Freitag, 17.09.2021
 

Alte Musik | Beitrag vom 14.07.2021

Opern-Librettist Ottavio RinucciniVordenker seiner Zeit

Von Georg Beck

Ein Bild auf Holz zeigt Orpheus und Euridike in einer idyllischen Landschaft.  (imago / Artokoloro)
Orpheus und Euridike waren ein beliebtes Sujet in der Zeit von Monteverdi, wie hier die Bemalung eines Cembalos der Zeit um 1600 beweist. (imago / Artokoloro)

Eine der ersten Opern, die jemals aufgeführt wurden, war "Euridice" von Claudio Monteverdi. Er schrieb die Musik. Und wer steuerte den Text bei? Ottavio Rinuccini. Er war der erste Opernlibrettist, der mit seinen Ideen die neue Gattung Oper generell anschob.

Ottavio Rinuccini (1562-1621) war nicht nur dabei, als die Oper entstand. Er hat mitgeholfen, dass sie überhaupt entstand. Er war Schriftsteller und Poet aristokratisch Florentiner Abstammung und lieferte die ersten Opernlibretti: Für Jacopo Peri "Dafne" (1598) und "Euridice" (1600) sowie "Arianna" für Claudio Monteverdi (1608), eine Geburtshilfe, die weit über das Aushändigen von Texten in Versform hinausging.

Ratschläge und Belehrungen

Ottavio Rinuccini stand nicht abseits, vielmehr im Zentrum einer künstlerischen Innovation, eines permanenten Gesprächs zwischen Musikern, mäzenatischen Musikfreunden, Philosophen, Poeten.

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Die Zeitgenossen sahen es so: Es waren die an die Komponisten gerichteten Ratschläge und Belehrungen Ottavio Rinuccinis, die das neue musikalische Drama, die Oper, wie wir sie kennen, ins Leben gerufen hatten.

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