Freistil, vom 20.12.2009

Von Burkhard Reinartz

"Wer einsam ist, der hat es gut, weil keiner da, der ihm was tut!" dichtete Wilhelm Busch. Manche Menschen meiden aus Angst verletzt zu werden den Kontakt mit anderen. Doch die meisten fürchten das Allein-Sein. Einsamkeit ist ein Tabuthema über das meist geschwiegen wird. Einsam sind immer nur die anderen. Allein-Sein hat viele Gesichter: quälende Isolation, die wohlige Ruhe des ganz bei sich Seins oder die Bürde existentieller Einsamkeit.

Allein zu sein ist für viele schwer erträglich.  (Stock.XCHNG / Linden Laserna)
Allein zu sein ist für viele schwer erträglich. (Stock.XCHNG / Linden Laserna)

Den allerletzten Weg muss jeder allein gehen, weshalb Philosophen und Psychologen empfehlen, rechtzeitig zu lernen, wie es ist, alleine zu sein.

Was macht die Begegnung mit sich selbst für viele Menschen so unerträglich? Warum schlägt sie oft in bedrückende Einsamkeit um, während andere das Alleinsein als Quelle von Inspiration und inneren Frieden erleben? "Wie schön ist es allein zu sein", schrieb die Poetin Mascha Kaléko. "Vor allem, wenn man jemanden hat, dem man sagen kann: Wie schön ist es, allein zu sein".