlandradio)

Entdecken Sie mit der Dlf Audiothek die Vielfalt unserer drei Programme, abonnieren Sie Ihre Lieblingssendungen, wählen Sie aus Themenkanälen und machen daraus Ihr eigenes Radioprogramm.


Jetzt kostenlos herunterladen

Fazit

Gisela SteineckertVertrauen in die Utopie
Die Lyrikerin Gisela Steineckert sitzt auf einer Bühne und dreht sich lächelnd zum Publikum um. (imago / Daniel Schäfer)

Gisela Steineckert hat, ohne es zu wollen, eine Wendehymne geschrieben: "Als ich fortging" ist eigentlich ein Liebeslied. Neben Tausenden von Songtexten hat sie über 40 Bücher verfasst - heute wird die Berliner Schriftstellerin 90 Jahre alt.Mehr

weitere Beiträge

Kompressor

DC-Horror-Reihe von Joe HillDas Gruseln ist zurück
Szene aus dem Comic "Daphne Byrne" von Joe Hill. Frauen stehen in einem Raum und unterhalten sich.   (Panini Verlag)

Unter dem Pseudonym Joe Hill veröffentlicht Stephen Kings Sohn Joseph Romane und Comicserien. Der Panini Verlag bringt die von ihm kuratierten "Hill House"-Comics heraus. Im Neuesten, „Daphne Byrne – Besessen“, ist eine Portion Horror garantiert.Mehr

weitere Beiträge

Entdecken Sie Deutschlandfunk Kultur