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Wortwechsel / Archiv | Beitrag vom 09.08.2013

Ohne Spritze keine Spitze?

Systematisches Doping auch im West-Sport

Moderation: Burkhard Birke

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Dedopt wurde auch massenhaft im Westen. (Deutschlandradio - Hendrik Maaßen)
Dedopt wurde auch massenhaft im Westen. (Deutschlandradio - Hendrik Maaßen)

Gedopte deutsche Sportler – in der öffentlichen Wahrnehmung fuhren die bisher nur Rad oder kamen aus der DDR. Den immer wieder aufgekommenen Verdacht, dass auch in der Bundesrepublik der Vor-Wendezeit systematisch gedopt wurde, hat nun eine Studie eindrucksvoll bestätigt. Auszüge eines 800-Seiten-Berichts des Bundesinstituts für Sportwissenschaft wurden jetzt veröffentlicht, doch viele Fragen bleiben darin unbeantwortet, etliche Namen sind geschwärzt.

Wer waren die Akteure des systematischen Dopings-West, wer Mitwisser, wer Opfer? Wie groß war der Einfluss der Politik auf die Medaillenjagd mit unlauteren Mitteln? Sind Verantwortliche von damals heute noch in einflussreichen Positionen? Was ist zu tun, um die Aufklärung voranzutreiben, wer nennt Ross und Reiter? Und was wissen wir über die gesamtdeutsche Geschichte des Dopings seit 1990 bis auf den heutigen Tag? Wie viel wollen wir überhaupt wissen, um uns unsere Freude an sportlichen Höchstleistungen nicht vermiesen zu lassen?

Darüber diskutieren im Wortwechsel von Deutschlandradio Kultur:

  • Peter Danckert, MdB (SPD), ehemaliger Vorsitzender des Sportausschusses im Deutschen Bundestag

  • Prof. Werner Franke, Doping-ExperteDeutsches Krebsforschungszentrum Heidelberg

  • Dr. Andreas Singler, Sportpädagoge und Autor

  • Claudia Lepping, Ex-Leichtathletin (SC Eintracht Hamm), Gründerin von Dopingalarm

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