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Fazit / Archiv | Beitrag vom 27.07.2015

Österreichischer Komponist Gesamtwerk Bruckners jetzt online

Robert Klugseder im Gespräch mit Sigrid Brinkmann

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Komponist Anton Bruckner  (picture alliance / dpa )
Undatiertes Foto des österreichischen Komponisten Anton Bruckner. (picture alliance / dpa )

Das Gesamtwerk des österreichischen Komponisten und Musikpädagogen Anton Bruckner (1824-1896) steht jetzt online zur Verfügung. Das Angebot der Österreichischen Akademie der Wissenschaften präsentiert Handschriften, Kompositionen und Bilder des Künstlers.

Eingerichtet hat das Online-Archiv, das unter  www.bruckner-online.at zu finden ist, Robert Klugseder von der Österreichischen Akademie der Wissenschaften. Über drei Jahre habe es sich hingezogen, sagte Klugseder im Deutschlandradio Kultur, um die Partituren der Orchesterwerke, der Vokalmusiken und der Kammerkonzerte zusammenzutragen.

"Das größte Problem war natürlich, dass diese Werke Bruckners sehr stark verstreut sind. Also, es ist nicht alles hier in Wien, sondern auch über viele Bibliotheken in Österreich, aber auch in der Schweiz und in Deutschland verstreut. Das war dann der größte Aufwand, das zu finden."

Wissenschaftliche Arbeit vereinfachen

Ziel des Projektes sei gewesen, dass man vor allem Wissenschaftlern, die zu Anton Bruckners Werken publizieren wollen, Reisen erspart. 

"Ich habe viele Kollegen, die in Amerika sind, und dann nach Europa kommen müssten und dann 20 verschiedene Bibliotheken aufsuchen müssten und teilweise auch Privatbesitzer, um alle Abschriften, Skizzen und Werke zu einem Werk einsehen zu können."

Da sei ein wahnsinniger logistischer und finanzieller Aufwand.

"Jetzt ist es so, dass sie mit einem Mausklick im Internet sich alle Quellen im Original ansehen können", sagte Robert Klugseder.

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